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 | Auktions-Vorbericht
Die Münchner Schüle stellt die Spitzenwerke in der Versteigerung mit Alter Kunst und Antiquitäten bei Neumeister in München
Wer kommt denn da? Wer dringt denn da in unsere beschauliche Höhle ein? Das fragen sich die fünf Kobolde, die aus dem Dunkel ihrer Felsengrotte blicken. Sie reagieren spontan und emotional auf ihren „Entdecker“, den Betrachter des Gemäldes. Einer der Gnome, ihr Anführer, hat sich in wehrhafter Haltung breitbeinig positioniert und fixiert den Eindringling entrüstet durch seine dicke Brille. Andere wirken ängstlich, freundlich oder erstaunt. Carl Spitzweg sah die rasante politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung des 19. Jahrhunderts mit einer gewissen Skepsis. Dieses Eindringen einer neuen Epoche in ein behagliches Zuhause, in dem die Zeit stehengeblieben zu sein scheint, thematisierte der Maler biedermeierlicher Idyllen in vielen seiner Gemälde, so auch in dem „Koboldspuk“. In anderen Werken konfrontiert er die elementaren Erdgeister humorvoll mit der Eisenbahn, dem Symbol für Schnelligkeit und Fortschritt. Vielleicht präsentiert sich Spitzweg in dem energischen Anführer der Gnome selbst, wofür die Brille und der Schnurrbart stehen. Es würde durchaus dem Witz und dem Scharfblick eines der genialsten Künstler des 19. Jahrhunderts entsprechen, wenn er in dem „Koboldspuk“ seine persönliche Protestnote gegen die „Neue Zeit“ mit einem Schuss Selbstironie formuliert hätte. ...mehr
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 | Auktions-Vorbericht
Koller startet in Zürich vielfältig mit den Gemälden Alter Meister und des 19. Jahrhunderts, Zeichnungen sowie der alten Grafik in die Herbstsaison
Die Brille, heute modisches Accessoire und damit positiv belegt, stand in der Kunst häufig als Symbol für die Gelehrsamkeit. Anders bei dem um 1550 entstandenen „Bildnis eines Narren“ des behelfsmäßig nach einer datierten Tafel benannten Meisters von 1537, den einige Wissenschaftler neuerdings mit Frans Verbeeck ...mehr
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 | Künstler-Portrait
Luigi Colani gestorben
Luigi Colani ist tot. Der Designer starb heute im Alter von 91 Jahren in Karlsruhe. Der gebürtige Berliner war bekannt für seine aerodynamischen Entwürfe für Autos, Flugzeuge und Einrichtungsgegenstände. Sein an der Formensprache der Natur orientiertes Biodesign erreichte in Japan und China Kultstatus. Der runde ...mehr
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 | Museumsportrait
Nach fünf Jahren Renovierung hat das Gruuthusemuseum im flämischen Brügge wieder die Tore geöffnet. Einprägsam stellen erlesene Schätze den künstlerischen Reichtum der alten Handelsstadt vor
Ludwig von Brügge, flämisch Lodewijk van Gruuthuse, war Kunstfreund, Diplomat und ein geschickter Geschäftsmann. Sein Vermögen erwarb der um 1427 geborene und 1492 verstorbene Spross einer einflussreichen Brügger Familie über das Monopol auf den Verkauf der Kräutermischung Grut, damals Hauptbestandteil des Bieres. Zwischen 1463 und ...mehr
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 | Auktions-Vorbericht
Unter dem Titel „The Modern Style“ veranstaltet Lempertz in seiner Brüsseler Dependance erstmals eine Auktion mit Möbeln und Dekorationsobjekten aus dem frühen 20. Jahrhundert und lässt die Eleganz der Epoche wieder aufleben
Fröhliche Farben sind ja meist eher bunt oder weisen helle Nuancen auf. Schwarz wird hierbei nicht jedem in den Sinn kommen. Dennoch schwingt etwas Lebensbejahendes und bequem Entspannendes in dem dunklen Farbton in der Formulierung, die er in einem Set aus sechs überaus behaglich wirkenden ...mehr
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 | Journal
Am vergangenen Wochenende traf sich im Hotel Castell in Zuoz eine Gruppe von Kunstinteressierten, um an dem von Ruedi Bechtler kuratierten Art Weekend teilzunehmen. Im Mittelpunkt der lässigen Talkrunde standen die kalifornische Performance- und Videokünstlerin Shana Moulton sowie der Schweizer Künstler Raphael Hefti
Reden über Kunst – wie kann das aussehen? Das können Artist Lectures sein, angeregte Podiumsdiskussionen oder auch kunsthistorisch unterfütterte Führungen zu ausgewählten Werken im Museum oder im öffentlichen Raum. Ein besonderes Format der Kunstvermittlung hat der Kunstsammler, Künstler und Hotelbesitzer Ruedi Bechtler für das Hotel ...mehr
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 | Auktions-Nachbericht
Rückblick: Fotografie bei Lempertz
Mit Venedig verbindet man den prächtigen bunten Karneval mit kunstvollen Masken, illustre Kirchenbauten, Gondeln, Kanäle und eine Vielzahl an Touristen, dich sich den Weg durch die Serenissima bahnen. Eine andere, ruhigere und dezentere Facette der Lagunenstadt präsentiert Heinrich Kühn in seinem malerisch anmutenden Foto „In ...mehr
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 | Museumsportrait
Zum hundertjährigen Jubiläum in Dessau: Der schwarze Glaskubus des neuen Bauhaus Museums ist eröffnet
Der Passant blickt in ein schwarzes Nichts. Auf den reflektierenden Glasfronten inszenieren umliegende Plattenwohnhäuser und pittoreske Gründerzeitbauten ein skurriles Spiel aus Zerrbildern. Der breit gelagerte, dunkle Glaskasten besitzt den Charme eines futuristischen Ufos oder einer High Tech-Produktionshalle. Erst beim Eintreten entfaltet das Gehäuse seine Magie. ...mehr
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 | Auktions-Nachbericht
Im Münchner Auktionshaus Karl & Faber spielte sich im Bereich der Moderne vieles um die untere Taxe ab. Spannender ging es bei den Nachkriegskünstlern und Zeitgenossen zu
Drei Werke Ernst Wilhelm Nays zeigen einen Werdegang auf, den viele seiner Zeitgenossen vollzogen: Die Entwicklung vom figürlich-abstrakten Künstler vor dem Zweiten Weltkrieg hin zum ungegenständlichen Farb- und Formkomponisten nach dieser Zäsur. 1941 aquarellierte Nay die „Stadt mit Brücke und Badenden“ in der Bretagne noch ...mehr
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