Geboren am 15. Februar 1909 in Rot an der Rot in Oberschwaben, gestorben am 12. Mai 1981 in Eningen unter Achalm bei Reutlingen Deutscher Grafiker
HAP Grieshaber, eigentlich Helmut Andreas Paul Grieshaber, beschäftigte sich vorwiegend mit Holzschneidereien. Er absolvierte von 1926 bis 1927 eine Schriftsetzerlehre in Reutlingen und studierte anschließend an der Stuttgarter Akademie Kalligraphie.
Um 1930 wurde er mit seiner typografisch-stempelhaften Ausdruckstechnik bekannt, und 1932 entstand sein erster Holzschnitt. Nach zahlreichen Reisen und Auslandsaufenthalten zog er sich 1933 zurück, als die Nazis ihm ein Mal- und Ausstellungsverbot erteilten. 1940 wird er zum Kriegsdienst eingezogen und geriet in belgische Kriegsgefangenschaft.
Nach seiner Rückkehr nach Deutschland lehrte er an verschiedenen Kunstakademien unter anderem in Karlsruhe, wo er Nachfolger von Erich Heckel wurde. Er entwickelte in den sogenannten Reutlinger Drucken den für ihn typischen, von der mittelalterlichen Holzschnitttechnik beeinflussten Stil. Seine dominanten, winklig-klaren Linien, großflächig runden, abstrahierenden Formen verbunden mit figurativen Formen ähneln sehr den expressionistischen Holzschnitten der Brückemaler.