Geboren am 5. April 1923 in Sonderborg in Dänemark, gestorben am 18. Februar 2008 in Hamburg
eigentlich Kurt Rudolf Hoffmann
Dänisch-deutscher Maler, Vertreter des Informel
Von 1938 bis 1940 absolvierte Kurt Rudolf Hoffmann eine kaufmännische Lehre in Hamburg. Von 1947 bis 1949 besuchte er die Landeskunstschule und studierte bei Willem Grimm. 1950 begann er mit verschiedenen Tuschetechniken zu experimentieren. Den Künstlernamen Sonderborg nahm Kurt Rudolf Hoffmann im Jahr 1951 an.
Zwei Jahre später wurde er Mitglied der Gruppe „Zen 49“. Ab 1958 zog Sonderborg nach Paris, bis er sieben Jahre später nach Stuttgart an die Staatliche Akademie der Bildenden Künste berufen wurde. Sonderborg ging vom Tachismus und Action Painting aus und widmete sich in seiner Malerei dem Aspekt der Bewegung und der Geschwindigkeit. Die Serie „Fliegender Gedanke“ ist von dieser gestischen Dynamik geprägt.
Sonderborg ist stark von Großstadtimpressionen, ausgelöst durch Aufenthalte in New York, Paris und London, Umweltgeräuschen und Jazz – sein Vater war Jazzmusiker – geprägt. Seine Bilder, die der amerikanischen gestischen Malerei näher stehen als dem europäischen Informel, schafft er mit spontanem Farbauftrag, in dem sich ein strukturelles, dynamisches Gefüge herauskristallisiert, das die Form im Zustand des Werdens zeigt. Die Titel der Bilder markieren jeweils Datum und Uhrzeit ihres Entstehens. Meist verwendet er die Farben Schwarz und Rot, die er auf der Bildfläche verreibt oder verwischt. Das Werk „Spur Andreas B.“ ist eine Assoziation zu einem Zeitungsfoto von Andreas Baaders Todeszelle. Mit seiner Bildsprache steht Sonderborg dem Zen-Buddhismus nahe. Heute lebt und arbeitet der Künstler in Chicago, Paris, Berlin und Hamburg.
c.b.
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