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Dada, Surreales und immer wieder die Fotografie: Eine Ausstellung im Berliner Martin-Gropius-Bau widmet sich dem Werk von Man Ray und zeigt erstmals persönliche Gegenstände und Dokumente aus seinem Nachlass 
Auf seinem Grabstein auf dem Cimetière du Montparnasse steht die Inschrift: „unconcerned, but not indifferent“. Und genau so ist jetzt auch eine Man Ray-Ausstellung im Berliner Martin-Gropius-Bau betitelt: „Unbekümmert, aber nicht gleichgültig“. Grundlage der Schau ist die Sammlung des Man Ray Trusts aus Long Island, ...mehr | 23.07.2008  |
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 In St. Georgen im Schwarzwald zeigt die Sammlerfamilie Grässlin Martin Kippenberger satt – eine Liebeserklärung seiner zweiten Heimat an den 1997 verstorbenen Totalkünstler 
Den Künstler Martin Kippenberger (1953-1997) verband viel mit dem kleinen Schwarzwaldstädtchen St. Georgen. Hier lebt die Sammlerfamilie Grässlin, die den rastlosen Individualisten einst wie ein Familienmitglied aufnahm, ihm Werke abkaufte, ihn bekochte, ihn zu neuen Arbeiten animierte und ihm jenseits der Metropolen eine zweite, wesentlich gemächlichere Wahlheimat bot. Von 1980 bis 1981 und von 1991 bis 1994 lebte Kippenberger hier, fernab von Kreuzberger Absturzkneipen, gedanklich und räumlich weit entfernt von Vernissagen und Künstlerpartys irgendwo auf der Welt. Wohl kaum jemand anderes als die vier Geschwister Grässlin und Mutter Anna haben einen so direkten Zugang zu seinem manchmal sperrigen, ironischen und alltagsphilosophischen Werk gefunden. ...mehr |
22.07.2008  |
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 In seiner ersten institutionellen Einzelausstellung im Kunsthaus Hamburg zeigt der Foto- und Videokünstler Stefan Panhans neue Arbeiten. Als Gast hat er die Berliner Bildhauerin Alicja Kwade eingeladen 
Es ist Nacht. Ein Mann und eine Frau sitzen am Lagerfeuer, hinter ihnen dichtes Blattwerk und Bambus. Die Frau ist perfekt frisiert und geschminkt. Sie trägt eine Art Security-Uniform und ist mit einer amerikanischen Polizeitaschenlampe ausgerüstet, mit der sie von Zeit zu Zeit die Umgebung auf Verdächtiges abtastet. Auch der Mann hält eine Taschenlampe in der Hand, gelegentlich bearbeitet er mit dem Messer ein Stück Holz. Er wirkt ungewaschen und trägt lange, ungekämmte Haare, fast als wäre er der 70er-Jahre-Fantasy-Serie Catweazle entsprungen oder einem mittelalterlichen Spektakel. Die beiden sehr unterschiedlichen Protagonisten treten in einen teils realistischen, teils völlig absurden Dialog. Mal geht es um die Anforderungen der modernen Arbeitswelt, mal rezitieren sie gängige Werbespots. Traumartige Gedankensplitter mischen sich mit paranoiden Ängsten und hilflos vorgetragenen Witzen: Zombies des Medienzeitalters, die offenbar im Wald gestrandet sind. ...mehr |
21.07.2008  |
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 Die Ausstellung anlässlich von Friedrich Nerlys 200stem Geburtstag hat ihre letzte Station in Paderborn 
Lustig weht sie im Wind, die kleine grünweiß gestreifte Markise, die Friedrich Nerly irgendwann in den ausgehenden 1830er Jahren oder noch später an einer venezianischen Hausfassade ausfindig gemacht hat. Ein anderes Exemplar in Gelbweiß hängt ein wenig schief, einer der beiden hölzernen Ständer ist von der Balkonbrüstung abgerutscht und schwebt frei in der Luft. Was Nerly seltsam, merkwürdig oder auch einfach nur kurios und damit bildwürdig erscheint, findet immer Eingang in seinen Skizzenbüchern oder den zahlreichen Blättern seiner Zeichenmappe – wer weiß, ob man es nicht irgendwann in einem fertigen Ölgemälde verwenden kann. Und bildwürdig erschien ihm viel in dieser an Motiven reichen Lagunenstadt, die ihm seit 1837 bis zu seinem Tod 1878 Lebens- und Arbeitsort war. ...mehr |
18.07.2008  |
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 Mit der monumentalen und in sich doch zerrissenen Ausstellung „Die Kraftprobe“ im Haus der Kunst wird versucht, was kaum möglich ist: 200 Jahre Kunstakademie München anhand von Arbeiten der Akademieprofessoren zu reflektieren 
Man kann sich der Monumentalität dieser Bilder nicht entziehen. Karl von Pilotys Gemälde „Alexander der Große nimmt sterbend Abschied von seinem Heer“ von 1886, das bislang als verschollen galt und seit 1937 erstmals wieder ausgestellt ist, hat die theatralische Beklemmung eines Weltuntergangbildes, und auch die in Angst und Entsetzen vereinte Menschenpyramide in der „Sündflut“ von 1850 des aus Düsseldorf an die Münchner Akademie berufenen Carl Schorn zeigt ein Untergangsszenario, das zugleich die Allegorie von höherer Gerechtigkeit über ein zu viel an Selbstherrlichkeit darstellt. Man mag dieser Malerei heute kritisch gegenüberstehen. Aber Mythos und Pathos hieß in diesen Jahrzehnten das Programm der Münchner Akademie. Und glaubt man der Ausstellung, mit dem das Haus der Kunst den 200sten Geburtstag der Akademie feiert, dann war ihre große Zeit ausgerechnet die zweite Hälfte des 19ten Jahrhunderts. ...mehr |
17.07.2008  |
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Mit ihrer aktuellen „Gedächtnisausstellung“ greift die Freiburger Galerie Pro Arte dem Herbst vor: Im Oktober wäre der Zeichner, Maler und Fotograf Karl Bohrmann 80 Jahre alt geworden, sein Tod jährt sich im Dezember diesen Jahres zum zehnten Mal 
Im meist kleinen Format war er auf großer Suche. Karl Bohrmanns Bestreben war nichts Geringeres, als den Geist der klassischen Moderne und den der Alten Meister nachzuempfinden, weiter zu entwickeln und hierfür eine perfekte Form zu finden. Diese war für Bohrmann in der Einfachheit zu ...mehr | 10.07.2008  |
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 Henrik Schrat in der Berliner Galerie Olaf Stüber 
„Outsourcing“, das Auslagern von Aufgaben an eigenständige Subunternehmen oder Partnerfirmen, hält ein Unternehmen flexibel, konzentriert die Aufmerksamkeit auf das Kerngeschäft und erspart der Firma hohe Investitionen. Do what you can do best and outsource the rest – dieses Credo aus der Marktwirtschaft ist für die Kunstwelt eigentlich nichts Neues. Bestimmte handwerkliche Tätigkeiten aus der Hand zu geben, beispielsweise einen Bronzeguss oder einen Druck, ist selbstverständlich, und auch das Delegieren von Malerei setzten und setzen beispielsweise Jeff Koons oder Martin Kippenberger konzeptionell ein. Ungewöhnlich allerdings, wenn der beauftragte Ausführende der Arbeiten – in den aktuell in der Galerie Olaf Stüber ausgestellten Bildern von Henrik Schrat heißt er Taufequ Ahmed – nicht nur erwähnt, sondern auf dem Kunstwerk sogar porträtiert ist. Und zwar in der Bilderfolge noch vor dem Künstler. ...mehr |
08.07.2008  |
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 Viel Kunst rund um das Gallery-Weekend in Berlin 
Das lange Wochenende nach dem 1. Mai gehört in Berlin der Kunst, genauer gesagt, der Galerienszene. Dem Aufruf „Save the Date“ der 34 großen Galerien, die am Freitagabend gemeinsam ihre neuen Ausstellungen eröffnen haben sich inzwischen die Galerien rund um die Auguststraße mit einem eigenen Rundgang angeschlossen. Sechs Galerien, die auf dem Kunst-Campus hinter dem Hamburger Bahnhof neue Quartiere bezogen haben und ein Kunstsammler im Wedding nutzen das Wochenende ebenfalls für ihre Eröffnungsfeierlichkeiten. ...mehr  |
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 Felix Müller in der Berliner Galerie Martin Mertens   Holz! Kurz und bündig benennt Felix Müller seine neue Werkgruppe und entführt den Betrachter in der Berliner Galerie Martin Mertens abermals in den deutschen Wald. Seit fünf Jahren entwickelt der 1969 in Berlin geborene Maler, der an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee studiert hat, technisch virtuos ein eigenwilliges, unverwechselbares Bildgeschehen. Seine Bilder sind zugleich glasklar und schlüpfrig, leicht und düster, modern und der Vergangenheit verhaftet. Begierden scheinen auf, und die Katastrophe wirkt nah. Im Wald also, wo stilisierte Stämme die Senkrechte betonen, tun sich emotionale Untiefen auf. Nicht nur, dass regelrecht schwarze Löcher gähnen, nein, hier fletschen schaurige Hasen die Zähne und schwingen leicht bekleidete junge Damen die Äxte. ...mehr  |
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 Die Galerie Lang in Wien konzentriert ihre aktuelle Ausstellung auf eine Farbe   Sie gilt als die Farbe des Lebens, der Leidenschaft und der Sinnlichkeit. Rot ist in unserer Wahrnehmung die Farbe der Freude, der Leidenschaft und der Liebe, aber ebenso der Aggression und der Demonstration von Macht. Aufgrund der Assoziation zum Feuer ist Rot sowohl der Prototyp der „warmen“ Farbe, als auch Signalfarbe, die auf Gefahr hinweist. Nach allgemeiner Ansicht besitzt Rot von allen Farben die größte Farbintensität und die stärkste Anziehungskraft. Es ist eine zugleich positive, aggressive und erregende Farbe. Rot ist die Farbe des Blutes. Unter allen Farben findet man Rot am frühesten in symbolischer Bedeutung, oft auch mit magischen Vorstellungen verknüpft. ...mehr  |
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