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Am 29.01.2020 Auktion 1147: Art of Africa, the Pacific and the Americas

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Enten am Wehr / Alexander Koester

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© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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Ausstellungen

Das in den Niederlanden gefeierte Rembrandt-Jahr zum 350. Todestag des großen Barockmalers schließt mit einer Ausstellung aus Werken der ersten zehn Schaffensjahre in seiner Geburtsstadt Leiden

Am Ende steht die Jugend


Rembrandt, Selbstportrait, um 1628

„Schau mir in die Augen….“ Jener Vers eines bekannten rheinischen Karnevalsliedes stößt bei der Betrachtung des braungrau abgetönten Selbstporträts von Rembrandt Harmenszoon van Rijn, so sein vollständiger Name, auf Schwierigkeiten. Man muss schon sehr genau hinschauen, um die konzentriert geradeaus blickenden dunklen Pupillen zu erkennen, ...mehr

15.01.2020

Im März 1770 verstarb in Madrid der venezianische Barockmaler Giovanni Battista Tiepolo. Zum 250. Todestag feiert ihn nun die Stuttgarter Staatsgalerie mit einer Werkschau

Pompös verpackte humorvolle Kritik


Giovanni Battista Tiepolo, Apelles und Campaspe, um 1725/30

Geradewegs steht der Eintretende vor einem Bildnis in eigener Sache: Fußend auf einer Erzählung von Plinius dem Älteren, arbeitet der Maler Apelles an einem Porträt der Hetäre Campaspe, der Geliebten Alexanders des Großen. Nicht wenige erkennen in dem Künstler Giovanni Battista Tiepolo, der gerade an einem delikaten Teil, der Brustwarze Campaspes, pinselt. Mit verrenktem Hals dreht er sich zu seinem Modell um. Aus der rechten dunklen Bildhälfte blickt er mit weit geöffneten Augen über Campaspe hinweg, so als suche er nach Einfällen. Denn im linken, deutlich lichteren Teil thronen auf einem Podest neben dem Modell Alexander der Große mit dem Lorbeerkranz und ein Soldat, der sich schützend über das Paar beugt und eine abwehrende Geste in Richtung des Porträtisten vornimmt. Genau diese beiden getrennten Sphären markieren überdeutlich die Abhängigkeit des Hofkünstlers vom Auftraggeber. Auf der einen Seite die finstere Werkstatt mit großformatigen Bildern und einem an der Staffelei gelehnten Pagen, auf der anderen Seite für den Porträtisten unerreichbarer Glanz und Erotik. Aus dem Kreis der Mächtigen bleibt der Maler eines in der Gattungshierarchie weit unten angesiedelten Genres ausgeschlossen. Mit Ironie und Kritik kommentierte Giovanni Battista Tiepolo um 1725/30 in diesem Gemälde das Verhältnis eines Künstlers zum Besteller. ...mehr

10.01.2020

Zum 150. Geburtstag von Ernst Barlach wagt das frisch renovierte Ernst Barlach Haus in Hamburg neue Blicke auf den norddeutschen Künstler

Barlach in neuem Licht


Ernst Barlach, Der Rächer, 1914

Ernst Barlach ist gegenwärtig in aller Munde. Die Deutsche Post ehrt den norddeutschen Bildhauer, Grafiker und Dramatiker mit einer Sondermarke. Der Suhrkamp Verlag bringt eine 3.000 Seiten starke, vierbändige Ausgabe mit bisher zum Teil unveröffentlichten Briefen heraus. Und der Schauspieler Charly Hübner begibt sich gemeinsam mit dem Schriftsteller Ingo Schulze in den nächsten Monaten auf eine kleine Tournee quer durch Deutschland, in deren Rahmen sie aus den zahlreichen Briefen Barlachs lesen werden. Den Auftakt machte jetzt eine restlos ausverkaufte Veranstaltung anlässlich der Eröffnung der Jubiläumsausstellung in Hamburger Ernst Barlach Haus, das ebenfalls seinen Namensgeber zu dessen 150. Geburtstag ehrt. ...mehr

07.01.2020

Zu Lebzeiten gefeiert, nach dem Tode vergessen: Dieses Schicksal ereilte etliche Künstler. Mit Walter Ophey gastiert nun ein rheinischer Expressionist im Würzburger Kulturspeicher, dessen Name man sich merken sollte

Ein Leben für die Farbe


Walter Ophey, Kirche mit Sonne, 1920/23

„Ich male, wie man singt“, schrieb Walter Ophey über seine eigenen ersten Bilder. Ein poetisch-spielerischer Grundton durchzieht daher auch viele seiner Gemälde. Aber es ist vor allem das lautstark tosende Kolorit, das sein Werk so bemerkenswert macht. So bekannte der Maler: „Ich fühle mich in der Farbe am wohlsten“. Ob schwül flimmernde Küstenlandschaften, feurig gelb zügelnde Pflanzenformationen oder bedrohlich rote Hausfassaden – die Farbe überstrahlt beinahe die Form. ...mehr

03.01.2020

Das Kunsthistorische Museum in Wien nimmt die Besucher derzeit zu einer Reise durch barocke Affekte mit und hat die beiden Protagonisten der Emotionssteigerung zusammengebracht: Caravaggio und Bernini

In melodramatischen Gefühlswallungen


Michelangelo Merisi da Caravaggio, Narziss, um 1601

Die verhängnisvolle Liebe ist dem Jüngling ins Gesicht geschrieben: in Michelangelo Merisi da Caravaggios um 1600 entstandenem Gemälde ist Narziss, der sich am Wasser sitzend in sein eigenes Spiegelbild verliebt, völlig eingenommen von seinem Abbild. Das Gemälde führt dem Betrachter die stille und doch so dramatische Szene ganz nah vor Augen: Noch scheint der Jüngling nichts von den lebenslangen Qualen unerwiderter Liebe zu ahnen, zu denen ihn die Göttin Nemesis wegen seiner Herzlosigkeit verdammt hat. Mit der Linken liebkost der über die Schönheit seines eigenen Spiegelbildes erstaunte Jüngling die Wasseroberfläche, als versuche er das eigene Ebenbild zu verführen. Die meisterliche Darstellung fängt die „meraviglia“ – das Staunen – der Situation für den Protagonisten ein und löst beim Betrachten ein ebensolches Gefühl aus, beschrieben durch den fast vollkommenen Kreis rund um das hell erleuchtete Knie als Mittelpunkt, der sich in Narziss und seiner seitenverkehrten Spiegelung schließt. ...mehr

20.12.2019

Wen die Keramik der Moderne interessiert, der muss noch schnell nach Wien. Nicht ganz 150 Exponate von Künstlern der Wiener Werkstätte aus der Zeit von 1900 bis 1930 präsentiert die Galerie bei der Albertina – Zetter in ihrer derzeitigen Verkaufsausstellung. Ein Top-Stück folgt dem anderen

Best Off der Wiener Keramik


Gudrun Baudisch, Doppelkopf, 1929

Die Rolle der Wiener Werkstätte in der Aufbruchszeit des frühen 20. Jahrhunderts ist unumstößlich: Sie war der Motor eines neuen, modernen Stils mit unverwechselbarem k.u.k. Einschlag. In Museen und auf dem Kunstmarkt werden nicht nur Arbeiten von Protagonisten wie Josef Hoffmann oder Koloman Moser gefeiert ...mehr

Kräfte bündeln: In München haben sich führende Galerien, Museen und Privatsammlungen zu dem innovativen Format „Various Others“ zusammengeschlossen. Der Ausstellungsreigen im Herbst will auch viele auswärtige und internationale Kunstinteressierte in die bayerische Metropole locken

Wachstum durch Zusammenarbeit


Senga Nengudi, Inside/Outside, 1977

Die Premiere des neuen Münchner Ausstellungs- und Veranstaltungsformats „Various Others“ im Herbst 2018 war offenbar ein voller Erfolg. Nicht anders ist zu erklären, dass die Veranstalter, ein Zusammenschluss von rund 20 Galerien, Off-Räumen, Privatsammlern, aber auch den großen Münchner Institutionen wie dem Haus der Kunst, dem Lenbachhaus, dem Museum Brandhorst, der Pinakothek der Moderne oder dem Museum Villa Stuck, sich in diesem Jahr noch mehr ins Zeug gelegt haben, um „Various Others“ dauerhaft als attraktives Auftaktformat zum Münchner Kunstherbst zu etablieren. Durchaus auch im Wettbewerb mit Berlin, denn die Berlin Art Week und die Messe Art Berlin fanden parallel zum Münchner Eröffnungswochenende statt. „Wir wollen die Stärke Münchens nach außen tragen. Wir wollen zeigen, dass München ein internationaler Standort mit internationaler Strahlkraft ist“, sagt die Mitinitiatorin Sarah Haugeneder, Vorstandsmitglied von „Various Others“. „Nur durch Kollaborationen können wir wachsen.“ ...mehr

Die österreichische Hauptstadt im Herbst: Albrecht Dürer in der Albertina, die Kunstmesse Viennacontemporary und das Galerienfestival „curated by“ – Wien bietet in diesen Wochen ein vielfältiges Programm, das auch zahlreiche internationale Kunstinteressierte in die Donaumetropole lockt

Wien dreht auf


Die Wiener Ringstraßenbahn rattert wie immer zuverlässig und in dichtem Takt durch die innere Stadt. Vorbei an Wahlplakaten und Würstelständen, nächster Halt: Staatsoper. Von hier aus sind es nur wenige Schritte bis zur Albertina, wo in diesen Tagen eine Jahrhundertschau zu sehen ist. Meisterwerke Albrecht Dürers, vom legendären Aquarell „Feldhase“ über „Das große Rasenstück“ bis hin zu selten in dieser Fülle gezeigten Ikonen der frühen Druckgrafik, sind hier versammelt. Seit 1959 soll es die erste große Dürer-Schau weltweit sein, so die Ankündigung des Museums. Viele Besucher reisen von weither an, um die häufig reproduzierten Motive des Nürnberger Meisters einmal im Original betrachten zu können. ...mehr

Vom Fotojournalisten zum Bilderjäger im Großstadtdschungel: Die Hamburger Deichtorhallen zeigen zum ersten Mal in Deutschland eine große Werkschau des in Hongkong lebenden deutschen Fotografen Michael Wolf

Chronist der Megastädte


Laut einer Studie der UNO werden im Jahr 2050 zwei Drittel der Weltbevölkerung in Millionenstädten leben. Einer, der dieses Phänomen seit Jahrzehnten mit der Kamera untersucht, ist der 1954 in München geborene Fotograf Michael Wolf. Seit dem Jahr 1994 lebt der ausgebildete Bildjournalist und Dokumentarfotograf in der Metropole Hongkong. Bis 2003 schoss er seine Fotos und Bildgeschichten noch vor allem im Auftrag des Magazins „Stern“. 2004 erfolgte dann nach einigen Unstimmigkeiten mit seinem Arbeitgeber eine radikale Neuorientierung: Michael Wolf entschied sich im Alter von 50 Jahren, sein Glück als freischaffender, autonomer Fotokünstler zu versuchen und statt wie bisher mit Verlagen nur noch mit Galerien zusammenzuarbeiten. ...mehr

Die Galerie Schüller in München bringt zwei Meisterwerke Karl Schmidt-Rottluffs erstmals auf den Kunstmarkt, und das Buchheim Museum widmet dem Expressionisten eine umfangreiche Retrospektive. Doch der Markt für den Mitbegründer der Künstlergruppe „Brücke“ ist differenziert

Die knappen Momente der Avantgarde


Es liegt nicht an fehlendem Interesse, sondern an den fehlenden Spitzenwerken, dass es um die expressionistischen Maler auf dem Kunstmarkt etwas ruhiger geworden ist. Das ist der Tenor vieler Galeristen und Auktionshäuser. Etwa 30 Millionen Euro zahlte Ronald S. Lauder vor gut zehn Jahren für Ernst Ludwig Kirchners unvergleichliche und damals etwas fahrlässig restituierte „Berliner Straßenszene“, die heute in der Neuen Galerie, Lauders Privatmuseum in New York, zu sehen ist. Das Auktionshaus Ketterer erzielte 2011 für Hermann Max Pechstein den Künstlerrekord von 3,5 Millionen Euro inklusive Aufgeld mit seinem Gemälde „Weib mit Inder auf Teppich“, und auch Karl Schmidt-Rottluffs Auktionsrekord von 3,5 Millionen Euro für seine „Akte im Freien“ bei Christie’s liegt schon ein Dezennium zurück. Die großen Momente der deutschen Avantgarde sind knapp geworden. ...mehr







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