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Kym IV, 1999 / K. O. (Karl Otto) Götz

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© Galerie Neher - Essen


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Im Park von Schloss Mainberg bei Schweinfurt, 1874  / Hans Thoma

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© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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Ausstellungen

Das LWL-Museum für Kunst und Kultur in Münster kombiniert in der Ausstellung „Vita Duplex“ rund 140 Werke des irisch-amerikanischen Malers und Bildhauers Sean Scully mit Texten des Künstlers

Das Doppelleben der Bilder


Sean Scully, Vita Duplex, 1993

Man muss gar nicht mal ins LWL-Museum hineingehen, um mitzubekommen, dass Sean Scullys Kunst in Münster angekommen ist. Exakt vor dem Eingang des Hauses – mit Blick auf den romanischen Dom der Stadt – hat Scully mit der elf Tonnen schweren Skulptur „Moor Shadow Stack“ ...mehr

14.07.2019

Mit der Foto- und Videoausstellung „Here We Are Today“ eröffnet das Bucerius Kunst Forum sein neues Domizil in Hamburg. Das beliebte Ausstellungshaus positioniert sich mit moderner Architektur und brisanteren Themen wesentlich zeitgenössischer als zuvor

Wo stehen wir heute?


Eva Leitolf, Schöna. Sächsische Schweiz, 2006

Neue Räume am Alten Wall. Das 2002 eröffnete Hamburger Ausstellungshaus Bucerius Kunst Forum hat Anfang Juni seine neuen Ausstellungsräume nur wenige Meter vom alten Standort entfernt mit einer großen Feier eingeweiht. Das Architekturbüro von Gerkan, Marg und Partner hat hinter der historischen Fassade des Gebäudekomplexes am Alten Wall direkt neben dem Rathaus ein modernes, zeitgemäßes Ausstellungshaus auf vier Etagen mit einer Gesamtfläche von 3.400 Quadratmetern errichtet. Neben dem klimatisch und lichttechnisch auf den allerneuesten Stand gebrachten, 850 Quadratmeter großen Ausstellungssaal im ersten Stock bietet das neue Bucerius Kunst Forum den Besuchern ein großzügiges Auditorium mit Lichthof und Foyer im zweiten Obergeschoss, einen vergrößerten Shop im Erdgeschoss sowie ein gläsernes Malatelier mit Blick aufs Fleet für alle Besuchergruppen. ...mehr

08.07.2019

Witz und Ironie sind feste Bestanteile im Schaffen von Christian Ludwig Attersee. Bis in den Spätsommer hinein gibt das Belvedere 21 in Wien einen Überblick über seinen schelmischen Kosmos

Wie wär’s mit einem Präservativ in Backhuhnform


Christian Ludwig Attersee, Mopsbüstenhalter, 1967

„Weihnachtliches Stilleben mit Dackelstelze“, „Wenn Jumbos sich um Schinken streiten“, „Bissige Achsel“ oder „Hundebüstenhalter“ – Christian Ludwig Attersee ist nicht nur Maler, Zeichner, Musiker, Filmer und Selbst-Inszenierer. Der 1940 in Pressburg als Christian Ludwig geborene Künstler ist auch Sprachalchimist, ein Literat wunderbar origineller Bildtitel. Aktuell präsentiert das Wiener Belvedere 21 eine Personale des Österreichers und entführt die Besucher in eine Welt hintergründigen Humors. In der am Schweizergarten gelegenenen Außenstelle des Belvedere ist eine Werkschau zu sehen, die die fast sechzigjährige Karriere des heute 78jährgen Künstlers dokumentiert. Einen besonderern Fokus legt die Retrospektive auf das Frühwerk und stellt ihn als den singulären Wegbereiter eines Crossover zwischen Kunst und Lebensgestaltung vor. ...mehr

01.07.2019

Die städteübergreifende Ausstellung „Ruhr Ding“ in Bochum, Dortmund, Essen und Oberhausen bringt gesellschaftskritische und poetische Kunst in Rathäuser, leerstehende Ladenlokale, ehemalige Kinos, auf alte Zechen und Industriebrachen, an Fassaden, auf Fußballplätze und viele andere urbane und semi-urbane Orte

Das Ding an sich


Roderick Buchanan, The Hexagon Pitch. Unofficial Envoy of the Tartan Army, 2019

Ortstermin in der Knappenstraße 141a in Oberhausen. Der Ascheplatz und das Vereinsheim des Fußballclubs SC 1920 wirken bereits arg in die Jahre gekommen. In wenigen Wochen geht hier endgültig das Licht aus. Ein Jahr vor dem 100. Jubiläum muss der Verein wegziehen. Der Sportentwicklungsplan der Stadt Oberhausen sieht das so vor. Doch zuvor erfährt dieser Ort in einer der zahllosen „Niemandsbuchten“ des Ruhrgebiets noch einmal große Aufmerksamkeit. Der kumpelhaft auftretende schottische Künstler Roderick Buchanan hat mit den Vereinsmitgliedern schnell Freundschaft geschlossen. Acht Wochen lang wird er hier jeden Donnerstagabend ein ungewöhnliches Fußballmatch inszenieren. Im Rahmen seines Projekts „The Hexagon Pitch“ lässt der 54jährige Glasgower jeweils drei Teams auf drei Tore schießen. Erdacht hat sich das anarchische Konzept einst der dänische Künstler und Situationist Asger Jorn. Er wollte damit die Bipolarität des konventionellen Fußballspiels entlarven, die für ihn die kapitalistische Gesellschaftsordnung symbolisierte. ...mehr

Die Kunst des in New York lebenden Südtirolers Rudolf Stingel lädt die Besucher zum Mitmachen ein. Aber das ist längst nicht alles: Seit rund 30 Jahren treibt Stingel das Medium Malerei immer wieder an seine Grenzen, indem er Kategorien wie Autorschaft, Authentizität, Original und Kopie radikal in Frage stellt. Jetzt zu besichtigen in der Fondation Beyeler in Riehen bei Basel

Kratzen, ritzen, schreiben


Rudolf Stingel, Untitled (After Sam), 2006

Ein bärtiger dunkelhaariger Mann liegt auf dem Bett und starrt, durchaus versonnen und nachdenklich, an die Decke. Mit seinem frisch gestärkten weißen Hemd und dem Nadelstreifenjackett wirkt er wie eine Mischung aus Handlungsreisendem und Mafia-Paten. Das 2006 entstandene wandgroße Gemälde ist wie alle Bilder von Rudolf Stingel ein „Untitled“, lediglich der Zusatz „After Sam“ liefert einen Hinweis auf das Quellbild, eine Fotografie des Künstlerkollegen Sam Samore, über den es auf Wikipedia heißt: „Seine Arbeit beschäftigt sich mit der Erforschung von Privatsphäre und Mythos in der heutigen Gesellschaft. Er hat zahlreiche Arbeiten gemacht, die geeignete Fototechniken verwenden, die normalerweise von privaten Detektiven verwendet werden.“ ...mehr

Vom Fotojournalisten zum Bilderjäger im Großstadtdschungel: Die Hamburger Deichtorhallen zeigen zum ersten Mal in Deutschland eine große Werkschau des in Hongkong lebenden deutschen Fotografen Michael Wolf

Chronist der Megastädte


Laut einer Studie der UNO werden im Jahr 2050 zwei Drittel der Weltbevölkerung in Millionenstädten leben. Einer, der dieses Phänomen seit Jahrzehnten mit der Kamera untersucht, ist der 1954 in München geborene Fotograf Michael Wolf. Seit dem Jahr 1994 lebt der ausgebildete Bildjournalist und Dokumentarfotograf ...mehr

Die Galerie Schüller in München bringt zwei Meisterwerke Karl Schmidt-Rottluffs erstmals auf den Kunstmarkt, und das Buchheim Museum widmet dem Expressionisten eine umfangreiche Retrospektive. Doch der Markt für den Mitbegründer der Künstlergruppe „Brücke“ ist differenziert

Die knappen Momente der Avantgarde


Es liegt nicht an fehlendem Interesse, sondern an den fehlenden Spitzenwerken, dass es um die expressionistischen Maler auf dem Kunstmarkt etwas ruhiger geworden ist. Das ist der Tenor vieler Galeristen und Auktionshäuser. Etwa 30 Millionen Euro zahlte Ronald S. Lauder vor gut zehn Jahren für Ernst Ludwig Kirchners unvergleichliche und damals etwas fahrlässig restituierte „Berliner Straßenszene“, die heute in der Neuen Galerie, Lauders Privatmuseum in New York, zu sehen ist. Das Auktionshaus Ketterer erzielte 2011 für Hermann Max Pechstein den Künstlerrekord von 3,5 Millionen Euro inklusive Aufgeld mit seinem Gemälde „Weib mit Inder auf Teppich“, und auch Karl Schmidt-Rottluffs Auktionsrekord von 3,5 Millionen Euro für seine „Akte im Freien“ bei Christie’s liegt schon ein Dezennium zurück. Die großen Momente der deutschen Avantgarde sind knapp geworden. ...mehr

Die ehemalige Ankerbrot-Fabrik im 10. Wiener Gemeindebezirk ist eines der vielfältigsten Kulturzentren der Stadt. Bis zur Jahrtausendwende wurde hier noch Brot gebacken. Seit 2009 steht die zeitgenössische Kunst im Mittelpunkt des Fabrikareals in Wien-Favoriten

Kultur statt Brot


Kulturareal „Brotfabrik Wien“

Errichtet wurde das Gebäude mit der typischen Grundstruktur der Jahrhundertwende aus Backsteinen und Mittelmauern 1891 von Friedrich Schön und Jacob Zeidlinger. Innerhalb eines einzigen Jahrzehnts wuchs die Wiener Brotfabrik zur größten Bäckerei Europas: Mehr als 250 Pferdegespanne lieferten bereits 1920 täglich rund 150 Tonnen Brot und Gebäck an 100 Filialen. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Vorzeigemodell österreichischer Lebensmittelindustrie arisiert. Die Gründerfamilie Mendl musste flüchten, und die Fabrik wurde schwer beschädigt. Nach Rückkehr der Mendls ging die Firma wieder in den Besitz der Familie über und wurde 2003 nach mehrmaligem Besitzerwechsel und wirtschaftlichen Schwierigkeiten verkauft. Der Architekt Michael Wagner entwickelte gegen den drohenden Abriss einen Masterplan für die kulturelle und soziale Nutzung der leerstehenden historischen Gebäude. In unmittelbarer Nachbarschaft zur noch bestehenden Produktion der Ankerbrot AG wurden 2009 rund 17.000 der insgesamt 68.000 Quadratmeter in das neue Kulturareal „Brotfabrik Wien“ umgewandelt. Heute ist es ein Beispiel gelungener Umnutzung ehemaliger Industriestruktur. ...mehr

Die Open Art, Münchens Galerienevent zur Eröffnung der Herbstsaison, feiert ihr 30. Jubiläum und hat durch die Initiative „Various Others“ einen Energieschub in puncto Attraktivität bekommen. Das Galerienangebot ist vielversprechend: von Avantgardekunst aus Afrika bis zum konkreten Maler Günter Fruhtrunk, vom Pop Art-Künstler Jim Dine bis zur experimentellen Fotografie Inge Dicks

Horizonterweiterung


Über die kommerziellen Erfolge der Open Art ist nie etwas durchgesickert. Aber als Marketingaktion, zumindest in München den Blick auf die Galerienszene zu lenken, funktioniert der gemeinsame Saisonauftakt bis heute. Wenn an diesem Wochenende die 30. Open Art stattfindet, werden wieder Tausende unterwegs sein. Aber was Berlin mit seinem Gallery Weekend schafft, ist München mit der Open Art bislang nicht so recht gelungen: eine internationale Sammlerschaft anzulocken. Wie das gehen könnte, zeigt in diesem Jahr die Galerie Sabine Knust in ihrer Show „0.10 reloaded/Avantgarde 2018“ mit afrikanischer Kunst. Mit grafischen Werken von El Anatsui, der mit seinen Gebilden aus Kronkorken der Abstraktion eine neue Facette zugeführt hat, und mit einer morbid-poetischen Textile von Ibrahim Mahama, der auf der Documenta 14 mit der Juteverkleidung der Kasseler Torwache aus dem 18. Jahrhundert in Erinnerung blieb, stößt die Galeristin eine Diskussion an. Ist die afrikanische Kunst die neue humanistische Avantgarde, wie der Titel der von Eva Karcher kuratierten Ausstellung andeutet? ...mehr

Frauenpower in Berlin: Wiebke Siem und Ann Veronica Janssens in der Galerie Esther Schipper

In Nacht und Nebelräumen


„Damenskulptur“, so lautet der Titel der aktuellen Ausstellung von Wiebke Siem, die am Samstag in der Berliner Galerie Esther Schipper eröffnete. Im nachtschwarz gestrichenen Ausstellungsraum hängen rätselhafte, schlanke Wesen von der Decke. Handgefertigt aus unifarbenen Stoffen, nehmen sie die Formensprache der Bauhaus-Ära auf. Die mehr als zwei Meter langen, marionettenartigen Figurinen bestehen aus roten Bommeln oder sorgfältig vernähten, gewalkten Stoffen, wie man sie von Lodenmänteln oder Wollkleidern kennt. Irritierende Elemente wie an Pflanzen erinnernde Wurzeln oder Zweige, eine kecke Pudelmütze oder vier Hände an einer Figur verleihen den Hängenden Individualität, Ambivalenz und einen ironischen Unterton. Ganz neue, korrespondierende Zeichnungen von Wiebke Siem legen eine Benutzbarkeit nahe. Warum sollte man diese surreal aufgeladenen Wesen nicht auch wie Schals umlegen können? Mit diesen aktuellen Arbeiten knüpft die 1954 in Kiel geborene Trägerin des Goslarer Kaiserrings von 2014 auch an ältere Textilarbeiten an. ...mehr







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