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Marktberichte |
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Fotografieauktion bei Bassenge 
Eine losbezogene Zuschlagsquote von 65 Prozent bescherte dem Auktionshaus Bassenge am 11. Juni hinsichtlich dieses Wertes im deutschsprachigen Raum eine der erfolgreichsten Fotografieauktionen in diesem Frühjahr. Doch hatte der Berliner die Schätzpreise im Gegensatz etwa zu Lempertz oder Van Ham zum Teil extrem niedrig angesetzt, ...mehr | 07.08.2008  |
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 Schweizer Kunst bei Christie’s 
Nur ein kleiner Wermutstropfen mischt sich in die ansonsten erfolgreiche Suite der sechs Werke von Max Bill, die Christie’s am 16. Juni im Kunsthaus Zürich offerierte. Gerade die einzige Skulptur, die „einheit aus drei gleichen zylindern“ von 1966, musste bei 70.000 bis 90.000 Franken wieder die Heimreise zu ihrem bisherigen Besitzer antreten. Ansonsten wurde die Offerte erfolgreich abgesetzt und zum Schluss mit dem neuen Spitzenpreis von 180.000 Franken für ein Gemälde Max Bills gekrönt. Dafür musste der Züricher Konkrete aber auch gleich vier Leinwände ins Rennen schicken, denn die „rotierenden vielfarbigen doppelkerne I-IV“ von 1972 bestehen aus vier hochrechteckigen Gemälden, bei denen sich die Farben des Karos in der Mitte wie auch der um sie herum gruppierten gleichschenkligen Dreiecke abwechseln (Taxe 180.000 bis 240.000 SFR). Damit liegt Christie’s nur 10.000 Franken über der eigenen Höchstmarke für Bills „Weisses Quadrat durch Elementärfarben ergänzt“ vom vergangenen Dezember. Bills Auktionsrekord sind immer noch die 350.000 Dollar, die Sotheby’s im November 2005 in New York für seine Granitskulptur „Dreieckfläche im Raum“ aufstellte. ...mehr |
30.07.2008  |
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 Rückblick: Fotografie bei Van Ham 
Walter Peterhans war der Glücksbringer bei Van Hams Fotografieauktion am 14. Juni in Köln. 1897 in Frankfurt geboren, schaffte er es 1929 als Lehrer ans Bauhaus in Dessau und etablierte die Fotografie dort endlich als regulären Bestandteil des Lehrprogramms. In etwa der gleichen Zeit schuf er ein „Stillleben mit schwebendem Ei“. Niemand kann wohl sagen, ob das Ei – von Geisterfäden gehalten – wirklich schwebt, ob es als Fotomontage Eingang ins Bild fand oder tatsächlich im nächsten Augenblick auf dem Holztisch zerplatscht ist. Jedenfalls macht es mächtig Eindruck inmitten der sonst so unscheinbar herumliegenden Gegenstände. Da es sich überdies um ein Vintage handelt, waren die Begehrlichkeiten in der Versteigerung besonders groß. Für 58.000 Euro ging das fast quadratische Foto nach einem spannenden Bietgefecht zwischen Saal und Telefonen an einen deutschen Händler. Das ist Weltrekord für Peterhans, von dem eine vergleichbare Arbeit im Mai bei Christie’s für brutto 18.500 Pfund weitervermittelt wurde. ...mehr |
29.07.2008  |
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 Zeitgenössische Kunst läuft gut, russische weniger bei Koller in Zürich 
„Sand“ heißt das Zauberwort. Mit diesem Stoff schaffte Willi Baumeister in den 1920er Jahren den künstlerischen Durchbruch. Vermengt mit Ölfarbe und Kunstharz, verleiht es seinen Werken eine haptische Materialität, die an Steinmauern oder Schmirgelpapier erinnert. Über alle Zeiten hinweg, auch die Nazizeit, als der „entartete“ Baumeister sich in die innere Emigration zurückzog, blieben die abstrakten, zeichenartig mit wenigen Farben bespielten Bilder sein unverwechselbares Markenzeichen. Ein Jahr vor seinem Tod, 1954, schuf er einen „Monturi-Kreis“ aus der gleichnamigen Serie, die sich als Gegenpol zu den schwarz dominierten „Montaru“-Bildern versteht. Denn die „Monturis“ sind licht, Weiß beherrscht das Feld, Schwarz ist verdrängt oder in Auflösung begriffen, und nur ein paar Rot-, Gelb- oder Grüntöne freuen sich, von Weiß beschützt zu werden. Freuen durfte sich auch der deutsche Privatmann, der dieses Gemälde am 30. Juni zu Kollers Zeitgenossenauktion einlieferte. Denn zahlreiche Telefon- und Saalbieter rissen sich um die 54 mal 46 Zentimeter große Hartfaserplatte, bis ein Landsmann schließlich die Oberhand behielt – allerdings erst bei 480.000 Franken. Angesetzt war das Gemälde auf durchaus nicht zu bescheidene 160.000 bis 260.000 Franken. ...mehr |
28.07.2008  |
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 Möbel und Einrichtungsgegenstände bei Koller in Zürich 
Die erste Überraschung kam schon nach wenigen Losen. Eine Augsburger Renaissancetischuhr mit Löwenautomat, der seine Augen rollen und die Zunge herausstrecken kann, bescherte dem Schweizer Auktionshaus Koller gleich zu Beginn der Möbel- und Einrichtungsauktion am 19. Juni einen Umsatz von 174.000 Franken mit Aufgeld. Netto gehen an den deutschen Einlieferer damit 145.000 Franken. Der russische Käufer, der sich nach hartem Kampf schließlich gegen Konkurrenten im Saal und an den Telefonen durchsetzte, ließ sich auch vom restaurierungsbedürftigen Zustand des vergoldeten Bronzelöwen und seines Sockels, in dem das Werk ruht, beirren (Taxe 12.000 bis 18.000 SFR). International wie dieser Bietkampf war die ganze Auktion. Und die Tendenz, dass die erfahrenen Sammler zunehmend ohne Zwischenhändler auskommen, wurde ebenfalls eindrucksvoll bestätigt: Sämtliche der oberen zwölf Plätze wurden ausschließlich von Geboten aus privater Hand belegt. Rund 5,5 Millionen Franken und eine Zuschlagsquote von knapp 47 Prozent spielte Koller ein. ...mehr |
23.07.2008  |
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Nach wie vor ein wichtiges Sprungbrett für die Art Basel: Die LISTE 08 bietet junge Kunst zu überschaubaren Preisen 
Sie gehört zur Art Basel wie der Senf zur Schweizer Kalbsbratwurst. Die nunmehr zum 13. Mal stattfindende LISTE, die sich im Untertitel stolz „The Young Art Fair in Basel“ nennt, versammelt in diesem Jahr 64 Galerien aus 22 Ländern im ehemaligen Gebäude der Baseler Warteck-Brauerei. ...mehr  |
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 Sammeln auf höchstem Niveau: Die 39. Art Basel lockt Spitzensammler und Kunstexperten aus aller Welt in die Schweiz. Trotz um sich greifender Messemüdigkeit und Querelen im Führungsteam: Das Kunstbarometer zeigt vorerst weiter auf Hoch 
Die große Uhr über der Halle 2 des Messegeländes zeigt 10:55 Uhr. Der Countdown läuft. Schick gestylte Ladies mit sündhaft teuren Hermès- Handtaschen schieben sich noch einmal die große Sonnenbrille ins Haar, Herren im leichten Sommerjackett wedeln mit der begehrten First Choice-Karte. 11 Uhr, die Tore öffnen sich, der Ansturm beginnt. Ein bisschen ist es wie beim Schlussverkauf von C&A. Jeder will der Erste sein beim großen Kunst-Shopping auf der Art Basel, wenn es ums Ergattern der angesagtesten und teuer gehandelten Arbeiten geht. Top-Sammler, und professionelle „Art Advisors“ eilen zu ihren Lieblingsgaleristen, den Hallenplan bereits im Kopf abgespeichert, das Handy permanent am Ohr. Auch bei Eigen + Art aus Berlin und Leipzig beginnt der schnelle Abverkauf. Erfolgsgalerist Gerd Harry Lybke rät einem leicht zögernden Paar, das vor einer Arbeit von Carsten Nicolai steht: „Wenn ihr euch schnell entscheidet, ist das eine prima Sache. Da kann man nichts falsch machen.“ Gegenüber hängt ein neues Gemälde des Leipziger Malers Tim Eitel für 170.000 Euro. Ein Foto aus der neuen Serie „Die Armen“ von Martin Eder gibt es bereits für 18.000 Euro. Auch ein Neo Rauch ist im Angebot, den Preis verrät Lybke nur auf Anfrage. ...mehr  |
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 Art Basel präsentiert sich dieses Jahr im Solospiel   Dieses Jahr ist alles anders. Zeitgleich mit der Art Basel fiebert die Stadt am oberrheinischen Dreiländereck dem Auftakt zu. Er gilt allerdings dem Fußball; am Samstag startet hier die Europameisterschaft mit dem ersten Spiel. Aber nicht nur deswegen scheint die Situation für die weltweite Leitmesse der bildenden Künste ungewohnt. Begleitende Events wie die venezianische Biennale, die Documenta in Kassel oder überragende Museumsausstellungen im engeren Umkreis fehlen dieses Mal. Ferner ist dies die erste Messe ohne den langjährigen Leiter Samuel Keller. Aus seinem Nachfolgetrio ist zudem Anfang Mai nach wenigen Monaten im Amt die künstlerische Leiterin Cay Sophie Rabinowitz ausgeschieden. Nun müssen Annette Schönholzer und Marc Spiegler allein die Art Basel verantworten. Wie meistert die weltweite Spitzenmesse den Auftritt im Vakuum des Jahres 2008? ...mehr  |
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 Einschnitte bei der Eurantica in Brüssel 
Schon im Vorfeld hatte der führende belgische Messeveranstalter Artexis, verantwortlich auch für die Art Brussels, revolutionäre Neuerungen angekündigt. Die neue Spitze des Unternehmens, Karen Renders als „group exhibition director“ und Luc Darte als „exhibtion manager“ verordnete der Eurantica eine Radikalkur. Schlagwörter dafür: Ereignischarakter, Innovation und Dynamik. Den Ereignischarakter erhielt die radikal auf sechs Tage gekürzte Messe – sie dauerte früher glatte zwei Wochen – durch ihr schon im vergangenen Jahr erfolgreich getestetes ungewöhnliches Ambiente. Sie wurde in dem mächtigen Stufenpalast, dem Hauptgebäude der Weltausstellung von 1935, untergebracht, direkt gegenüber dem zum 50sten Geburtstag auf Hochglanz poliertem Atomium. Die Halle, ein Kind der Zwischenkriegsarchitektur, mit linearer Durchfensterung der oberen Stockwerke und 15.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche durfte auch in diesem Jahr die 150 teilnehmenden Aussteller beherbergen. ...mehr  |
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 Art Amsterdam 2008   In diesem Jahr, so hatte Anneke Oele, die Direktorin der Art Amsterdam, vollmundig angekündigt, werden mehr Kunstsammler die Messe besuchen als die Jahre vorher. Bekanntlich ist der Wunsch der Vater des Gedankens. Dieser Wunsch wurde der Messeorganisation nicht erfüllt. Den Termin für die Messe über die Pfingstfeiertage zu planen, erwies sich als völlig falsch – das schöne Wetter mit Temperaturen von 25 Grad und mehr, mal außen vor gelassen. Denn fürs Wetter ist niemand verantwortlich. So musste auf Grund mangelnder Anmeldung ein Tag, voll gepackt mit VIP-Programm der exklusiven Art, ohne Angabe von Gründen abgesagt werden. Kein gutes Zeichen. Fehlende Besucherzahlen machten den teilnehmenden Galeristen das Leben schwer. Nur zögerlich kamen die Kunstinteressierten zur Messe und wenn, dann schien es verlockender, im Strandbad nebenan in der Sonne zu liegen und kühle Drinks zu schlürfen. ...mehr  |
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