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Kym IV, 1999 / K. O. (Karl Otto) Götz

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© Galerie Neher - Essen


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Im Park von Schloss Mainberg bei Schweinfurt, 1874  / Hans Thoma

Im Park von Schloss Mainberg bei Schweinfurt, 1874 / Hans Thoma
© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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Marktberichte

Bei den Möbeln und Antiquitäten im Wiener Dorotheum suchten die Sammler genau aus und ließen sich nur selten zur Kauflaune hinreißen. Einmal aber konnten sie nicht widerstehen

Nur Engel können fliegen


Ignaz Günther, Paar Engel, um 1760/70

Gegen Ende seines Lebens schnitzte Ignaz Günther in München ein freudig lächelndes Engelspaar in der für ihn so typischen Physiognomie mit leicht schräg gestellten Augen, dem geöffneten Mund, den üppig gestalteten Frisuren samt Haarband und der locker von der Hüfte fallenden Draperie. Das beschwingte Duo, ...mehr

16.07.2019

Die erste Tranche Alter Meister aus der Sammlung SØR Rusche ist versteigert. Einen Ausverkauf, wie bei den Zeitgenossen im Auktionshaus Van Ham, gab es bei Sotheby’s in London allerdings nicht

Für das Firmenwohl


Jan Miense Molenaer, Junge Musiker mit tanzendem Zwerg, um 1630

Jan Miense Molenaer, einer der begabtesten Schüler Frans Hals’ in Haarlem, zählt zu den großen Genremalern aus dem Goldenen Zeitalter der niederländischen Malerei. Wohl um 1630 widmete er sich er sich einer Gruppe junger Musiker, die mit Trommel, Tamburin und Rommelpott vor einem Bauernhaus für einen tanzenden Zwerg mit Weinflasche aufspielen. Die lärmende Musik hat schon eine Bauersfrau im Haus aufmerksam gemacht. Das Ganze scheint ein lustiger derber Spaß zu sein, so übertrieben und ungehobelt hat Molenaer die Figuren gezeichnet. Sein mit gut einem Meter recht großformatiges Gemälde war nun eines der Highlights aus der Sammlung SØR Rusche und platzierte sich in der Versteigerung „Old Masters“ bei Sotheby’s in London mit 110.000 Pfund an erster Stelle. Vorgesehen waren für die Posse eigentlich nur 40.000 bis 60.000 Pfund. ...mehr

11.07.2019

Grisebach verzauberte sein Publikum bei der Versteigerung der Neueren Meister mit der thematisch breit aufgestellten Auswahl sowie dem besonderen Augenmerk auf qualitätvolle, teils stark umkämpfte Papierarbeiten

Ein tragischer Auktionsheld


Karl Stauffer-Bern, Selbstbildnis mit Zigarette, 1883

Als sich der Schweizer Karl Stauffer-Bern 1883 und damit drei Jahre nach dem Ende seines Studiums an der Akademie der Bildenden Künste München selbst mit dem Bleistift porträtierte, ahnte er wohl noch nichts von seinem weiteren Einfluss. Zu den Schülern des in Berlin tätigen Porträtmalers, Kupferstechers und Radierers zählte später etwa Kunstprominenz wie Käthe Kollwitz. Seine Entscheidung 1888 mit Lydia Escher nach Rom zu gehen, um dort die Bildhauerei zu erlernen, wurde ihm schließlich zum Verhängnis. Denn gegen die außereheliche Liaison der beiden intrigierte ihr Schwiegervater, der Schweizer Bundesrat Emil Welti, ließ Lydia in psychiatrische Obhut geben und den Künstler ins Gefängnis sperren. Nach seiner Freilassung wählte Stauffer-Bern 1891 den Freitod, woraufhin ihm seine Liebe wenig später folgte. Niemand geringeres als Richard Strauss plante, diese dramatische Geschichte in seiner „Alpensinfonie“ zu verarbeiten, verzichtete dann aber auf direkte biografische Bezüge. Dies holte Herbert Meier nach, dessen Theaterstück „Stauffer-Bern“ 1974 die Uraufführung feierte. ...mehr

10.07.2019

Ungegenständliche Arbeiten dominierten die „Zeitgenössische Kunst“ bei Lempertz und führten zu einigen Überraschungen

Wo geht’s nach Marfa?


Zdenek Sýkora, Linien Nr. 34, 1985

Mit einer guten losbezogen Verkaufsrate von knapp 68 Prozent und einigen einträglichen Preissteigerungen schloss Lempertz seine Auktion mit Kunst seit 1945 ab. Einer der Stars in Köln war der Tscheche Zdenek Sýkora, der mit seinen von mathematischen Prinzipien und gleichzeitig von Zufall bestimmten „Linienbildern“ rege Bieterlaune auslöste. Sein sinnlich verspieltes Gemälde „Linien Nr. 34“ von 1985 verbesserte sich von 150.000 Euro auf 230.000 Euro und wanderte wie die ebenso quadratische Leinwand „Linien Nr. 40“ von 1986 bei 160.000 Euro nach Tschechien zurück. Bei dem kleineren Werk waren eigentlich nur 90.000 bis 120.000 Euro vorgesehen. Den vielleicht schärfsten Kontrast hierzu formulierte Kenneth Noland mit seiner siebenseitigen Shaped Canvas „Immingle“. Die geordnete Asymmetrie, die der Amerikaner 1976 mit farbigen Polygonen in Braun, Hellgrün, Gelb, Grau, Weiß und Rosa ausfüllte, zog taxgerecht bei 210.000 Euro nach Österreich weiter. ...mehr

09.07.2019

Ketterer hat mit der verdichteten Auswahl des 19. Jahrhunderts alles richtig gemacht: Die hohe Verkaufsquote, viele Preissprünge und neue Rekorde zeugen von der euphorischen Stimmung im Saal

Klassische Schönheit in zeitgemäßer Form


Sascha Schneider, Jünglingsbüste mit ägyptischer Kopfbedeckung, um 1911

Mit ebenmäßigen Gesichtszügen in ansprechenden Proportionen blickt der junge Mann geradeaus. Sein nach hinten spitz zulaufender bronzegoldener Stirnreif mit einem Schlangenornament zeichnet ihn als Athlet aus, ist aber wohl genauso Reflex der Orientmode um 1900. Klassische Schönheitsideale treffen hier auf den Zeitgeschmack des Künstlers. Die schwarzbraun patinierte Bronzebüste gestaltete Sascha Schneider etwa im Jahr 1911 und damit während seiner von 1908 bis 1913 andauernden Exilzeit in Italien, die ihre Gründe in seiner relativ offen gelebten Homosexualität hat. Nur wenige Jahre zuvor, seit 1904, war Schneider noch Professor an der Großherzoglich-Sächsischen Kunstschule in Weimar. Seine „Jünglingsbüste mit ägyptischer Kopfbedeckung“ ist heute eine Rarität, wie die Experten Ketterers in München angeben: Noch nie zuvor soll auf dem Auktionsmarkt ein Exemplar dieses Werkes zu haben gewesen sein. Nicht nur die ästhetischen Qualitäten, sondern auch die Marktfrische und die Geschichte hinter dem Objekt beflügelten die Bieter aus Deutschland, Frankreich, Belgien und Großbritannien bei der Münchner Versteigerung. Die angestrebten 4.000 bis 6.000 Euro ließen sie schnell hinter sich, ein norddeutscher Privatmann konnte sich erst mit hohen 48.000 Euro durchsetzen. Damit stellt er nun den Weltrekord für den Künstler. ...mehr

04.07.2019

Die Basler Entdeckermesse „Liste“ behauptet sich auch unter ihrer neuen Direktorin Joanna Kamm als wichtiges Sprungbrett für die Art Basel

Neues Team, konstante Qualität


Liste 2019

Wer in der vergangenen Woche die wichtigste Nebenmesse der Art Basel besuchte, fühlte sich wieder zuhause. Die schwarz-weiße Flagge der „Liste“ wehte wie immer über dem Turm der ehemaligen Warteck-Brauerei. Im Eingangsbereich herrschte die gleiche wuselige Betriebsamkeit wie all die Jahre zuvor. Sammler, Kuratoren, Künstler, ...mehr

24.06.2019

Die 50. Art Basel lockt mit einem fulminanten Angebot moderner und zeitgenössischer Kunst Sammler aus aller Welt in die Schweiz. Die kuratierte Sektion Unlimited legt aber auch mutig den Finger in die offenen Wunden unserer Zeit

Kunst zwischen laut und leise


Sislej Xhafa, ovoid solitude, 2019

Größer könnte der Kontrast kaum sein. Im dichten Messetrubel der Unlimited Halle auf der Art Basel stehen die Besucher Schlange für ein Erlebnis der unheimlichen Art. Der saudi-arabische Künstler Abdulnasser Gharem, Jahrgang 1973, vertreten durch die Kölner Galerie Nagel Draxler, hat im Eingangsbereich eine begehbare Gummizelle aufgebaut, wie man sie in psychiatrischen Kliniken und Gefängnissen findet. Die gelbe Plastikmarkise am Eingang der Arbeit dürfte den meisten Messebesuchern noch aus der TV-Berichterstattung über die Ermordung des Journalisten Jamal Khashoggi im saudi-arabischen Konsulat in Istanbul bekannt sein. Die Besucher treten einzeln oder zu zweit ein und dürfen nur 40 Sekunden an diesem beklemmenden Ort verweilen. Auf einem Sektionstisch aus Edelstahl finden sie große Stempel mit Politikeraussagen und Literaturzitaten, in denen es um Macht und Gewalt geht. Die Besucher sind aufgefordert, sich einen davon auszusuchen und mit blutroter Stempelfarbe einen Abdruck auf den weißen Gummiwänden zu hinterlassen, die sich nach und nach rot einfärben. Ein Schelm, der Böses dabei denkt. ...mehr

Die 37. Ausgabe der Art Brussels kommt einmal mehr als international gut aufgestellte Entdeckermesse daher

Alles, nur nicht langweilig


250 bis 300 Kunstmessen und messeähnliche Veranstaltungen gibt es mittlerweile weltweit. Allein in diesen Tagen findet in Monaco die Art Montecarlo statt, und in Berlin nehmen 45 Galerien am nunmehr 15. Gallery Weekend teil. Nächste Woche beginnen dann die Frieze New York, die Art New York und die TEFAF New York. Anne Vierstraete, die Direktorin der Art Brussels, lässt sich von derlei Konkurrenz nicht beeindrucken: „Wettbewerb ist etwas Positives, denn er spornt einen dazu an, selbst sein Bestes zu geben.“ ...mehr

Reduktion als Konzept: Die 53. Ausgabe der Art Cologne kam in diesem Jahr komprimierter daher und beschränkte sich auf nur noch zwei Ausstellungshallen. Die Kölner Messe punktete zwar bei den Besuchern, dennoch fehlt es der Art Cologne vergleichsweise an Internationalität

Kunstwerke als Trophäen


Fußboden von Christoph Ruckhäberle bei der Galerie Kleindienst aus Leipzig

Weniger soll mehr sein. Ob die neue Strategie des Direktors der Art Cologne, Daniel Hug, die älteste Kunstmesse der Welt zu verschlanken und die reduzierte Zahl der Aussteller auf zwei statt bisher drei Hallen zu verteilen, aufging, können vielleicht die Besucherzahlen zeigen. 57.000 Besucher kamen in diesem Jahr auf die am 14. April beendete 53. Ausgabe der Art Cologne. Das ist immerhin ein Plus von 3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Viele Händler und Fachbesucher lobten die neue Übersichtlichkeit. Andere sehnten sich jedoch nach dem überbordenden Angebot der Vorjahre zurück. Unter den teilnehmenden Galerien – 176 Aussteller aus 24 Ländern waren in diesem Jahr an den Rhein gereist – fehlte zum Beispiel mit der Galerie Konrad Fischer aus Düsseldorf einer der wichtigsten Platzhirsche aus dem Rheinland. ...mehr

Die neue Ausgabe der Art Cologne hat eröffnet. Ein erster Überblick über die klassischen Positionen

Vom Solitär in die Reihe


Am Stand der Galerie von Vertes

Ein halbes Jahrhundert ist eine lange Zeitspanne, die an keiner Institution spurlos vorübergeht, erst recht nicht am Kunstmessegeschehen. Die wird heuer fühlbar deutlich, wo ganz Deutschland das Bauhaus-Jubiläum und andere Ehrentage mehr vermarktet als feiert und gerade jetzt vor Ostern eine Reihe von Pressekonferenzen, Eröffnungen und Events stattfinden. Sie lassen die Art Cologne als nur eine Veranstaltung unter immens vielen erscheinen. Vielleicht hat Messedirektor Daniel Hug daher gut daran getan, die Ausstellerzahl bei der 53. Ausgabe der stattlichen Kölner Kunstmesse zu reduzieren, die Kräfte zu bündeln, eine Ausstellungsetage zu schließen und eine Größe wie zuletzt 1987 anzustreben, um dem Publikum nicht zuviel zuzumuten. Den Parcours durch die Galerienkojen kann es nun leichter und schneller bewältigen, um noch weitere Termine wahrzunehmen. ...mehr







News vom 17.07.2019

Die Schenkung Schröder in Köln

Die Schenkung Schröder in Köln

Bart van der Heide wird neuer Direktor in Bozen

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Antikentausch zwischen Dresden und Berlin

Antikentausch zwischen Dresden und Berlin

Adolf Hölzel in Erfurt

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