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Am 01.12.2017 110. Auktion: Gemälde Alter und Neuerer Meister - Zeichnungen des 15. - 19. Jahrhunderts

© Galerie Bassenge Berlin

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Töchterchen Marion mit Katze, 1898 / Franz von Lenbach

Töchterchen Marion mit Katze, 1898 / Franz von Lenbach
© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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Römerin mit Lorbeerkranz / Franz von  Stuck

Römerin mit Lorbeerkranz / Franz von Stuck
© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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Blumenstrauß mit Plastik vor Fenster, 1925 / Ernst Ludwig Kirchner

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© Galerie Neher - Essen


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AktuellAktuell:Auktionen

Millionenschwere Alte Kunst und Gemälde des 19. Jahrhunderts bei Lempertz in Köln

Der Samt-Brueghel


Jan Brueghel d.Ä., Flusslandschaft mit Fischern und einem Pferdewagen, um 1600/10

Mit „Füllhorn der Qualität“ hat der Kölner Versteigerer Lempertz seine Vorschau auf die Auktion mit Alten und Neueren Meistern überschrieben – und das zurecht. Kein anderes deutsches Auktionshaus kann ihm in dieser Herbstsaison das Wasser reichen und so eine Fülle guter Malerei niederländischer und flämischer Meister auffahren. Siebzehn Kunstwerke sollen die Schwelle von 100.000 Euro überschreiten, eines rangiert sogar im Millionenbereich: Die „Flusslandschaft mit Fischern und einem Pferdewagen“ von Jan Brueghel d.Ä. Der jüngere Sohn von Pieter Bruegel d.Ä. ist nicht so sehr in die Fußstapfen seines Vaters getreten wie sein Bruder und gilt als Erneuerer der flämischen Landschaftsmalerei um 1600. Die fein und duftig gemalten waldigen Partien, die Freude am Detail und die Fülle von Häusern, Schiffen, Kirchtürmen, Windmühlen oder Menschen bei alltäglicher Arbeit in einer Landschaft, die sich in blauer Ferne schemenhaft verliert, zeichnen seine Gemälde dieser Zeit aus. Auch die Flusslandschaft gehört hierzu, die mit ihrem leuchtenden und gleichwohl zarten Kolorit seinem Beinamen „Samt-Brueghel“ alle Ehre macht. Die nicht allzu große Kupfertafel, die Lempertz aus einer belgischen Privatsammlung akquirieren konnte, wirbt für sich schon prominent auf dem Titel des Katalogs und will 1,2 bis 1,5 Millionen Euro sehen. ...mehr

16.11.2017

Europäisches Kunstgewerbe, Schmuck und Uhren bei Van Ham in Köln

Filigraner Jugendstil


Sammlung mit Rozenburger Eierschalenporzellan

Auf der Pariser Weltausstellung im Jahr 1900 präsentierte die holländische Manufaktur Rozenburg aus Den Haag ihr Eierschalenporzellan erstmals der Öffentlichkeit. Die filigranen Erzeugnisse mit typischen Jugendstilmotiven aus Flora und Fauna in zarten Farben erhielten zahlreiche Preise und kamen beim Publikum gut an. Doch aufgrund ihrer aufwendigen Herstellungsweise und der daraus resultierenden hohen Produktionskosten waren die Objekte nur einer kleinen betuchten Käuferschaft vorbehalten. Dies und die Auswirkungen des Ersten Weltkriegs führten zur Einstellung der Produktion im Jahr 1914 und drei Jahre später zur Schließung der Haagschen Plateelbakkerij Rozenburg. Heute genießen die hauchdünnen ausgefallenen Entwürfe Sammlerstatus. Auch ein süddeutscher Privatmann ließ sich von fantasievollen Dekoren mit schwelgerischen Blumen- und Tiermotiven, von den bizarr wirkenden, kantigen Formen und dem extrem dünnen und lichtdurchlässigen Material begeistern. ...mehr

14.11.2017

Picassos Frauengeschichten bei der impressionistischen und modernen Kunst von Sotheby’s in New York

Wer ist sie?


Pablo Picasso, Buste de femme au chapeau, 1939

Mit gespaltenem Gesicht tritt sie auf. Die Augen von Picassos Geliebter sind auf unterschiedlichen Ebenen angebracht. Die Kinnpartie passt gleichfalls überhaupt nicht zur Nase und der oberen Hälfte des Kopfes. Wer ist diese zerrissene „Buste de femme au chapeau“, die Pablo Picasso am 27. Mai 1939 gemalt hat? Die Ehe mit seiner Frau Olga Koklowa lief langsam aus, als 1927 die junge Marie-Thérèse Walter auf den Plan getreten war. Doch schon 1936 begann Picasso eine neue Affäre mit der Fotografin und Malerin Dora Maar, hielt die Beziehung zu Marie-Thérèse zunächst aber noch aufrecht. Von keiner wollte er sich trennen: „Ich hatte kein Interesse daran, eine Entscheidung zu treffen … Ich sagte ihnen, sie sollten es unter sich ausmachen.“ Die Rivalität zwischen den beiden Frauen schien ihn vielmehr zu stimulieren, so auch zur „Buste de femme au chapeau“, in der Marie-Thérèse und Dora ineinanderfließen. Dieses Zeugnis von Picassos Liebes- und Frauenleben ist eines der Highlights, mit denen Sotheby’s seine Auktion „Impressionist & Modern Art Evening Sale“ in New York bestückt hat. Es soll 18 bis 25 Millionen Dollar einspielen. ...mehr

13.11.2017

Moderne und Zeitgenössische Kunst mit amüsanten Zutaten bei Andreas Sturies in Düsseldorf

Aus Linien werden Bilder


László Moholy-Nagy, Ohne Titel (Q1 Suprematistisch), 1923

Vertikale und horizontale Linien bestimmen László Moholy-Nagys grafisches Werk. Er lässt sie sich überschneiden, verbindet sie zu geometrischen Formen oder löst sie wieder zu einzelnen Strichen auf. Teils arbeitet der Künstler in der Fläche, teils erzeugt er Räumlichkeit. Damit verbunden, zieht sich die Suche nach Strukturen, optischen Zusammenhängen und neuen Perspektiven durch sein Werk, hervorgerufen durch die elementarsten künstlerischen Mittel. So geht Moholy-Nagy auch in seiner Radierung „Ohne Titel (Q1 Suprematistisch)“ vor. Es belässt den Hintergrund farblos und strukturiert die Bildfläche durch jeweils ein vertikales und ein horizontales Linienbündel, die sich komplett über den Druck ziehen. Der Schnittpunkt der so entstehenden Kreuzform ist leicht aus der Bildmitte nach unten links verschoben. Um dieses Zentrum legt er eine Kreisfläche, die aus einem Linienraster besteht. Zwei weitere Kreise, die das vertikale Linienbündel schneiden und so abschnittsweise verbreitern, ergänzen die Komposition. Moholy-Nagy schafft an den Schnittstellen der geometrischen Grundformen die Tiefe des Bildraums. Er zieht die Linien mancherorts stärker oder schwächer, lässt Freiräume oder variiert in den Linienabständen und gestaltet so eine Tiefenstaffelung. ...mehr

09.11.2017

Eine süddeutsche Privatsammlung vor allem mit marktfrischen Gemälden der Niederländer bereichert die Alte Kunst bei Van Ham in Köln

Harmonie und Drama der Landschaft


Salomon van Ruysdael, Landschaft mit Kühen, 1642

Das 17. Jahrhundert wird gerne als das „Goldene Zeitalter“ der Niederländer bezeichnet. Dies ist die Epoche, in der sich die Landschaftsmalerei zu behaupten beginnt, wenn sie auch erst im 19. Jahrhundert ihren Gipfelpunkt erreichte. Zu den bedeutenden Landschaftsmalern bei den Niederländern zählen etwa Jan van Goyen und Salomon van Ruysdael. Letzterer holte sich seine Inspiration bei Goyen, so dass ihre Werke einander ähneln, etwa im tief liegenden Horizont, der allgemein Schule machte, und einer zurückgenommenen tonalen Farbigkeit. Ein schönes Beispiel hierfür ist seine „Landschaft mit Kühen“ von 1642, deren ausgewogene Erscheinung mit einer gemütlichen Rinderherde samt Hirten unterstrichen wird. Ferner harmonieren die silbergrauen Wolken mit den gelblichen Nuancen der grün-braunen Landschaft mit ihren Ockertönen. Die ansprechende Tafel steht nun bei Van Ham zum Verkauf und ist mit 100.000 bis 150.000 Euro eines der teuersten Werke der Alten Meister. ...mehr

08.11.2017

Mehr als die Hälfte der Gemälde Alter Kunst wechselte im Wiener Dorotheum die Besitzer. Neben der Prominenz des 15. bis 18. Jahrhunderts glänzten besonders einige Neuentdeckungen

Alte Meister haben immer Saison


Giovanni Paolo Castelli, genannt Lo Spadino, Anthropomorphe Allegorie des Winters

„Alte Meister haben immer Saison“. So hat das Dorotheum seinen Rückblick auf die vergangene Auktion mit Gemälden des 13. bis ausgehenden 18. Jahrhunderts betitelt und dabei vor allem eine vierteilige Folge mit Allegorien auf die Jahreszeiten im Blick. Für seine bizarre Stilllebenserie holte sich der römische Barockmaler Giovanni Paolo Castelli, genannt Lo Spadino, Inspiration bei Giuseppe Arcimboldo und setzte sie als mit allerlei Früchten und Pflanzen ausgestattete anthropomorphe Porträts von Frühling, Sommer, Herbst und Winter um. Dabei statte er seine lebendigen Obst- und Gemüsefiguren mit einigem Witz aus: So schnuppert die weiblich anmutende Gestalt des Frühlings mit ihrer Kirschenkette an einem Blumenbouquet, der mit Ähren bekrönte Sommer macht sich über eine saftige Wassermelone her, der Herbst verspeist mit genießerischer Verrenkung und einem Feigenmund seine eigenen Trauben und der Winter mit Kohlkopf und Rübenfingern hortet Mandarinen. Ein Bieter sicherte sich das präsurrealistische Quartett bei 320.000 Euro, was der unteren Schätzung von je 80.000 Euro entspricht. ...mehr

06.11.2017

Durchschnittlich waren die Ergebnisse für Druckgrafik, Zeichnungen und Aquarelle im Wiener Dorotheum

Romantisches Salzburg hat die Nase vorn


Ferdinand Olivier, Sieben Gegenden aus Salzburg und Berchtesgaden. Geordnet nach den sieben Tagen der Woche, verbunden durch zwey allegorische Blätter, 1823

Das hübsche Salzburg samt Umgebung verleitete 1823 den Landschafter Ferdinand Olivier zu der Serie „Sieben Gegenden aus Salzburg und Berchtesgaden“. In dem Zyklus, den Menschen auf fein ausgearbeiteten Szenen bevölkern, orientiert sich Olivier an den sieben Wochentagen und verbindet die Landschaftsdarstellungen mit religiösen Allegorien eines christlichen gottgefälligen Lebens. So überreicht etwa am „Mittwoch. Fußpfad auf dem Mönchsberge bey Salzburg“ ein Klosterbruder einem armen Mann am Wegesrand ein Almosen und segnet einen Knaben. Der „Donnerstag. Berchtesgaden und der Watzmann“ ist der Gartenarbeit einer jungen Familie vorbehalten, wobei der Vater eben ein Bäumchen in die Erde pflanzt. Beim Dorotheum standen nun sechs der insgesamt neun Kreidelithografien mit atmosphärischen Tonabstufungen aus der „Luxusausgabe“ zum Verkauf und wurden gut im Rahmen der Schätzung bei 36.000 Euro aufgenommen. ...mehr

03.11.2017

Kunst des 20. Jahrhunderts mit einigen Entdeckungen bei Irene Lehr in Berlin

Grimmiger Kinderschreck


Christian Rohlfs, Tessiner Bergwand, um 1928

„Seine Malerei ist Musik der Farben. Jeder Ton, jedes Verhältnis zweier Töne entwickelt Reize. Seine Ausschnitte sind so gewählt, daß Mengen und Gegensätze der Farben im Gleichgewicht stehen. Auch die Linien sind vor allem Grenzen für Farbkomplexe und nur selten, wie zufällig, Mittel einer Raumsuggestion.“ Das schrieb Karl Ernst Osthaus, der große Sammler und Museumsgründer, 1905 über die Kunst von Christian Rohlfs. Osthaus’ Aussage trifft auch auf die gut zwanzig Jahre später geschaffene „Tessiner Bergwand“ zu. Rohlfs verzichtet hier fast völlig auf die Darstellung eines Gegenstands; es bleibt nur noch die Erinnerung an ein Bergmassiv. Vielmehr gewinnt die Farbe die Oberhand, die das Gesehene entmaterialisiert und fast licht wirken lässt. Das Rot dominiert eindeutig, durchsetzt mit einigen grünen vertikalen Streifen und abgeschlossen am oberen Bildrand von einer dunkleren Zone mit blauen Anteilen. Zusammen entwickeln sie diese wundersamen Reize und orchestralen Farbklänge, für die Rohlfs’ Malerei steht. ...mehr

24.10.2017

Mit einem durchschnittlichen Ergebnis schloss die Alte Kunst bei Neumeister ab. Nur einige Male liefen sich die Bieter heiß

Fast wie in alten Zeiten


Paul Emil Jacobs, Szene aus einem Sklavenmarkt, 1839

Es war schon prominent auf dem Titel des Katalogs platziert und verfehlte in der vergangenen Auktion bei Neumeister seine Wirkung auch nicht: Paul Emil Jacobs’ 1839 in Rom entstandenes Gemälde „Szene aus einem Sklavenmarkt“. Dafür hatte der Gothaische Hofmaler, der 1838 zu einer Griechenlandreise aufgebrochen war und dort Inspiration durch den erstarkten Philhellenismus und die Befreiungskriege gegen die Türken erhielt, auch die richtigen Zutaten genommen: Drei halbnackte, betrübte, europäisch anmutende Frauen, einen gefesselten Mann am Hafenbecken und eine Schar orientalisch gekleideter, attraktiver Männer, die die Frauen mustern. Schon Jacobs’ Zeitgenossen waren von seinen malerischen Qualitäten überzeugt. So beauftragte König Wilhelm I. von Württemberg 1842 Jacobs mit der Ausstattung der „Wilhelma“, seines Landhauses im maurischen Stil, und ein Jahr später schrieb der Philologe und Kritiker Wilhelm Ernst Weber: „Dagegen hat ihm der Verkehr mit den klassischen Italienern den Sinn für Sinnenreiz und Farbenzauber in der äußeren Behandlung aufgeschlossen.“ Für die effektvolle Neuentdeckung, die bisher nur ausschnittsweise durch eine Lithografie bekannt war, gab es bei Neumeister mit 60.000 Euro denn auch die obere Schätzung und den Spitzenplatz der Versteigerung. Die „Szene aus einem Sklavenmarkt“ wandert nun zu einem griechischen Sammler. ...mehr

20.10.2017

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News vom 17.11.2017

Oskar Kokoschka-Preis für Martha Jungwirth

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Der dunkle Victor Hugo in Wien

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Der erste Vonovia Award für Fotografie geht an Ina Schoenenburg

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Saarlandmuseum eröffnet Moderne Galerie

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Florian Hecker in Wien

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