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Am 23.09.2017 53. Kunstauktion - Bildende Kunst des 17. - 21. Jahrhunderts

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Leda mit dem Schwan / Eduard Veith

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Sitzende Bäuerin mit Kind, 1925 / Ernst Ludwig Kirchner

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AktuellAktuell:Auktionen

Resultate: Moderne und zeitgenössische Kunst bei Karl & Faber in München

Mit Münter wieder zum Erfolg


Die Versteigerung von ausgewählten Werken moderner und zeitgenössischer Kunst am 10. Juni dürfte als eine der erfolgreichsten ihrer Art in die Geschichte des Münchner Auktionshauses Karl & Faber eingehen. Rund 1,78 Millionen Euro spielten die gut zweihundert Losnummern ein, bei rund 65 Prozent lag die Zuschlagsrate nach Anzahl der Lose. Der herausragendste Einzelzuschlag waren die 360.000 Euro, die es für Gabriele Münters „Dorfstraße mit Fuhrwerk“ gab. Mit 90.000 bis 120.000 Euro zwar bereits eines der Toplose der Auktion, war eine Vervierfachung der unteren Schätzung indes nicht zu erwarten, handelt es sich doch um ein relativ kleines und spätes Werk der Künstlerin aus dem Jahr 1938. Doch die unverwechselbare Farbigkeit und Zeichnung der Häuser, Blumen, Menschen und Tiere, die an die frühen Arbeiten aus der „Blauer Reiter“-Zeit erinnern, überzeugten ebenso wie die Tatsache, dass es sich um ein bisher nicht öffentlich ausgestelltes Werk aus dem Nachlass Münters handelte. ...mehr

Mit der modernen und zeitgenössischen Kunst konnte Van Ham in Köln sein Vorjahresergebnis steigern

Bauer zum dritten


Es hat wieder geklappt mit Rudolf Bauer bei Van Ham. Zum dritten Mal innerhalb eines Jahres konnte das Kölner Auktionshaus am 31. Mai ein kapitales Werk des deutsch-amerikanischen Konstruktivisten für einen sechsstelligen Preis versteigern, und wiederum stellte es einen neuen internationalen Auktionsrekord: 500.000 Euro erzielte Bauers „Triptych Symphony: Third Movement“ aus den frühen 1930er Jahren. Ein Werk, das nicht nur eine Augenweide aufgrund seiner großartigen geometrischen Farbflächenkomposition ist, sondern noch dazu eine hochbedeutende Provenienz aufweist: Stammt es doch aus der Sammlung Solomon R. Guggenheims und hing lange Jahre im Schlafzimmer des Privathauses von Guggenheim und seiner Frau Irene in Port Washington auf Long Island. 250.000 bis 300.000 Euro hatte Van für die mehr als anderthalb Meter breite Leinwand angesetzt. 170.000 Euro aus US-amerikanischer Hand kamen noch für Bauers bewegteres Frühwerk „Yellow Circle“ aus dem Jahr 1915 hinzu, auch dies ein Werk der Guggenheim Collection, und für 32.000 Euro wechselte eine farbige Papierarbeit des Meisters aus einer norddeutschen Privatsammlung jeweils deutlich über den Taxen den Besitzer. ...mehr

Möbel und Einrichtungsgegenstände bei Koller in Zürich

Feines für die Dame und den Herrn


Vincenzo Brenna zugeschrieben, Gueridon, St. Petersburg um 1785/90

Einen seiner Höhepunkte erreicht der Auktionshandel mit luxuriösem Kunsthandwerk und Einrichtungsgegenständen in diesem Frühjahr wieder einmal mit der großen Versteigerung bei Koller in Zürich. In seinen Ansprüchen stets nicht zimperlich, hat das Auktionshaus auch diesmal wieder einige herausragende Stücke mit saftigen Preisetiketten versehen. An erster Stelle rangiert ein rundes Gueridon mit Lapislazuliplatten aus der Kaiserlichen Manufaktur, der sogenannten Bronzespedition, in der damaligen russischen Hauptstadt St. Petersburg um 1785/90. Die drei karyatidenartigen geflügelten Figuren, die als Beine für die obere und als Fassung für die kleinere untere der beiden Platten fungieren, wurden wohl von Vincenzo Brenna entworfen, einem gebürtigen Florentiner, der für eben jene von Katharina der Großen gegründete Bronzespedition arbeitete. Stilistisch gehört der rund 75 Zentimeter hohe Beistelltisch mit seinen Grotesken und antikisierenden Ornamenten dem „style à l’antique“ an. 500.000 bis 800.000 Franken möchte Koller für das aus Deutschland eingelieferte Stück sehen. ...mehr

Mit einigen neuen Rekordergebnissen konnte Sotheby’s in London bei seiner Auktion mit europäischer Malerei des 19ten Jahrhunderts punkten

Spanien zieht


Mariano Fortuny, Arabe delante de un tapiz, 1873

Er blieb nicht auf dem Teppich. Der vor einem prachtvollen orientalischen Wandbehang postierte Araber, den Mariano Fortuny unter dem Titel „Arabe delante de un tapiz“ in pastoser Manier auf die Leinwand bannte, setzte sich deutlich an die Spitze der Auktion „19th Century European Paintings“ bei Sotheby’s. Ganz verwunderlich war das nicht. Betrat das 1873, ein Jahr vor Fortunys frühem Tod in Rom entstandene Gemälde doch erstmals das Auktionsparkett, war noch dazu vorher nicht öffentlich ausgestellt und galt daher als zwar bekannte, doch wichtige Entdeckung im Œuvre des Spaniers. Mit großer Verve beschreibt Fortuny darin das exotisch Anziehende, ja fast Mysteriöse der arabischen Kultur, die für die Europäer stets fesselnd, aber auch immer etwas fremd und furchteinflößend war und ist. Das honorierten die Käufer bei Sotheby’s in London mit 620.000 Pfund und dem neuen Rekordpreis in Fortunys Auktionsranking. Seinen Schätzpreis von 150.000 bis 250.000 Pfund sprengte das farbenprächtige Werk damit um ein Vielfaches. ...mehr

Moderne und zeitgenössische sowie Schweizer Kunst bei Koller in Zürich

Kindliche Wiedervereinigung


Albert Anker, Der Schaffner, 1899

Die Schweizer Kunst ist der stärkste Part der Koller-Auktion am 24. Juni in Zürich. Zwei Künstler sind hier vorrangig zu nennen, zum einen Albert Anker. Der feinsinnige Portraitist des späten 19ten Jahrhunderts ist mit einer stattlichen Reihe seiner eindrücklichen Bildnisse zugegen, die allesamt aus Schweizer Privatbesitz eingeliefert wurden. Da wäre zum Beispiel das Ölgemälde „Der Schaffner“ aus dem Jahr 1899. Nicht zu verwechseln mit dem heute sogenannten Eisenbahn-Schaffner, hatte der „Schaffner“ in Ankers Gemälde die Aufgabe, das Vermögen eines Dorfes oder einer Stadt zu verwalten. Im Französischen lautet der Bildtitel denn auch „L’économe“. Mit großer Konzentration blickt der schon bejahrte Mann in die Unterlagen auf seinem Schreibtisch und lässt sich mit keiner Regung anmerken, dass er soeben vom Maler unter Beobachtung steht. 650.000 bis 900.000 Franken sind für das Gemälde veranschlagt. Eine Wiedervereinigung der besonderen Art lässt sich für zwei Kinderbildnisse erhoffen. Von Anker als Pendants konzipiert und an denselben Sammler verkauft, wurden sie durch Erbschaft später getrennt. Nun traten die beiden Besitzer, ohne dass sie jeweils vom anderen wussten, fast gleichzeitig als Einlieferer ihres jeweiligen Erbstücks an Koller heran. So besteht nun die wohl einmalige Möglichkeit, die beiden anmutigen Kinder, die so ernst und wissend aus ihren Bildern herausgucken, für Einzelpreise zwischen 450.000 und 700.000 Franken wieder zusammenzuführen. ...mehr

Moderne und zeitgenössische Kunst bei Ketterer in München

Sperriger Expressionismus


Einen zwiespältigen Eindruck hinterlässt die Versteigerung moderner und zeitgenössischer Kunst beim Münchner Auktionshaus Ketterer. Geht man nach der losbezogenen Zuschlagsquote, lässt sich nicht meckern: Bei gut 62 Prozent lag sie für die 119 Modernen, mit knapp 58 Prozent fiel sie bei den Zeitgenossen gegen den Trend niedriger aus. Doch beide Rubriken mussten eine bedenklich lange Liste an Rückgängen im Hochpreissegment hinnehmen. Wladimir Bechtejeffs spätimpressionistischer „Parkweg mit Reiterin“ von 1905 für 150.000 bis 250.000 Euro, Christian Rohlfs’ Blick über die Dächer von Soest auf Petri-, Pauli- und Patroklikirchen von 1916 für 200.000 bis 300.000 Euro sowie die beiden hochgehandelten Bilder „Zerfallenes Haus“ von circa 1906/07 für 300.000 bis 400.000 Euro und „Stillleben mit Fächer“ 1918 für 200.000 bis 300.000 Euro von Hermann Max Pechstein – überall Fehlanzeige. Nicht anders bei den Gegenwartskünstlern: Hier blieben mit Enzo Cucchis zweiteiligem Objektmalerei „Fucile“ von 1982 für 120.000 bis 150.000 Euro und einer ebenfalls zweiteiligen Projektzeichnung für „The Gates“ des Jahres 2003 im New Yorker Central Park von Christo und Jeanne-Claude mit 100.000 bis 120.000 Euro zwei kapitale Stücke liegen. Bei 90.000 bis 120.000 Euro blieb sogar ein Nagelbild des ZERO-Künstlers Günther Uecker unveräußert liegen, die doch sonst weggehen wie warme Semmeln. Vielleicht waren die relativ späte Entstehung im Jahr 1986 oder die dunkle und wilde Struktur des „Energiefelds“ hier hinderlich. Über manche Stücke wird derzeit noch im Nachverkauf verhandelt. ...mehr

Impressionisten und Moderne mit einem bedeutenden Schiele-Gemälde bei Sotheby’s in London

Nicht ganz billig


Egon Schiele, Häuser mit bunter Wäsche (Vorstadt II), 1914

Umfangreich ist sie nicht, die kommende Suite von Impressionisten und Modernen bei Sotheby’s in London. Lediglich 35 Losnummern listet der Katalog. Selbst der sonst so umtriebige Pablo Picasso ist nur mit drei Arbeiten zugegen, darunter dem erotisch knisternden Spätwerk „Couple, le baiser“, gemalt am 28. November 1969, für 6 bis 8 Millionen Pfund. So bietet sich ein schwächeres Bild als bei der knapp dreimal stärker besetzten Christie’s-Auktion einen Tag zuvor, auf der immerhin Werke aus dem Nachlass des Schweizer Galeristen Ernst Beyeler prangen. In einem entscheidenden Rennen aber konnte Sotheby’s über den Erzkonkurrenten den Sieg davontragen: Egon Schieles Ölgemälde „Häuser mit bunter Wäsche (Vorstadt II)“, entstanden 1914 in Krumau, sicherte sich das Auktionshaus durch die Abgabe einer Gewinngarantie. Der Einlieferer: das Leopold Museum in Wien. Mit dem Verkauf sollen Finanzlücken, die durch jüngste Restitutionsfälle wie um das „Bildnis Wally“ entstanden oder noch zu erwarten sind, gestopft werden. Leopold hatte das Gemälde schon 1952 von der Witwe seines ersten Besitzers Heinrich Böhler erworben. 22 bis 30 Millionen Pfund hat Sotheby’s für das künstlerisch und provenienzmäßig in jeder Hinsicht bedeutende Stück veranschlagt. Ein neuer Schiele-Rekord ist damit so gut wie sicher. ...mehr

Moderne und zeitgenössische Kunst sowie Jugendstil im Wiener Kinsky

Die Nachhut


Die große „Meisterwerke“-Auktion beim Wiener Versteigerer im Kinsky von Anfang Mai hat für die kommende Runde nur mehr weniger Bedeutendes übriggelassen. Traditionell ist die zweite Frühjahrsauktion, die im Juni vor der Sommerpause stattfindet, nicht so stark besetzt. Umso mehr eine Bewährungsprobe für den neuen Geschäftsführer Nikolaus Schauerhuber, der das Ruder vor eineinhalb Monaten von Gründungschef Otto Hans Ressler übernahm. Gerade die Klassische Moderne bietet wenig Gängiges, viel Unbekanntes und mitunter auch Zweitrangiges. Mit 80.000 bis 150.000 Euro ist hier Alfons Waldes Ölbild „Sommer in Tirol“ der Favorit, eine unverwechselbar sonnige, pastos aufgetragene Bergdorfimpression aus dem Raum Kitzbühel mit sonntäglich gekleideten Menschen und schneebedeckten Bergen im Hintergrund. Zwei andere kleine Meisterwerke stammen von deutschen Expressionisten: Alexej von Jawlenskys um 1915 rasch hingeworfenes Stillleben mit Katzenkopf und Pinseltopf – man könnte es auch für eine rosafarbene Vase mit stängelartigen Blumen halten – für 35.000 bis 70.000 Euro und Otto Dix’ „Steinbruch in den Vogesen“ von 1945, einer Zeit des künstlerischen Neubeginns nach Jahren der Zurückhaltung. Der raschere, wieder kraftvollere Pinselstrich in dieser Landschaft lässt davon schon etwas spüren. 2009 bei Zezschwitz an 130.000 Euro gescheitert, werden hier nun 50.000 bis 80.000 Euro erwartet. ...mehr

Rückblick: Kunst und Antiquitäten bei Nagel in Stuttgart

Teure Spätgotik


Franz Fischer, Pokal mit Diamantbossenwerk, Nürnberg um 1620

Eine weitgehend unspektakuläre Auktion brachte das Stuttgarter Auktionshaus Nagel am 8. und 9. Juni über die Bühne. Keine sensationelle Preisexplosion schreckte diesmal das Möbellager auf, und auch bei den Gemälden und Papierarbeiten gab es nur wenige überraschend hohe Zuschläge. Mit rund vierzig Prozent brachte es die Veranstaltung auch hinsichtlich der Zuschlagsquote nach Anzahl der Lose auf einen eher mäßigen Wert. Am besten bei den Antiquitäten schlug sich das Silber: Auf jeweils 13.000 Euro kletterten hier ein dreißig Zentimeter hoher Pokal des Nürnberger Meisters Franz Fischer um 1620 und ein historistisches deutsches Trinkspiel mit der Jagdgöttin Diana auf einem Hirsch sowie weiteren Figuren in „menschlichem“ Miniaturmaßstab. Die Schätzungen hatten bei 3.800 Euro und 2.500 Euro gelegen. Teuerstes Möbel wurde ein römischer Tisch mit blumengeschmückter Scaglioglaplatte aus dem ersten Drittel des 19ten Jahrhunderts bei planmäßigen 10.000 Euro, gefolgt bei 8.200 Euro von einem französischen Halbschrank des Empire um 1810. Hier hatten lediglich 2.500 Euro auf dem Preisschild gestanden. ...mehr

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Kunst der Kolonialzeit in Bremen

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