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Am 17.09.2016 49. Kunstauktion - Bildende Kunst des 17. - 21. Jahrhunderts

© Schmidt Kunstauktionen Dresden

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Mary / Franz von  Stuck

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© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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Orientalische Tänzerin, 1912 / Walter Schnackenberg

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© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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AktuellAktuell:Auktionen

Gute Werte für die moderne und zeitgenössische Kunst bei Sotheby’s in Paris

Freundestaumel


Amedeo Modigliani, Portrait de Paul Alexandre, 1911/12

Ernst und vielleicht ein wenig verlegen steht er da. Dabei könnte sich Paul Alexandre eigentlich freuen. Denn der Freund, Vertraute und Förderer Amedeo Modiglianis wurde auf der Auktion „Art Impressionniste & Moderne“ bei Sotheby’s in Paris seiner Favoritenrolle gerecht. Doch das Portrait des Arztes, das Modigliani 1911/12 in der für ihn typischen Malweise der überlängten Formen mit den stilisierten, leicht facettierten Gesichtszügen fertigte, entstand kurz nach dem Tod der Mutter Alexandres. Den Kunden war der milde melancholische Grundton des Werks aber angenehm. Sechs internationale Bieter stritten sich um diese Ikone im Schaffen Modiglianis und ließen den Wert von veranschlagten 5 Millionen Euro schnell auf 12 Millionen Euro steigen. Das ist nicht nur der höchste Preis für den Künstler bei Auktionen in Frankreich, sondern mit dem Aufgeld von rund 1,5 Millionen Euro auch schon mehr als die Hälfte der Einnahmen von Sotheby’s an diesem Abend. ...mehr

Gemälde und Zeichnungen heimischer Künstler bei Schmidt in Dresden

Biedermeierliche Sachlichkeit


Überwiegend Künstler aus dem engeren heimischen Umkreis bilden den Schwerpunkt des Programms, mit dem das Dresdner Auktionshaus Schmidt am kommenden Samstag seine Herbstsaison eröffnet. Und wiederum sind es großteils moderne und zeitgenössische Künstler, die sich ins Depot eingefunden haben. Da wäre beispielsweise die gemäßigt expressionistische Landschaft „Elbe bei Wehlen“ von Johannes Beutner aus dem Jahr 1921 für 8.000 Euro. Beutner war einst Schüler von Richard Müller, der selbst mit einem beeindruckend präsenten „Italienerhahn“ in schwarzer Kreide auf Karton von 1940 vertreten ist. 1.500 Euro soll diese Zeichnung kosten. Auch Paul Wilhelm reihte sich in die Schar der Müller-Schüler ein und pflegte wie dieser im malerischen Duktus einen eher nüchternen Stil. So kommt auch seine „Feldlandschaft“ mit Erntearbeitern von 1930 sachlich-schlicht, aber dennoch idyllisch für 3.200 Euro daher. ...mehr

Resultate: Design, Kunst nach 1945 und afrikanische Objekte bei Quittenbaum in München

Teure Plastikröhrchen


Philip Arctander, Sessel „Clam chair“, 1944

Zwei Armlehnsessel des dänischen Designers Philip Arctander gehörten zu den begehrtesten Stücken auf der vergangenen Versteigerung von Einrichtungsgegenständen des 20. Jahrhunderts bei Quittenbaum in München. Die beiden Möbelstücke waren baugleich, es handelte sich jeweils um gut achtzig Zentimeter hohe, bequeme Sitzgelegenheiten mit dem Titel „Clam chair“ aus dunkel gebeiztem Buchenholz mit erneuertem weißem Schaffell, das durch Lederknöpfe fixiert ist. Bislang galten sie als Entwurf von Arctanders nordeuropäischen Kollegen Viggo Boesen oder Martin Olsen, erst kürzlich wurde ihr wahrer Schöpfer identifiziert. Die Ausführung erfolgte mitten während des Krieges 1944 bei Vik & Blindheim in Norwegen. Bei einer Schätzung von jeweils 10.000 bis 20.000 Euro erzielten die beiden Sessel beachtliche 17.000 Euro und 16.000 Euro. ...mehr

Rückblick: Moderne und zeitgenössische Kunst bei Neumeister in München

Pfälzer Freunde


Wieder einmal nicht zu stoppen waren die Freunde und Verehrer des Pfälzer Malers und Grafikers Johann Georg Müller auf der vergangenen Versteigerung moderner und zeitgenössischer Kunst bei Neumeister. Der 1913 in Ludwigshafen geborene Künstler ist seit Jahren eine der merkwürdigsten Größen auf dem deutschen Kunstmarkt, vor allem das Münchner Auktionshaus, aber auch Grisebach in Berlin oder Lempertz in Köln profitierten in der Vergangenheit immer wieder von der Begeisterung einer wohl nicht allzu großen, aber sehr potenten Käuferschaft für die meist figuralen, im malerischen Stil zwischen Expressionismus und Neuer Sachlichkeit changierenden Werke des Meisters. Bei Neumeister waren es das chiffrenartige Stillleben „Birnen“ von 1972 und das anrührende Zweipersonenstück „Mutter und Kind“ von 1980, die zwei große Bietgefechte entfachten. Ersteres Werk brachte es dabei von 20.000 bis 30.000 Euro auf 50.000 Euro, letzteres von 40.000 bis 50.000 Euro sogar auf 85.000 Euro. Einzig die für Müller eher untypische, fast kubistische „Tänzerin“ von 1959 blieb bei 30.000 bis 40.000 Euro unveräußert liegen. ...mehr

Objekte aus Silber waren der Renner der vergangenen Design-Auktion im Dorotheum, die sich mit der Hälfte verkaufter Lose gut schlug

Joops Pilzgericht


Wolfgang Joop, Set „Magic Mushroom“,2013

Frühe tschechische Stahlrohrmöbel, Modernistisches aus Skandinavien, Frankreich und Italien, Fifties-Muranoglas, moderne Prototypen und auch zahlreiche Beispiele österreichischer Formgebung spannten in der Auktion des Dorotheums den Bogen vom frühen Design bis heute. Mit einer losbezogenen Zuschlagsquote von knapp 50 Prozent kann sich das Wiener Auktionshaus eigentlich nicht beschweren, doch hatte man sich von manchen hochkarätigen Losen mehr erwartet. Große Namen und vorher beworbene Glanzstücke wie Aldo Turas mit zerbrochenen Eierschalen überzogener Barschrank um 1940 für 24.000 bis 27.000 Euro, ein exquisites Zeugnis des Art Déco, oder die beiden Stühle aus dem Telegrafenbüro der Wiener Dependance „Der Zeit“ von Otto Wagner um 1902 für 50.000 bis 70.000 Euro fanden keine Käufer. ...mehr

Mondrian, Giacometti, Picasso, Miró – große Namen waren bei Christie’s in London vertreten. Doch die Verkaufszahlen blieben hinter den Erwartungen zurück. Nur Kurt Schwitters könnte die Kunden verführen

Ja, was denn?


Auf der Suche nach neuen künstlerischen Ausdrucksformen entdeckte Kurt Schwitters die Dada-Bewegung für sich, was seinem rebellischen und humorvollen Naturell entsprach. Daher wurde die Collage für ihn zum Hauptbetätigungsfeld. Aus Zeitungsschnipseln, Stoffen, Fahrscheinen, Haaren, Holz, Bildfäden, Pappe, Spielkarten und Nägeln fabrizierte er lustvoll seine „Merz-Bilder“. In der Wahl von Objekten des täglichen Bedarfs sah er eine Grenzüberschreitung von Alltag zu Kunst, von Skulptur zu Gemälde, und griff die Nachwehen des Ersten Weltkriegs auf, indem er zerstörte und zerbrach und alles wieder in der Collage vereinigte. So mutierte Schwitters’ „Ja – Was? – Bild“, eines seiner wenigen frühen Merz-Reliefbilder, das noch nicht im Besitz eines Museums ist, bei Christie’s zum Star der Auktion „Impressionist / Modern Evening Sale“ in London. Die Rarität aus dem Jahr 1920 war mit 4 bis 6 Millionen Pfund schon hoch angesetzt, was dem Vierfachen des bisherigen Höchstpreises für Schwitters entsprach. Doch dabei blieb es nicht. Ab 6 Millionen Pfund lieferten sich nur noch zwei Bieter ein Telefonduell, das ein Sammler in der New Yorker Repräsentanz von Christie’s letztlich für sich entschied und mit 12,4 Millionen Pfund den neuen Auktionsrekord für ein Schwitters-Werk aufstellte. ...mehr

Bei der modernen Kunst von Bassenge in Berlin hatte Hans Poelzig seinen großen Auftritt. Das Echo auf seinen zeichnerischen Nachlass war beträchtlich

Wassertropfen aus Korea


Pechstein ist Trumpf. Das wird sich das Auktionshaus Bassenge während seiner vergangenen Versteigerung moderner Kunst gedacht haben. Denn an einem Aquarell des Brücke-Expressionisten bissen sich mehrere Bieter fest. Die Sommer zwischen 1921 und 1945 hielt sich Hermann Max Pechstein mit Vorliebe in Hinterpommern auf, um sich dort seiner zeichnerischen und malerischen Tätigkeit in der Einsamkeit der Natur hinzugeben. So auch im Sommer 1934. Damals entstand die frisch leuchtende, großformatige Landschaft „Am Lebaausfluss“ mit zwei Fischkuttern und einem Haus im Abendlicht, eingebettet in das grün-blaue Ufer um den Lebasee. Ruhe und Bewegung sind gleichermaßen bildimmanent, stimmungsvolle Wärme legt sich in Orangetönen weich über die Komposition, die mit 32.000 Euro zum Star der Berliner Auktion wurde und damit die im Vorfeld veranschlagten 12.000 Euro um ein gutes Stück nach oben ausbauen konnte. ...mehr

Alte Kunst und Kunsthandwerk bei Neumeister in München

Beim Rauchen nicht erwischen lassen!


Teller und drei Platten, Fayencemanufaktur Nürnberg, Mitte 18. Jahrhundert

Einen hervorragenden Start in seine vergangene Versteigerung von alter Kunst und Antiquitäten bescherten die Bieter dem Münchner Auktionshaus Neumeister. Grund war zunächst das rege Interesse an Fayencen und Porzellanen. Neben Quantität zählte hier auch Qualität, wie sich etwa an den 21.000 Euro für einen Teller und drei Platten eines Service des 18. Jahrhunderts aus der Fayencemanufaktur Nürnberg zeigte. Besondere Aufmerksamkeit dürfte hier auch das Allianzwappen des Nürnberger Patrizierpaares Carl Friedrich Behaim von Schwarzbach und Maria Salome Fürer von Haimendorf auf sich gezogen haben. Die beiden heirateten 1746 (Taxe 2.000 bis 2.200 EUR). Die vier Erdteile, in bunten Transparentmalereien als hochovale Medaillons in einen böhmischen Deckelpokal der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts eingelassen, sorgten mit für eine Wertsteigerung des Glasgefäßes von 1.000 bis 1.200 auf 9.000 Euro. ...mehr

Rückblick: Kunst bei Hassfurther in Wien

Es müssen nicht immer die Alpen sein


Einmal mehr ging nichts ohne Alfons Walde auf der vergangenen Versteigerung überwiegend klassisch-moderner Kunst bei Hassfurther in Wien. Die ersten drei Losnummern waren wieder für Gemälde des Tiroler Alm- und Bergmalers reserviert, und alle drei erzielten hervorragende Preise. Los ging es mit einem Zuschlag bei 148.000 Euro für seine „Häuser im Gebirge“ von 1932, einen rund halbmeterbreiten Karton, der mit pastosem Farbauftrag den Blick zwischen zwei stattlichen Höfen in majestätischer Untersicht auf die sonnenerglänzenden Felsen freigibt. Geschätzt war das Bild auf 50.000 bis 100.000 Euro, ebenso wie der „Tiroler Holzknecht“ von 1930 mit kantigem, hutbeschirmtem Kopf, der auf 165.000 Euro kletterte. Und 220.000 Euro am oberen Ende der Taxgrenze – allerdings unter Vorbehalt – war das Höchstgebot für Waldes „Gehöft beim Wildem Kaiser“, das in etwas milderem Pinselduktus das letzte Licht der Sonne auf den fernen Gipfeln bannt. ...mehr

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News vom 26.08.2016

Willy Maywald in Dortmund

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