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Am 29.10.2016 Auktion 45

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Blonde Schönheit, 1936 / Conrad Felixmüller

Blonde Schönheit, 1936 / Conrad Felixmüller
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AktuellAktuell:Auktionen

Alte und Neuere Meister mit guten Ergebnissen bei Koller in Zürich

Gemeine Vogelfalle


Matthias Stom, Die Evangelisten Markus und Lukas mit ihren Attributen Löwe und Ochse

Einen seiner Höhepunkte während der ersten großen Herbstauktionswoche feierte das Zürcher Auktionshaus Koller mit seiner Versteigerung Alter und Neuerer Meister am vergangenen Wochenende. Ließen sich einige schmerzliche Rückgänge hochgehandelter Stücke auch nicht ganz vermeiden, so fiel die Bilanz mit neun sechsstelligen Zuschlägen bei den Alten und vier ebensolchen bei den Neueren Meistern doch recht erfreulich aus. Auch eine Reihe teils hoher Wertsteigerungen vor allem aus dem unteren Bereich war zu verzeichnen. Das ging bei einer der ersten Losnummern gleich los, dem dreiteiligen Flügelaltar eines Schweizer Meisters aus der Zeit um 1500, auf dem mittig die Krönung Mariens verbildlicht ist, während die Außenflügel mit den Heiligen Bernhard von Clairvaux und Agnes sowie einer Anna Selbdritt und einer Verkündigung bemalt sind. Das in dieser Vollständigkeit selten gut erhaltene Triptychon eines Malers aus dem Umkreis der Nelkenmeister wurde auch seiner hervorragenden künstlerischen Qualität wegen hoch beboten und landete mit 150.000 Franken etwa beim Doppelten der Schätzung. ...mehr

Wie lange hält sich Schokolade eigentlich ohne Kühlung? Warum sollte man Briefe künstlerisch begabter Familienmitglieder vorsorglich aufbewahren? Und was hat das alles mit Kunst zu tun? Antworten darauf liefert die Herbstauktion bei Venator & Hanstein

Kleine Kunstwerke


Seit ihrer Gründung vor mehr als 60 Jahren haben sich Venator & Hanstein zu einem der führenden Häuser Deutschlands auf dem Gebiet der Buch- und Grafikauktionen entwickelt. Auch Landkarten, Manuskripte, Autografen und kleine Plastiken hat das Auktionshaus in seinem Sortiment. Das Kölner Traditionsunternehmen schafft mit seiner Auswahl an Exponaten den Spagat zwischen altmeisterlicher und zeitgenössischer Kunst – das beweisen einmal mehr die beiden anstehenden Herbstauktionen. Da kann der passionierte Sammler am ersten Tag noch seine Vitrine mit französischen Stundenbüchern von 1430 auffüllen und am nächsten Tag schon die Nase rümpfen. Der süßlich-penetrante Geruch, der über dem Auktionsraum in Köln liegt, dürfte von einem Löwenbaby aus dem Jahr 1969 herrühren, das aus massiver Vollmilchschokolade besteht. ...mehr

Murano-Glas und Design bei Quittenbaum in München

Bequem sitzen auf Latexstacheln


Fulvio Bianconi, Vase „A macchie“, 1950

Italienische Dominanz kennzeichnet die kommende Versteigerung von Design und Murano-Glas bei Quittenbaum in München. In letzterer Disziplin, die am 24. September die Mitte der auf drei Tage verteilten Auktionsserie bildet, ist dies natürlich kein Wunder, waren es doch hauptsächlich Gestalter aus dem näheren und weiteren Umfeld der venezianischen Inselgruppe, die für die dort beheimateten Traditionswerkstätten entwarfen. Erstaunlich ist freilich der enorme Schätzpreis, den eine Vase Fulvio Bianconis aus dem Jahr 1950 trägt. Ob seiner Seltenheit wird das mit kobaltblauen und violetten Fleckenaufschmelzungen geschmückte Gefäß mit der Bezeichnung „a macchie“ bei stolzen 50.000 bis 70.000 Euro gehandelt. 15.000 bis 20.000 Euro soll ein etwas jüngeres, vierkantiges Stück namens „Scozzese“ desselben Meisters kosten, das rundum mit diagonal verlaufenden Farbflächen verziert ist. ...mehr

Kunst und Antiquitäten bei Leo Spik in Berlin

Baldige Rettung, grausamer Tod


Hans Thoma, Apollo und Marsyas, 1886

Apoll war gar nicht begeistert: Da wagte es doch tatsächlich so ein Wicht namens Marsyas, ihn zum musikalischen Wettstreit herauszufordern. Und dann spielte dieser Kerl auf seiner Flöte noch nicht einmal so schlecht. Das ging zu weit! Dumpf brütet der Gott der Künste bereits über seiner grausamen Rache, derweil Marsyas arg- und ahnungslos mit seinem Spiel unter Bäumen drei anmutige Damen verzaubert. Später wird Apoll seinen Gegner an einem Baum aufhängen und häuten – so streng waren die Sitten mitunter im alten Griechenland. Das 1886 entstandene Gemälde des badischen Malers Hans Thoma, das in der kommenden Versteigerung bei Leo Spik in Berlin für 25.000 Euro zum Aufruf gelangt, ist jedoch noch aus einem anderen Grund als lediglich der künstlerischen Umsetzung eines beliebten Bildthemas bemerkenswert. Denn einst befand sich der Karton im Besitz des jüdischen Unternehmers Adolf Bensinger aus Mannheim, bis dieser ihn 1940 unter Zwang verkaufen musste. Erst kürzlich haben sich der jetzige Einlieferer und die Bensinger-Erben gütlich geeinigt, so dass es nun unbedenklich ersteigert werden kann. ...mehr

Wittelsbacher und Habsburger Hochadel bereichert die Auktion mit Alter Kunst und Kunsthandwerk bei Neumeister in München

Fürstengalerie


Georges Desmarées, Clemens August von Bayern als Hochmeister des Deutschen Ordens

Hochadlige Prominenz hat sich zur kommenden Versteigerung alter Kunst am Herbstabend des 24. September bei Neumeister in München eingefunden. Zu Gast sind dort zahlreiche Mitglieder der Häuser Wittelsbach und Habsburg, zu sehen allerdings nicht in natura – ohnehin gehören sie allesamt nicht mehr zu den Lebenden –, sondern überwiegend auf Gemälden und Zeichnungen des 17. bis 20. Jahrhunderts, die aus verschiedenen Nachlässen der beiden weitverzweigten Großfamilien stammen. Je nach Linie traten als Schöpfer der teils großformatigen Portraits jeweils dieselben Maler in Erscheinung. Für die Bayern in München beispielsweise arbeitete der 1697 in Schweden geborene Georges Desmarées, der mit schwungvollem Pinselstrich einige der schönsten Rokokogemälde schuf. Neue Freunde sucht hier etwa Clemens August, der als geistlicher Oberhirte nicht weniger als fünf Bistümer in Rheinland-Westfalen unter seiner Obhut hatte, hier aber noch recht weltlich im Ritterharnisch auftritt. 15.000 bis 20.000 Euro werden für das anderthalb Meter hohe Bildnis erwartet. ...mehr

Gemälde Alter und Neuerer Meister bei Koller in Zürich

Übermacht der Niederländer


Mariotto di Nardo, Thronende Madonna mit Kind und Heiligen, um 1420

Zu den ersten Höhepunkten der langsam anlaufenden Herbstsaison auf dem europäischen Auktionsmarkt gehört die Versteigerung Alter und Neuerer Meister, die das Zürcher Auktionshaus Koller am kommenden Samstag abhalten wird. Zahlreiche sechsstellige Zuschlagspreise werden dort erwartet, mitunter steht eine halbe Million auf dem Etikett, und die erlesene Qualität insbesondere der Einlieferungen älteren Datums lässt manche Wertsteigerung erwarten. Monetär noch verhältnismäßig bescheiden geht es los mit einigen Italienern, die einmal mehr die ältesten Arbeiten stellen. Allen voran schreitet oder vielmehr thront hier eine von vier Heiligen umringte Madonna das Florentiner Malers Mariotto di Nardo von circa 1416/17. Mit ihrem Goldgrund, dem Spitzbogenabschluss und der deutlich voneinander unterschiedenen Größe der dargestellten Personen ist die gut siebzig Zentimeter hohe Holztafel charakteristisch für die italienische Spätgotik. Ihr Wert ist mit 120.000 bis 180.000 Franken beziffert. ...mehr

Möbel, Skulpturen, Porzellan, Fayencen, Silber und Uhren in erlesener Auswahl bei Koller in Zürich

Die Qual der reichen Auswahl


André-Charles Boulle, Bureau-Plat, Paris um 1720

Diesmal ist es gar nicht so einfach, das Spitzenstück bei den kunsthandwerklichen Gegenständen im Auktionshaus Koller ausfindig zu machen. Denn gleich mehrere Objekte streben die Favoritenrolle an. Soll man nach dem Taxwert entscheiden, nach der Seltenheit der Stücke, nach dem Alter, nach der Kuriosität oder nach der künstlerischen und handwerklichen Qualität? Ist dem wiederentdeckten Bureau-Plat „aux têtes de satyre“ von André-Charles Boulle, den beiden ungewöhnlich großen Albarelli um 1540/50 aus Faenza, der kleinen griechischen Bronzefigur des Göttervaters Zeus aus dem fünften Jahrhundert v. Chr., der technisch anspruchsvollen Pendule „aux trois figures d’Atlas“ um 1820 oder doch der wunderlichen Zusammenstellung von rund 200 Taschenuhrenschlüsseln des 19. Jahrhunderts aus Frankreich und Schweiz, die mit mindestens 28.000 Franken gar nicht so hoch taxiert sind, der Vorzug zu geben? Ohne eine Wertung vornehmen zu wollen, entscheiden wir uns zunächst für den Preis und damit für Boulles Bureau-Plat. ...mehr

Gute Werte für die moderne und zeitgenössische Kunst bei Sotheby’s in Paris

Freundestaumel


Amedeo Modigliani, Portrait de Paul Alexandre, 1911/12

Ernst und vielleicht ein wenig verlegen steht er da. Dabei könnte sich Paul Alexandre eigentlich freuen. Denn der Freund, Vertraute und Förderer Amedeo Modiglianis wurde auf der Auktion „Art Impressionniste & Moderne“ bei Sotheby’s in Paris seiner Favoritenrolle gerecht. Doch das Portrait des Arztes, das Modigliani 1911/12 in der für ihn typischen Malweise der überlängten Formen mit den stilisierten, leicht facettierten Gesichtszügen fertigte, entstand kurz nach dem Tod der Mutter Alexandres. Den Kunden war der milde melancholische Grundton des Werks aber angenehm. Sechs internationale Bieter stritten sich um diese Ikone im Schaffen Modiglianis und ließen den Wert von veranschlagten 5 Millionen Euro schnell auf 12 Millionen Euro steigen. Das ist nicht nur der höchste Preis für den Künstler bei Auktionen in Frankreich, sondern mit dem Aufgeld von rund 1,5 Millionen Euro auch schon mehr als die Hälfte der Einnahmen von Sotheby’s an diesem Abend. ...mehr

Gemälde und Zeichnungen heimischer Künstler bei Schmidt in Dresden

Biedermeierliche Sachlichkeit


Überwiegend Künstler aus dem engeren heimischen Umkreis bilden den Schwerpunkt des Programms, mit dem das Dresdner Auktionshaus Schmidt am kommenden Samstag seine Herbstsaison eröffnet. Und wiederum sind es großteils moderne und zeitgenössische Künstler, die sich ins Depot eingefunden haben. Da wäre beispielsweise die gemäßigt expressionistische Landschaft „Elbe bei Wehlen“ von Johannes Beutner aus dem Jahr 1921 für 8.000 Euro. Beutner war einst Schüler von Richard Müller, der selbst mit einem beeindruckend präsenten „Italienerhahn“ in schwarzer Kreide auf Karton von 1940 vertreten ist. 1.500 Euro soll diese Zeichnung kosten. Auch Paul Wilhelm reihte sich in die Schar der Müller-Schüler ein und pflegte wie dieser im malerischen Duktus einen eher nüchternen Stil. So kommt auch seine „Feldlandschaft“ mit Erntearbeitern von 1930 sachlich-schlicht, aber dennoch idyllisch für 3.200 Euro daher. ...mehr

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