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Am 27.11.2020 116. Auktion: Moderne Kunst Teil I + II . Fidus – Auf der Suche nach dem Licht

© Galerie Bassenge Berlin

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ohne Titel / Günther Uecker

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© Galerie Luther


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Winterlandschaft in Schreiberhau in Schlesien / Hans Purrmann

Winterlandschaft in Schreiberhau in Schlesien / Hans Purrmann
© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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Amazone, nach 1906 / Franz von  Stuck

Amazone, nach 1906 / Franz von Stuck
© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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Knieende(r), 1907/1908 / Ernst Barlach

Knieende(r), 1907/1908 / Ernst Barlach
© Galerie Neher - Essen


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AktuellAktuell:Auktionen

Wegen der Corona-Krise muss das Wiener Dorotheum derzeit auf eine Saalauktion verzichten. Die Zeichnungen, Druckgrafiken und Aquarelle bis 1900 sind daher zu einer reinen Online-Versteigerung mutiert

Italienerin mit Widder


Cesare Nebbia, Die Heiligen Johannes und Petrus heilen einen Lahmen

Wenn es um Gegenstände der Kunst geht, waren die Italiener vor einem halben Jahrtausend führend in der Entwicklung von Innovationen. Dazu gehört auch die Etablierung der Zeichnung als eines Mediums, das nicht mehr nur zur Vorbereitung gemalter oder skulpturaler Werke diente, sondern fortan einen künstlerischen Eigenwert beanspruchen konnte – mit Folgen auch für den Kunstmarkt: Sammler interessierten sich zunehmend für die kleinen Blätter. So lässt sich etwa Cesare Nebbias kontrastreiche Darstellung der Heiligen Johannes und Petrus, die im Beisein einer großen Anzahl weiterer Personen einen Krüppel in einer Tempelanlage heilen, bis zurück ins 17. Jahrhundert zur umfangreichen Sammlung des römischen Geistlichen Sebastiano Resta verfolgen. Später gehörte das Blatt einem englischen Lord, dann dem Antiquar Matthew Bloxam, der es dem Rugby School Art Museum übergab. Im Dezember 2018 ließ das Eliteinternat in der englischen Grafschaft Warwickshire große Teile seiner Sammlung bei Christie’s für insgesamt rund 15 Millionen Pfund versteigern, darunter auch Nebbias Zeichnung für netto 2.600 Pfund, die jetzt im Wiener Dorotheum für 4.000 bis 6.000 Euro erneut zum Aufruf kommt. ...mehr

Mit einer stärkeren Auswahl hatte Sotheby’s bei der zeitgenössischen Kunst in London die Nase vorn

Veritable Wasserspritzer


Kein Lebewesen ist zu sehen. Eigentlich müsste aber eines da sein. Denn auf David Hockneys Bild „The Splash“ schwappt hinter einem Sprungbrett gerade Wasser in die Höhe. Der Mensch ist wohl eben in das tiefblaue Nass des Swimmingpools abgetaucht. Das Thema ist charakteristisch für den britischen Künstler, der 1964 in die USA auswanderte, sich in Kalifornien niederließ und etliche Bilder von Pools der Villen in Los Angeles malte. Nun war „The Splash“ aus dem Jahr 1966 Teil der „Contemporary Art“ bei Sotheby’s in London. 1973 noch zu Beginn von Hockneys Karriere hatte der Versteigerer das Gemälde erstmals im Programm und schlug es für 25.000 Pfund zu. Zweiter Schritt seiner Auktionskarriere war dann das Jahr 2006. Damals erreichte das in einer etwas distanzierten, von monochromen Farbflächen ohne räumliche Wirkung bestimmten Pop Art-Manier gestaltete Bild schon 2,6 Millionen Pfund. Nun kamen 21 Millionen Pfund zusammen. Gefreut haben soll dieser Preis den etwas zwielichtigen chinesischen Immobilientycoon und Kunstsammler Joseph Lau, der laut Bloomberg News das Gemälde bei Sotheby’s eingeliefert und nun einen erklecklichen Gewinn erzielt hat. ...mehr

Das Kölner Auktionshaus Venator & Hanstein trotzt der Corona-Krise mit einer Versteigerung von Buchkunst und Grafik – allerdings unter Einschränkungen

Die Apokalypse kommt bestimmt


Albrecht Dürer, Die apokalyptischen Reiter, um 1497/98

Die Apokalypse ist sicherlich eine der eindrucksvollsten Schilderungen in der Bibel, allein wegen der breiten Interpretationsmöglichkeiten der von ihr erwähnten Zeichen oder Symbole. Immer wieder meinen einige, das nahe Weltende vorausahnen zu können – doch bisher blieb es immer noch aus. Auch wenn der genaue Zeitpunkt unklar ist, wussten so manche Künstler entweder die Apokalypse oder einige ihrer Elemente in Bilder zu übersetzen, sei es das furchteinflößende Jüngste Gericht von Michelangelo Buonarroti, El Grecos „Öffnen des fünften Siegels der Apokalypse“ oder Albrecht Dürers mehrteiliger Holzschnittzyklus „Die Apokalypse“ aus dem Jahr 1511. Das Blatt „Die apokalyptischen Reiter“ aus dieser Serie besticht durch seine Dramatik: Die vier Reiter preschen auf ihren galoppierenden Pferden unbarmherzig über die am Boden liegenden Männer und Frauen hinweg. Der sich einsam auflehnende Mann ganz rechts im Bild hat keine Chance, diesen übernatürlichen Mächten zu entkommen, auch er wird ihrer Macht erliegen. Dürer lässt die Symbole für Sieg, Krieg, Teuerung und Tod nicht hintereinander reiten, sondern wie eine unausweichliche Walze über das Land rollen. Ein schöner Druck dieser Bildfindung des Nürnberger Meisters kann n bei Venator & Hanstein in der Versteigerung von Büchern und Grafiken Alter Meister erworben werden; der Schätzpreis beträgt 20.000 Euro. ...mehr

Trotz Corona-Virus: Das Auktionshaus Fischer in Heilbronn versteigert Glas aus fünf Jahrhunderten und setzt dabei auf die digitale Präsenz

Die orangerote Königin


Stanislav Libensky und Jaroslava Brychtová, Head I. Tall Head, 1957/58

Meist denkt man bei Königinnen ja an Menschen, mit Glück vielleicht an eine Honigbiene. Stanislav Libensky und Jaroslava Brychtová interpretierten „Queen“ 1987/88 in ihrer bedeutenden Glasarbeit eher abstrakt. Das formgeschmolzene Werk strahlt in warmem Rotorange und wird durch Einschübe und Brüche strukturiert, so dass die Kopffigur je nach Lichteinfall dunklere Nuancen bis hin zu schwarzen Schatten annimmt. Das tschechische Paar, das zu den wichtigsten Glasgestaltern des 20. Jahrhunderts zählt, ist mit einigen seiner Skulpturen in der Auktion „Europäisches Glas & Studioglas“ bei Fischer in Heilbronn zugegen. In ähnlicher Preisklasse der „Queen“, die für je 20.000 bis 30.000 gleich zweimal zu haben ist, bewegt sich auch der 1957/58 geschliffene „Head I – Tall Head“. Das formgeschmolzene rotbraune Artefakt lässt für 25.000 bis 30.000 Euro in seinen luziden Tiefen das vereinfachte Profil eines Kopfes mit überlanger Nase und dünnen Lippen erkennen. Auch ihr „Helmkopf“ von 1988/89 leuchtet dunkel in vergleichbaren Farben und ist mit 8.000 bis 12.000 Euro bewertet. ...mehr

Die Fotografiefreunde bei Lempertz waren kaufwillig, setzten ihre Schwerpunkte und Preisvorstellungen aber genau fest

Kunstvoll erstarrte Natur


Karl Blossfeldt, Aconitum Anthora (Eisenhut), 1915/20

Karl Blossfeldt gilt als einer der Klassiker der modernen Naturdarstellung. Seit 1899 lehrte er an der Unterrichtsanstalt der Königlichen Gewerbeschule in Berlin das Fach „Modellieren nach lebenden Pflanzen“. Trotzdem kam der Ruhm seines fotografischen Schaffens für ihn spät und überraschend: Blossfeldt war bereits über 60 Jahre alt, als Karl Nierendorf in seiner Berliner Galerie seinen Bildern eine besondere Aufmerksamkeit schenkte. 1928 erschien, ebenfalls von Nierendorf herausgegeben, Blossfeldts Publikation „Urformen der Kunst“, die ihn schlagartig in der Kunstwelt berühmt machte und schnell vergriffen war. Darin enthalten war unter anderem das Foto „Aconitum Anthora (Eisenhut)“ von 1915/20. Nüchtern, objektiv, klar und direkt inszenierte Blossfeldt das Blatt der Pflanze blattfüllend in dreifacher Vergrößerung und traf damit den neusachlichen Zeitgeist der 1920er Jahre. Dabei ging es ihm selbst weniger um den Kunstwert, denn Blossfeldt nutzte die Blätter ursprünglich als Anschauungsmaterial für seine pädagogische Tätigkeit. Der Reiz der erstarrten Natur sorgt bis heute für hohe Preise: Immerhin 38.000 Euro musste ein amerikanischer Bieter bei Lempertz zahlen, um den Zuschlag für den Abzug zu erhalten. Angedacht waren 30.000 bis 40.000 Euro. ...mehr

Die Aura eines Sammlerlebens umfing das Publikum bei Neumeister. So konnte das Auktionshaus mit dem Nachlass des verstorbenen Firmenchefs zahlreiche Erfolge feiern. Nur eine Sparte wollte nicht so recht ziehen

Münchner Allerlei


Hans Klocker, Beweinungsgruppe mit Maria, Maria Magdalena und Johannes, um 1495/1500

Rudolf Neumeister war ein Freund der schönen Dinge und konnte sich für vieles begeistern. In seinem langen Kunsthändlerleben – er starb im Frühjahr 2017 mit 91 Jahren – trug der Münchner eine ergiebige Kunstsammlung aus vielen Gebieten zusammen, die nach seinem Willen in dem von ihm aufgebauten Auktionshaus wieder unter die Leute kommen sollte. Und die Versteigerung ließ sich sehen. Gerade im Kunsthandwerk, das heute auf dem Markt eher einen schweren Stand hat, schlug Katrin Stoll, Neumeisters Tochter und heutige Chefin des Münchner Versteigerers, die Objekte im Minutentakt zu. Im durchgängig voll besetzten Saal lieferten sich die Käufer oft heiße Bietgefechte, die in schönen Ergebnissen häufig über den Erwartungen mündeten. Schon der Auftakt bei den 84 Positionen der ausgewählten „Highlights“ war furios. Keines der Keramik- und Fayencestücke blieb liegen, Wertsteigerungen waren die Regel. Höhepunkt beim braunen salzglasierten und mit bunter Emailfarbe staffierten Steinzeug war ein Creußener Apostelkrug mit zentralem Wappen von 1662, der von 3.800 Euro auf 12.000 Euro schoss. ...mehr

Das Wiener Auktionshaus im Kinsky beginnt das neue Jahr mit Kunst des 20. Jahrhunderts und hat dazu zahlreiche Werke aus Österreich versammelt

Schmelzende Museen


Albin Egger-Lienz, Schnitter, um 1920/22

Einen Überblick über die österreichische Kunst seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert erhält, wer den Katalog zu kommenden Auktion im Kinsky in die Hand nimmt. Dort sind gut 570 meist malerische und zeichnerische Positionen von rund 260 Kunstschaffenden gelistet. Viele sind Arbeiten auf Papier zu moderaten Preisen im dreistelligen und vierstelligen Euro-Bereich. Selten schwingen sich die Schätzungen in den Sechsstelligkeit auf, etwa bei Albin Egger-Lienz’ markantem Motiv des „Schnitters“ aus den frühen 1920er Jahren. Der kraftvoll ausformulierte, auf das Wesentliche konzentrierte Bauer, der mit seiner Sense im dichten Kornfeld steht und seiner archaischen Tätigkeit nachgeht, will 120.000 bis 200.000 Euro sehen. Noch etwas höher rangieren die fünf überlängten Gestalten, die Werner Berg als „Kegler“ ohne konkreten Anlass auf einer Wiese am Sommerabend in Untersicht, daher monumental und statuarisch aufgereiht sowie in violetten, blauen und grünen Tönen koloriert hat. Die 1979 ebenfalls in ihrer existenziellen Situation erfassten Menschen sollen 150.000 bis 250.000 Euro einspielen. ...mehr

Eine Wiederentdeckung ließ im Wiener Auktionshaus Hassfurther die Sammlerherzen höher schlagen. Danach hielt sich der Zuspruch bei der modernen Kunst aber oft in Grenzen

Die Gedanken der Herrscher und der Künstler


Egon Schiele, Segelboot und kleines Fischerboot im Hafen von Triest

Ein neu entdecktes Gemälde Egon Schieles ist schon eine kleine Sensation. Ein solches durfte Wolfdietrich Hassfurther in seiner letzten Auktion vorstellen. Auf der frühen Ölstudie hielt der spätere Expressionist um 1907 noch in romantisch verträumter Stimmung ein Segel- und ein Fischerboot im Hafen von Triest mit ihren Spiegelungen im Wasser fest und ritzte die zackigen Wellenlinien mit seinem Pinselstil in die noch frische Farbe. Die räumliche Situation hatte Schiele klar umrissen. Hinter den Booten im Canal Grande öffnet sich die im orangeroten Licht der Mittagssonne liegende Piazza del Ponte Rosso; den Blick begrenzen die beiden Kirche Sant’Antonio Taumaturgo im klassizistischen Stil und ihr serbisch-orthodoxes Pendant zur Dreifaltigkeit und dem heiligen Spyridon. Das kleine Bild, das weder signiert noch datiert ist, hat Hassfurther im Wiener Privatbesitz aufgetan und sich bezüglich der Authentifizierung der Expertise des Wiener Kunsthistorikers Fritz Koreny versichert. Das war nicht zu seinem Nachteil und zum Nachteil der Einlieferer. Denn aus den angesetzten 50.000 bis 100.000 Euro wurden schließlich 430.000 Euro. ...mehr

Hat der Brexit dem Auktionshaus Christie’s einen Strich durch die Rechnung gemacht? Das Ergebnis für die Kunst seit 1950 ist jedenfalls auf ein Zehn-Jahres-Tief gesunken. Junge Künstler liegen nach wie vor im Trend

The biggest star in the world is Muhammad Ali


Das sagte Andy Warhol. Nun war er der Star und wichtigste Umsatzträger bei Christie’s in London. Mit dreizehn Arbeiten stellte Warhol auch die meisten Positionen in der Auktion „Post-War and Contemporary Art“ und gab sie alle ab, an erster Stelle seine berühmte Adaption von „Muhammad Ali“. Angriffswillig mit erhobenen Fäusten, aber auch ein wenig unsicher – gegenüber der Fotovorlage hat Warhol die aggressiv und verzerrt gespielten Gesichtszüge abgemildert – taucht der schwarze Kämpfer aus dem Farbschatten auf und fokussiert intensiv den Betrachter. Der ließ sich von der Boxerlegende auch nicht lange bitten. Für taxgerechte 4,2 Millionen Pfund nahm er die quadratische, gut einen Meter breite Leinwand mit. ...mehr

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News vom 23.11.2020

Markus Weggenmann in Appenzell

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Gmoser-Preis für Rosa Hausleithner

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Kunsthaus Dresden und Ostrale in Robotron-Kantine

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