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Am 28.01.2021 Auktion 73: Alte und Moderne Kunst. Illustrierte Bücher. Autographen

© Galerie Auktionshaus Hassfurther

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Nautiluspokal / Franz von  Stuck

Nautiluspokal / Franz von Stuck
© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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Frontales Bildnis I.B. 1988 / Max Uhlig

Frontales Bildnis I.B. 1988 / Max Uhlig
© Döbele Kunst Mannheim


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Holzvogel 1990 / Doris Ziegler

Holzvogel 1990 / Doris Ziegler
© Döbele Kunst Mannheim


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Farbradierung \

Farbradierung '5', 1953 / Hans Hartung
© Kunsthandel Michael Draheim - Wiesbaden


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Sauwetter am Stachus mit Nornenbrunnen im winterlichen München / Otto Pippel

Sauwetter am Stachus mit Nornenbrunnen im winterlichen München / Otto Pippel
© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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Ohne Titel, 2015 / Heinz Mack

Ohne Titel, 2015 / Heinz Mack
© Galerie Neher - Essen


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AktuellAktuell:Auktionen

Nicht nur Stammkünstler Ernst Ludwig Kirchner warf bei Ketterer in München satte Gewinne ab, auch andere Maler gingen bei der Kunst des 20. Jahrhunderts durch die Decke

Millionen für „Unser Haus“


Ernst Ludwig Kirchner, Unser Haus, 1918/22

Ein Millionenwert zum Doppelten der Schätzung, eine losbezogene Zuschlagsquote von mehr als neunzig Prozent und mehrere internationale Rekordpreise gehören zu den hervorragenden Ergebnissen, die das Münchner Auktionshaus Ketterer auf seinem letzten „Evening Sale“ moderner und zeitgenössischer Kunst erzielen konnte. Rund 18 Millionen Euro einschließlich der Aufgelder erzielten die 72 versteigerten Werke in der per Livestream übertragenen Veranstaltung mit kleinem Saalpublikum und einer Reihe von Mitarbeitern an den gut frequentierten Telefonen. Insgesamt spülten die Versteigerungen von Kunst des 19. bis 21. Jahrhunderts im zweiten Halbjahr 2020 rund 27 Millionen Euro in die Kassen des Hauses und damit knapp die Hälfte des Jahresgesamtumsatzes von 60 Millionen Euro. Kein anderes deutsches Auktionshaus kann nach eigener Aussage eine höhere Summe vorweisen. ...mehr

22.01.2021

Nach der fulminanten Auktion der Sammlung Bischoff hielten sich die Kunden von Lempertz bei der Kunst aus dem 20. und 21. Jahrhundert etwas zurück. Es gab überraschende Höhen, aber auch Tiefen

Weia! Waga! Woge, du Welle


Emil Nolde, Tosendes Meer, um 1930/35

Es ist wenig wiegender Wasserschlag von Wellen wahrzunehmen, wenn man Emil Noldes Aquarell „Tosendes Meer“ aus den 1930er Jahren betrachtet. Hier gibt es große, gischtgekrönte Brecher, die die Oberfläche einer aufgewühlten See bilden. Vor dem glutroten Horizont tobt in Dunkelblau, Türkis und Weiß die unendliche Wasserwüste. Aber wenn Richard Wagner das sanfte Schwappen des Rheins mit „Woge, du Welle“ bezeichnet, so passt dieses Bild gut zu der Auktion moderner bis zeitgenössischer Kunst bei Lempertz, wo Noldes farbenprächtiges Blatt versteigert wurde. Es gab bedeutende Höhen, manches trudelte ruhig ins Ziel und einige Objekte bekannter Namen gingen mit Mann und Maus unter. Das „Tosende Meer“ gehört zu den Spitzenstücken der Versteigerung. Denn bereits auf 100.000 bis 130.000 Euro taxiert, sorgten stürmische Bieter dafür, dass der Hammer erst bei 220.000 Euro fiel. Das Aquarell „Dampfer auf einem Fluss“, das Nolde zwanzig Jahre früher mit sporadischem zurückhaltendem Farbauftrag anlegte, fand kein Gefallen und dampfte bei 25.000 bis 30.000 Euro wieder zurück nach Hause. Hingegen glänzte Noldes drittes Aquarell „Tulpen und Amaryllis“, ein kleiner, immer blühender Blumenstrauß aus Gelb, Weiß und Rot, und verdoppelte seinen Preis auf 180.000 Euro. ...mehr

20.01.2021

Bei der Auktion von Jugendstilobjekten und angewandter Kunst des 20. Jahrhunderts im Dorotheum gab es wenig zu meckern: Die Klassiker liefen, und auch abseits gab es ein paar Überraschungen

Kecke Erotik


Bruno Zach, The Riding Crop (Frau mit Reitgerte)

Etwas frech, burschikos und breitbeinig steht sie auf ihrem runden Sockel. Eine Reitgerte hinter ihrem Rücken versteckt, präsentiert sie neckisch und ohne Scham ihre Brüste und wartet gelassen auf entrüstete Reaktionen. Sie hatte mit ihrer Provokation Erfolg, denn Bruno Zachs 79 Zentimeter hohe Bronzestatue einer jungen Frau mit lockigem Bubikopf reizte die Bietenden im Dorotheum zu beeindruckenden 14.000 Euro, womit sich der untere Schätzwert verdoppelte. Für den, der auch gern so eine Begleitung hätte, gibt es eine gute Nachricht. Ihre kleine Schwester, gut 28 Zentimeter hoch und mit einem Oberteil aus Elfenbein, ist für 4.600 bis 6.000 Euro noch zu haben. Somit gehört diese Statuette zu dem Drittel der Objekte, die im vergangenen Dezember bei der Auktion „Jugendstil und angewandte Kunst des 20. Jahrhunderts“ in Wien nicht über den Ladentisch gingen. ...mehr

17.01.2021

Geldsegen für die Kunst des 19. Jahrhunderts: Mit der Münchner Schule, Impressionisten und einigen Bronzefiguren fuhr Ketterer sein bestes Jahresergebnis ein

Reizend und beschaulich


Pierre-Auguste Renoir, Portrait de femme, um 1885

Das Ideal der schönen Pariserin – Pierre-Auguste Renoir schuf es unter anderem mit seiner Pastellstudie einer jungen Dame in modischer schwarzer Garderobe, die durch hellblauen Blumenschmuck und ein ebensolches Tüllband unter dem Kinn farblich akzentuiert ist. Das rundliche, von krausem Haar gerahmte Antlitz der sympathischen Französin entlockte einem kalifornischen Sammler 197.000 Euro und setzte sich damit, wie erhofft, bei Ketterer in München an die Spitze der Objekte des 19. Jahrhunderts. Ein für Renoir charakteristisches Spätwerk aus der Serie der Rosenstilleben um 1915 in pastos aufgetragenen, hellen Rot-, Gelb- und Blautönen kehrte dann für 135.000 Euro nach Frankreich zurück. Die beiden Arbeiten konnten ihren unteren Schätzpreis in etwa verdoppeln und zählen zu sechs Losen, die Zuschläge im sechsstelligen Bereich erzielten. ...mehr

14.01.2021

In der Fotografieauktion bei Grisebach in Berlin waren einige Bilder besonders begehrt

Leuchtende Herbststimmung


Unbekannter Fotograf, Herbststimmung, um 1900/10

Wie in einem impressionistischen Gemälde zieht sich ein von Bäumen gesäumter Weg in die Tiefe des Bildes. Drei vereinzelte Figuren, von hinten zu sehen, ziehen diesen entlang in Richtung des Lichts, das hinter den schattigen Bäumen aufscheint. Laub, wie mit Pinseltupfen gemalt, säumt den Pfad. Einzelne Lichtreflexe durch die karg werdenden Pflanzen wirken pointillistisch inspiriert. Dennoch handelt es sich um eine monochrome Fotografie, bei der ein mehrfacher Bromölumdruck auf Aquarellpapier diesen Effekt erzeugt. In der Entstehungszeit um 1900/10 handelt es sich damit um ein überzeugendes Beispiel des Piktorialismus, der die Fotografie vom Vorwurf der reinen Dokumentation befreien und zur freien Kunst erheben wollte. Eine Besonderheit ist die Größe des Blattes, das immerhin 91,5 Zentimeter in der Höhe und einen halben Meter in der Breite misst. Diese Alleinstellungsmerkmale und Qualitäten erkannten die Interessenten bei Grisebach – trotz der fehlenden Künstlerzuordnung. Die geschätzten 20.000 bis 30.000 Euro überboten sie schnell: Das einzigartige Vintage mit dem Titel „Herbststimmung“ wechselte letztlich für hohe 40.000 Euro von einer rheinischen Sammlung in die USA. ...mehr

13.01.2021

Karl & Faber in München stemmen sich mit moderner und zeitgenössischer Kunst erfolgreich gegen die Corona-Folgen. Geholfen hat ihnen dabei auch eine Privatsammlung aus Baden-Württemberg

Trotz Corona das beste Jahr


Wassily Kandinsky, Communiqué, 1936

Wenn eine Auktion in Deutschland mit einer Zuschlagsquote von über 90 Prozent endet, dann war meistens eine geschlossene Privatsammlung das Objekt der Begierde. So zuletzt auch bei Karl & Faber: Unter dem Titel „Tendenzen der Abstraktion“ und mit der runden Auktionsnummer 300 hatte das Münchner Kunstunternehmen Anfang Dezember etwas über siebzig zum Teil hochkarätige Werke aus Ulmer Privatbesitz im Angebot, von denen nur sechs keinen Abnehmer fanden. Allerdings scheint die Devise von vornherein „Unbedingt verkaufen“ gewesen zu sein, wie einige deutliche Untergebote nahelegen. So schaffte Wassily Kandinskys abstrakt verspieltes Tuscheaquarell „Communiqué“ von 1936 statt der anvisierten 200.000 bis 300.000 Euro nur 150.000 Euro, und die gleiche Schätzung verfehlte mit 160.000 Euro auch die zarte minimalistische Ölmalerei „The Estuary from the Drive“ des chinesischstämmigen Briten Richard Lin aus dem Jahr 1971. Mit 60.000 Euro mindestens ein Viertel unterhalb der Taxe blieb Kurt Schwitters’ collagierte Merzzeichnung 465 namens „Abendschönheit“ von 1922. ...mehr

12.01.2021

Die Versteigerung für moderne Kunst von Bassenge kam mit einer hohen Verkaufsquote gut beim Publikum an – jedoch nicht immer zu den gewünschten Preisen. Die Werke des Symbolisten und Lebensreformers Fidus waren dagegen ausgesprochen gefragt

Gestutzter Schwan


Paul Klee, Landschafts scizze anlässlich einer Bestellung des Compagnie-Chefs, 1917

Ob die Sonne nun auf- oder untergeht – in jedem Fall steht sie tief am Horizont und sendet ihre Strahlen über die mit Nadelbäumen bestandenen Hügel. Lässt man den Entstehungskontext der Skizze, die Paul Klee 1917 als Schreiber während seines Kriegsdienstes bei der Fliegerschule V im bayerischen Gersthofen mit Feder und Pinsel anfertigte, außer Acht, so scheint das Blatt die Stimmung eines klaren, sonnigen Tages zu vermitteln. Genauso strahlend lief die Auktion für moderne Kunst bei Bassenge an, in der über Dreiviertel der gut 360 Lose einen Abnehmer fanden. Das Berliner Haus lag mit vielen Einschätzungen richtig, die Bieter waren jedoch manchmal nicht so spendabel, wie erhofft. Zum Teil stiegen die Preise nicht bis an ihr Soll heran, wie auch die Sonne an einem schönen Wintertag tiefer am Horizont steht. ...mehr

08.01.2021

Bei der aufgeschobenen Dezemberauktion im Kinsky fielen die Hochkaräter der Alten Meister durch. Bei Bildern des 19. Jahrhunderts und den Antiquitäten lief es besser, aber auch hier verirrten sich einige Glanzstücke im Unterholz

Im Märchenwald


Karl Mediz, Der Birkenwald, 1894

Ein Gewirr von weißen Stämmen, hell erleuchtet, sodass das Gras des aufgeräumten Waldbodens einen wunderbaren Fleckerlteppich ergibt. Kurz gesagt, eine Idylle von einem Birkenwald, in den der Maler Karl Mediz noch ein Faunenpaar integrierte. Sie, ein sitzender Rückenakt, scheint über die tadellosen Rinden der Birken zu philosophieren, während er mit gespanntem Bogen in die sich kreuzenden Kronen der Bäume zielt. Sein Pfeil muss sich in diesem Gestrüpp verirren und eine unvorhergesehene Flugbahn einschlagen. Ähnlich verschlungene Wege gingen auch die Gebote der Kunden bei der Dezemberauktion im Kinsky, denn nur selten wurden hohe Taxen bestätigt, und nur wenige Ausreißer fanden den Weg aus dem Dickicht in den Glanz der Wertsteigerungen: Beim zwischen 25.000 und 50.000 Euro geschätzten, symbolistischen Mediz-Gemälde von 1894 stockte das Handheben bereits bei 21.000 Euro, und die Nachverhandlungen sollen den Verkauf noch richten. ...mehr

05.01.2021

Im November feierte das Dorotheum mit der Contemporary Week auch die Kunst seit 1945. Das herausragende Angebot an internationalen und österreichischen Arbeiten zahlte sich für den Wiener Versteigerer aus

Christus mit neuen Raumkonzepten


Lucio Fontana, Deposizione di Cristo, 1954/56

Wie schon in früheren Auktionen des Wiener Dorotheums zählten auch dieses Mal bei der Kunst aus der Nachkriegszeit bis zur Gegenwart Arbeiten von Lucio Fontana zu den Höhepunkten. „Deposizione di Cristo“, eine virtuos ausgeformte und glasierte Keramikinterpretation der Kreuzabnahme von 1954/56, holte sich mit einem Gebot von taxkonformen 210.000 Euro zum Auftakt die Bronzemedaille, während Fontanas leuchtend blaues „Concetto Spaziale, Attesa“ wie erhofft das Siegertreppchen stürmte und einen Sammler zu 450.000 Euro verführte. Angedacht waren für die 1967/68 einmal mit einem vertikalen Schnitt aufgeschlitzte Leinwand 400.000 bis 600.000 Euro. Den zweiten Platz sicherte sich das begehrte Covermotiv des Katalogs von Jannis Kounellis. Der Vertreter der Arte Povera gestaltete seine riesigen Rauminstallationen aus einfachen alltäglichen Materialien; bei seinem Spitzenlos von 1989 waren es eine Eisenplatte, Kohlestücke, Bleiummantelungen und eine breite schwarze Farbbahn. Die 280.000 Euro für die Lumpen-Findelkinder entsprachen ebenfalls den Erwartungen. ...mehr

04.01.2021

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