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Stilleben mit Äpfeln in weißer Schale mit blauem Glas, 1925 / Otto  Modersohn

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Ohne Titel, 2012 / Heinz Mack

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AktuellAktuell:Messen

Vorletzte Woche stand Paris im Zeichen der bildenden Kunst: Die gut besuchte FIAC im Grand Palais strahlte auf die gesamte Stadt aus. Ein internationales Publikum tummelte sich auf der Messe, der Satellitenmesse Paris Internationale, in den Museen und in den Galerien der Seine-Metropole

Sogar Käse kann hier Kunst sein


Plakat der FIAC 2018 in der Metro

Als am vergangenen Sonntagabend die Türen zum Grand Palais unweit der Place de la Concorde in Paris schlossen, konnten die 195 Galeristen aus 27 Ländern, die zur 45. Ausgabe der FIAC – Foire Internationale d’Art Contemporain an die Seine gereist waren, erst einmal tief durchatmen. Nach einer anstrengenden, intensiven und dynamischen Messewoche fiel die Bilanz bei den meisten Teilnehmern überaus positiv aus. In fünf Tagen waren 72.500 internationale Besucher auf die FIAC gekommen. Die Veranstalter listen 66 Länder auf, aus denen die Sammler, Kuratoren, Museumsleute, Journalisten und Messe-Flaneure in diesem Herbst in die pulsierende Kunstmetropole Paris gereist waren. Florian Lüdde von der Galerie Chert Lüdde aus Berlin kommentierte: „Es kamen sehr viele internationale Kuratoren und Vertreter von Institutionen an unseren Stand. Darunter waren auch einige Direktoren der vielen FRACs, der Fonds régionaux d’art contemporain, in Frankreich, von denen ja viele bekanntlich einen guten Ankaufsetat haben.“ ...mehr

29.10.2018

Drei Messen in München: Die Highlights, die Kunst & Antiquitäten München und die Paper Positions bringen viel Glanz in die bayerische Kunstmetropole. Aber sie sind nicht nur Konkurrenten, sie sind auch Seelenverwandte – in ihrer Begeisterung für außergewöhnliche Kunst von der Gotik bis zur Gegenwart auf jeden Fall

Ein Fest für die Kunst


Otto Mueller, Russisches Mädchenpaar, 1919

Wenn sich in diesem Jahr die Highlights – Internationale Kunstmesse München als ein „Fest für die Kunst“ anpreist, hat sie nicht ganz Unrecht. Hochkarätig, elegant und auf musealem Niveau kann die Verkaufsschau, die am Dienstag mit einem Besucheransturm eröffnet wurde, auch in ihrer neunten Ausgabe Sammler in Hochstimmung versetzen. Zu den Top-Exponaten, die für den hohen Anspruch dieser Messe sprechen, zählt bei der Galerie Ludorff das für den Expressionisten Otto Mueller so typische, fließend modellierte Doppelporträt „Russisches Mädchenpaar“ von 1919. Ein Hauptwerk Muellers, das sowohl von seiner poetisch-spröden Bildsprache als auch von der Sehnsucht des Malers nach einem unverstellten Leben geprägt ist. Mit seinem Preis von 4,65 Millionen Euro ist es das teuerste Kunstwerk der Messe. Im Bereich der Alten Kunst fasziniert der aus Monte Carlo angereiste Neuaussteller Dario Ghio mit einer exquisiten Auswahl an barocken Elfenbeinkunstwerken. Sein Glanzstück ist das bewegte und dramatisch komponierte, mit „He Bauer, Ruremund sculp.“ signierte Relief „Flucht des Aeneas aus dem brennenden Troja“ aus dem frühen 18. Jahrhundert. Sein Preis: 130.000 Euro. ...mehr

18.10.2018

Die Viennacontemporary und die Art Berlin sind sich diesmal zeitlich in die Quere gekommen. Doch die Terminkollision ließ sich für die Aussteller mit Gemeinschaftsständen lösen

Ein weißer Fleck auf der Kunstlandkarte


auf der Viennacontemporary 2018

Erwachsen geworden ist die Wiener Kunstmesse, und ihre Direktorin Christina Steinbrecher-Pfandt kann sie guten Gewissens in andere Hände übergeben. Aus der einstmals etwas müden Regionalmesse Viennafair ist unter ihrer Leitung und dem etwas sperrigen Namen Viennacontemporary inzwischen eine konzentrierte Leistungsschau der österreichischen Kunstszene mit dem international einmaligen Fokus auf Ost- und Südosteuropa geworden. Mit knapp 120 Galerien aus 27 Ländern und gut 30.000 Besuchern hat sie sich auch diesmal in der Marx Halle im dritten Wiener Stadtbezirk erfolgreich als Boutique-Messe positioniert. Steinbrecher-Pfandt, die seit 2012 die Aufbauarbeit geleistet hat und nun zu ihrem Mann und ihren beiden Kinder nach San Francisco ziehen will, hinterlässt ihrer Nachfolge somit ein gut bestelltes Feld. Als Beraterin steht sie der Viennacontemporary weiterhin zur Verfügung und will im nächsten Jahr mit Kunstsammlern aus Kalifornien nach Wien kommen. ...mehr

Die zwölfte Ausgabe der Kunstmesse Art-O-Rama und andere Ausstellungshighlights laden zur Zeit zum Besuch der Kunstmetropole Marseille und ihrer Umgebung ein

Ja, das Meer ist blau, so blau


Olivier Mossets Installation auf der Dachterrasse der Cité Radieuse

Auf der Autobahn, die vom Flughafen Marseille Provence hinein ins Zentrum der Stadt führt, reihten sich am vergangenen Wochenende die Autos zu einem endlos langen Stau. Es sind die Tage des „Rentrée“, des Wiedereintritts der Weggefahrenen in die Stadt, das Ende der Sommersaison am Mittelmeer, das Ende der Urlaubszeit. Zum Auftakt der Herbstsaison geht es besonders turbulent in Marseille zu. Die Stadt ist nicht nur voll mit ausländischen Touristen und französischen Heimkehrern, die wieder zu arbeiten anfangen. Die Kunstmesse Art-O-Rama markiert zudem den Höhepunkt des Kunstjahres in der alten Mittelmeerstadt. Die gesamte französische Kunstszene trifft sich hier, dazu internationale Sammler, Kuratoren, Galeristen und Journalisten, um an der Côte d’Azur neue Entdeckungen zu machen. ...mehr

Die Bamberger Kunst- und Antiquitätenwochen finden heuer schon zum 23. Mal statt. Und wieder gibt es erlesene Objekte aus sechs Jahrhunderten im Welterbe unter dem Domberg

Antiquitäten sind das einzige Feld, auf dem das Gestern noch Zukunft hat


John und William Cary, Erd- und Himmelsglobus, London 1816/28

Dieses Bonmot des ehemaligen britischen Premierministers Harold Wilson beherzigen die Bamberger Kunsthändler. Keine deutsche Stadt dieser Größe ist so dicht mit Antiquitätengeschäften bestückt wie die Oberfrankenmetropole. Dass sich zur sommerlichen Festspielzeit hier nicht alles um Richard Wagner und seine Musik dreht, dafür sorgen die „Bamberger Antiquitätenwochen“. Schon zum 23. Mal laden die Kunsthändler Interessenten dazu ein, eine Auswahl feiner Kunst- und Kunsthandwerksobjekte zu erkunden – und gerne auch zu kaufen. Dabei setzen sie auf die Festspielgäste aus dem nahen Bayreuth. Und das Konzept geht auf, so die einhellige Meinung der Händler, auch wenn die extreme Hitze der letzten Tage den Ansturm zwischenzeitlich etwas verlangsamt hat. ...mehr

Die 23. Ausgabe der wichtigsten Basler Satellitenmesse „Liste“ war die letzte unter der bewährten Direktion des Messegründers Peter Bläuer. Das Erfolgskonzept der „Liste“ sollte aber auch in den kommenden Jahren aufgehen – davon profitieren entdeckungsfreudige Besucher und Sammler

Abschied und Aufbruch


Liste 2018 in Basel

Eine Ära geht zu Ende. Auf dem abendlichen Empfang der Entdeckermesse „Liste“ in Basel wurde der Messegründer und langjährige Direktor Peter Bläuer mit Standing Ovation verabschiedet. 1996 hatte er die „Liste“ als erste Satellitenmesse im Dunstkreis der übermächtigen Art Basel gegründet, als Reaktion junger aufstrebender Galerien, für die die Teilnahme an der etablierten, weltweit wichtigsten Kunstverkaufsschau damals noch unerreichbar war. Ein paar Gehminuten entfernt vom schicken Messegelände etablierte Peter Bläuer zusammen mit einigen Mitstreitern die unkonventionelle „Liste“ im Werkraum Warteck pp, einem labyrinthartigen ehemaligen Brauereigebäude mit industriellem Charme, in dem schon lange kein Bier mehr gebraut wurde. Kreative Basler aber, von den Betreibern einer Druckwerkstatt über diverse Gastronomen bis zu den Inhabern eines Tanzstudios, haben hier ihre Heimat gefunden. Einmal im Jahr während der Art Basel Woche bespielen dann junge internationale Galerien die verschachtelten Räume. ...mehr

Die Basler Premiere der auf Arbeiten mit Papier spezialisierten Satellitenmesse „Paper Positions“ scheint geglückt. Zahlreiche Besucher kamen letzte Woche in den zentral gelegenen Ackermannshof

Blatt für Blatt


auf der Paper Positions Basel 2018

Die internationalen Kunstprofis waren in der vergangenen Woche schwer beschäftigt. Während der Art Basel hetzten Sammler aus New York, Hongkong oder Paris von einer Vernissage zur nächsten Preview, vom intimen Tête-à-tête in der Collectors Lounge zum gesetzten Dinner im überlaufenen Kunsthallengarten. Viel Zeit, um mal kurz durchzuatmen, blieb da eigentlich nicht. Eine gute Gelegenheit zum zwischenzeitlichen Innehalten bot jedoch die Entdeckermesse „Paper Positions Basel“, eine in diesem Jahr zum ersten Mal veranstaltete Nebenmesse, spezialisiert auf Arbeiten mit und auf Papier. Im historischen Ackermannshof, einer ehemaligen Druckereihalle mit industriellem Charme in der zentral gelegenen St. Johanns-Vorstadt, präsentierten sich 26 Galerien aus der ganzen Welt mit Arbeiten vom 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart. ...mehr

Die 49. Art Basel will nicht nur Umschlagplatz von millionenteuren Kunstwerken sondern auch Austragungsort von notwendigen Debatten sein

Courage statt Scheuklappen


Candice Breitz, TLDR, 2017

Von ganz oben hat man immer den besten Überblick. Das wissen nicht nur Jäger, die gerne vom Hochsitz aus ihre Beute ins Visier nehmen. In der auf spektakuläre Großprojekte spezialisierten Sektion „Unlimited“ der 49. Ausgabe der Art Basel, die immer noch als die weltweit wichtigste Kunstmesse gilt, hat der französische Künstler Daniel Buren eine weitläufige Gerüstplattform aufgebaut. Sie ermöglicht es dem Besucher, die 72 auf rund 17.000 Quadratmetern präsentierten Monumentalwerke der Unlimited zunächst einmal aus luftiger Höhe zu betrachten, ehe er sich diese im Detail anschaut. Holzpaneele mit grün-weißem Streifenmuster weisen die Konstruktion als typisches Werk des 1938 geborenen Konzeptkünstlers aus. Das Dickicht des Unlimited-Angebots kommt 2018 jedoch etwas mutloser daher als noch in den Vorjahren. Vintage dominiert vor Cutting Edge. ...mehr

Die Spezialmesse „Paper Positions“ punktete jetzt in Berlin mit einer besonderen Location

Raritäten im Papierformat


auf der Paper Positions Berlin 2018

Parallel zum Berliner Gallery Weekend öffnete am vergangenen Donnerstag die auf Arbeiten auf Papier spezialisierte kleine, feine Kunstmesse „Paper Positions“ ihre Tore. Hervorgegangen aus einer kuratierten Ausstellung mit Papierarbeiten im Jahr 2016 im Bikini-Haus in Berlin-Charlottenburg, hat sich die „Paper Positions“ mittlerweile zum Geheimtipp für Sammler von Arbeiten auf und mit Papier entwickelt. „Papier ist ein Medium, mit dem sich jeder Künstler auseinandersetzt“, betont der Berliner Galerist Kristian Jarmuschek, der Initiator und Geschäftsführer von „Paper Positions“. „Viele künstlerische Ideen werden zunächst auf Papier sichtbar.“ ...mehr

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