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Am 14.09.2019 Auktion 14. September 2019

© Auktionshaus Stahl

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Kym IV, 1999 / K. O. (Karl Otto) Götz

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© Galerie Neher - Essen


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Im Park von Schloss Mainberg bei Schweinfurt, 1874  / Hans Thoma

Im Park von Schloss Mainberg bei Schweinfurt, 1874 / Hans Thoma
© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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Marktberichte

Im Dorotheum hielt sich das Publikum bei den teuren Alten Meistern eher zurück, griff dafür an anderen Stellen umso beherzter zu. Beim preisgünstigeren zweiten Teil der Versteigerung hielt dieser Trend an

Sprunghafter Adel


Bildnis von Erzherzog Ernst von Österreich, Habsburger Hofmaler, spätes 16. Jahrhundert

In der Karriere des Habsburgers Ernst von Österreich lagen wichtige Aufgaben und Verhängnisse oft dicht beieinander. Als jüngerer Bruder Kaiser Rudolfs II. sollte er dessen Nachfolge bestreiten und galt als einer der wenigen engen Vertrauten des Regenten. Trotzdem trat er das höchste Amt nie an, ...mehr

21.08.2019

Resultate: Jugendstil und angewandte Kunst des frühen 20. Jahrhunderts im Dorotheum

Unikat überzeugt


Josef Hoffmann, Brosche, vor 1912

Filigrane florale Formen, unterbrochen von Perlmutteinsätzen, die zentrale Blüte von einem Mondstein-Cabochon hinterfangen, gebändigt durch einen quadratischen Rahmen: So zeigt sich die Komposition einer Goldbrosche Josef Hoffmanns und erinnert dabei an ein Triptychon, das vor allem durch den Kontrast des streng grafischen Rahmenwerkes mit den verspielten vegetabilen Elementen lebendig wirkt. Das Einzelstück von 1912 mit originaler Lederschatulle der Wiener Werkstätte war bis vor kurzem noch im Schmuckmuseum Pforzheim ausgestellt, bevor es im Wiener Dorotheum nun mit 75.000 Euro den höchsten Zuschlag der Auktion „Jugendstil und angewandte Kunst des 20. Jahrhunderts“ erhielt und damit den unteren Schätzpreis um 15.000 Euro überflügelte. ...mehr

17.08.2019

Bassenges Auktion der Moderne in Berlin erzielte solide Ergebnisse, obwohl das Publikum gerade auf Höherpreisiges nur zögerlich einging und genau auswählte

Der Lesende, der es selbst in die Literatur schaffte


Ernst Barlach, Lesender Klosterschüler, 1930

Einen 1930 aus Eichenholz gestalteten „Lesenden Klosterschüler“ Ernst Barlachs, der heute in der Gertrudenkapelle in Güstrow steht, nutzte Alfred Andersch 1957 als Reflexionsfläche für die Protagonisten in seinem Roman „Sansibar oder der letzte Grund“. Fasziniert von der Skulptur versuchen die Fünf, diese vor dem NS-Regime zu retten, und überführen sie als Sinnbild für den freien Geist in einem Fischkutter nach Schweden. Im Angesicht des Klosterschülers sinniert im Buch der junge intellektuelle Kommunist Gregor: „Was tat er eigentlich? Er las ganz einfach. Er las aufmerksam. Er las genau. Er las sogar in höchster Konzentration. Aber er las kritisch. Er sah aus, als wisse er in jedem Moment, was er da lese. Seine Arme hingen herab, aber sie schienen bereit, jeden Augenblick einen Finger auf den Text zu führen, der zeigen würde: das ist nicht wahr. Das glaube ich nicht.“ Was Andersch seinen Gregor denken lässt, beschreibt auch Barlachs später entstandene Bronzeausführung des „Lesenden Klosterschülers“. Wie die Romanfigur folgte das Publikum bei Bassenge in Berlin den sinnlichen Qualitäten der Arbeit und bot für den posthumen Guss nach 1938 schnell über die geschätzten 15.000 Euro hinaus. Ein norddeutscher Sammler konnte sich das Stück erst für 24.000 Euro sichern. ...mehr

17.08.2019

Rückblick: Gemälde des 19. Jahrhunderts bei Sotheby’s in London mit einigen Rekorden

Finnische Ausdrucksstärke und polnische Raser


Akseli Gallén-Kallela, Blick über einen See bei Sonnenuntergang, um 1905

Finnische Künstler dürften nicht zu den bekanntesten in Westeuropa gehören. Umso erfreulicher ist der Umstand, dass bei Sotheby’s der nationalromantische Maler Akseli Gallén-Kallela zum Star der Auktion „19th Century European Paintings“ avancierte. Hierfür trat der 1865 geborene Künstler mit dem frühmodernen, etwas symbolistisch überhöhten Blick über einen See an. Ausdrucksstarke gewinnt seine regenbogenfarbene Landschaft durch die kräftigen Gelb-, Rot- und Magentatöne der untergehenden Sonne, die von einem grünen Wald im unteren Bereich und durch blaue Abendwolken am Himmel gerahmt werden. Das schöne Farbspiel spiegelt sich nochmals im Wasser. Es ist wenig verwunderlich, dass diese expressive Stimmung von etwa 1905 die Anwesenden verzauberte: Ein Gefecht der Gebote brach aus, schraubte den Preis von 100.000 Pfund auf mehr als das Fünffache hoch und errang mit 580.000 Pfund den neuen Auktionsrekord für Akseli Gallén-Kallela. ...mehr

17.08.2019

Bei der Auktion der klassischen Moderne im Kinsky schoss sich das Publikum auf einzelne Künstler ein, verlor die anderen Offerten aber nicht aus dem Blick. Die Zeitgenossen blieben bis zu einem Rekord ganz am Schluss spannend. Nur die Rubrik „Jugendstil & Design“ verlief etwas schleppender

Von der geschmackvollen Aussteuer in die Restitution


Gustav Klimt, Damenbrustbild von vorne, 1897/98

Der Sanatoriumsbesitzer Anton Löw vermachte seiner Tochter Gertrud 1903 als Aussteuer zu ihrer Hochzeit mit dem Unternehmer Johann Arthur Eisler von Terramare ein Porträt und sechs frühe Zeichnung Gustav Klimts. Das auf Ästhetik bedachte junge Paar integrierte diese in ihre geschmackvolle Wohnungseinrichtung, für die Koloman Moser verantwortlich war und die es sogar in die Zeitschrift „Dekorative Kunst“ brachte. Nach dem frühen Tod eines Kindes folgte die Scheidung des Paares, und Gertrud nahm die Werke mit zu ihrem zweiten Ehemann Elemér Felsöványi. Doch auch diese Verbindung war vom Unglück überschattet, da beide wegen ihrer jüdischen Abstammung nach dem Anschluss Österreichs durch das NS-Regime emigrieren und ihre Habe zurücklassen mussten. Über nicht genau nachweisbare Stationen gelangte die Kunstsammlung Felsöványi dann an Gustav Ucicky, einen unehelichen Sohn Gustav Klimts und frühen Propaganda-Regisseur für die Nazis. Nach seinem Tod im Jahr 1961 ging der Kunstbesitz an seine Ehefrau Ursula über, die 2013 die Klimt Foundation gründete und die Werke auf ihre bewegte Geschichte hin prüfen ließ. So kamen die beiden Zeichnungen „Damenbrustbild von vorne“ sowie „Frauenkopf im Profil nach rechts“ von 1897/98 als Restitution an die Erben Löw-Felsöványi zurück. ...mehr

17.08.2019

Die Basler Entdeckermesse „Liste“ behauptet sich auch unter ihrer neuen Direktorin Joanna Kamm als wichtiges Sprungbrett für die Art Basel

Neues Team, konstante Qualität


Liste 2019

Wer in der vergangenen Woche die wichtigste Nebenmesse der Art Basel besuchte, fühlte sich wieder zuhause. Die schwarz-weiße Flagge der „Liste“ wehte wie immer über dem Turm der ehemaligen Warteck-Brauerei. Im Eingangsbereich herrschte die gleiche wuselige Betriebsamkeit wie all die Jahre zuvor. Sammler, Kuratoren, Künstler, ...mehr

Die 50. Art Basel lockt mit einem fulminanten Angebot moderner und zeitgenössischer Kunst Sammler aus aller Welt in die Schweiz. Die kuratierte Sektion Unlimited legt aber auch mutig den Finger in die offenen Wunden unserer Zeit

Kunst zwischen laut und leise


Sislej Xhafa, ovoid solitude, 2019

Größer könnte der Kontrast kaum sein. Im dichten Messetrubel der Unlimited Halle auf der Art Basel stehen die Besucher Schlange für ein Erlebnis der unheimlichen Art. Der saudi-arabische Künstler Abdulnasser Gharem, Jahrgang 1973, vertreten durch die Kölner Galerie Nagel Draxler, hat im Eingangsbereich eine begehbare Gummizelle aufgebaut, wie man sie in psychiatrischen Kliniken und Gefängnissen findet. Die gelbe Plastikmarkise am Eingang der Arbeit dürfte den meisten Messebesuchern noch aus der TV-Berichterstattung über die Ermordung des Journalisten Jamal Khashoggi im saudi-arabischen Konsulat in Istanbul bekannt sein. Die Besucher treten einzeln oder zu zweit ein und dürfen nur 40 Sekunden an diesem beklemmenden Ort verweilen. Auf einem Sektionstisch aus Edelstahl finden sie große Stempel mit Politikeraussagen und Literaturzitaten, in denen es um Macht und Gewalt geht. Die Besucher sind aufgefordert, sich einen davon auszusuchen und mit blutroter Stempelfarbe einen Abdruck auf den weißen Gummiwänden zu hinterlassen, die sich nach und nach rot einfärben. Ein Schelm, der Böses dabei denkt. ...mehr

Die 37. Ausgabe der Art Brussels kommt einmal mehr als international gut aufgestellte Entdeckermesse daher

Alles, nur nicht langweilig


250 bis 300 Kunstmessen und messeähnliche Veranstaltungen gibt es mittlerweile weltweit. Allein in diesen Tagen findet in Monaco die Art Montecarlo statt, und in Berlin nehmen 45 Galerien am nunmehr 15. Gallery Weekend teil. Nächste Woche beginnen dann die Frieze New York, die Art New York und die TEFAF New York. Anne Vierstraete, die Direktorin der Art Brussels, lässt sich von derlei Konkurrenz nicht beeindrucken: „Wettbewerb ist etwas Positives, denn er spornt einen dazu an, selbst sein Bestes zu geben.“ ...mehr

Reduktion als Konzept: Die 53. Ausgabe der Art Cologne kam in diesem Jahr komprimierter daher und beschränkte sich auf nur noch zwei Ausstellungshallen. Die Kölner Messe punktete zwar bei den Besuchern, dennoch fehlt es der Art Cologne vergleichsweise an Internationalität

Kunstwerke als Trophäen


Fußboden von Christoph Ruckhäberle bei der Galerie Kleindienst aus Leipzig

Weniger soll mehr sein. Ob die neue Strategie des Direktors der Art Cologne, Daniel Hug, die älteste Kunstmesse der Welt zu verschlanken und die reduzierte Zahl der Aussteller auf zwei statt bisher drei Hallen zu verteilen, aufging, können vielleicht die Besucherzahlen zeigen. 57.000 Besucher kamen in diesem Jahr auf die am 14. April beendete 53. Ausgabe der Art Cologne. Das ist immerhin ein Plus von 3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Viele Händler und Fachbesucher lobten die neue Übersichtlichkeit. Andere sehnten sich jedoch nach dem überbordenden Angebot der Vorjahre zurück. Unter den teilnehmenden Galerien – 176 Aussteller aus 24 Ländern waren in diesem Jahr an den Rhein gereist – fehlte zum Beispiel mit der Galerie Konrad Fischer aus Düsseldorf einer der wichtigsten Platzhirsche aus dem Rheinland. ...mehr

Die neue Ausgabe der Art Cologne hat eröffnet. Ein erster Überblick über die klassischen Positionen

Vom Solitär in die Reihe


Am Stand der Galerie von Vertes

Ein halbes Jahrhundert ist eine lange Zeitspanne, die an keiner Institution spurlos vorübergeht, erst recht nicht am Kunstmessegeschehen. Die wird heuer fühlbar deutlich, wo ganz Deutschland das Bauhaus-Jubiläum und andere Ehrentage mehr vermarktet als feiert und gerade jetzt vor Ostern eine Reihe von Pressekonferenzen, Eröffnungen und Events stattfinden. Sie lassen die Art Cologne als nur eine Veranstaltung unter immens vielen erscheinen. Vielleicht hat Messedirektor Daniel Hug daher gut daran getan, die Ausstellerzahl bei der 53. Ausgabe der stattlichen Kölner Kunstmesse zu reduzieren, die Kräfte zu bündeln, eine Ausstellungsetage zu schließen und eine Größe wie zuletzt 1987 anzustreben, um dem Publikum nicht zuviel zuzumuten. Den Parcours durch die Galerienkojen kann es nun leichter und schneller bewältigen, um noch weitere Termine wahrzunehmen. ...mehr







News von heute

Zarte Männer in Neu-Ulm

Zarte Männer in Neu-Ulm

Wiener Kunstpreise für Sabine Bitter, Helmut Weber und Next Enterprise Architects

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Auktionshaus Stahl: Auktion 14. September 2019
https://www.auktionshaus-stahl.de/bericht.php





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