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Brandung bei Knokke, 1895 / Max Schlichting

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ohne Titel / Günther Uecker

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Blick aus dem Künstler-Atelier in Berlin. Kurfürstenstraße, 1927 / Ernst Oppler

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Ohne Titel - Chromatische Konstellation, 2015 / Heinz Mack

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Jan Baegert (Meister von Cappenberg), Krönung Mariens

Jan Baegert (Meister von Cappenberg), Krönung Mariens

Öl auf Holz (parkettiert). 90 x 60 cm.

Weitere Details:


Die vermutlich an den Rändern leicht beschnittene Tafel zeigt eine vielfigurige Darstellung der Krönung Mariens in einer ungewöhnlichen Ikonographie. Die bisher der Forschung unbekannte Tafel darf der Werkstatt des Weseler Malers Jan Baegert zugeschrieben werden und wird zwischen 1510 und 1520 entstanden sein. Links sechs und rechts neun Engel halten im Himmel, der durch ein Blau angedeutet ist, ein breites grünes Brokattuch, das die gesamte Szene hinterfängt. Darunter schweben in der Mitte eine Gruppe von drei Engeln und rechts und links davon weitere Engel, ein Himmelschor, der die Krönung der Muttergottes im Himmel festlich begleitet. Darunter stellt der Maler das zentrale Thema des Gemäldes dar, die Krönung Mariens, unmittelbar nach ihrer Ankunft im Himmel nach der Himmelfahrt. Erneut halten zwei Engel ein Brokattuch, nun ein braunes, das als Folie für die Darstellung fungiert. Sehr ungewöhnlich ist die Ikonographie der Hl. Dreifaltigkeit in der Gestalt von drei gleichaltrigen Männern, gekleidet in roten Chormänteln, ohne die übliche Tiaren. Über Maria, in einem langen dunkelblauen Gewand gehüllt, thront Gottvater, der Zepter und Himmelsglobus an die beiden Engel hinter ihm übergeben hat, sodass diese nun das schwere Tuch mit nur einer Hand halten müssen. Mit beiden Händen hält Gottvater die Krone, mit der er Maria zur Himmelskönigin krönen wird. Rechts sitzt Jesus, der, wie die beiden anderen über einer weißen Albe und Dalmatika aus braunem Brokat einen roten Chormantel trägt, der sich allerdings durch kostbare gestickte Borten und ein Pektorale von den beiden anderen unterscheidet. Vor der Gruppe der Hl. Dreifaltigkeit kniet die Muttergottes, gekleidet in einem blauen Mantel über einem blauen Kleid, das sich faltenreich auf dem Boden ausbreitet. Ihr freihängendes goldbraunes Haar wird an der Stirn durch ein mit Perlen geschmücktes Haarband zusammengehalten und fällt dann in Strähnen frei über ihre Schulter; die Hände sind im Gebet gefaltet. Im unteren Bereich des Bildes ist das braune Brokattuch in voller Breite sichtbar. Auch hier noch begleiten zwei Engel die himmlische Szene. Die stilistischen Merkmale des Gemäldes verweisen auf die Werkstatt des Weseler Malers Jan Baegert. Geboren um 1465 und ausgebildet im Atelier seiner Vaters Derick, leitet er zwischen etwa 1492 und 1530 eine produktive Werkstatt in der Stadt Wesel. Er war ein hoch geschätzter Maler, der seine Aufträge aus dem Westfälischen aber ebenso von den Kirchen am Niederrhein erhielt. Seine Werke befinden sich in Münster, Liesborn, Cappenberg und am Niederrhein in Xanten und Kalkar. Früher bekannt unter dem Notnamen Meister von Cappenberg, benannt nach einem Triptychon in der Klosterkirche von Cappenberg, wurde er um 1950 als Jan Baegert identifiziert. Zwei weitere Marienkrönungen aus seiner Werkstatt sind bekannt: zum einen die Marienkrönung aus dem Zyklus mit je acht Szenen aus dem Marienleben und aus der Passion Christi im Stadtmuseum Münster, zum anderen von den Flügeln des ehemaligen Hochaltares in Liesborn, heute National Gallery London. Beide folgen einem anderen ikonographischen Schema: die Szene findet nicht frei im Himmel sondern in einem Innenraum statt und die Dreifaltigkeit besteht aus zwei männliche Personen und der Taube des Hl. Geistes. Charakteristisch für den Stil Jan Baegerts sind seine Vorliebe für kostbare Brokatstoffe, die sehr linear ausgearbeiteten Haare und eine freie Farbgebung. Die typisch ovale Gesichtsform der Engel wiederholt sich immer wieder. Das Gemälde dürfte in der reifen Schaffensphase des Malers entstanden sein, zwischen 1510 und 1515. In seinen späteren Arbeiten treten, vor allem in der Architektur, erste Formen der Frührenaissance auf. Wir danken Dr. Guido de Werd für diesen Katalogbeitrag. Provenienz Princesse Jeanne de Mérode, née d’Arenberg. - Comtesse Henriette de Mérode. - Comtesse Colette de Hemricourt de Grunne. - Seitdem in Familienbesitz. Literaturhinweise Zum Künstler siehe G. Tschira van Oyen: Jan Baegert. Der Meister von Cappenberg. Ein Beitrag zur Malerei am Niederrhein zwischen Spätgotik und Renaissance, Baden-Baden 1972. - Ausst.-Kat.: Jan Baegert. Der Meister von Cappenberg, Dortmund 1972 (Ausstellung im Museum für Kunst und Kulturgeschichte der Stadt Dortmund, Schloß Cappenberg). - Janneke Bauermeister: Jan Baegert. Die Heilige Sippe. Museum für Kunst und Kulturgeschichte Dortmund, Berlin 2008 (Kulturstiftung der Länder, Patrimonia 336).

Taxe: 70.000 - 90.000 

Losnummer: 1506



Weitere Inhalte:

Kunstsparte:


Malerei

Stilrichtung:


Gotik

Bericht:


Frei nach Leonardo

Kunsttechnik/Material:


Öl auf Holz

Veranstaltung vom:


20.11.2021, Auktion 1185: Gemälde, Zeichnungen, Skulpturen 14.-19.Jh.




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