Bugatti Der zur berühmten italienischen Familie der Autobauer und Bronzekünstler gehörende Möbelentwerfer, Inneneinrichter, Maler und Kunstgewerbler Carlo Bugatti wurde 1856 in Mailand geboren, studierte ab der Mitte der 1870er Jahre Architektur an der Akademie Brera in Mailand sowie an der Ecole des Beaux-Arts in Paris.
Ende der 70er Jahre eröffnete er eine Werkstatt in Mailand; seine ersten nachweisbaren Möbel waren die Schlafzimmereinrichtung für seine Schwester Luigia zur Hochzeit mit dem Maler Giovanni Segantini im Dezember 1880. Seine unverkennbaren Möbel im ägyptisierenden und orientalisierenden Stil, mit japanisierenden Dekorelementen durchzogen, wurden zum ersten Mal auf der Mailänder Kunstindustrie- Ausstellung 1888 gezeigt.
Im selben Jahr wurde ihm ein Ehrenpreis bei der Italian Exhibition in London zuerkannt, 1893 standen seine Möbel im 'Türkischen Salon' des Waldorf Hotels in New York. Um 1895/6 wurden seine Möbel in Berlin von der Firma Ernst Kopp & Cie. erfolgreich vertrieben.
Bugattis exotische, kunsthandwerklich höchst anspruchsvolle Arbeiten wurden vom Publikum und der Kritik bei der Pariser Weltausstellung 1900 sowie bei der Ersten Internationalen Ausstellung für moderne dekorative Kunst in Turin 1902 gefeiert. Er siedelte 1904 nach Paris über, wo er Silbergefäße und Bronzegeräte für den Galeristen und Bronzegiesser A. A. Hébrard entwarf. 1910 liess sich Bugatti in Pierrefond als Bildnis- und Landschaftsmaler nieder. Er starb 1940. |