Dresden stellt Hann Trier aus Der Künstler Hann Trier (1915-1999) gehört zur Gruppe der deutschen Maler, welche den Expressionismus mit abstrakten Mitteln fortzuführen versuchten. Der Schüler der Düsseldorfer Kunstakademie von 1934 bis 1938 schuf nach eigenen Studien in europäischen Museen und in der freien Natur in den Nachkriegsjahren zunächst gegenständliche und kubistische Werke. 1953 entstanden die ersten "Tanzbilder", die Trier mit beiden Händen und zwei Pinseln gleichzeitig malte. Fortan arbeitete er in der gestischen Malweise des Informel, das die Farbe im spontanen Malakt ohne vorheriges Konzept auf die Leinwand brachte. Seit 1957 hatte er eine Professur an der Berliner Hochschule für Bildende Kunst inne und nahm 1959 mit Arbeiten an der Documenta 2 teil.
In drei Teile ist diese erste Ausstellung von Werken Triers in der Dresdener Galerie Neuer Meister gegliedert. Klassische Bilder aus den Jahren von 1958 bis 1964, darunter Hauptwerke wie die "Indizienkette" von 1963 und "Primavera" von 1964 füllen einen Raum. Ein weiterer Abschnitt besteht aus Gemälden zum Thema "Commedia dell’arte" von 1987 bis 1989. Die Arbeiten in einem dritten Raum sind direkt auf kunsthistorische Zusammenhänge bezogen. Auch in der Oberlichtgalerie sind Werke Triers zu sehen, die mit Beständen aus der Galerie wie Karl Otto Götz, Ernst Wilhelm Nay und Wols in Verbindung gebracht werden. Auch das großformatige Triptychon "Sequenz nach Jean-Etienne Liotard La tasse au chocolat" von 1991, das sich auf das "Schokoladenmädchen" von Liotard bezieht, ist ausgestellt.
Die Ausstellung "Hann Trier. Zwischen Alten und Neuen Meistern" ist bis zum 11. Juni zu besichtigen. Geöffnet ist täglich außer donnerstags von 10 bis 18 Uhr.
Staatliche Kunstsammlungen Dresden - Galerie Neue Meister
Albertinum
Georg-Treu-Platz 2
D-01067 Dresden
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