Bildhauer in Goethes Umkreis Obwohl Johann Wolfgang Goethe in vielen Abhandlungen als Zeitzeuge, Sammler, Kritiker und Kunsttheoretiker, ja als die zentrale Figur der deutschen Klassik gilt, fanden bisher die Bildhauer im direkten Umfeld des Dichterfürsten wenig Beachtung. Ab morgen beschäftigt sich nun erstmals die Ausstellung „Antlitz des Schönen – Klassizistische Bildhauerkunst im Umkreis Goethes“ im Thüringer Landesmuseum Heidecksburg mit dem plastischen Schaffen einheimischer Künstler. Ausgehend von dem eigenen reichen Bestand an Plastik des späten 18. und frühen 19. Jahrhunderts in der Rudolstädter Sammlung und im Zusammenarbeit mit den Weimarer Kunstsammlungen stellt die Schau das Schaffen von Friedrich Wilhelm Doell, Martin Gottlieb Klauer, Franz Kotta, Carl Friedrich Doell, Ludwig Klauer, Jakob Rathgeber und Friedemann Hunold in ihr Zentrum, die auch am Hof des kunstsinnigen Fürsten Ludwig Friedrich II. von Schwarzburg-Rudolstadt gearbeitet haben. Gezeigt werden ihre Erzeugnisse für die Porzellanmanufakturen in Volkstedt, Veilsdorf und Gotha, ihre Porträtbüsten, die Arbeiten für öffentliche Denkmäler und Skulpturen und die freien künstlerischen Werke.
Die Ausstellung geht vom 14. Juni bis zum 31. August und ist Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Zur Ausstellung erscheint ein gleichnamiger Katalog mit 336 Seiten und 170 Abbildungen für 38 Euro.
Thüringer Landesmuseum Heidecksburg
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