Frauen zwischen Bar und Boudoir  |  | Paul Kleinschmidt, Drei Bardamen, 1933 | |
Dralle, lebensfrohe Frauen in der Garderobe, bei der Toilette, beim Schnüren des Mieders oder beim Stiefelanziehen, dazu Zirkus-, Theater- und Barszenen, lustvoll und üppig ergänzt mit erlesenen Speisen, das sind die Themen, die Paul Kleinschmidt für seine Kunst ausgewählt hat. Von Samstag an ist das Schaffen des 1883 im pommerschen Bublitz geborenen Malers im Würzburger Kulturspeicher zu sehen. Daneben schuf Kleinschmidt auch Landschaften und Porträts. Allen gemeinsam ist das freundliche, beinahe pastellene Leuchten der Farben. Als Maler der Großstadt verzichtet er in den 1920er Jahren – anders als seine Zeitgenossen George Grosz, Max Beckmann oder Otto Dix – auf sozialkritische Töne. Vielmehr schildert er mit Freude und Respekt, zum Teil überbordend die sinnliche Weiblichkeit. Die Schau, die Gemälde, Aquarelle und Gouachen weitgehend aus dem Nachlass Kleinschmidts versammelt, gibt einen Einblick in alle Schaffensphasen des 1949 in Bensheim verstorbenen Einzelgängers.
Die Ausstellung „Paul Kleinschmidt (1883-1949) – Zwischen Bar und Boudoir“ läuft vom 14. Februar bis zum 21. März. Geöffnet ist täglich außer montags von 10 bis 18 Uhr. Der Eintritt beträgt 3 Euro, ermäßigt 1,50 Euro. Der Katalog mit 128 Seiten und 83 Farbabbildungen kostet im Museum 18 Euro.
Museum im Kulturspeicher
Veitshöchheimer Straße 5
D-97080 Würzburg
Telefon: +49 (0)931 – 32 22 50
Telefax: +49 (0)931 – 32 22 518 |