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Malereidiskurs in Salzburg

Anhand der eigenen Sammlung untersucht das Museum der Moderne in Salzburg derzeit, wie sich Künstler des 20. Jahrhunderts mit Umsetzung von Bildmitteln, Materialität und dem verschiedenen Einsatz von Medien beschäftigen. Für sie stand nicht die reine Erzählung, das Festhalten von Inhalten im Vordergrund. Mit und in ihren Darstellungen überprüften sie auch die Möglichkeiten einer adäquaten Umsetzung im kunst-medialen Bereich. Das Medium der Kunst ist seit Beginn des 20. Jahrhunderts nicht nur auf Leinwand und Ölfarbe, auf Bleistift und Wasserfarben beschränkt, sondern eröffnet zahlreiche materiespezifische Bereiche von der Relieftechnik bis zum Integrieren von kunstfremden Materialien, von der Collage bis zum Video. So lösen sich in Gustav Klimts oder Richard Gerstls Gemälden landschaftliche Abbildern in reine Farbflecken, -muster, -strukturen auf und folgen einem abstrahierenden wie auch medial-kritischen Impetus.

Herbert Boeckl war einer der ersten Maler, der vom Expressionismus des frühen 20. Jahrhunderts herkommend, das Glatte einer lasierenden Ölmalerei, wie sie bisher üblich war, zu überwinden begann. Die Oberflächen seiner Bilder sind roh, aufgerissen, schrundig und vielfach dicht überarbeitet. Die Mitteilung seiner Bildinhalte beschränkt sich nicht mehr auf das „Lesen des Dargestellten“, sondern erfordert eine Einbeziehung der reliefartigen, expressiven Malfläche in den Gesamteindruck. Künstler wie Martin Rasp oder Tone Fink thematisieren in ihren Material-Untersuchungen fast ausschließlich die dingliche Qualität ihrer Kunst-Mittel und deren direkte Objektsprache. Günther Selichar und Georgia Creimer führen diesen Diskurs im Bereich der Fotografie und der neuen Medien fort, indem die Frage der Bildentstehung unmittelbar an die mediale Qualität der künstlerischen Entstehungsprozesse geknüpft ist.

Die Ausstellung „Das Medium der Kunst. Malerei im Diskurs“ ist bis zum 19. Februar 2006 parallel zur Schau „vom bild//zum bild. metamorphose“ zu besichtigen. Das Rupertinum hat täglich außer montags von 10 bis 18 Uhr, mittwochs zusätzlich bis 21 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 6 Euro, ermäßigt 4 Euro.

Museum der Moderne Salzburg – Rupertinum
Wiener-Philharmoniker-Gasse 9
A-5010 Salzburg

Telefon: +43 (0)662 – 84 22 200
Telefax: +43 (0)662 – 84 22 20 700

Quelle: Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching

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22.10.2005, Das Medium der Kunst. Malerei im Diskurs

Bericht:


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