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Egmont-Schaefer-Preis für Barbara Camilla Tucholski

Gestern Abend hat Barbara Camilla Tucholski den Egmont-Schaefer-Preis für Zeichnung 2016 erhalten und in der Galerie Parterre Berlin ihre Preisträgerausstellung eröffnet. Die 1947 in Loitz an der Peene geborene, heute in Övelgönne, Wien und Rom lebende Künstlerin wird für ein Schaffen ausgezeichnet, das seit Jahrzehnten der zeichnerischen Linie verpflichtet sei. „Gewürdigt wird ein Werk, das reale Orte in künstlerische Räume verwandelt, in dem Naturreflexion, Spontaneität und Reduktion ohne Illusionismus in einem überzeugenden und ausgewogenen Verhältnis stehen“, heißt es in der Jurybegründung weiter.



Barbara Camilla Tucholski studierte von 1970 bis 1976 an der Düsseldorfer Kunstakademie und anschließend bis 1981 Kunstgeschichte, Philosophie und Germanistik an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn. In ihren Arbeiten behandelt sie elementare Dinge des menschlichen Lebens. Das können Alltagsgegenstände, Interieurs, Häuser, Straßenszenen oder Landschaften sein, die sie mit sparsamen Strichen konturbetont auf dem Papier festhält und mit stiller emotionaler Kraft verdichtet. Seit 1988 hatte sie zahlreiche Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen, darunter im Drawing Center New York, der Albertina in Wien, der Galerie Sfeir-Semler in Beirut und Hamburg, der Galerie Werner Klein in Köln, der Casa di Goethe in Rom, dem Morat-Institut für Kunst und Kunstwissenschaft in Freiburg, im Goethe Nationalmuseum in Weimar und dem Museum Kunst Palast in Düsseldorf. Außerdem unterrichtete Tucholski an der Pädagogischen Hochschule Kiel und an der dortigen Christian-Albrechts-Universität. 2002/03 erhielt sie das DaimlerChrysler-Stipendium der Casa di Goethe.

Der Egmont-Schaefer-Preis für Zeichnung wird seit 1998 alle zwei Jahre vom Verein Berliner Kabinett e.V. vergeben und erinnert an den 1908 geborenen Künstler Egmont Schaefer, der mit seinem zeichnerischen Schaffen aus dem Berliner Stadt- und Alltagsleben hervortrat und zwischen 1965 und 1980 die Galerie im Turm in Berlin-Friedrichshain betreute. Die Auszeichnung ist mit 1.000 Euro, einer Ausstellung in der Galerie Parterre und einer Publikation dotiert. Sie ging bisher an Frank Diersch, Peter Graf, Andreas Bindl, Jürgen Köhler, Sati Zech, German Stegmaier, Heinz Handschick, Doris Leue und Hans Scheib. Neben Arbeiten von Barbara Camilla Tucholski sind in der aktuellen Schau auch Werke der übrigen Preisträger zu sehen.


04.05.2016

Quelle: Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching

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Bruno Paul, Stuhl T 596, 1908 – Hector Guimard, Stuhl, um 1900

Bruno Paul, Stuhl T 596, 1908 – Hector Guimard, Stuhl, um 1900

Deutschland gegen Frankreich in Berliner Bröhan-Museum

Das Bröhan-Museum thematisiert seit dem Wochenende in einer umfassenden Ausstellung die angewandte Kunst in Deutschland und Frankreich zwischen 1900 und 1930. Seit dem Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71 standen sich die beiden Nationen verfeindet gegenüber. Sie beäugten sich mit Argwohn und entwickelten ein wechselseitiges Abhängigkeitsverhältnis, das zwischen Ablehnung und Faszination schwankte. Die Schau „Deutschland gegen Frankreich. Der Kampf um den Stil 1900-1930“ stellt anhand von etwa 300 Exponaten – Möbel, Grafik, Metall-, Glas- und Keramikobjekte – das Ringen um die moderne Gestaltung in beiden Ländern dar, die auch mit der Frage verbunden war, was die richtigen Wohn- und Lebenskonzepte sind. Die Kuratoren Tobias Hoffmann, Anna Grosskopf und Fabian Reifferscheidt präsentieren dazu etwa ein Möbelensemble von Louis Majorelle aus Nancy und stellen ihm eine Raumgestaltung von August Endell aus dem Nordsee-Sanatorium auf der Insel Föhr gegenüber. Möbel von Ferdinand Kramer und Franz Schuster für das Neue Frankfurt oder Stahlrohrmöbel von Marcel Breuer und Ludwig Mies van der Rohe finden ihren Counterpart in Entwürfen von Le Corbusier und Jean Prouvé. Auch René Lalique, Hans Christiansen, Willi Baumeister, Paul Iribe, Rudolf Belling oder Alphonse Mucha mischen in der Ausstellung mit.



Den Auftakt der neuen Ideen am Ende des 19. Jahrhunderts machte Frankreich, war Geburtsstätte des Jugendstil mit dem aufblühenden Zentrum Nancy und sonnte sich im Glanz dieser modernen Gestaltung. Doch schon zog Deutschland nach. In der Darmstädter Künstlerkolonie Mathildenhöhe begann man, den Jugendstil sakral aufzuladen und erklärte ihn kurzerhand zum Monument deutscher Kunst. In Berlin und München passten Gestalter wie Peter Behrens und Richard Riemerschmid den Jugendstil an die industrielle Produktion an und versachlichten die Entwürfe. Natürlich registrierte man in Frankreich diese neuen Entwicklungen, reagierte selbst mit einer Erneuerung des eigenen Stils und erfand ab 1910 das Art Déco. In einer monumentalen Präsentation in Paris stellte Frankreich 1925 seine neue Kunstrichtung vor und musste doch kurz darauf feststellen, dass Deutschland mit dem Funktionalismus des Bauhauses und des Neuen Frankfurts auch schon wieder einen eigenen neuen Stil entwickelt hatte. Als der Deutsche Werkbund seine Ideen 1930 in Paris auf einer großen Schau unterbreiten durfte, verhalf dies auch einem neuen französischen Design zum Durchbruch. Unter Leitung von Le Corbusier wurde die Union des Artistes modernes gegründet, die nun die funktionalistische Moderne mit der Eleganz des Art Déco verschmolz.

Die Ausstellung „Deutschland gegen Frankreich. Der Kampf um den Stil 1900-1930“ ist bis zum 11. September zu sehen. Das Bröhan-Museum hat dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 8 Euro, ermäßigt 5 Euro.

Bröhan-Museum
Schloßstraße 1a
D-14059 Berlin

Telefon: +49 (0)30 – 326 906 22
Telefax: +49 (0)30 – 326 906 26


04.05.2016

Quelle: Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching

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Bernd Ribbeck, Ohne Titel, 2007

Bernd Ribbeck, Ohne Titel, 2007

Bernd Ribbeck in Ludwigshafen

Das Wilhelm-Hack-Museum in Ludwigshafen widmet dem Berliner Maler Bernd Ribbeck als erste größere Institution eine umfassende Präsentation seines malerischen Schaffens. Dafür hat Museumsdirektor René Zechlin über 85 Werke aus privaten und öffentlichen Sammlungen ausgewählt, präsentiert sie in einer eigens mit Raphael Danke entworfenen Ausstellungsarchitektur und gibt mit ihnen einen Überblick über das bisherige Œuvre des 1974 in Köln geborenen Künstlers. Ribbeck, der zwischen 1995 und 2003 an den Kunstakademien in Berlin, München und Düsseldorf studiert hat, gestaltet geometrische Abstraktionen in der Tradition des frühen 20. Jahrhunderts, neben Acrylfarbe verwendet er dafür jedoch auch alltägliches Malmaterial wie Buntstifte, Kugelschreiber oder Pigmentmarker.



Seine Kompositionen fügt er aus Kreisen, Rauten, Dreiecken oder Ovalen zusammen, die gleichzeitig Ruhe und Bewegung in sich tragen. Das gelingt Ribbeck durch gegensätzliche, aber sich auch ergänzende Elemente. So arbeitet er mit Spiegelachsen, nutzt farbliche Komplementärkontraste und unterteilt Formen gerne in zwei Hälften. Damit erzeugt er Anklänge ans Kosmische, setzt sich wie in der Moderne mit der Vorstellung des Geistigen und dessen Verhältnis zur Materie auseinander. Die Tiefe und Aura seiner Gemälde gelingen Bernd Ribbeck durch einen intensiven Malprozess der Farbauftragung und -abreibung, der vielschichtige, sich überlagernde Flächen und geometrischen Linien hervorbringt. So reflektiert er ästhetische Strategien der Moderne in seinen kleinformatigen, aber verdichteten Bildern, die darin einen spannungsvollen Bogen zur Geschichte der Abstraktion in der Sammlung des Wilhelm-Hack-Museums schlagen.

Die Ausstellung „Bernd Ribbeck“ ist bis zum 26. Juni zu sehen. Das Wilhelm-Hack-Museum hat täglich außer montags von 11 bis 18 Uhr, donnerstags zusätzlich bis 20 Uhr und am Wochenende bereits ab 10 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 7 Euro, ermäßigt 5 Euro. Zur Ausstellung erscheint im Juni ein Katalog im Distanz Verlag.

Wilhelm-Hack-Museum
Berliner Straße 23
D-67059 Ludwigshafen am Rhein

Telefon: +49 (0)621 – 504 30 45
Telefax: +49 (0)621 – 504 37 80


04.05.2016

Quelle: Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching

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