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Am 19.09.2016 Jugendstil und angewandte Kunst des 20. Jahrhunderts - 190916

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Orientalische Tänzerin, 1912 / Walter Schnackenberg

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Naufus Ramírez-Figueroa

Naufus Ramírez-Figueroa erhält Mies van der Rohe-Stipendium 2017 der Stadt Krefeld

Naufus Ramírez-Figueroa erhält Mies van der Rohe-Stipendium

Die Stadt Krefeld ehrt den Mittelamerikaner Naufus Ramírez-Figueroa mit dem 16. Mies van der Rohe-Stipendium 2017. Der 1978 in Guatemala-Stadt geborene und dort lebende Künstler konnte sich gegen seine fünf Kollegen Flaka Haliti, Tamar Harpaz, Meriç Algün Ringborg, Prem Sahib und Charles Stankievech durchsetzen und erhält nun 5.000 Euro. Neben Performance-Kunst umfasst sein Œuvre auch Grafiken, Skulpturen, Gemälde, Fotografien und Installationen. Ab Februar 2017 widmet das Museum Haus Lange in Krefeld Naufus Ramírez-Figueroa eine von Dorothee Mosters kuratierte Ausstellung, die dem Preisträger internationale Aufmerksamkeit verschaffen soll.



Naufus Ramírez-Figueroa, der etwa in französischen und kanadischen Galerien wie auch in der Tate Modern in London vertreten war, bestach die internationale Jury durch seine körperliche und persönliche Auseinandersetzung mit Themen wie Architektur, Kultur und Geschichte. Dabei bezieht er sich auf populäre Praktiken der südamerikanischen Folklore und setzt sich mit Merkmalen einer universellen Hochkultur auseinander. Ein wiederkehrendes Motiv in seinen Arbeiten ist der von 1960 bis 1996 andauernde Bürgerkrieg in seiner Heimat. Ramírez-Figueroa, der 2006 den Bachelor of Media Arts an der Emily Carr University in Vancouver erhielt und zwei Jahre später seine Ausbildung mit dem Master of Fine Arts an der School of the Art Institute of Chicago abschloss, gelinge es, auf einzigartige und farbgewaltige Weise Kunst und Alltag miteinander zu verbinden, so die Jury.

In ihrer Begründung heißt es weiter: „In seinen Projekten nutzt er eine breite formelle Sprache, die sich in einer Vielfalt seiner künstlerischen Produktion von Skulptur über Zeichnung und Fotografie bis hin zu Performance ausdrückt. Dabei formuliert er eine ihm ganz eigene zeitliche Narration, die Fragen nach Identität, Körper und Raum stellt. Identität, Körper und Raum sowie die außereuropäische Perspektive, die Naufus Ramírez-Figueroa als guatemaltekischer Künstler einnimmt, sind zentrale Aspekte, die neue Möglichkeiten in der Auseinandersetzung mit der Architektur und Geschichte der Krefelder Villen von Mies van der Rohe versprechen.“ Naufus Ramírez-Figueroa ist zudem aktueller Stipendiat des Deutschen Akademischen Austauschdienstes in Berlin.

Das Mies van der Rohe-Stipendium wird alle zwei Jahre von der Stadt Krefeld verliehen. Seit 1979 unterstützt es junge aufstrebende Künstler, die für einige Zeit in der Atelierwohnung von Haus Esters leben. Dort entsteht ein künstlerisches Projekt für den Ort. Dabei setzen sie sich mit der Fabrikantenvilla Ludwig Mies van der Rohes und ihrer Geschichte auseinander. Drei auswertigen Experten schlagen je zwei Künstler vor. Daraufhin nominiert eine separate Jury unter den Kandidaten den Träger des Mies-Stipendiums.

Das diesjährige Vorschlagsgremium bestand aus Jessica Morgan, Direktorin der New Yorker Dia Art Foundation, Laurence Sillars, Kurator des Baltic Center for Contemporary Art im englischen Gateshead, und Nicolaus Schafhausen, Direktor der Kunsthalle Wien. Die Jury bestand aus Katia Baudin, designierten Leiterin der Kunstmuseen Krefeld, und der stellvertretenden Leiterin Sylvia Martin, Bart de Baere, Direktor des Antwerpener Museum van Hedendaagse Kunst, Helen Hirsch, Direktorin des Kunstmuseums in Thun, sowie Holger Otten, Kurator des Ludwig Forums in Aachen. Ehemalige Mies-Stipendiaten sind Nicola de Maria, Norbert Prangenberg, Hubert Kiecol, Zvi Goldstein, Günther Förg, Jean-Marc Bustamante, Juan Muñoz, Miroslaw Balka, Annette Lemieux, Christine und Irene Hohenbüchler, Stan Douglas, Dominique Gonzalez-Foerster, Koenraad Dedobbeleer, Latifa Echakhch und Rossella Biscotti.


30.06.2016

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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Himmelsglobus, Nürnberg, um 1700

Himmelsglobus, Nürnberg, um 1700

Zu Leibniz’ Ehren: Historische Modelle in Nürnberg

Zu Ehren des 300. Todestages von Gottfried Wilhelm Leibniz widmet sich das Germanische Nationalmuseum in Nürnberg dem für den Gelehrten wichtigen Thema der Modelle. Die Studioausstellung „Historische Modelle – Kunstwerke, Medien, Visionen“ illustriert die Vielfalt des Sujets anhand von etwa 50 Exponaten aus dem eigenen, teilweise noch nie gezeigtem Bestand vom 15. bis zum 21. Jahrhundert: Zu sehen sind Schiffs- und Architekturmodelle, Entwürfe für Wandmalereien, Gemälde, Skulpturen oder Inneneinrichtungen und Kinderspielzeug, das als Vorbild für das Erwachsenenleben diente. Hinzu kommt das abstraktere Verständnis des Modells als Wunschbild, das etwa eine fixe Idee oder Utopie verdeutlicht. Leibniz begriff das Modell als effizientes Mittel der analytischen Veranschaulichung, des spielerischen Lernens – als Förderung der „Leichtigkeit des Denkens“. Die Schau ist in die sieben Bereiche „Das Modell als Repräsentant“, Das Modell als Entwurf“, „Das Modell als Vorbild“, „Das Modell als Demonstrant“, „Das Modell als Pionier“, „Das Modell als Vision“ und „Das Modell als Kunstwerk“ gegliedert.



Gottfried Wilhelm Leibniz strebte in seinem Akademie-Projekt ein „Theater der Natur und Kunst“ an. Das Ziel war die Veranschaulichung der gegenständlichen Welt mit Hilfe von Kunstwerken, Naturobjekten, Instrumenten, Raritäten und Modellen. Dies sollte auch die Basis für die Erforschung des Diesseits legen. Als Modelle verstand der Aufklärer etwa Globen, Automaten, Windmaschinen und künstliche Apparate aller Art, also technisch-mechanische Objekte, und mustergültige Kleinarchitekturen. Beispiele wären etwa der Globus von Martin Behaim um 1492/94, das älteste erhaltene Objekt seiner Art, ein Himmelsglobus aus der Zeit um 1700, der in Bildern die Sternkonstellationen festhält, und das Wundnahtmuster aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts, das angehenden Chirurgen Vorbilder bietet, diverse Schnittstellen zu nähen.

Neben Entwürfen für Deckenmalereien, etwa in der um 1733 datierten Zeichnung von Christoph Thomas Scheffler für „Die Anbetung der Hirten“ in der Wallfahrtskirche St. Leonhard in Unterliezheim, finden sich künstlerische Äußerungen auch in Form des „Schlüsselfelder Schiffs“. Die Goldschmiedearbeit aus der Zeit um 1500 ist ein Tafelaufsatz, der in akribischen Details einen Dreimaster formt und eine Brücke zwischen Modell und Kunstwerk darstellt. Den Einsatz im Unterricht demonstriert die Miniaturnachbildung eines Bergwerkes aus dem 19. Jahrhundert. Für das Visionäre stehen ein Foto des Architekten Peter Birkenholz und seines futuristischen Kugelhauses oder sein Kollege Johann Klöckner, der sich mit seinem aus einheitlichen Modulen bestehendem Modell aus den 1960er Jahren für die Normierung von Bauelementen einsetzt.

Die Ausstellung „Historische Modelle – Kunstwerke, Medien, Visionen“ läuft vom 30. Juni bis zum 5. Februar 2017. Geöffnet hat das Germanische Nationalmuseum dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr, mittwochs zusätzlich bis 21 Uhr. Der Eintritt beträgt 8 Euro, ermäßigt 5 Euro. Der Katalog zur Ausstellung kostet im Museum 18,60 Euro.

Germanisches Nationalmuseum
Kartäusergasse 1
D-90402 Nürnberg

Telefon: +49 (0)911 – 13 31 0
Telefax: +49 (0)911 – 13 31 200


30.06.2016

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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Hiwa K

Hiwa K erhält den Arnold-Bode-Preis 2016

Arnold-Bode-Preis für Hiwa K

Der Arnold-Bode-Preis der Stadt Kassel geht in diesem Jahr an Hiwa K. Der 1975 geborene Iraker, der heute in Berlin lebt, wird die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung Anfang November im Kasseler Kunstverein entgegennehmen. Die üblichen Kategorien und Mechanismen, nach denen die Kunstwelt operiert, fordere Hiwa K mit seiner Praxis heraus – er übe grundlegende institutionelle Kritik, stelle dabei unentwegt Genregrenzen und damit auch die eigene künstlerische Position infrage, teilte die Stadt Kassel mit. In der Begründung zur Preisvergabe heißt es weiter: „Seine Projekte präsentieren sich als fortgesetzte Kritik künstlerischer Ausbildung, der Professionalisierung der Kunst, der Inszenierung und der Sichtbarkeit sowie des Mythos vom individuellen Künstler. Viele seiner Werke sind Formen und Resultate von Kollaborationen und drehen sich um den Lehr- und Lernprozess, wobei sie das Lernen als alltägliche Praxis betonen, statt Wissen als formalisierte Disziplin zu verstehen.“



Seine Arbeiten thematisieren mündliche Überlieferung, ungewöhnliche Erzählformen historischer Ereignisse und soziale Ungleichheit. Außerdem beschäftigen ihn formale akademische Systeme versus demokratische Wissensverbreitung. So hat Hiwa K hat nach dem Schulabschluss im Irak seine Ausbildung gemeinsam mit anderen bildenden Künstlern, Intellektuellen, Musikern und Theaterleuten in selbstorganisierten Studiengruppen fortgesetzt. Zu den wichtigsten Bereichen dieses informellen und nichtsystematischen Studiums zählten die europäische Literatur und Philosophie, die sie sich aus den verfügbaren, ins Arabische übersetzten Büchern aneigneten. 1985 begann Hiwa K zu malen. 1998 studierte er Flamencogitarre und kehrte nach sechs Jahren als professioneller Gitarrist zur bildenden Kunst zurück. Noch immer üben musikalische Praktiken einen starken Einfluss auf seine künstlerische Arbeit aus. Unmittelbarkeit und Improvisation sind daher die herausstechenden Merkmale seiner Arbeiten, die oft aus einem Fundus von Geschichten seiner Familienmitglieder und Freunde schöpfen.


29.06.2016

Quelle: Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching

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News vom 30.06.2016

Naufus Ramírez-Figueroa erhält Mies van der Rohe-Stipendium

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Zu Leibniz’ Ehren: Historische Modelle in Nürnberg

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