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Am 29.05.2015 105. Auktion: Gemälde Alter und Neuerer Meister

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Fischer an der Küste, 1855 / Carl Morgenstern

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Piazetta in Venedig / Otto Pippel

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© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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Ernst Ludwig Kirchner, Max Liebermann in seinem Atelier, 1926/28

Ernst Ludwig Kirchner, Max Liebermann in seinem Atelier, 1926/28

Kirchners Liebermann-Porträt im Berliner Liebermann Haus

Das Max Liebermann Haus in Berlin hat um ein Gemälde von Ernst Ludwig Kirchner seine Kabinettausstellung „Kirchner malt Liebermann“ gruppiert: Kirchners Porträt „Max Liebermann am Pariser Platz“ von 1926. Begleitend sind auch die zwei vorbereitenden Zeichnungen Kirchners für sein Bildnis des berühmten Impressionisten und einige Straßenszenen aus seiner Hand zu sehen. Des Weiteren ergänzen Max Liebermanns „Selbstbildnis, stehend in Dreiviertelfigur“ von 1915, das wie Kirchners Bildnis erst im vergangenen Jahr in den Besitz der Nationalgalerie überging, und das „Selbstbildnis mit Sportmütze an der Staffelei“ von 1925 die Schau. Schließlich erläutert eine Fotodokumentation zur Liebermanns Wohnung die Situation auf dem Kirchner-Porträt von Liebermann am Pariser Platz. Mit dieser konzentrierten Präsentation ergänzt die Stiftung Brandenburger Tor die Ausstellung „ImEx. Impressionismus – Expressionismus. Kunstwende“ in der Alten Nationalgalerie.



Der deutsche Expressionist Ernst Ludwig Kirchner besuchte 1926 den deutschen Impressionisten Max Liebermann in dessen Haus am Pariser Platz. Der gewählte Raum in Liebermanns Wohnung ist das Musikzimmer, wo der damalige Präsident der Akademie der Künste seine Gäste empfing und seine Sammlung impressionistischer Werke hing. Kirchner malt Liebermann in grünen und braunen Farbflächen im Profil vor dem roten Flügel. Das Fenster mit Ausblick auf die Stadt aber verwandelt er in ein Gemälde einer Stadt: hohe weiße Häuser, vor denen schwarze Gestalten schreiten und gelbes Licht in Lampen glüht. Schemen finden sich auch auf Kirchners 1915 entstandenem „Brandenburger Tor“ in Gelb. Etwas Bedrohliches liegt in der Luft, die Autos fallen eher durch das Tor, während die Umgebung mehrfach in Perspektiven gebrochen ist und in den instabilen, sich überschneidenden Winkeln Unruhe verbreitet. Dieses Element des Bedrückenden hängt wohl mit dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges zusammen und damit auch mit Kirchners beginnender Lebenskrise. Das um 1926 datierte Bild desselben Motivs aber aus der Perspektive des Tiergartens hingegen ist deutlich ruhiger und mit mehr Menschen bevölkert.

Das Selbstbildnis Liebermanns von 1915 ergänzt eine spätere Arbeit desselben Motivs von 1925. Im älteren Werk steht Liebermann lässig weltmännisch in seinem dreiteiligen Anzug da. Anders als in der Version von 1925 fehlen die Attribute seiner Künstlerschaft. Das jüngere Gemälde zeigt den Maler als Künstler, der mit Palette und Pinsel vor der Leinwand sitzt und einen kritischen Blick auf sich selbst und den Betrachter richtet.

Die Ausstellung „Kirchner malt Liebermann am Pariser Platz“ läuft bis zum 28. Juni. Das Max Liebermann Haus ist täglich außer dienstags von 10 bis 18 Uhr, am Wochenende und an Feiertagen erst ab 11 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 2 Euro, ermäßigt 1 Euro. Das Begleitbuch zur Schau ist für 12 Euro erhältlich.

Stiftung Brandenburger Tor – Max Liebermann Haus
Pariser Platz 7
D-10117 Berlin

Telefon: +49 (0)30 – 22 63 30 30
Telefax: +49 (0)30 – 22 63 30 14


26.05.2015

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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Calvert Richard Jones, Das Kolosseum in Rom, 1846

Calvert Richard Jones, Das Kolosseum in Rom, 1846

München stellt Fotografien und Gemälde Italiens gegenüber

Die Neue Pinakothek zeigt in der aktuellen Ausstellung erneut eine Auswahl früher Fotografien Italiens der Sammlung Siegert und setzt diese in eine thematische Beziehung zu den Gemälden der eigenen Sammlung. Etwa 9.700 Fotografien des Produzenten und Dokumentarfilmers Dietmar Siegert befinden sich seit 2014 als Dauerleihgabe in dem Münchener Museum. Mit der Schau „Pathos und Idylle“ soll eine Auswahl von rund 100 Aufnahmen aus der Zeit von 1846 bis 1900 einen Einblick in seine Sammlung gewähren. Im 19. Jahrhundert reisten viele Maler in das Sehnsuchtsland Italien, um das dortige Volksleben und die Landschaft abzubilden. Kurz darauf folgten ihnen die Fotografen, die auch andere Aufgabenfelder, wie die Denkmäler- und Ereignisfotografie, für sich erschlossen. Kunden fanden sie in der wachsenden Zahl von Reisenden, die die Landschaften und historischen Stätten besuchten.



Zu Beginn stellt der Rundgang den Besuchern die Besonderheiten und Gestaltungsmittel der frühen Fotografie in Italien vor und präsentiert hier etwa die frühesten Rom-Aufnahmen von Calvert Richard Jones, darunter die Kalotypie des Kolosseums von 1846. Zudem erläutert das eröffnende Kapitel formale Aspekte wie Tonwertabstufungen, Perspektive und Lichtreflexe. Nach diesen Grundlagen führt der Rundgang durch weitere fünf Säle, in denen die Fotografien mit den Gemälden der Neuen Pinakothek in Verbindung gebracht werden. Darin macht der Kurator Herbert W. Rott auf Unterschiede, aber auch auf Gemeinsamkeiten aufmerksam, die eine andersgeartete Wahrnehmung von Malern und Fotografen hervorgebracht hat. Gemeinsam ist den heroischen Landschaften eines Joseph Anton Koch oder Johann Christian Reinhart und den großformatigen Fotografien von James Anderson und Robert MacPherson das Pathetische der Natur. Unterschiede bestehen in den Werken von Wilhelm von Kaulbach zu Stefano Lecchi oder Luigi Sacchi. Ersterer stellt Ereignisse von weltgeschichtlicher Bedeutung als Theater dar, während Lecchi und Sacchi die Kriegsschauplätze des Risorgimento dokumentarisch zeigen.

Die Ausstellung „Pathos und Idylle – Italien in Fotografie und Malerei. Sammlung Dietmar Siegert“ läuft bis zum 21. September. Die Neue Pinakothek hat täglich außer dienstags von 10 bis 18 Uhr und mittwochs von 10 bis 20 Uhr geöffnet. Der Eintrittspreis beträgt 7 Euro, ermäßigt 5 Euro, sonntags 1 Euro.

Neue Pinakothek
Barer Straße 29
D-80799 München

Telefon: +49 (0)89 – 23 805 195


26.05.2015

Quelle: Kunstmarkt.com/Maren Janka Hopp

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Paulus Ättinger, Diana auf dem Hirsch, um 1610

Paulus Ättinger, Diana auf dem Hirsch, um 1610

Kunstkammer in der Kunsthalle Würth

Für ihre aktuelle Schau „Silberhirsch & Wunderprunk“ kooperiert die Kunsthalle Würth mit dem Victoria & Albert Museum und präsentiert neben eigenen Beständen wertvolle Silberarbeiten und Kunstkammerobjekte des Londoner Hauses. In Schwäbisch Hall sind derzeit rund 80 Objekte aus insgesamt fünf Jahrhunderten zu sehen, vom Erbschenkenbecher der Renaissance aus dem Jahr 1561 bis hin zum Silberschwan der Londoner Firma Asprey & Co aus dem Jahr 1985. London galt und gilt als Hochburg des Silberhandels und der kunsthandwerklichen Silberproduktion auf höchstem Niveau. An diesen Arbeiten maßen sich auch andere britische Silberschmiede. Die Sammlung des Victoria & Albert Museums verdeutlicht die entscheidenden Aspekte des Silberhandwerks in London. Seine Blütezeit beginnt um 1700 und führt bis ins frühe 19. Jahrhundert. Einige dieser erlesenen Arbeiten entstanden für die Kunstkammern europäischer Fürsten.



Diese Sammlungen vorwiegend kleinerer Objekte fanden ihren Anfang im 16. und 17. Jahrhundert. Mit dem wachsenden Verständnis für Wissenschaften integrierten die Herrscher auch Bücher, Münzen, Medaillen, Jagdtrophäen, kostbar gefasste Nautilusschalen, exotische Trouvaillen, Waffen, Globen, Atlanten oder astronomische Geräte in ihre Kunstkammer. Sie sollten Spiegel des Kosmos und des explodierenden Wissens der Welt sein. Beliebt war die Verbindung aus Naturmaterial, wie Nautilus oder Horn, mit handwerklichem Können. So veredelte der Nürnberger Silberschmied Hans Clauß I. die Schale eine Kopffüßlers um 1640 in einen kostbar gefassten Nautiluspokal. Ein weiterer Faktor für das Sammeln kleinerer Arbeiten waren die Kosten des Dreißigjährigen Krieges. Da Großplastiken zu teuer waren, konnten die Kleinmeister mit ihren Werken das Bedürfnis des Adels nach Prestige und Kostbarkeiten befriedigen.

Von großer gesellschaftlicher Bedeutung waren zum Beispiel der zeremonielle Gebrauch phantasiereicher und hochkarätig gestalteter Pokale aus Edelmetallen oder wundersame Trinkspiele in Form von Schiffen, Hirschen oder Schneckenschalen. Eines der bemerkenswertesten und kostbarsten Stücke seiner Art ist der allegorisch überaus raffiniert ausgestattete Erbschenkenbecher Kaiser Maximilians II. aus der Sammlung Würth, der zum national wertvollen Kulturgut zählt. Zu Glanz und Reichtum europäischer Residenzen waren auch große Mengen erlesener Gold- und Silberschmiedewerke von Bedeutung. Diese Werke, vom Tafel- bis zum Prunksilber, wurden auch auf mehrstufigen Schaubüffetts arrangiert, wie dies nun in der Kunsthalle Würth auch der Fall ist.

Die Ausstellung „Silberhirsch & Wunderprunk. Das Victoria & Albert Museum zu Gast in der Kunstkammer Würth“ läuft bis zum 10. Januar 2016. Die Kunsthalle Würth hat täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Kunsthalle Würth
Lange Straße 35
D-74523 Schwäbisch Hall

Telefon: +49 (0)791 – 94 67 20
Telefax: +49 (0)791 – 94 67 255


26.05.2015

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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News vom 26.05.2015

Kirchners Liebermann-Porträt im Berliner Liebermann Haus

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