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Piazetta in Venedig / Otto Pippel

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© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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Goldener Herbst (Im Park am Starnberger See). / Edward Cucuel

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Emil Nolde, Kronenkraniche, 1923/24

Emil Nolde, Kronenkraniche, 1923/24

Kunst des 20. Jahrhunderts bei der Galerie Neher in Essen

Die Galerie Neher eröffnet heute in Essen die Ausstellung „Blickpunkte 2015 – Kunst aus dem 20. Jahrhundert“. Die Schau umfasst rund 40 Werke deutscher Künstler aus der Zeit von 1900 bis 2012 und bietet einen Querschnitt durch das reichhaltige Stammrepertoire des Hauses. Von der ältesten Arbeit, einem skizzenartigen erfassten „Birkenstamm“ des Worpsweder Künstlerkolonisten Otto Modersohn aus der Zeit um 1893 für 54.000 Euro, spannt sich der Bogen bis zu der flott geschwungenen informellen Komposition von Karl Otto Götz und Heinz Macks geometrischem Pastellbild in Regenborgenfarben aus dem Jahr 2012 für 9.800 Euro sowie 29.800 Euro.



Von besonderem Reiz ist Emil Noldes Aquarell „Kronenkraniche“ von 1923/24. Der Expressionist stellte zwei der edlen Tiere vor eine hügelige Landschaft in gedeckten Farben. Das Werk ist bereits verkauft. Ebenfalls von Noldes farbintensivem Pinsel stammen die Gouache „Chinafigur unter gelben Blüten“ aus der Zeit um 1920 und das Aquarell „Sonnenblumen und Pfingstrosen“ um 1930. Ersteres zeigt Noldes Faszination für die ursprüngliche Ausdruckskraft außereuropäischer Kunst, die er gerne in seine Stillleben integrierte. Das Bild soll für 270.000 Euro den Besitzer wechseln. 285.000 Euro kostet hingegen das für Nolde charakteristische Blumenstück. Ein weiteres Blumenstillleben reiht sich mit Karl Schmidt-Rottluffs „Milchsterne“ von 1965 ein. Für 84.000 Euro ragen die blühenden Zweige aus einer orangefarbenen Vase empor und verweisen durch die bewegten Konturierungen sowie den klaren, strukturierten Aufbau auf das Spätwerk des Malers.

Auch die dem „Blauen Reiter“ zugehörige Gabriele Münter befasste sich zeitlebens mit Blumenstillleben. Ihre 1942 entstandenen „Päonien, Feuerlilien und Rittersporn“ entfalten für 108.000 Euro in reduzierten Formen vor schwarzem Hintergrund ihre expressive Wirkung. Weitere Klassiker wie Paul Klee und Erich Heckel bereichern die Offerte. Klees 1939 entstandenes Aquarell „Die Schattige“, das durch dunkelblaue Konturen und kräftige Farbflächen ein lebhaftes Farbenspiel evoziert, veräußert die Galerie Neher für 320.000 Euro. Heckels 1943 still aquarellierter „Blauer Wald“ soll 25.800 Euro bringen, während die Galerie für seine Stillleben „Weiße Mohnblüten in der Vase“ von 1950 und „Erste Blätter“ von 1968 14.800 Euro und 23.500 Euro sehen will.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Landschaftsdarstellungen. Neben Otto Modersohns in weiches herbstliches Licht getauchten „Hütten im Moor“ von 1905 für 62.000 Euro ist auch der „Nebel über der Wümme mit Mond“ seines Sohnes Christian Modersohn in ruhiger und stimmungsvoller Farbgebung aus dem Jahr 1996 für 8.400 Euro zu haben. Zu den Gründervätern des „Künstlervereins Worpswede“ zählt auch Hans am Ende, dessen um 1890 gemalte impressionistische „Landschaft mit Bockmühle“ und blühendem Heidekraut in Essen zu sehen ist. Lisel Oppel gehört dann schon zur zweiten Generation Worpsweder Künstler, die sich in ihrer mit 11.800 Euro veranschlagten „Landschaft an der Wümme“ am Vorbild Modersohn orientiert hat. Wesentlich abstrakter gestaltete um 1985 Siegward Sprotte seine Naturschilderung in „Hoher Himmel“. Auf dem Preisschild des Ölgemäldes, in dessen Zentrum sich die schwungvollen Pinselstriche verdichten, stehen 28.000 Euro. Weiter in die Abstraktion führt Walter Stöhrer. Seine dynamische Mischtechnik auf Papier von 1974 zeigt in kräftigen Farben Stöhrers grafisches Vokabular aus archaischen Zeichen und Kürzeln, Strichmännchen, Körperteilen, Köpfen und Augen und soll die Galerie für 20.000 Euro verlassen.

Geometrische Grundformen und das wechselseitige Spannungsverhältnis zwischen Farbe, Licht und Bewegung auf der Bildfläche prägen die Werke Heinz Macks. Das großformatig konzipierte Gemälde „Ein Sommer-Abend“ von 2003, das zwei horizontale Farbstreifen durchziehen, listet Otmar Neher für 122.000 Euro. Wesentlich weniger kostet mit 23.000 Euro Macks Pastell „Blaue Chromatik“ von 1998. Adolf Luthers „Sphärisches Objekt“ von 1973 nimmt eine eigene Position in der Ausstellung ein. Es setzt sich aus sechs konkaven Spiegelstreifen vor einem Spiegel zusammen und wird für 14.500 Euro angeboten. Außerdem stehen zwei Skulpturen zum Verkauf. Neben Ernst Barlachs expressionistischer Bronze „Der Flüchtling“ von 1920 in einem posthumen Guss für 38.000 Euro findet sich Ewerdt Hilgemanns kubisches vakuumiertes Edelstahlobjekt „Imploded Column“ von 2008 für 7.800 Euro in der Schau.

Die Ausstellung „Blickpunkte 2015 – Kunst aus dem 20. Jahrhundert“ läuft vom 28. August bis zum 22. Oktober. Die Galerie Neher öffnet dienstags bis freitags zwischen 11 und 18 Uhr sowie nach Vereinbarung. Der Ausstellungskatalog beinhaltet die Abbildungen der Objekte mit werkbegleitenden Texten und kostet 15 Euro.

Galerie Neher
Kaninenberghöhe 8
D-45136 Essen

Telefon: +49 (0)201 – 266 990
Telefax: +49 (0)201 – 266 99 43


28.08.2015

Quelle: Kunstmarkt.com/Anna Wolfesberger

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Christian Marclay, Actions: Splat Splooch Whap Blub Squich (No. 1), 2014

Christian Marclay, Actions: Splat Splooch Whap Blub Squich (No. 1), 2014

Christian Marclay in Aarau

Das Aargauer Kunsthaus thematisiert ab diesem Wochenende in der Schau „Action“ anhand von 120 Exponaten die Lautmalerei im Werk des Künstlers, Musikers und Komponisten Christian Marclay. Der 1955 im kalifornischen San Rafael geborene und in der Schweiz aufgewachsene Marclay ist international vor allem durch seine sound-basierten Collagen, Videos, Skulpturen, Malereien und Fotografien bekannt. Ausgehend von seinen Arbeiten der späten 1980er Jahre ergänzen neue Papierarbeiten und Gemälde die Ausstellung sowie die raumaktivierende Videoanimation „Surround Sounds“ von 2015. Darüber hinaus entstand in Zusammenarbeit mit Hächler Fuhrimann Architekten die zeitgenössische Interpretation eines japanischen Teehauses.



Christian Marclay, der sein Studium in Genf, Boston und New York absolvierte und 1995 den Schweizer Pavillon auf der Biennale in Venedig gestaltete, setzt sich mit den Beziehungen zwischen Musik, Populärkultur und Kunst auseinander. In der Verbildlichung von Geräuschen bilden Comics einen wichtigen Dreh- und Angelpunkt. Hier dienen Worte nicht nur zur Vermittlung eines bestimmten Soundeffekts, sondern auch zur Illustration von Energien, Bewegung und Drama, wie es in „Whomp“ von 2006 deutlich wird. In seinen neuesten Arbeiten führt er dies weiter, indem er bestimmte lautmalerische Worte mit passenden malerischen Gesten vereint. In einer Überlagerung von Malerei und Drucktechnik setzte er in „Plop“ aus dem Jahr 2014 den Ausdruck in die Bildmitte und umgab die Lettern mit aufgedruckten Farbspritzern.

Marcalys Arbeitsweise erinnert an das „action painting“, da er den Zufall, die Schwerkraft und die eigene Physis zur Schaffung eines Gemäldes einsetzt. Diese Arbeiten, die die Geräusche beim Malen mit Farbe wiedergeben, besitzen einen Schuss Humor, wie beispielsweise schon der Titel von „Actions: Splat Splooch Whap Blub Squich (No. 1)“ erahnen lässt. Marcaly verdeutlicht dem Betrachter, wie intensiv wir mit den Augen „hören“. Eine weitere Inspirationsquelle bildet die japanische Kultur, insbesondere die japanische Bildrolle. Er verbindet dieses traditionelle Medium fernöstlicher Kultur mit Elementen westlicher Comics. Für die europaweit erste Präsentation dieser 2011 geschaffenen „Hanging Scrolls“ entstand das pavillonartige Teehaus. Neben traditionellen japanischen Teezeremonien werden dort Musikaufführungen und Vorträge stattfinden, und Sänger werden die bildlichen Partituren „Manga scroll“ von 2010 und „Zoom Zoom“ von 2007/15 interpretieren.

Die Ausstellung „Christian Marclay. Action“ läuft bis zum 15. November. Das Aargauer Kunsthaus hat dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr und am Donnerstag von 10 bis 20 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 15 Franken und ist für Jugendliche unter 16 Jahren gratis. Der Katalog zur Ausstellung kostet 50 Franken.

Aargauer Kunsthaus
Aargauerplatz
CH-5001 Aarau

Telefon: +41 (0)62 – 835 23 30
Telefax: +41 (0)62 – 835 23 29


28.08.2015

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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Weitere Prozesse gegen Kunstberater Achenbach

Die Prozessserie gegen Helge Achenbach reißt nicht ab. Nachdem der Kunstberater im März zu einer sechsjährigen Haftstrafe verurteilt wurde – das Urteil ist allerdings noch nicht rechtskräftig, die Anwälte haben Revision eingelegt –, beginnt am morgigen Donnerstag ein weiteres Verfahren gegen ihn vor dem Landgericht Düsseldorf. Der Unternehmer und Kunstsammler Bernd Viehof verlangt in dem Zivilverfahren von Achenbach 1,75 Millionen Euro aus einem 2013 geschlossenen Darlehensvertrag zurück. Zur Sicherheit hatte Achenbach dem Unternehmer und ehemaligen Gründungspartner der Sammlung Rheingold damals drei Oldtimer übereignet, die nun aber der Insolvenzverwalter einfordert. Der Unternehmer erhebt daher Anspruch auf sein Geld aus dem Darlehensvertrag. Ferner klagt er einen Schadenersatz wegen überhöhter Preise beim Verkauf von Kunstwerken Georg Baselitz‘ und einer Skulptur von Tony Cragg ein.



Anfang Februar kommenden Jahres wird vor demselben Landgericht überdies eine Klage der Albrecht-Familie gegen Achenbach zur Verhandlung kommen. Sie verlangt von dem ehemaligen Kunstberater knapp 1 Million Euro aus dem Verkauf von vier Skulpturen Juan Muñoz‘ zurück. Achenbach habe der Familie nicht autorisierte, da mit keinem Zertifikat des spanischen Künstlers versehene Nachgüsse angedreht, die demzufolge wertlos seien. Eine fünfte Skulptur aus der Serie, die bei Achenbach gefunden wurde, wollte der Insolvenzverwalter offenbar in London versteigern lassen. Das Auktionshaus Sotheby’s, das neben dem Kölner Auktionshaus Van Ham die umfangreichen Bestände der Kunstsammlung Achenbachs unter den Hammer bringt, habe die Annahme des Nachgusses wegen des fehlenden Zertifikats jedoch abgelehnt.


26.08.2015

Quelle: Kunstmarkt.com/Johannes Sander

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News vom 28.08.2015

Kunst des 20. Jahrhunderts bei der Galerie Neher in Essen

Kunst des 20. Jahrhunderts bei der Galerie Neher in Essen

Christian Marclay in Aarau

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