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Fischer an der Küste, 1855 / Carl Morgenstern

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Piazetta in Venedig / Otto Pippel

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© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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Die Art Brussels zieht um

Nachts um drei fiel die Entscheidung. Dann wurden erst die Journalisten informiert, und die, die es eigentlich betraf, die Galeristen am späten Nachmittag. 2016 ist Schluss am Heysel, dem großartigen Expo-Gelände in unmittelbarer Nachbarschaft zum Atomium. Die Art Brusssels zieht um. Mehr ins Zentrum in unmittelbarer Nachbarschaft zum Wiels, dem Zentrum für Zeitgenössische Kunst. Man geht ins Gebäude von Tour & Taxis, der alten Poststation derer von Thurn und Taxis, idyllisch am Kanal gelegen. Seit Jahren bespielt die BRAFA, die zur Artexis-Gruppe gehört wie die Leitung der Art Brussels, das historische und mittlerweile aufs Prächtigste renovierte ehemalige Postgebäude.



Für die Galeristen aber ist es ein Schlag ins Gesicht: Die Messe 2016 wird kleiner, die Kojen teuer. Zum Tour & Taxi zu kommen, ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln schwierig, zum Heysel fährt man direkt. Außerdem bekommt die Kunstszene Zuwachs. Die ursprünglich von Galerien organisierte New Yorker Messe „Independent“ kommt nach Brüssel. „Das“, so Katerina Gregos, seit drei Jahren künstlerische Leiterin der Art Brussels, „ist für uns eher belebend, als Konkurrenz, denn die Independent hat andere Ziele.“ Damit mag sie Recht haben, aber vielleicht sind auch ihre Ziele, nachdem sie den belgischen Pavillon in Venedig bespielt und die Biennale in Thessaloniki kuratiert hat, völlig andere.

Nachdem diese Neuigkeiten verdaut und die Preise für die beste Soloshow an zwei Künstler vergeben waren, konnte man sich wieder der Messe und ihrem bunten Bild widmen. Die Platzhirsche der Messe, Rodolphe Janssen, Xavier Hufkens und Albert Baronian haben große Namen im Gepäck wie Anish Kapoor, Damián Ortega, Tracey Emin oder Robert Mapplethorpe. Dass es aber auch anders geht, zeigt Axel Vervoordt aus Antwerpen, dessen Solopräsentation von Sadaharu Horio die Massen anzieht. Sadaharu ist das jüngste Mitglied der japanischen Künstlergruppe Gutai, mit erstaunlich jung gebliebenen 76 Jahren. Sein Stand besteht aus bunt bemaltem Plastik- und Metallmüll. Inmitten sitzt der Künstler in einer riesigen Pappschachtel, die als Verkaufsautomat für Kunst dient. Für 1 Euro kann der Kunde auswählen, welche Kunstrichtung er bevorzugt, sei es ein „Imitation Painting“, ein „Sada Painting“ oder ein „Sound Painting“. Der Euro landet in einem Geldschlitz, die Wahl des Kunden wird durch ein Papprohr ins Innere gebrüllt, und nach rund einer Minute kommt unten ein „1 Euro Painting“ heraus. Henriette Grahnert ist Künstlerin der Leipziger Schule. Die Galerie Kleindienst aus Leipzig zeigt ihre neueste Arbeit „Monsieur Tableau“ für 13.000 Euro. Es sind diese Entdeckungen die die Brüsseler Messe ausmachen: Ob „Prime“, „Young“ oder „Discovery“, zu erkunden gibt’s hier immer was. Hoffentlich auch noch 2016.

Die „Art Brussels – 33 Contemporary Art Fair“ hat bis zum 27. April täglich von 11 bis 19 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 20 Euro, ermäßigt 5 Euro. Für Kinder ist der Eintritt frei.

Brussels Expo – Halls 1 & 3
Place de Belgique, 1
BE-1020 Brüssel


Infos: www.artbrussels.com


24.04.2015

Quelle: Kunstmarkt.com/Marianne Hoffmann

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Ars Viva-Preisträger stehen fest

Der Kulturkreis der deutschen Wirtschaft im BDI hat die Gewinner des Ars Viva-Preises 2016 bekanntgegeben. Aus 43 vorgeschlagenen Künstlern wählte die Jury, die mit Mitgliedern des Gremiums Bildende Kunst des Kulturkreises und externen Kuratoren besetzt war, Flaka Haliti, Hanne Lippard sowie das Duo Calla Henkel und Max Pitegoff aus. Neben drei Ausstellungen in namhaften Kunstinstitutionen des In- und Auslands erhalten sie nun jeweils ein Preisgeld von 5.000 Euro. „Die diesjährigen Preisträger spiegeln ihre direkte Erfahrungswelt. Das Private wird politisch und führt zu aktuellen gesellschaftlichen Fragestellungen“, so Ulrich Sauerwein, Vorsitzender des Gremiums Bildende Kunst im Kulturkreis der deutschen Wirtschaft.



Die 1982 in Prishtina geborene Flaka Haliti, die an der Kunstfakultät der dortigen Universität sowie an der Städelschule in Frankfurt studiert hat und heute in München lebt, beschäftigt sich in ihren medienanalytischen Arbeiten mit gesellschaftlichen Strukturen und dem Kunstbetrieb. Ihre Installationen, Videos, Performances, Fotoserien oder Zeichnungen behandeln Themen wie Liebe, Freiheit, Intimität, Nähe und Distanz und beziehen sich auf ihre unmittelbare Erfahrungswelt. Oft nimmt Haliti dabei die Grenze zwischen verschiedenen Ländern und Kulturen in den Blick und untersucht beispielsweise die Konfrontation mit weiblichen Rollenbildern in patriarchalischen Gesellschaften. In diesem Jahr gestaltet Flaka Haliti den Kosovo-Pavillon auf der 56. Biennale von Venedig.

Hanne Lippard, die 1984 im englischen Milton Keynes zur Welt kam, norwegische Staatsbürgerin ist, Graphikdesign an der Gerrit Rietveld Academie in Amsterdam studiert hat und heute in Berlin lebt, arbeitet in ihren text- und zeitbasierten Arbeiten, Performances, Kurzfilmen und Tonstücken mit ihrer Stimme als Gestaltungsmittel. Inspiriert durch Wörter aus Literatur, Pop-Kultur, alltäglicher und bürokratischer Sprache entstehen rhythmisierte Textfragmente. Ihre Performances und Textformen werden durch die musikalische und zugleich mechanische Frauenstimme getragen und auf einen scheinbar weiblichen personalen Erzähler zurückgeführt.

Die Amerikaner Calla Henkel und Max Pitegoff, geboren 1988 in Minneapolis und 1987 in Buffalo, studierten an der Cooper Union in New York und an der Universität der Künste Berlin Bildende Kunst und Fotografie. In dem von ihnen gegründeten New Theater in Berlin realisieren sie kooperationsbasierte Inszenierungen mit anderen Künstlern. In ihren fotografischen Arbeiten rücken sie das Soziale und Private in den Fokus, das in seiner Erscheinungsform gleichzeitig die Konvention eines vereinheitlichenden, zeitgenössischen Lebensstils suggeriert.

Der Kulturkreis der deutschen Wirtschaft vergibt den Ars Viva-Preis seit 1953 jährlich an junge, in Deutschland lebende Künstler, deren Arbeiten sich durch richtungsweisendes Potenzial und hohe künstlerische Qualität auszeichnen. Neben der Dotierung ist der Preis mit der Herausgabe eines zweisprachigen Katalogs und einer Künstleredition verbunden. Die aktuelle Ausstellungsrunde beginnt am 9. Oktober in der Städtischen Galerie Karlsruhe, dann folgen ab Mitte Februar 2016 die Galerie für Zeitgenössische Kunst in Leipzig und ab Juni 2016 Index – The Swedish Contemporary Art Foundation in Stockholm.


24.04.2015

Quelle: Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching

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Tracey Emin im Leopold Museum vor Egon Schieles Gemälde „Sitzender Männerakt“

Tracey Emin im Leopold Museum vor Egon Schieles Gemälde „Sitzender Männerakt“

Erstmals Tracey Emin in Wien

Mit einer neuen Ausstellung rückt der Schiele-Schwerpunkt des Wiener Leopold Museums in einen völlig neuen Zusammenhang: Von heute konfrontiert Tracey Emin rund 50 eigene Werke mit 20 selbst ausgewählten Zeichnungen und Gedichten Egon Schieles. Damit präsentiert das Leopold Museum gleichzeitig die erste Schau der 1963 geborenen britischen Künstlerin in Österreich. Der Grund für die Ausstellung liegt, so Interimsdirektor Franz Smola, in der „besonderen Faszination“, die Schieles Werk auf Tracey Emin ausübt. „Anfänglich hatte sich Emin Schieles Werk an Hand von Reproduktionen angeeignet, später in New York oder jüngst in London in Ausstellungen bewundert. Erst hier bot sich für sie ausreichend Gelegenheit, Schieles Arbeiten aus nächster Nähe kennen zu lernen.“



Tracey Emin und die Kuratoren Diethard Leopold sowie Karol Winiarczyk hatten im Vorfeld beschlossen, dass die Ausstellung keine einfache Gegenüberstellung zweier großer Künstler sein sollte, sondern Schauplatz einer „poetischen Auseinandersetzung“. Für Diethard Leopold ist die Ausstellung ein auf die Zeichnung fokussierter Dialog, bestimmt von „Sinnlichkeit, Einsamkeit, Verlangen, Sehnsucht, Liebe, Ausweglosigkeit, dem Vergehen von allem, eine Schau über das Leben“. Emin zeigt in Wien unter anderem die monumentale Installation „It’s Not the Way I Want to Die“ aus dem Jahr 2005 und baut damit eine Spannung zu Schieles „Berg am Fluss“ auf, dem einzigen Gemälde der Ausstellung. Die großformatigen, auf Gouachen basierenden Stickereien Emins, die Paare beim Geschlechtsakt zeigen, leiten über zu dem bestimmenden Thema des Aktes. Während Emin den gesichtslosen weiblichen Akt in variierenden Posen fokussiert, sind bei Schiele neben dem eigenen Körper der Männerakt und der Frauenakt gleichermaßen präsent. Ausgestellt wird auch die Neoninstallation „More Solitude“, die bronzene „Kreuzigung“, die Zeichnungsserie „Lonely Chair drawings“ und verschiedene Tierskulpturen von Enim.

Die Ausstellung „Tracey Emin / Egon Schiele. Where I Want to Go“ ist bis zum 14. September zu sehen. Das Leopold Museum hat täglich außer dienstags von 10 bis 18 Uhr und donnerstags zusätzlich bis 21 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 12 Euro, ermäßigt 7 Euro. Zur Ausstellung ist ein umfassender Katalog für 22,90 Euro erschienen.

Leopold Museum
Museumsplatz 1
A-1070 Wien

Telefon: +43 (0)1 – 525 70 0
Telefax: +43 (0)1 – 525 70 1500


24.04.2015

Quelle: Kunstmarkt.com/Werner Häußner

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