Die Kunst, online zu lesen.

Home


Magazin

News


Marktberichte


Ausstellungen


Journal


Portraits


Top Event


Netzkunst





Kunst kaufen
Werben

Translation EnglishFrench

Auktionsanzeige

Am 16.11.2019 Auktion 1141: Alte Kunst

© Kunsthaus Lempertz

Anzeige

spring swing, 2012 / Heinz Mack

spring swing, 2012 / Heinz Mack
© Galerie Neher - Essen


Anzeige

Im Park von Schloss Mainberg bei Schweinfurt, 1874  / Hans Thoma

Im Park von Schloss Mainberg bei Schweinfurt, 1874 / Hans Thoma
© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


Anzeige

Amazone, nach 1906 / Franz von  Stuck

Amazone, nach 1906 / Franz von Stuck
© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


Newsmailer Eintrag

Bestellen Sie bitte hier:


Suchen mit Google

Google
WWW
kunstmarkt.com

Lotte Laserstein, Dame mit roter Baskenmütze, 1931

Lotte Laserstein, Dame mit roter Baskenmütze, 1931

Berlin erwirbt Laserstein-Porträt

Mit der Unterstützung ihres Fördervereins konnte die Berlinische Galerie Lotte Lasersteins „Dame mit roter Baskenmütze“ von etwa 1931 erwerben. In der Sammlung ist es das erste Kunstwerk der im Berlin der Weimarer Zeit erfolgreichen, dann aber durch den Nationalsozialismus ins schwedische Exil gezwungenen Malerin. Bereits 2009 übergab der schwedische Kunstsammler und Laserstein-Freund Peter Fors dem Museum dokumentarisches Material aus dem Nachlass der Künstlerin, das wie auch die „Dame mit roter Baskenmütze“ auszugsweise in der Laserstein-Ausstellung „Von Angesicht zu Angesicht“ zu sehen war.



Zwischen 1928 und 1933 entstanden zahlreiche Hauptwerke Lasersteins. Ihre Porträts verbinden den Realismus des 19. Jahrhunderts mit der Nahsicht der modernen Fotografie. Dieses Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne beherrschte sie souverän. Um 1930 veränderte sich Lasersteins malerische Handschrift. Ihr Farbauftrag wurde lockerer, offener und flächiger, wie an dem Bildnis dieser anonymen jungen Frau zu beobachten ist. In modischer Straßenkleidung sitzt sie der Malerin Modell. Während Kopf und Oberkörper vollständig ausgearbeitet sind, wird die Partie unterhalb der Knie nur skizzenhaft angedeutet. In ihren Werken griff Lotte Laserstein immer wieder diesen zeitgenössischen Idealtypus der Neuen Frau auf, den sie auch selbst verkörperte.

Vorbesitzer des Werkes ist der in Ansbach und Potsdam ansässige Galerist Michael Nöth. Er hatte das Werk 2016 bei einer Auktion des Stockholmer Versteigerers „Auktionsverk“ aus dem Nachlass eines schwedischen Kunstsammlers erworben, der das Bild von Lotte Laserstein geschenkt bekam. Es ist im Nachhinein ein Glücksfall, dass die Ölkreidezeichnung im Sommer 2018 im Auktionshaus Grisebach bei einer Schätzung von 50.000 bis 70.000 Euro keinen Käufer fand. In mehreren besucherstarken Ausstellungen in Frankfurt, Berlin und Kiel hat die vergessene Künstlerin Laserstein erst kürzlich in großem Umfang kunsthistorische Anerkennung erfahren.

Lotte Laserstein wurde 1898 in Ostpreußen geboren, lebte seit 1912 in Berlin und studierte dort in den 1920er Jahren unter anderem bei Erich Wolfsfeld als eine der ersten Studentinnen überhaupt an der Hochschule für Bildende Künste. Da Lasterstein im Anschluss trotz erfolgreichen Wettbewerbsteilnahmen von den Verkäufen ihrer Bilder nicht leben konnte, betrieb sie nebenbei eine Malschule. Nach 1933 wurde Lotte Laserstein abstammungsbedingt als Jüdin und ihre Kunst als „entartet“ eingestuft, obwohl sie christlich getauft worden war. Die Einladung der Stockholmer Galerie Moderne nutzte sie deshalb 1937 zur Flucht nach Schweden. Hier baute sie sich eine neue Existenz als Porträtistin der schwedischen Oberschicht auf. Abgeschnitten von der internationalen Kunstszene geriet sie jedoch mehr und mehr in Vergessenheit. Lotte Laserstein verstarb 1993 im Alter von 94 Jahren in ihrem Wohnort Kalmar.


15.11.2019

Quelle: Kunstmarkt.com/Maria Schabel

Drucken

zurück zur Übersicht


Empfehlen Sie den Artikel weiter:
an


Der Eingang zum Museum des 20. Jahrhunderts am Kulturforum

Der Eingang zum Museum des 20. Jahrhunderts am Kulturforum

Finanzierung für Berliner Museum des 20. Jahrhunderts gesichert

Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat in seiner entscheidenden Sitzung den Weg für das geplante Museum des 20. Jahrhunderts freigemacht. Für den Neubau der Staatlichen Museen zu Berlin stehen nach dem gestrigen Beschluss 364,2 Millionen Euro zur Verfügung. Außerdem sichert der Bundesminister der Finanzen 52,2 Millionen Euro für künftige Bau-Indexsteigerungen und 33,8 Millionen Euro an Risikokosten zu. Kulturstaatsministerin Monika Grütters dankte den Abgeordneten für ihre Unterstützung: „Damit haben sie den Anspruch Deutschlands als einer großen Kulturnation untermauert, mit ihren Weltklasse-Sammlungen angemessen umzugehen.“ Gleichzeitig betonte sie, dass die Baukosten keinesfalls weiter steigen dürfen. Zu diesem Zweck wurde eine zukünftig halbjährliche Kontrolle des Mittelabflusses und der Kostenentwicklung vereinbart.



Das Planungsverfahren für das Museum des 20. Jahrhunderts am Kulturforum zwischen Neuer Nationalgalerie, Matthäus-Kirche und Philharmonie läuft seit November 2014. Das 1978 gegründete Schweizer Büro Herzog & de Meuron konnte den Wettbewerb im Oktober 2016 für sich entscheiden. Ihr ursprüngliches Konzept stieß jedoch mehrfach auf Kritik, woraufhin die Stiftung Preußischer Kulturbesitz und die Architekten die Pläne im Herbst letzten Jahres gemeinsam überarbeiteten. Zu diesem Zeitpunkt wurde bekannt, dass die vorgesehenen, genehmigten Baukosten in Höhe von 200 Millionen Euro nicht ausreichen werden. Der Neuentwurf will das Gebäude durch Verschränkungen auf mehreren Ebenen zum zentralen Verbindungsstück am Kulturforum machen. Auf Basis der jetzigen Planungen ist die Fertigstellung des Gebäudes für 2026 vorgesehen. Der erste Spatenstich wird in den kommenden Wochen erfolgen.


15.11.2019

Quelle: Kunstmarkt.com/Maria Schabel

Drucken

zurück zur Übersicht


Empfehlen Sie den Artikel weiter:
an


Glenn D. Lowry

Steht auf Platz 1 der Power 100-Liste: Glenn D. Lowry

Glenn D. Lowry beherrscht die Kunstwelt

Der Direktor des Museum of Modern Art in New York, Glenn D. Lowry, ist 2019, so sieht es zumindest das Magazin Art Review mit seiner Liste „Power 100“, die einflussreichste Person der Kunstwelt. Sein jahrelanges Engagement habe nicht nur dazu geführt, dass das MoMA als Referenz bezüglich der Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts unübertroffen sei, sondern sorge zudem dafür, dass der Vorjahressieger David Zwirner auf Platz Fünf gelandet ist. Im letzten Jahr noch auf Platz 19, katapultierte sich die Fotografin Nan Goldin mit ihrem Kampf gegen den Pharmagiganten Sackler – trotz dessen Unterstützung von Museen weltweit – auf Platz Zwei. Dicht gefolgt von den Galeristen Manuela und Iwan Wirth, die sich gegenüber dem Vorjahr um drei Plätze verbessern konnten.



Hervorzuheben ist der Neueinstieg auf Platz Sechs für die beiden Wissenschaftler Felwine Sarr und Bénédicte Savoy, die mit ihrer Untersuchung zu den außereuropäischen Artefakten Frankreichs aus der Kolonialzeit eine Lawine von Rückgabeforderungen betroffener Länder in Gang gesetzt haben. Ein weiterer Neuzugang findet sich auf Platz Zehn mit dem indonesischen Kollektiv Ruangrupa, bestehend aus rund 40 Künstlern, Architekten, Historikern, Schriftstellern und Kuratoren, da es die Documenta 2022 leiten werden.

Kunstwerke, die sich selbst schreddern, oder eine Horde Affen im britischen Unterhaus scheinen großen Einfluss zu haben und platzieren den Street Art-Künstler Banksy auf Platz 14 – ein nicht ganz zu verachtender Wiedereintritt in die „Power 100“. Der Brexit verhilft auch dem ersten deutschen Künstler zu einem Platz auf der Liste. Der Fotograf und Turner-Preisträger Wolfgang Tillmans belegt mit seiner Plakatkampagne zum britischen Austrittsdesaster Platz 15 und klopft, in der Idee vereint, dem Briten Banksy auf die Schulter. Abstürze dagegen für Platz 2 des Vorjahres, Kerry James Marshall, auf Platz 22 und von Platz 5 auf Platz 24 für Ai Weiwei. Und wo sonst nur die Besten Erwähnung finden, soll der letzte Platz gewürdigt werden, der dieses Jahr an den Galeristen David Kordansky aus Los Angeles geht.

Die „Power 100“-Liste des britischen Magazins Art Review wird jährlich von einem dreißigköpfigen Gremium aus Künstlern, Kritikern und Galeristen erstellt. Das Hauptkriterium ihrer Wahl bilden der jeweilige Beitrag und Stellenwert zum internationalen Kunstgeschehen und der Kunstproduktion des letzten Jahres. Nicht nur Lob und Würdigungen sondern auch Anstöße für Diskussionen um aktuelle Themen und Trends aber auch Probleme der Kunstwelt sind dabei das Anliegen des Blattes.


14.11.2019

Quelle: Kunstmarkt.com/Ramin Shafiai

Drucken

zurück zur Übersicht


Empfehlen Sie den Artikel weiter:
an








News vom 15.11.2019

Berlin erwirbt Laserstein-Porträt

Berlin erwirbt Laserstein-Porträt

Finanzierung für Berliner Museum des 20. Jahrhunderts gesichert

Finanzierung für Berliner Museum des 20. Jahrhunderts gesichert

 zur Monatsübersicht





Copyright © '99-'2019
Kunstmarkt Media
Alle Rechte vorbehalten


Impressum





Zum Seitenanfang Magazin

 Amazon export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce  Amazon ebay rakuten yatego meinpaket export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce