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in der Ausstellung „Diana Al-Hadid. The Fates“

in der Ausstellung „Diana Al-Hadid. The Fates“

Diana Al-Hadids Parzen in der Secession

Die Secession in Wien zeigt aktuell neue Werke von Diana Al-Hadid unter dem Titel „The Fates“. Ausgestellt sind Skulpturen und zwei Wandpaneele mit den Titeln „Still Life with Gold“ und „Sleep Walker“ der 1981 in Aleppo geboren Künstlerin. Al-Hadid arbeitet mit unterschiedlichen Materialien, etwa Blattgold, Pigmente, Stahl und Fiberglas, die sie sowohl in abstrakte als auch figurative Formen umzusetzen weiß. In dieser Werkschau überschneiden sich unterschiedliche Zeitebenen der Vergangenheit und Gegenwart. Entsprechend ist der Bezug zu den Parzen zu verstehen, die als Göttinnen des Schicksals Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft symbolisieren.



Als Inspiration nennt die Künstlerin, die sowohl Kunstgeschichte als auch Bildhauerei an der Kent State University in Ohio studiert hat, Werke der Antike und der europäischen Malerei, insbesondere jene der Renaissance. So bezieht sich „Still Life with Gold“ auf Hans Memlings „Allegorie der Keuschheit“ von 1475 und Pieter Bruegels „Turmbau zu Babel“ von 1563. In ihrem wilden abstrakten Wust aus Farbspritzern zeichnen sich schemenhaft das Motiv von Memlings der Frau im Berg und Brueghels dreieckige Turmform ab. Diana Al-Hadid erklärt, dass sie wissen will, wie stark eine historische Vorlage verändert werden kann, so dass sie noch erkennbar bleibt. Manchmal aber geht ihre Modifikation so weit, dass keine Referenz zum Vorbild mehr sichtbar ist.

Charakteristisch für das Schaffen der Künstlerin, die vor allem in amerikanischen Museen und Galerien zu sehen war, sind Übergänge eines Werkes von der zweiten in die dritte Dimension, das Spiel mit Größenverhältnissen und die Auseinandersetzung mit der Schwerkraft. In „Blind Bust II“ scheint ein augenloses Antlitz auf einen Sockel gesetzt. Tritt man näher erkennt man, dass der Sockel Teil der Skulptur ist. Das Spiel mit der Erdanziehungskraft illustriert „Moving Target“, das sich in Schichten und Stufen nach oben erhebt und in einer Art Schwebezustand gefangen ist. Al-Hadids Wandbild „Sleepwalker“ übernimmt kaum erkennbar die so genannte „Gradiva“, ein antikes Relief einer voranschreitenden Frau.

Die Ausstellung „Diana Al-Hadid. The Fates“ ist bis zum 2. November zu sehen. Die Secession hat dienstags bis sonntags 10 bis 18 Uhr geöffnet. Am 1. November ist das Haus geschlossen. Der Eintritt beträgt 5,50 Euro, ermäßigt 4,50 Euro. Das Künstlerbuch zur Ausstellung kostet 16,50 Euro und ist im Revolver Verlag erschienen.

Secession
Friedrichstraße 12
A-1010 Wien

Telefon: +43 (0)1 – 587 53 07
Telefax: +43 (0)1 – 587 53 07 34


30.09.2014

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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Toon Verhoef, Ohne Titel, 1992

Toon Verhoef, Ohne Titel, 1992

Die bunte große Welt des Toon Verhoef

Das Kunsthaus Baselland stellt aktuell Toon Verhoef mit einer erst in den letzten Monaten realisierten Werkgruppe vor. Neben älteren Arbeiten zeigt die Ausstellung vier großformatige Gemälde des niederländischen Künstlers, die den Betrachter mit „den Grenzen ihrer Transportierbarkeit“ konfrontieren, wie es Direktorin Ines Goldbach ausdrückt. Rund zehn Jahre lang beschäftigte sich Verhoef nur noch mit kleineren Zeichnungen und Druckgrafiken, bevor er nun in Muttenz zu der für ihn charakteristischen kunterbunten Monumentalmalerei zurückgekehrt ist. Die übergroßen Werke messen alle 5 Meter in der Höhe und 2,80 Meter in der Breite und sind auf Leinwand gemalt. Verhoef verzichtet auf Rahmen und Wandflächen, um die Illusion eines grenzenlosen Eintauchens in seine Farb- und Formwelten zu erschaffen.



Toon Verhoefs Bilder zeichnen sich durch eine stark aufgeschichtete Materialität aus, durch Formen und riesige Farbflecke, die keine Gegenständlichkeit zulassen. Er sei „fasziniert von Szenen aus amerikanischen Filmen“, sagt Verhoef selbst über seine Malerei und führt als Beispiel dafür „eine Familie der Mittelklasse in einer typischen Vorortstraße“ an, „die Kinder springen im Haus herum, und plötzlich macht jemand eine verborgene Türe auf und alles Mögliche fällt mit einem Schlag heraus“. Die Gemälde des 68jährigen entstehen in seinen Ateliers in Amsterdam und Edam, wo er heute lebt; von dort aus werden sie aufgerollt und in die internationalen Museen transportiert. Nach seinem Studium an der Reichsakademie für Bildende Künste in Amsterdam arbeitete Verhoef erst für ein paar Jahre in Johannesburg, bevor er von 1975 bis 2003 für De Ateliers in Amsterdam und anschließend bis 2014 an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe als Dozent tätig war. Bekannt wurde Verhoef durch seine Auftritte im MoMA in New York 1977, auf der Documenta in Kassel 1983, im Stedelijk Museum in Amsterdam 1983 und 2001 sowie in den Hallen für Neue Kunst Schaffhausen 1991.

Die Ausstellung „Toon Verhoef“ läuft bis zum 16. November. Das Kunsthaus Baselland hat täglich außer montags von 11 bis 17 Uhr geöffnet, am Mittwoch von 14 bis 20 Uhr. Der Eintritt kostet 9 Franken, ermäßigt 6 Franken. Ein Katalog zur Ausstellung ist für Mitte Oktober angekündigt.

Kunsthaus Baselland
St. Jakob-Straße 170
CH-4132 Muttenz

Telefon: +41 (0)61 – 312 83 88
Telefax: +41 (0)61 – 312 83 89


30.09.2014

Quelle: Kunstmarkt.com/Viviane Bogumil

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Oskar Kokoschka, Prag. Blick vom Moldauufer auf die Kleinseite und den Laurenziberg, 1936

Oskar Kokoschka, Prag. Blick vom Moldauufer auf die Kleinseite und den Laurenziberg, 1936

Kokoschka und Prag in Regensburg

Einem speziellen Thema im Leben und Schaffen Oskar Kokoschkas nimmt sich derzeit das Kunstforum Ostdeutsche Galerie in Regensburg an. Es beleuchtet die Jahre 1934 bis 1938, in denen sich der österreichische Expressionist in Prag aufhielt. Die Ausstellung führt sein in der Tschechoslowakei entstandene Werk zusammen und bettet es in den Kontext der Prager Kulturszene der 1930er Jahre ein. Neben den beiden Gemälden aus der eigenen Sammlung sind weitere sieben Ansichten von Prag zu sehen, unter anderem „Prag – Nostalgia“ aus der Scottish National Gallery of Modern Art in Edinburgh oder das Porträt des tschechoslowakischen Staatspräsidenten Tomáš Garrigue Masaryk aus dem Carnegie Museum of Art in Pittsburgh. Aus Kokoschkas Prager Umfeld sind Künstler wie Emil Filla, Václav Špála, Bohdan Hermanský, Jan Bauch, Friedrich Feigl, Maxim Kopf, Georges Kars und Willi Nowak zugegen. Teils noch unveröffentlichte Dokumente aus der Zentralbibliothek Zürich und aus verschiedenen Privatsammlungen ergänzen die Präsentation mit Zeitdokumenten aus Kokoschkas Leben.



Im Spätsommer 1934 verließ Oskar Kokoschka Wien, um auf Reisen zu gehen und neue prominente Porträtaufträge zu erhalten. Die erste Station war Prag, wo er den tschechoslowakischen Staatspräsidenten Tomáš Garrigue Masaryk malen sollte. Doch die Porträtsitzungen wurden wegen Masaryks Krankheit aufgeschoben, und Kokoschka fand allmählich immer mehr Gefallen an der Stadt, in der schon sein Großvater Václav Kokoska gelebt hatte und wo auch seine Schwester zu Hause war. Er blieb in der Stadt an der Moldau, bis er Mitte Oktober 1938 nach der Besetzung der tschechoslowakischen Grenzgebiete durch die NS-Armee gezwungen war, nach London zu fliehen. Während Kokoschkas Aufenthalt in der Tschechoslowakei entstanden mindestens 37 Gemälde, darunter 15 Stadtansichten. Das Prager Panorama mit dem Blick über die Moldau hielt er es von verschiedenen Standpunkten aus fest. „Prag – Nostalgia“ malte er aus der Erinnerung heraus in London.

Vor dem Hintergrund der nationalsozialistischen Expansionsbewegung und ihrer restriktiven Kulturpolitik stellte Prag in der zweiten Hälfte der 1930er Jahre für viele deutschsprachige Intellektuelle einen Ort des Rückzugs und des Austausches dar. Kokoschka, in Deutschland als „entartet“ diffamiert, unterhielt Kontakte sowohl zum Kreis der Emigranten als auch zu den tschechischen und deutsch-böhmischen Künstlern. Seine öffentlich ausstrahlende Wirkung bezeugt die Gründung des so genannten „Oskar-Kokoschka-Bundes“, in dem Künstler wie John Heartfield und Theo Balden aktiv waren. Ende Juli 1938 erhielt Kokoschka die tschechoslowakische Staatsbürgerschaft. Mit dem Prager Milieu war er auch privat eng verbunden, denn hier lernte er Olda Palkovská kennen, die er 1941 in einem Londoner Luftschutzkeller heiratete.

Die Ausstellung „Oskar Kokoschka und die Prager Kulturszene“ ist bis zum 11. Januar 2015 zu sehen. Das Kunstforum Ostdeutsche Galerie hat dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr, am Donnerstag zusätzlich bis 20 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 6 Euro, ermäßigt 4 Euro. Der 160seitige Katalog aus dem Wienand Verlag kostet im Museum 24,50 Euro.

Kunstforum Ostdeutsche Galerie
Dr.-Johann-Maier-Straße 5
D-93049 Regensburg

Telefon: +49 (0)941 – 297 14 0
Telefax: +49 (0)941 – 297 14 33


30.09.2014

Quelle: Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching

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