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Portrait Augusta Livia, 1901 / Franz von Lenbach

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Hyäne / Wilhelm Rudolph

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Blalla W. Hallmann, Goodbye Herwing, 1985

Blalla W. Hallmann, Goodbye Herwing, 1985

Art Brut in Bad Schussenried

Die Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg zeigen in der Ausstellung „Grenzgehen – Paradies und Abgrund“ im Kloster Schussenried Schlüsselwerke der Art Brut im Dialog mit zeitgenössischer Kunst. Die 80 Arbeiten von 21 Künstlern aus den Medien Malerei, Grafik, Skulptur und Video setzen in der Vergangenheit des Kloster an, welches über 100 Jahre lang psychiatrische Heilanstalt war, und präsentieren dabei eine faszinierende Welt zwischen Paradiesvision und Bedrohung. In spannungsvoller Inszenierung erwarten den Besucher erschütternde Zeugnisse produktiver Wut und visionärer Entfesselung – Kunstwerke von betörender Schönheit und magischem Kolorit.



Die Ausstellung mischt Werke, die traditionell der Art Brut zugerechnet werden, also künstlerische Arbeiten von Menschen, deren Biografien vielfach mit psychiatrischen Erfahrungen verbunden sind, mit den Werken junger Künstler, die in Herangehensweise oder Gestus enge Berührung mit der Art Brut haben. So erlebt man in der Schussenrieder Ausstellung die zeichenhaften Kopffüßler eines Oswald Tschirtner aus Gugging neben Grafik von Blalla W. Hallmann und dem starken Gestus der mit der Axt aus Sperrholz gehauenen Torsi eines Johann Peter Scharloh. Diese Exponate aus öffentlichen Sammlungen und aus Privatbesitz sind oft ein von kompromisslosen Haltungen dominierten, großen Bilderstrom. Mit einer Bildsprache, die an Radikalität kaum zu überbieten ist, macht die Schau innere Befindlichkeiten sichtbar. Dabei stehen Paradiesvisionen und Sehnsüchte nach Geborgenheit neben exzentrischen Abgründen und der Angst vor dem Ungewissen.

Die Ausstellung „Grenzgehen – Paradies und Abgrund“ ist bis zum 29. März 2015 zu sehen. Das Kloster Schussenried hat täglich außer montags von 13 bis 17 Uhr geöffnet. Geschlossen bliebt an Heiligabend, 1. Weihnachtstag und an Silvester. Der Eintritt beträgt 5,50 Euro, ermäßigt 2,80 Euro. Der Katalog zur Schau kostet 6 Euro.

Kloster Schussenried
Neues Kloster 1
D-88427 Bad Schussenried

Telefon: +49 (0)7583 – 92 69 140
Telefax: +49 (0)7583 – 92 69 111


17.12.2014

Quelle: Kunstmarkt.com/Kira Graser

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Giovanni Agostino da Lodi, Kopf eines Mannes im Dreiviertelprofil, um 1500/10

Giovanni Agostino da Lodi, Kopf eines Mannes im Dreiviertelprofil, um 1500/10

Dresden „An der Wiege der Kunst“

Das Kupferstich-Kabinett und die Gemäldegalerie Alte Meister versammeln derzeit unter dem Titel „An der Wiege der Kunst“ italienische Zeichnungen und Gemälde von Giotto bis Botticelli im Dresdener Residenzschloss. Die Ausstellung zeigt die Anfänge der italienischen Renaissance im 14. und 15. Jahrhundert und damit den Übergang vom Mittelalter zur Neuzeit, als sich Künstler wie Giotto di Bondone, Fra Angelico, Filippino Lippi, Bernardino Pinturicchio und Sandro Botticelli in völlig neuer Weise der Realität zuwandten. In lebendiger Auseinandersetzung mit ihrer Umwelt erschlossen sie mit den Methoden der sich entwickelten Perspektivlehre neue Bildräume, nahmen gleichzeitig das Erbe der Antike mit frischem Blick auf und erweiterten das traditionelle thematische Repertoire. So steht das Ideale neben frappantem Realismus und tiefe Religiosität neben profaner Diesseitigkeit.



Die Ausstellung gewährt wortwörtlich tiefe Einblicke in die gezeigten Werke, denn alle Zeichnungen und Gemälde der italienischen Spätgotik und Frührenaissance aus den Sammlungen der beiden Museum wurden in den letzten Jahren mit strahlendiagnostischen Verfahren untersucht. Signaturen und andere dem bloßen Auge verborgene Bildelemente konnten so sichtbar gemacht werden. Außerdem gewannen die Experten neue Aufschlüsse über Erhaltungszustände und insbesondere über die Entstehung der Werke. Durch diese Forschungsarbeit lässt sich heute wieder nachvollziehen, wie damals auf Papier oder Leinwand die ersten Striche gezogen wurden. Die präsentierten Untersuchungsergebnisse wie auch eine spezielle Ausstellungssektion zur Funktion der Zeichenkunst stellen die fundamentale Bedeutung heraus, die der Arbeit mit Stift und Feder in dieser Epoche zukam. Malerei und Zeichenkunst wird in unmittelbarer Gegenüberstellung gezeigt und eröffnet so im Vergleich faszinierende Einblicke in eine der kreativsten Epochen der abendländischen Kunstgeschichte.

Die Ausstellung „An der Wiege der Kunst. Italienische Zeichnungen und Gemälde von Giotto bis Botticelli“ läuft bis zum 18. Januar 2015. Das Dresdener Residenzschloss hat täglich außer dienstags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 12 Euro, ermäßigt 9 Euro. Der Katalog zur Ausstellung kostet 24,90 Euro.

Staatliche Kunstsammlungen Dresden – Residenzschloss
Taschenberg 2
D-01067 Dresden

Telefon: +49 (0)351 – 4914 2000
Telefax: +49 (0)351 – 4914 2001


17.12.2014

Quelle: Kunstmarkt.com/Kira Graser

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Gmoser-Preis für Gegenwartskunst an Ramesch Daha

Ramesch Daha erhält den „Gerhard und Birgit Gmoser-Preis für Gegenwartskunst“. Die 1971 in Teheran geborene Künstlerin ist die zweite Trägerin der mit 5.000 Euro dotierten Auszeichnung. Ihr Werk weise eine herausragende malerische Qualität auf und sei konsequent in Richtung kritisch-politischer Ausdrucksformen weiterentwickelt worden, begründete die Jury ihre Entscheidung. Seit 1978 lebt Ramesch Daha in Österreich. Nach einer Ausbildung an der Modeschule Michelbeuern studierte sie zwischen 1994 und 1998 an der Akademie der bildenden Künste Wien bei Arik Brauer und Hubert Schmalix.



In ihren malerischen, grafischen und filmischen Arbeiten verwendet Ramesch Daha immer wieder Archivmaterial und nimmt Bezug auf ältere sowie aktuelle gesellschaftspolitische Ereignisse. Dabei interessiert sie sich für ihr Heimatland Iran, das Verhältnis zwischen islamischer und westlicher Welt oder auch für die Ereignisse um den 11. September 2001. Ausgangspunkt ihrer Arbeiten ist eine Zusammenstellung von Dokumenten, Notizen und Vermerken, wobei die Künstlerin öffentliche und private Geschichte ineinanderfließen lässt. So greift Daha in ihrer Werkserie „Unlimited History“ von 2013/14 auf die Entstehung der Transiranischen Eisenbahn zurück, die zwischen 1927 und 1939 unter wesentlicher Beteiligung von Ingenieuren aus Nazideutschland umgesetzt wurde und für die Industrialisierung Irans wichtig war. Ihre Frottagen, Collagen, Zeichnungen und Gemälde kombinieren die historischen Schlagzeilen mit gegenwärtigen Bildern von Fotojournalistinnen.

Die Wiener Secession vergibt in diesem Jahr zum zweiten Mal den „Gerhard und Birgit Gmoser-Preis für Gegenwartskunst, Secession Wien“. Er geht auf Birgit Gmoser zurück, die 1999 in Erinnerung an ihren verstorbenen Ehemann, den österreichischen Diplomaten und Maler Gerhard Gmoser, die „Gerhard und Birgit Gmoser-Stiftung“ errichtete. Ihr Ziel ist die Förderung junger Künstlerinnen und Künstler. Der Preis wird österreichweit, genreübergreifend und für das gesamte künstlerische Schaffen ausgeschrieben. Er richtet sich an Kunstschaffende, die in den Bereichen Malerei, Bildhauerei, Fotografie und Neue Medien tätig sind. Die erste Preisrunde ging 2011 an Heidrun Holzfeind und Barbara Eichhorn.


17.12.2014

Quelle: Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching

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