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Brandung bei Knokke, 1895 / Max Schlichting

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ohne Titel / Günther Uecker

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Blick aus dem Künstler-Atelier in Berlin. Kurfürstenstraße, 1927 / Ernst Oppler

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Ohne Titel - Chromatische Konstellation, 2015 / Heinz Mack

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Jonas Höschl, Jan Erbelding, Nele Jäger, Maximilian Prüfer

Jonas Höschl, Jan Erbelding, Nele Jäger und Maximilian Prüfer erhalten die Bayerischen Kunstförderpreise für Bildende Kunst 2021

Bayerische Kunstförderpreise vergeben

Der bayerische Kunstminister Bernd Sibler hat die vier Träger*innen der Kunstförderpreise in der Sparte „Bildende Kunst“ bekanntgegeben. Die mit jeweils 6.000 Euro dotierte Auszeichnung, die an in Bayern lebende Künstlerinnen und Künstler am Beginn ihrer Karriere für eine „außergewöhnliche Begabung“ und „herausragende Leistungen“ vergeben wird, geht an Jan Erbelding, Jonas Höschl, Nele Jäger und Maximilian Prüfer. „In ihren Arbeiten beschäftigen sie sich mit sozialpolitischen Bedingungen und gesellschaftskritischen Themen. Dabei irritieren sie, gehen an die Grenzen des Aushaltbaren und rütteln so ihr Publikum wach. Mit dem Kunstförderpreis möchten wir uns für diesen intensiven Dialog bei den Künstlerinnen und Künstlern bedanken und sie in ihrer Kunst unterstützen“, so Sibler.



Nele Jäger, geboren 1992 in Bayreuth, hat Kunsterziehung mit dem Schwerpunkt Malerei an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg studiert. In ihren Arbeiten löst sie die Grenzen der Medien auf und generiert hybride Erscheinungsformen. Dabei erweitert Jäger malerische oder (typo-)grafische Fragestellungen in den Raum und erzeugt daraus skulpturale Ideen. Im System der Collage definiere sich die Arbeit der Künstlerin sowohl über die Form als auch das Material gleichermaßen, sei sehr aufgeladen, gleichzeitig fein, hob die Jury hervor. Mit größter Leichtigkeit vereine die Nele Jäger dabei Zitate aus der Geschichte, der angewandten Gestaltung, modernste Fertigungstechniken wie Lasergravur oder 3D-Druck und Materialien wie Styropor, Gips, Feldsteine oder Holz in einer Gleichzeitigkeit, die unmissverständlich zeitgenössisch ist.

Auf konzeptueller Basis abreitet der 1995 in Regensburg geborene Jonas Höschl und thematisiert dabei Politik und Gesellschaft in Medien wie Druckgrafik, Sound, Video und Installation. Höschl, der von 2015 bis 2020 Grafik Design/Visuelle Kommunikation an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg studierte und dort nebenher ein Gaststudium Fotografie absolvierte, hinterfragt in seinen druckgrafischen Werken und Videoarbeiten das identitätsstiftende Potential politischer Systeme und gesellschaftlicher Konstrukte. Anhand von regionalen Politskandalen und europäischen Konflikten zeigt er die Entfremdung von einenden Idealen auf. Dabei eignet sich Höschl die zum Teil historischen Bildsprachen unterschiedlicher Ideologien an, um die propagandistische Manipulation offen zu legen. Die Jury hob die Dialektik seiner Arbeiten hervor. Der Künstler spiele mit Widersprüchen. Dabei gehe seine Arbeit leicht an eine Grenze, die zerstörerisch ist. Gerade diese künstlerische Sprache, diese irritierenden Momente stellten nach Auffassung der Jury den Mehrwert der Kunst von Jonas Höschl dar.

Auch Maximilian Prüfer, geboren 1986 in Weilheim, der von 2010 bis 2016 Design und Kommunikationsstrategie an der Hochschule Augsburg studiert hat, tritt als Konzeptkünstler hervor. Mit beinahe wissenschaftlichem Anspruch geht er seine Werke an. Dabei spielen Naturbeobachtung, philosophische und gesellschaftliche Themen sowie gesellschaftspolitische Hintergründe seiner Rechercheorte eine Rolle. Für seinen Film „A Gift From Him“ reiste Prüfer mehrmals nach China, in ein Gebiet, das vom Insektensterben betroffen ist, und begleitete dort Bauern bei der Handbestäubung ihrer Birnbäume. Kern von Prüfers Arbeit sind Forschungsaufenthalte, kombiniert mit deren Dokumentation in Form von Fotografien, Performances und gesammelten Objekten. Er setzt sich nach Auffassung des Preisgremiums in seinen Werken auf eindrucksvolle und zugleich ästhetisch überzeugende Weise mit dem Verhältnis zwischen Mensch, Gesellschaft und Natur unter bestimmten soziopolitischen Bedingungen auseinander.

Den diesjährigen Spezialpreis „Schreiben als künstlerische Praxis“ erhielt Jan Erbelding, Jahrgang 1984 aus Freudenstadt. Der Künstler, Autor und Bildhauer studierte Fotografie an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe und anschließend von 2012 bis 2016 Freie Kunst an der Akademie der Bildenden Künste München. Seine künstlerische Praxis ist textbasiert und vermittelt sich vor allem durch seine Performances und Lesungen. Erbelding arbeitet zwischen historischen Fakten, Figuren, Fiktion und Utopie, zwischen wissenschaftlichen Referenzen und scheinbar weniger wissenschaftlichen. Ausgangspunkt der Texte sind meist Beobachtungen der unmittelbaren Umgebung oder persönliche Erlebnisse des Künstlers: körperliche Empfindungen, Sehnsüchte, Emotionen, Alltags- und Naturbetrachtungen, Tagträume und Imaginationen, Versatzstücke von Dialogen oder Gedankenströme. Diese verflicht Erbelding mit theoretischen und literarischen Referenzen sowie gesellschaftspolitischen Kommentaren zu dichten, poetisch-assoziativen Berichten eines Ich-Erzählers. Die Jury würdigte seine eindrucksstarke, präsente und intensive performative Dynamik mit sehr validen Texten.


26.10.2021

Quelle: Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching

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Ausstellung „Technoschamanismus“

Der HMKV im Dortmunder U präsentiert die Ausstellung „Technoschamanismus“

Technoschamanismus im Dortmunder U

Der Dortmunder HMKV Hartware Medienkunstverein fordert aktuell die Rückkehr zu einem neuen Gemeinschaftsgefühl und stärkeren Zusammenhalt der Gesellschaft ein. Dafür hat Inke Arns die Ausstellung „Technoschamanismus“ kuratiert, prangert die Spaltung der Gesellschaft durch Kapitalismus und Ausbeutung an und zeigt mittels schamanistisch orientierter zeitgenössischer Kunst neue Ansätze für ein sozialeres und entschleunigtes Weltbild auf. Die jungen Kunstschaffenden beziehen sich dabei oft auf Joseph Beuys, der damit im Rahmen des Jubiläumsprogramms „Beuys 2021. 100 Jahre Joseph Beuys“ des Landes Nordrhein-Westfalens gewürdigt wird, aber etwa auch auf die brasilianische „tecnoxamanismo“-Bewegung. Die in dieser Free Software- und DIY-Gruppe zusammengeschlossenen Aktivisten, Hacker, Produzenten, Wissenschaftler und Künstler verstehen Schamanismus als ein Konvolut von Technologien, die das traditionelle Wissen der Vorfahren mit der modernen Wissenschaft verbinden. Die zwölf an der Dortmunder Präsentation beteiligten Kunst- und Kulturschaffenden streben nicht nach spiritueller Transzendenz, sondern zielen darauf ab, eine gesellschaftliche Veränderung herbeizuführen.



Die Ausstellung ist in vier große thematische Bereiche unterteilt. Im Kapitel „Alchemie/Metallurgie“ verhandelt unter anderem das Schweizer Duo knowbotiq aus Yvonne Wilhelm und Christian Hübler mit „Swiss Psychotropic Gold, the Molecular Refinery“ die positive Konnotation von Gold. Das Metall wird zu 70 Prozent in der Schweiz veredelt und dadurch von seinem Status als „Blutgold“ reingewaschen. Dem so entstandenen Edelmetall schreiben die Künstler*innen psychoaktive Wirkungen zu. Tabita Rezaire wandert dagegen im Bereich „Kosmologie“ mit ihrer Videoinstallation „Mamelles Ancestrales“ auf den Spuren der Steinkreise im westafrikanischen Senegambia, die zwischen 300 v. Chr. und 1600 n. Chr. geschaffen wurden, und versucht deren historische und kulturelle Bedeutung, beispielsweise als Grabstätten oder Geisterorte, zu eruieren.

Mit „Ökologie und Künstlicher Intelligenz“ setzt sich unter anderem Lucile Olympe Haute auseinander, die in ihrem „Cyberwitches Manifesto“ dazu aufruft, die sozialen Medien für spirituelle Rituale zu nutzen. Zudem plädiert sie dafür, ein eigenständiges technologisches Netzwerk abseits der „Big Five“-Player Google, Amazon, Facebook, Apple und Microsoft zu schaffen. Das letzte Kapitel, in dem beispielsweise ein Video von Joseph Beuys’ legendärer Performance „I like America and America likes me“ mit einem Kojoten von 1974 gezeigt wird, ist nicht-menschlichen Akteuren wie Tieren oder mythologischen Figuren gewidmet. Neben den genannten Kunstschaffenden erwarten den Besucher Werke von Morehshin Allahyari, Mariechen Danz, Anja Dornieden und Juan David González Monroy, Sahej Rahal, Jana Kerima Stolzer und Lex Rütten, der künstlichen Intelligenz Transformella, betreut durch Johannes Paul Raether, Suzanne Treister und Anton Vidokle.

Die Ausstellung „Technoschamanismus“ läuft bis zum 6. März 2022. Der HMKV Hartware Medienkunstverein im Dortmunder U hat dienstags bis sonntags von 11 bis 18 Uhr sowie donnerstags bis samstags bis 20 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. Begleitend zur Schau erscheint Mitte November ein bebildertes Magazin im Kettler Verlag zu 18 Euro.

Hartware Medienkunstverein im Dortmunder U
Leonie-Reygers-Terrasse
D-44137 Dortmund

Telefon: +49 (0)231 – 49 66 420
Telefax: +49 (0)231 – 49 66 42 29


26.10.2021

Quelle: Kunstmarkt.com/Amanda Bischoff

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Klaus Gallwitz

Klaus Gallwitz galt als herausragender Förderer der Kunst

Klaus Gallwitz gestorben

Klaus Gallwitz ist tot. Der renommierte und umtriebige Direktor mehrerer Museen starb am vergangenen Donnerstag mit 91 Jahren in Karlsruhe. Seine Karriere begann der Kunsthistoriker und Kurator als Galerist in der badischen Stadt. Als weitere Stationen folgten die Leitungsposten des Badischen Kunstvereins, der Kunsthalle Baden-Baden und ab 1974 vor allem des Städel Museums in Frankfurt am Main. Hier war er 20 Jahre lang tätig und prägte das Haus maßgeblich. In seiner Amtszeit habe er in mehrfacher Hinsicht sein Gespür für zeitgenössische Kunst bewiesen und damit Ausstellungsgeschichte geschrieben, würdigte die Frankfurter Kulturdezernentin Ina Hartwig den Verstorbenen. „Klaus Gallwitz hat für die Kunst gelebt. Die Künstlerinnen und Künstler waren ihm wichtig und mit ihm stets verbunden. Mit den ‚Großen‘ des Kunstbetriebs war er auf Augenhöhe und unterhielt intensive Kontakte. Akribisch suchte er immer wieder nach neuen ausdruckstarken Persönlichkeiten, die er fördern konnte und auf ihrem Weg begleitete. Frankfurt und die Kultur haben Klaus Gallwitz viel zu verdanken“, unterstrich Hartwig.



Klaus Gallwitz, geboren am 14. September 1930 in Pillnitz bei Dresden, studierte zunächst Alte Sprachen, dann Kunstgeschichte in Berlin, Halle, Kiel und München. 1956 wurde er in Göttingen mit den „Untersuchungen zum italienischen zentralen Grab- und Memorialbau des 15. und 16. Jahrhunderts“ promoviert. Ein Jahr später zog er nach Karlsruhe und betrieb bis 1959 am Rondellplatz eine Galerie für zeitgenössische Kunst, deren Programm durch einen engen Austausch mit Professoren und Studenten der Karlsruher Kunstakademie, etwa mit HAP Grieshaber oder Horst Antes, gekennzeichnet war. 1959 wurde er zum Geschäftsführer des Badischen Kunstvereins in Karlsruhe berufen, sorgte 1967 mit Antes’ „Garten der Lüste“ zur Bundesgartenschau deutschlandweit für Schlagzeilen und wurde im selben Jahr zum Direktor der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden ernannt. Hier setzte er seine dezidiert zeitgenössische Ausrichtung fort. Legendär wurde sein Projekt „14 x 14“, bei dem Gallwitz in der Kunsthalle offene Ateliers für junge Künstler einrichtete und heute so berühmten Gestalten wie Georg Baselitz, Christian Boltanski, Johannes Brus, Michael Buthe, Karl Horst Hödicke, Anselm Kiefer, Imi Knoebel, Dieter Krieg, Markus Lüpertz, Blinky Palermo, Gerhard Richter, Reiner Ruthenbeck, Eugen Schönebeck oder Günther Uecker einen frühen Auftritt bot. In den fünf Jahren dieser Ausstellungsreihe förderte er rund 70 Künstler.

In seine Baden-Badener Zeit fiel 1971 auch eine Schau zu Salvador Dalí. Mit den rund 160.000 Besuchern gilt sie als Geburtsstunde der Blockbuster-Ausstellungen. Weitere erfolgreiche Präsentationen zu Hans Makart und den Russischen Realisten folgten. Als Direktor des Städels konnte er die hauseigene Sammlung um zahlreiche Werke moderner und zeitgenössischer Kunst, aber auch um Jean-Antoine Watteaus „Einschiffung nach Kythera“ erweitern, baute die Museumspädagogik auf und verantwortete die 1990 eröffnete Museumserweiterung von Gustav Peichl. Zugleich war er Honorarprofessor an der Städelschule. 1994 schied er von seinem Dienst in Frankfurt aus, zog sich aber noch nicht auf sein Altenteil zurück, sondern war von 1995 bis 2002 Leiter des Künstlerhauses Schloss Balmoral in Bad Ems, von 2004 bis 2006 Gründungsdirektor des Museums Frieder Burda in Baden-Baden und von 2006 bis 2008 Gründungsdirektor des Arp Museums Bahnhof Rolandseck.

Klaus Gallwitz war jedoch nicht nur Museumsmann, sondern auch Sprecher der Beratergruppe der Kunstausstellungen des Europarats in Straßburg. In dieser Eigenschaft hat er etwa die Schau „Kunst und Macht – Europa unter den Diktatoren 1930-45“ in London und Berlin angeregt. Als deutscher Biennalen-Kommissar zeigte er 1976 in Venedig die „Straßenbahnhaltestelle“ von Joseph Beuys. Zudem war Gallwitz für die Biennalen in Paris (1971), São Paulo (1989 und 1991) und Johannesburg (1995) verantwortlich. In Frankfurt war er auch am Aufbau der Kunstsammlung der Deutschen Bank beteiligt. Ein Herzensanliegen seiner wissenschaftlichen Tätigkeit war Max Beckmann. 1984 veröffentlichte Gallwitz dazu eine Monografie und war Mitherausgeber einer dreibändigen Briefausgabe des deutschen Expressionisten. Zudem verfasste er 1971 die erste Arbeit über Pablo Picassos Spätwerk und brachte 1990 aufgrund seiner Faszination für die russische Malerei des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts zusammen mit seiner Frau das Buch „Russlandbilder“ heraus.


26.10.2021

Quelle: Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching

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