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Am Badestrand / Otto Pippel

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© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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Knieende(r), 1907/1908 / Ernst Barlach

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am Stand von Johannes Faber auf der SIAF

am Stand von Johannes Faber auf der SIAF

Corona-Krise: Salzburger Kunstmessen finden dennoch statt

Sowohl die Salzburg International ArtFair (SIAF) als auch die Art & Antique Residenzhof Salzburg öffnen in dieser Woche ihre Pforten. Im Gleichschritt mit den Salzburger Festspielen trotzen die beiden Veranstaltungen der Corona-Pandemie und wollen die Kunstsammler an die Salzach locken. Da es die ersten Kunstmessen in Europa sind, die seit dem Lockdown im März stattfinden, richtet sich das Augenmerk der Kunstwelt besonders auf sie. Wie sehen die Schutzmaßnahmen aus, gehen die Sicherheitskonzepte auf, können Ansteckungen verhindert werden – das sind nur einige der Fragen, die die Messen nun beantworten müssen.



Die zweite Ausgabe der SIAF, deren Spektrum von der österreichischen Malerei des 19. und 20. Jahrhunderts bis zur zeitgenössischen Kunst reicht, umfasst insgesamt 30 Austeller, etwa die Galerien Johannes Faber, Krinzinger oder Ruberl aus Wien oder der Kunsthandel Freller aus Linz. Sie offerieren außerdem Skulpturen, Glas, Fotografien und Kunsthandwerk aus der Zeit um 1900. Untergebracht ist die Messe im Terminal 2 des Salzburger Flughafens, der mit rund 3.000 Quadratmetern genügend Platz bietet, um die erforderlichen Mindest- und Sicherheitsabstände einzuhalten. Damit die Regierungsvorgaben zum Social Distancing eingehalten werden, setzt die SIAF als erste Kunstmesse eine vom Grazer Startup fynd.art entwickelte Bilderkennungssoftware ein. Die Besucher können mit ihrem Smartphone die ausgestellten Bilder scannen und erhalten sämtliche Informationen zum Werk, Künstler und zur ausstellenden Galerie aus sicherer Distanz auf ihr Smartphone.

Daneben kann auch die Art & Antique im Salzburger Residenzhof weitgehend planmäßig stattfinden. Auf der sechsten Ausgabe locken elf Aussteller die Besucher in ein geräumiges und klimatisiertes Zelt, in dem regelmäßige Frischluftzirkulation etwaige Virus-Übertragungen eindämmen sollen. In der biedermeierlichen Idylle „Sonntagsruhe“ von Ferdinand Georg Waldmüller ist von einer Krisenstimmung nichts zu spüren. Die liebevolle Mutter-Kind-Szene aus dem Jahr 1859 hängt am Stand von Lilly’s Contemporary Art Exclusive Antiques. Vielleicht können auch die „Vierzehn Nothelfer“ auf einer Predella aus Südtirol um 1480 vor so manchem Unglück schützen, die der Kunsthandel Runge aus Eferding mitgebracht hat. Der Kunsthandel Freller will keinen Kunden verpassen und hat einen Stand auch auf der Art & Antique aufgeschlagen, an dem etwa Alfons Waldes „Bergsommer“ prangt.

Die Salzburg International ArtFair läuft vom 5. bis zum 9. August täglich von 11 bis 18 Uhr. Ein Tagesticket kostet regulär 15 Euro, ermäßigt 10 Euro. Für Schüler und Studenten ist der Eintritt frei.

Salzburger International ArtFair
Flughafen Salzburg, Amadeus Terminal 2
Christian-Doppler-Platz
A-5020 Salzburg
www.siaf.at

Die Art & Antique Residenzhof Salzburg hat vom 8. bis zum 16. August täglich von 11 bis 19 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Art & Antique Residenzhof Salzburg
Residenzplatz 1
A-5020 Salzburg
www.artantique-residenz.at


05.08.2020

Quelle: Kunstmarkt.com/Maximilian Nalbach

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Evelyne Axell, Les Championnes, 1966

Evelyne Axell, Les Championnes, 1966

Muzeum Susch präsentiert Evelyne Axell

Das noch junge Schweizer Muzeum Susch widmet der belgischen Pop Art-Künstlerin Evelyne Axell eine Retrospektive. Unter dem Titel „Body Double“ gibt das im vergangenen Jahr von der polnischen Unternehmerin und Kunstsammlerin Grazyna Kulczyk gegründete Haus einen Einblick in das facettenreiche Œuvre der 1972 im Alter von nur 37 Jahren verunglückten Malerin. Mit ihrem feministischen Ansatz wurde Axell in den 1960er Jahren zu einer der Pionierinnen der Pop Art in Europa. Ihr eigenständiges Werk umfasst vor allem Darstellungen von Frauen und hebt an vielen Stellen auf einen Diskurs zur weiblichen Sexualität ab. Das Kuratorenduo Anke Kempkes und Krzysztof Kosciuczuk haben sowohl Collagen, Zeichnungen, Skulpturen, Fotografien als auch filmische Arbeiten von Axell zusammengetragen.



Die Schau beleuchtet verschiedene politische Themen in Axells Werk. Als aktive Zeugin der Ära der sexuellen Befreiung versuchte sie, den weiblichen Körper von den bisherigen Darstellungskonventionen zu befreien. In ihrem einzigen öffentlichen Interview aus dem Jahr 1969 sagte Evelyne Axell: „Die außergewöhnlichsten Wesen, denen ich je begegnet bin, waren fast ausschließlich Frauen, ich finde Frauen am exquisitesten. Sie sind alles auf einmal: Wollust, Luxus, Frivolität, Zärtlichkeit, Mut, Gier und völlige Selbstlosigkeit. Das heißt, sie sind die Synthese der Schwächen und Stärken des Menschen.“

Der Titel „Body Double“ spielt auf das immer wiederkehrende Motiv des „Doppelten" in Axells Kompositionen an. Ihre Arbeiten zeigen nicht selten doppelte Selbstbildnisse der Künstlerin. Fragmentierte Porträts vermitteln den Zustand des weiblichen gespaltenen Selbst. Gespiegelte multiethnische weibliche Akte, wie in Axells filmischem Experiment „Noire et Blanche“ von 1966/67, stellen einen weiteren Aspekt des „Doppelten“ dar. Dieser bezieht sich auf den erstarkenden kulturellen Stolz von Minderheiten im Kontext der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung. Diese Facette verleiht dem Werk Axells im Hinblick auf die heutige „Black Lives Matter“ Bewegung eine erstaunliche und fast ernüchternde Aktualität.

Die Ausstellung „Evelyne Axell: Body Double“ läuft bis zum 6. Dezember. Das Muzeum Susch hat donnerstags und freitags von 12 bis 17 Uhr sowie am Wochenende von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet regulär 15 Franken, ermäßigt 10 Franken. Für Kinder bis 6 Jahre ist er frei.

Muzeum Susch
Sur Punt 78
CH-7542 Susch
Telefon: +41 (0)81 – 861 03 03


05.08.2020

Quelle: Kunstmarkt.com/Maximilian Nalbach

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Kunst- und Naturalienkammer der Franckeschen Stiftungen

Heute noch im Original erhalten: Die Kunst- und Naturalienkammer der Franckeschen Stiftungen

Europäisches Netzwerk vormoderner Museen geplant

Die Franckeschen Stiftungen in Halle an der Saale wollen im Oktober dieses Jahres gemeinsam mit der Kunstkammer Peters des Großen in St. Petersburg, dem Teylers Museum in Haarlem und dem britischen Kunsthistoriker Arthur MacGregor ein „Europäisches Netzwerk Vormoderner Museen“ gründen. Die Idee zum Aufbau dieses Verbunds basiert auf der Tatsache, dass bereits die frühmodernen Wunderkammern in Europa auf vielfältige Weise miteinander in Kontakt standen. Die Gründungsmitglieder aus Deutschland, Großbritannien, den Niederlanden und Russland wollen bewusst einen europäischen Akzent setzen und das neue Netzwerk schrittweise erweitern. Das Hauptanliegen der Organisation ist dabei, einen stetigen Austausch zu Fragen der musealen Präsentation und Vermittlung von Wunderkammern zu ermöglichen. Daneben sollen auch wissenschaftliche Forschungen, Erkenntnisse in der Provenienzarbeit oder gemeinsame Publikationen angegangen werden.



Der geplante Gründungsworkshop am 12. und 13. Oktober fällt mit der Jubiläumsfeier der Hallenser Kunstkammer zusammen. So jährt sich an diesem Wochenende die Wiedereröffnung der Kunst- und Naturalienkammer nach der Sanierung des Historischen Waisenhauses zum 25. Mal. Das Museum in Halle ist die einzige europäische Wunderkammer des Barock, die noch vollständig an ihrem ursprünglichen Ort mit dem historischen Mobiliar erhalten ist. „Die Einzigartigkeit der Wunderkammer der Franckeschen Stiftungen liegt darin, dass alle originalen Grundkomponenten erhalten sind: über 3000 Objekte, die passgenauen Sammlungsschränke der Kammer mit ihren farbenprächtigen Bekrönungsmalereien, der originale Raum im ehemaligen Schlafsaal des Historischen Waisenhauses sowie das museumstheoretische Konzept der Präsentation aufgrund der Kataloge aus dem 18. Jahrhundert“, so Direktor Thomas Müller-Bahlke.


05.08.2020

Quelle: Kunstmarkt.com/Maximilian Nalbach

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News vom 05.08.2020

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