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Zac Langdon-Pole

BMW Art Journey Gewinner 2018: Zac Langdon-Pole

Zac Langdon-Pole gewinnt BMW Art Journey

Zac Langdon-Pole wird als nächster Künstler die „BMW Art Journey“ antreten. Eine international besetzte, fünfköpfige Jury wählte den Neuseeländer für sein Projekt „Sutures of the Sky“ aus. Dafür wird 1988 in Auckland geborene Langdon-Pole im Laufe des Jahres durch die Welt ziehen und den Flugbahnen von Vögeln wie der des weißen Storchs oder der Küstenseeschwalbe folgen. Von allen Lebewesen legen Zugvögel die längsten Strecken zurück, ihre Routen dienten bereits polynesischen Spurensuchern als Wegweiser über die Meere.



Inspiriert von dieser historischen Art, den Himmel als Hilfsmittel der Navigation zu nutzen, hinterfragt Langdon-Pole, der an der Elam School of Fine Arts der University of Auckland und an der Städelschule in Frankfurt am Main bei Willem de Rooij studiert hat, auf seiner Reise die Vorstellung vom Menschen als Mittelpunkt der Welt. Auf seiner Erkundungsfahrt durch Zentraleuropa, Südafrika sowie zu den pazifischen Inseln Samoa und Hawaii erforscht er Verbindungen zwischen Kulturen und der wissenschaftlichen Sternenkartografie. Diese Untersuchungen bilden den Ausgangspunkt für Langdon-Poles Fragen, wer wir sind und welchen Platz der Mensch in der Welt innehat.

„Die ersten künstlerischen Ausdrucksformen der Menschheit waren bis zum 19. Jahrhundert hauptsächlich von der Natur, ihrer Schönheit, Erhabenheit sowie ihren faszinierenden Geheimnissen geprägt. Mit der Aufklärung veraltete diese Bewunderung der Natur. Mit seinem Reisevorschlag bringt Zac Langdon-Pole das Staunen zurück in die Kunst und schafft so einen Moment, der ideologische sowie politische Fragen aufwirft. Besonders beeindruckte der Plan des Künstlers, Fachleute unterschiedlichster Disziplinen zu treffen, um seine Erfahrungen zu teilen und ihn als Gesprächspartner zu begleiten“, so die Jury in ihrem Statement.

2015 haben die Art Basel und der Autobauer BMW die „BMW Art Journey“ ins Leben gerufen, um junge Künstler weltweit mit einem Reisestipendium zu fördern. Dafür wählt eine Jury aus dem Sektor „Discoveries“ der Art Basel in Hongkong und Miami Beach zunächst je drei Künstler für die Shortlist des Preises auf. Diese können dann ihre Reisevorschläge einreichen. Daraufhin tritt die Jury erneut zusammen und kürt den Gewinner aus den drei Vorschlägen. Neben Zac Langdon-Pole kamen in diesem Jahr noch die 1984 in Bogotá geborene, heute in Los Angeles lebende Gala Porras-Kim und der Pakistaner Ali Kazim, Jahrgang 1979, in die engere Auswahl.


Infos: www.bmw-art-journey.com


15.06.2018

Quelle: Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching

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Sebastian Speckmann, Songs from the second floor, 2017

Sebastian Speckmann, Songs from the second floor, 2017

Sebastian Speckmann im Museum Franz Gertsch

Das Museum Franz Gertsch im schweizerischen Burgdorf widmet sich wie sein Namensgeber gerne der Druckgrafik. Nun präsentiert es in seinem Kabinett druckgrafische Arbeiten von Sebastian Speckmann und richtet damit dem 1982 in Wolfen bei Bitterfeld geborenen Künstler die erste Ausstellung in der Schweiz aus. Dafür hat Kuratorin von Anna Wesle in Zusammenarbeit mit Speckmann aktuelle groß- und kleinformatige Linolschnitte sowie eine Wandinstallation ausgewählt. Ein Teil der Arbeiten ist eigens für die Schau in Burgdorf entstanden.



Sebastian Speckmann hat von 2003 bis 2011 an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig bei Neo Rauch und Heribert C. Ottersbach sowie dazwischen ein Jahr an der Royal Academy of Arts in London studiert. Für sein Schaffen erhielt er 2007 den ersten Preis beim Wettbewerb „Linolschnitt heute“ der Städtischen Galerie Bietigheim-Bissingen. Speckmann arbeitet vorwiegenden mit den Medien Linolschnitt, Holzschnitt, Zeichnung und Computerausdruck, die er schon einmal collagiert oder zu großen Wandinstallationen ausbaut und darauf kleinere Arbeiten inszeniert. Schwarz und Weiß sind dabei seine bevorzugten Farben, seine Drucke tendenziell dunkel gehalten.

Mit vielfältigen Schnitt- und Stichmethoden, linear und punktuell, arbeitet Sebastian Speckmann die vorwiegend gegenständlichen Darstellungen in die Platte hinein. Die Landschaften und Szenen, die so entstehen, erscheinen vertraut und real. Bei genauerer Betrachtung lassen sie sich jedoch nicht exakt in Raum und Zeit verankern, nehmen oft surreale und geheimnisvolle Züge an, wie der kopflose Mann, der in „Songs from the second floor“ von 2017 eine spiegelnde Scheibe durch eine triste Wohnbebauung mit übergroßem Obelisken trägt oder das etwas aus der Zeit gefallene Filmsetting, das Speckmann 2014 mit „Hirte“ betitelt hat. Die Motive entstehen aus seinem persönlichen Erinnerungs- und Bilderschatz, doch auch der Betrachter kann darin Erfahrungen aus seiner eigenen Welt entdecken.

Die Ausstellung „Sebastian Speckmann. Some things can be left unsaid“ ist bis zum 26. August zu sehen. Das Museum Franz Gertsch hat mittwochs bis freitags von 10 bis 18 Uhr und samstags sowie sonntags von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt regulär 12 Franken, ermäßigt 8 Franken. Am Samstag ist der Eintritt für alle Besucher ermäßigt. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog im Freiburger Modo Verlag.

Museum Franz Gertsch
Platanenstrasse 3
CH-3401 Burgdorf

Telefon: +41 (0)34 – 421 40 20
Telefax: +41 (0)34 – 421 40 21


15.06.2018

Quelle: Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching

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Etel Adnan, Ohne Titel, 2014

Etel Adnan, Ohne Titel, 2014

Etel Adnan in Bern

Es war eine späte Entdeckung, als Carolyn Christov-Bakargiev auf der Documenta im Jahr 2012 Etel Adnan als Malerin prominent vorstellte. Seither ist die Libanesin ein Shootingstar der Kunstszene. Ausstellungen mit ihren Arbeiten waren etwa im Museum der Moderne in Salzburg, im Heidelberger Kunstverein, im New Museum in New York, im Irish Museum of Modern Art in Dublin, im Sharjah Art Museum in den Vereinigten Arabischen Emiraten oder im Züricher Haus Konstruktiv zu sehen. Nun schließt sich auch das Zentrum Paul Klee in Bern an, präsentiert Gemälde, Leporellos, Arbeiten auf Papier, eine Filmarbeit und Tapisserien von Adnan und schlägt eine Brücke zum Werk von Paul Klee. Denn dessen „Quadrat-Bilder“, inspiriert von seiner Reise nach Tunesien im April 1914, wurden zu einer wichtigen Bezugsgröße für Etel Adnan.



Etel Adnans Biografie ist von einem multikulturellen Umfeld geprägt. Sie kommt 1925 in Beirut, im französisch besetzten Libanon, zur Welt. Die Tochter einer christlichen Griechin und eines muslimischen Syrers studiert später an der Sorbonne in Paris und in den Vereinigten Staaten in Berkeley und Harvard. Bekanntheit erlangt Adnan ab den 1970er Jahren mit ihrem literarischen Schaffen, das von ihrer Herkunft, ihrer Familie und der Geschichte des Nahen Ostens geprägt ist. Parallel entsteht ab den 1960er Jahren ein bildkünstlerisches Werk, das sich in seiner Farbflächenmalerei dem vibrierenden intensiven Kolorit des Orients widmet. Dabei trägt Etel Adnan die Farben mit einem Spachtel auf und gibt ihren Flächen eine klare und konturierte Struktur. Ihre abstrakte Kunst, die oft Erinnerungen an eine Landschaft hervorruft, versteht sie als poetisches Schreiben, das einer kulturell geprägten Sprache enthoben ist.

Ein langjähriger Wegbegleiter ist dabei der Mount Tamalpais nördlich von San Francisco, wo sie mehrere Jahrzehnte lebt. Ihr Hausberg dient ihr dabei zugleich als Motiv wie auch als künstlerische Projektionsfläche für individuelle und allgemein menschliche Befindlichkeiten. Die Nähe zu ihrem schriftstellerischen Schaffen machen ihre Leporellos deutlich, die für Adnan seit 1964 einen besonderen Stellenwert besitzen. Auf japanischem Papier, das harmonikaartig in Buchform gefaltet wird, treffen Schrift, Zeichnung, Bild und Text aufeinander, wobei Adnan das Schreiben als eine Art des Zeichnens empfindet. Für den Mount Tamalpais, den Etel Adnan in einem Interview als „wichtigste Begegnung ihres Lebens“ bezeichnet, entsteht 2008 auch das Leporello „Rihla ila Jabal Tamalpaïs“ mit eigenem Gedicht, Silhouetten des Berges und farblichen Schichtungen.

Die Ausstellung „Etel Adnan“ läuft vom 15. Juni bis zum 7. Oktober. Das Zentrum Paul Klee hat täglich außer montags von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 20 Franken, ermäßigt 10 Franken, für Kinder bis 16 Jahre 7 Franken.

Zentrum Paul Klee
Monument im Fruchtland 3
CH-3006 Bern

Telefon: +41 (0)31 – 359 01 01
Telefax: +41 (0)31 – 359 01 02


15.06.2018

Quelle: Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching

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