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Sebastiano del Piombo, Die Vision des heiligen Antonius des Großen

Sebastiano del Piombo, Die Vision des heiligen Antonius des Großen

Klassiker bei Christie’s in New York

In der kommenden Woche steht bei Christie’s in New York die „Classic Week“ auf dem Programm, die sieben Live- und Online-Auktionen mit Werken der Antike bis zum frühen 20. Jahrhundert umfasst. Neben Gemälden Alter und Neuerer Meister aus Europa kommen Skulpturen der Antike sowie Bücher und Manuskripte unter den Hammer, die teilweise aus den Privatsammlungen Kagan und Elaine und Alexandre Rosenberg stammen. Die Versteigerungen vor Ort werden durch die „European Art“ am 21. April eröffnet. Die Käufer erwarten Werke aus einer weiten Zeitspanne von den Jahren nach der Französischen Revolution bis zum Jugendstil des frühen 20. Jahrhunderts. Zu den Spitzenreitern gehören Jean-Baptiste Camille Corots zarte Landschaftsansicht der Höhen um Sèvres unter duftigem Himmel im Morgenlicht aus den 1850er Jahren (Taxe 150.000 bis 250.000 USD) und Paul César Helleus Bildnis einer selbstbewussten, elegant gekleideten Harfenspielerin mit Fächer in Pastelltönen (Taxe 120.000 bis 180.000 USD).



Die Bildniskunst bereichert Jean-François Millet mit dem schlichten, aber ausdrucksstarken Portrait der Madame Martin, einem seiner ersten Auftragswerke, das der Realist 1840 kurz nach dem Besuch der École des Beaux-Arts in Paris fertigstellte (Taxe 200.000 bis 300.000 USD). Während Jean-François Raffaëlli einfache Stadtbewohner vor der Kirche Saint-Étienne-du-Mont in Paris festhielt (Taxe 150.000 bis 250.000 USD), gab sich Alfred James Munnings staatstragend: Die mit lockerem Pinselstrich gemalte Darstellung der golden glänzenden britischen Staatskutsche vor den Marstallgebäuden des bekannten Pferdemalers soll 100.000 bis 150.000 Dollar einspielen.

Am nächsten Tag kommen die Alten Meister zum Zug. Die Sparte führt Sebastiano del Piombos markante „Vision des heiligen Antonius des Großen“ in seiner Einsiedelei an. Den ägyptischen Mönch und Asketen, der über den Schriften brütet und dabei Gottvater im Himmel erblickt, hat der Renaissance-Maler häufiger wiederholt; die vorliegende Version gilt als Wiederentdeckung und soll mit 3 bis 5 Millionen Dollar deutlich die bisherige Rekordmarke von 800.000 Pfund übertreffen. Dann folgen Jean-Baptiste Siméon Chardins schlichtes, aber eindrückliches Stillleben mit aufgehängter Stockente und Pomeranze (Taxe 1,5 bis 2,5 Millionen USD) und Bartolomé Esteban Murillos Komposition „Der heilige Franziskus umarmt Christus am Kreuz“. Indem er den düsteren Himmel hinter der zärtlichen Berührung der beiden aufreißen lässt, kreiert der spanische Barockmaler eine besondere Lichtstimmung und unterstreicht so die sprichwörtliche Franziskus-Liebe (Taxe 1,2 bis 1,8 Millionen USD). Genauso intim präsentiert sich die Sandro Botticelli zugeschriebene, vergilbte Darstellung einer Madonna Glykophilousa mit dem Johannesknaben aus den 1470er Jahren (Taxe 600.000 bis 800.000 USD).

Interessant ist Dosso Dossis neuentdeckte Komposition mit einer kleinteiligen Szene des Tempelbaus der Trojaner und der Darbringung von Opfergaben am Grab des Anchises aus dem fünften Buch von Vergils „Äneis“, die um 1521 für das Studiolo des Herzogs Alfonso d’Este in Ferrara bestimmt war (Taxe 400.000 bis 600.000 USD). Schon in den Manierismus weist eine farbleuchtende Taufe Christi des Bologneser Malers Orazio Samacchini mit gekonnt verdrehten Figuren (Taxe 200.000 bis 300.000 USD). Eine für Lucas Cranach d.Ä. typische Auferstehung Christi (Taxe 800.000 bis 1,2 Millionen USD) und das emotional aufgeladene Gemälde „Christus vertreibt die Geldwechsler aus dem Tempel“ des Utrechter Caravaggisten Dirck van Baburen können als würdige Stellvertreter nordeuropäischer Malerei gelten (Taxe 1 bis 1,5 Millionen USD). Auch ein Wandteppich hat es in die Versteigerung geschafft: Die Millefleurs-Tapisserie, in deren üppigem Blumenmuster ein einsames Einhorn springt, soll um 1500 in Brügge gewebt worden sein (Taxe 100.000 bis 150.000 USD).

Die Sparte der Skulptur glänzt unter anderem durch ein antikisierendes Marmorrelief Baccio Bandinellis mit dem Kopf Cosimo I. de’ Medici (Taxe 100.000 bis 150.000 USD). Aus der weiblichen Künstlerriege treten die anziehende Darstellung einer büßenden Magdalena der italienischen Barockkünstlerin Artemisia Gentileschi für 300.000 bis 500.000 Dollar und Clara Peeters’ gut gefülltes Stillleben mit roten und grünen Trauben in einem Korb, erlegten Vögeln und einem toten Hasen sowie einem lebendigen Eichhörnchen für 150.000 bis 250.000 Dollar an. Die Auktion wird durch ausgewählte Werke der Kagan-Sammlung abgeschlossen, darunter ein exzellent gemaltes Porträt der ernstblickenden Sklavereigegnerin Jean Babington von Thomas Lawrence aus dem Jahr 1811 (Taxe 120.000 bis 180.000 USD) und Johan Christian Dahls romantischer Blick über das Elbufer bei Dresden im Mondschein (Taxe 40.000 bis 60.000 USD).


16.04.2021

Quelle: Kunstmarkt.com/Amanda Bischoff

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Su-Ran Sichling, Keulen, 2011

Su-Ran Sichling, Keulen, 2011

Keramik im Kunsthaus Dresden

Das Kunsthaus Dresden hat seit heute wieder geöffnet und empfängt die Besucher mit der Ausstellung „1000°. Zeitgenössische Kunst zu alten und neuen Techniken des Keramischen“. Die schon seit November eingerichtete Schau untersucht die Bedeutungen und Botschaften der Keramik und nimmt zeitgenössische und historische Herangehensweisen im Umgang mit dem traditionellen Material in den Blick. Ziel der Kuratoren Su-Ran Sichling, Vincent Schier und Christiane Mennicke-Schwarz ist es, die in der ‚westlichen’ Kunstgeschichte häufig als Gebrauchsgegenstand abgetane Keramik kulturell und ästhetisch aufzuwerten. Dafür nehmen sie die Verflechtungen aus lokalem Wissen und globalen Beziehungen sowohl in Bezug auf die Herstellung von Formen und Glasuren, als auch die tradierte Symbolik und Aussagekraft der Werke in den Blick.



Die Exponate, unter anderem von Yasmin Bassir, Mariana Castillo Deball, Tomás Espinosa, Marco Miersch oder Alessio Tasca, sind vorrangig ästhetische Objekte. So gestaltete Bikje van Soest 2015 ein Bodenrelief aus aneinander gelegten glasierten Winkelelementen, während die 2011 entstandenen „Keulen“ Su-Ran Sichlings formal an Tabakpfeifen erinnern. Andererseits sind die Werke jedoch mit sozialer, politischer oder spiritueller Bedeutung aufgeladen und spiegeln die Historie und den Verwendungskontext des Materials Keramik wider. Sieben Teilbereiche mit internationalen Werken von Peju Layiwola aus Lagos, Reinata Sadimba aus Maputo, historischer Bauhauskeramik von Otto Lindig aus einer Frankfurter Privatsammlung, Architekturansichten von Diébédo Francis Kéré, japanischer Chawans für die Teezeremonie aus einer Dresdner Privatsammlung sowie einer Arbeit des Dresdner Künstlers Uwe Piller und Lausitzer Keramik aus den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden ergänzen das Repertoire der Schau.

Die Ausstellung „1000°. Zeitgenössische Kunst zu alten und neuen Techniken des Keramischen“ läuft bis zum 9. Juni. Das Kunsthaus Dresden hat dienstags bis donnerstags von 14 bis 19 Uhr und freitags bis sonntags von 11 bis 19 Uhr geöffnet. Aktuell ist der Besuch nur mit Buchung eines Zeitfensters und dem Nachweis eines tagesaktuellen negativen Corona-Tests möglich. Anlässlich des Eröffnungswochenendes am 17. und 18. April sowie jeden Freitag ist der Eintritt frei, regulär beträgt er 4 Euro, ermäßigt 2,50 Euro.

Kunsthaus Dresden – Städtische Galerie für Gegenwartskunst
Rähnitzgasse 8
D-01097 Dresden

Telefon: +49 (0)351 – 80 41 456
Telefax: +49 (0)351 – 80 41 582


16.04.2021

Quelle: Kunstmarkt.com/Amanda Bischoff

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Olafur Eliasson, Life, 2021

Olafur Eliasson, Life, 2021

Olafur Eliasson flutet die Fondation Beyeler für alle

In der Fondation Beyeler in Riehen bei Basel hat Olafur Eliasson wieder eine seiner spektakulären Inszenierungen eingerichtet und für „Life“ die Museumsräume mit einem künstlichen grünen Teich geflutet, der eine Fülle von Wasserpflanzen beherbergt. Mit Einverständnis des Direktors Sam Keller und des Museumsarchitekten Renzo Piano ließ der dänisch-isländische Künstler einen Großteil der Fenster und Türen entfernen, sodass nun eine große Wasserlandschaft die Innenräume des Gebäudes mit dem Teich des Gartens verbindet. „Mit Life arbeite ich aktiv daran, einen Raum der Koexistenz zwischen allen zu schaffen, die Teil der Ausstellung sind, und jenen, die von ihr angesprochen werden – der Kunstinstitution, meinem Kunstwerk, den Besuchenden, anderen Wesen, die daran teilhaben, den Bäumen und anderen Pflanzen im Park, der Stadtlandschaft, die das Museum umgibt und darüber hinaus. Indem wir gemeinsam die Welt erforschen, die wir miteinander teilen, können wir sie, so hoffe ich, für alle Spezies lebenswert machen“, erklärt Eliasson seine Intention.



Olafur Eliasson ließ sich bei seinen Ideen von der Anthropologin Natasha Myers inspirieren. Da wir nur dank der Existenz von Pflanzen auf der Erde leben können, ruft Myers dazu auf, das aktuelle „Anthropozän“ in ein „Planthropozän“ umzuwandeln, indem wir uns „vegetalisieren“, also für das Potenzial der Beziehungen zwischen Pflanze und Mensch sensibilisieren. Neben den Menschen lädt Eliasson auch die Flora und Fauna ein, die Ausstellungsräume zu besuchen und mit dem Wasser zu interagieren. Mit verschiedenen optischen Filtern ausgestattete Kameras sind knapp über der Wasseroberfläche oder in den Bäumen installiert und ahmen unter anderem mit Wärme- oder Kaleidoskopaufnahmen die Wahrnehmungsapparate anderer Spezies nach. Deren Bilder können über einen Mehrkanal-Livestream Tag und Nacht abgerufen werden, um Formen nicht menschlicher Zeitwahrnehmung zu vermitteln.

Die Ausstellung ist Tag und Nacht zugänglich. Holzstege geben verschiedene Routen vor, auf denen sich den Besuchern und Besucherinnen immer wieder Durchblicke und Gelegenheiten zum Innenhalten und Nachspüren bieten. Begleitet von den Umgebungsgeräuschen der Insekten, des Verkehrs oder der Menschen sowie den Gerüchen der Pflanzen und des Wassers wird der Betrachter bei seiner Erkundung der Installation selbst ein Teil des Kunstwerks. Neben den genannten Einflüssen tragen auch Licht und Dunkelheit dazu bei, den sich wandelnden Kosmos immer wieder neu erlebbar zu machen. Durch den ungiftigen Farbstoff Uranin erscheint das Wasser bei Tageslicht hellgrün und fluoresziert bei Nacht. Für die Ausstellung „Life“ arbeitete Olafur Eliasson mit dem Landschaftsarchitekten Günther Vogt, der Biologin Anna Wirz-Justice sowie der Kognitionswissenschaftlerin und Dichterin Pireeni Sundaralingam zusammen.

Die Ausstellung „Life“ von Olafur Eliasson hat keinen festen Start- oder Endpunkt, sondern wird im Juli nach und nach abgebaut. Sie ist als sich wandelndes Ökosystem ein Selbstläufer. Die Schau ist zu jeder Tages- und Nachtzeit zugänglich, Tickets sind zwischen 9 und 21 Uhr im Internet oder bis 18 Uhr, mittwochs bis 20 Uhr an der Museumskasse verfügbar. Der Eintritt beträgt regulär 25 Schweizer Franken, ermäßigt 20 Schweizer Franken. Für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene bis 25 Jahren ist er kostenlos. Begleitet wird „Life“ von einer digitalen Plattform, die zusätzliche mit der Ausstellung verflochtene Ideen, Inspirationen und Informationen bereithält.

Fondation Beyeler
Baselstraße 101
CH-4125 Riehen

Telefon: +41 (0)61 – 645 97 00
Telefax: +41 (0)61 – 645 97 19


Infos: life.fondationbeyeler.ch


16.04.2021

Quelle: Kunstmarkt.com/Amanda Bischoff

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News vom 16.04.2021

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