Die Kunst, online zu lesen.

Home


Magazin

News


Marktberichte


Ausstellungen


Journal


Portraits


Top Event


Netzkunst





Kunst kaufen
Werben

Translation EnglishFrench

Auktionsanzeige

Am 14.09.2019 Auktion 14. September 2019

© Auktionshaus Stahl

Anzeige

Kym IV, 1999 / K. O. (Karl Otto) Götz

Kym IV, 1999 / K. O. (Karl Otto) Götz
© Galerie Neher - Essen


Anzeige

Im Park von Schloss Mainberg bei Schweinfurt, 1874  / Hans Thoma

Im Park von Schloss Mainberg bei Schweinfurt, 1874 / Hans Thoma
© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


Newsmailer Eintrag

Bestellen Sie bitte hier:


Suchen mit Google

Google
WWW
kunstmarkt.com

Gerhard Marcks, Johannes, 1936

Gerhard Marcks, Johannes, 1936

Zarte Männer in Neu-Ulm

„Zarte Männer in der Skulptur der Moderne“ hat das Edwin Scharff Museum in Neu-Ulm seine aktuelle Ausstellung überschrieben und widmet sich darin den männlichen Schönheitsvorstellungen in der Bildhauerei zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Zu sehen sind rund 60 Plastiken unter anderem von Adolf von Hildebrand, George Minne und Georg Kolbe. In auffallender Vielzahl bearbeiteten die Bildhauer an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert den Topos des unversehrten, aber verletzlichen Jünglings. Die Konzeption eines empfindsamen männlichen Körperideals erscheint als bewusste Gegenbewegung zu den heroisch-starken Männerbildern der Zeit. Ihre demonstrative Wehrlosigkeit steht in innerem Widerspruch zur Brutalität der äußeren Wirklichkeit. In einem Umfeld des kriegerisch-militanten Selbstbewusstseins der späten Kaiserzeit und noch junger Demokratiebewegungen suchten die vorwiegend männlichen Künstler nach Verfeinerung von Körper und Geist. Der Kult um die Jugend, der sowohl in militanten wie in pazifistischen Kreisen in der Zeit um 1900 blühte, beflügelte dieses Ideal des zarten Mannes.



So zeigen die Denkmalentwürfe Kolbes für den Ersten Weltkrieg kein Elend oder Verwüstungen, sondern feinfühlige Jugendliche. Damit bot er den trauernden Hinterbliebenen der fast jugendlichen Opfer Andachtsbilder von überirdischer Schönheit. Wilhelm Lehmbrucks „Gestürzter“ von 1915/16 markiert einen Wendepunkt in der Körperauffassung moderner Skulptur und in der Haltung zu den Umständen der Zeit. Danach erscheint die schönlinige Darstellung des unversehrten Körpers angesichts der Zeitumstände mindestens weltabgewandt, wenn nicht sogar anachronistisch oder reaktionär. Mit Werken von Hermann Blumenthal, Joachim Karsch, Gerhard Marcks oder Renée Sintenis formierte sich jedoch eine neuere Bildhauerei, die das Verletzliche, teils innerlich wie äußerlich Fragile in ihren sanften Körperkonzeptionen mitdachte. Besonders eindrucksvoll sind hier die Beispiele aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges, in der die geforderte Weltordnung endgültig keinen Platz mehr für die Zögerlichen, die Zaudernden und die Zweifler vorsah.

Die Ausstellung „Zarte Männer in der Skulptur der Moderne“ läuft bis zum 3. November. Das Edwin Scharff Museum hat dienstags und mittwochs von 13 bis 17 Uhr, donnerstags und freitags von 13 bis 18 Uhr sowie samstags und sonntags von 10 bis 18 Uhr. Der Eintritt beträgt 5 Euro, ermäßigt 4 Euro. Für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre ist er kostenlos.

Edwin Scharff Museum
Petrusplatz 4
D-89231 Neu-Ulm

Telefon: +49 (0)730 – 70 50 25 55


21.08.2019

Quelle: Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching

Drucken

zurück zur Übersicht


Empfehlen Sie den Artikel weiter:
an


Wiener Kunstpreise für Sabine Bitter, Helmut Weber und Next Enterprise Architects

Die neuen Gewinner der Preise der Stadt Wien stehen fest. Die neun Preisträgerinnen und Preisträger aus dem Kunst-, Kultur- und Wissenschaftsbereich werden damit für ihr bisheriges Lebenswerk geehrt und dürfen sich über ein Preisgeld von je 10.000 Euro freuen. In der Sparte Bildende Kunst geht die Auszeichnung an Sabine Bitter und Helmut Weber, die sich seit 1993 in den Medien Fotografie, Video, Installation und Modelle mit den Auswirkungen politischen Handelns auf Stadträume und Architektur auseinandersetzen. Dazu haben sie mit Kollegen 2004 auch das Kollektiv Urban Subjects ins Leben gerufen. Bei der Gruppenausstellung „Stadtgeflechte / City Fabrics“ in der Wiener Galerie ARCC war im vergangenen Jahr ihre Arbeit „Un_Formal Housing“ zu sehen. Mit dieser Serie von sechs Fotogrammen und sechs architektonischen Arbeitsmodellen bezogen sie sich auf Adolf Loos’ legendäres „Haus mit einer Mauer“, das er im Zuge der Siedlungsbauweise in Wien Anfang der 1920er Jahre entwickelte und beim Errichten die zukünftigen Bewohner miteinbezog.



Die Auszeichnung in der Kategorie Architektur geht an „the next ENTERprise Architects“. Das Büro wurde im Jahr 2000 von Marie-Therese Harnoncourt-Fuchs und Ernst J. Fuchs in Wien gegründet. Ihre Projekte reichen von konkreten Bauaufgaben, Installationen, Ausstellungsgestaltungen und experimentellen Eingriffen in den Stadtraum bis hin zu städtebaulichen Konzepten. Preise erhielten sie unter anderem im vergangenen Jahr für ihren futuristischen „Wolkenturm“, einen Freiluftpavillon mit Bühne im Schlosspark von Grafenegg im niederösterreichischen Wienviertel, oder 2017 mit dem Hans-Hollein-Kunstpreis für Architektur des österreichischen Bundeskanzleramts.

Weitere Träger der Preise der Stadt sind in diesem Jahr:

  • Musik: Christina Nemec
  • Literatur: Mag.a Sabine Gruber
  • Publizistik: Dr.in Evelyn Adunka
  • Geistes-, Kultur-, Sozial- und Rechtswissenschaften: Univ.-Prof.in Ing.in Dr.in Verena Winiwarter
  • Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik: Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr.in Ulrike Diebold
  • Medizinische Wissenschaften: Univ.-Prof. Dr. Dr. Siegfried Kasper
  • Volksbildung: Petra Unger, MA


  • 21.08.2019

    Quelle: Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching

    Drucken

    zurück zur Übersicht


    Empfehlen Sie den Artikel weiter:
    an


    Ausstellung „Rote Watte – Gustav Kluge. Druckstöcke und Holzdrucke“

    Ausstellung „Rote Watte – Gustav Kluge. Druckstöcke und Holzdrucke“

    Gustav Kluge im Museum Lothar Fischer

    Nach dem Janssen-Museum in Oldenburg widmet sich nun auch das Museum Lothar Fischer dem grafischen Schaffen Gustav Kluges und hat dazu Holzdrucke und Druckstöcke des in Hamburg lebenden Künstlers aus den letzten 30 Jahren versammelt. Dazu treten in Neumarkt in der Oberpfalz ausgewählte Skulpturen aus seinem Schaffen. Der 1947 in Wittenberg an der Elbe geborene Kluge bearbeitet Nut- und Federbretter, Dielenböden und Tischlerplatten mit groben kraftvollen Strukturen, färbt sie ein und stellt davon Abzüge auf Pergamin, Leinwand oder Gaze her. Meist gibt es nur einen oder wenige gleiche Exemplare. Auch die Druckstöcke nehmen bei ihm den Charakter eines eigenständigen Kunstwerks an und werden durch die rohe Materialität des Holzes sowie den intensiven Auftrag der Farbe bestimmt.



    Seine rund 900 Holzdrucke zeigen Tendenz, die klassischen Grenzen des Mediums zu überwinden und sich mit malerischen Elementen zu verbinden. So tritt auf dem Tondo „Rote Watte“, der der Schau den Titel geliehen hat, frontal eine dunkle menschliche Gestalt mit erhobenen Armen in Orangerot und Schwarz heraus. Gustav Kluge thematisiert in seinen Arbeiten oft düstere Szenen. Im Mittelpunkt steht der Mensch mit seiner Verletzlichkeit und seiner Fähigkeit, zu verletzten. Es geht um Leben und Tod geht es, um ausgeübte oder erduldete Macht und Gewalt. Trotz des dafür geeigneten, oft fragmentarischen Werkstoffs ergeben sich Motive von hoher Sensibilität. Der jahrhundertealten Technik des Holzschnitts habe Kluge immer wieder überzeugend Neues abverlangt, so Museumsdirektorin Pia Dornacher. Das Ergebnis sei ein höchst eigenständiges und vielfältiges Œuvre, das es noch umfänglich zu entdecken gilt.

    Die Ausstellung „Rote Watte – Gustav Kluge. Druckstöcke und Holzdrucke“ ist bis zum 13. Oktober zu sehen. Das Museum Lothar Fischer hat Mittwoch bis Freitag von 14 bis 18 Uhr, am Wochenende von 11 bis 18 Uhr, ab Oktober nur bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 4 Euro, ermäßigt 2 Euro. Kinder und Jugendliche bis einschließlich 14 Jahre haben freien Eintritt.

    Museum Lothar Fischer
    Weiherstraße 7a
    D-92318 Neumarkt in der Oberpfalz

    Telefon: +49 (0)9181 – 51 03 48
    Telefax: +49 (0)9181 – 51 13 92


    20.08.2019

    Quelle: Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching

    Drucken

    zurück zur Übersicht


    Empfehlen Sie den Artikel weiter:
    an








    News von heute

    Zarte Männer in Neu-Ulm

    Zarte Männer in Neu-Ulm

    Wiener Kunstpreise für Sabine Bitter, Helmut Weber und Next Enterprise Architects

     zur Monatsübersicht



    Anzeigen

    Marktspiegel

    News

    Auktionshaus Stahl: Auktion 14. September 2019
    https://www.auktionshaus-stahl.de/bericht.php





    Copyright © '99-'2019
    Kunstmarkt Media
    Alle Rechte vorbehalten


    Impressum





    Zum Seitenanfang Magazin

     Amazon export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce  Amazon ebay rakuten yatego meinpaket export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce