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Stephan Diederich und Yilmaz Dziewior

Stephan Diederich und Yilmaz Dziewior haben den Art-Kuratorenpreis erhalten

Art-Kuratorenpreis für Yilmaz Dziewior und Stephan Diederich

Die Art Cologne lenkt die Aufmerksamkeit der Kunstwelt derzeit auf Köln. So hat die Hamburger Kunstzeitschrift Art gestern Abend in der Domstadt ihren Kuratorenpreis für die beste Ausstellung des Jahres 2017 vergeben und ihn auch gleich an zwei Kölner überreicht: Yilmaz Dziewior und Stephan Diederich. Ihre Retrospektive „James Rosenquist – Eintauchen ins Bild“ im Museum Ludwig habe Maßstäbe gesetzt, so Art-Chefredakteur Tim Sommer. Weiter sagte er: „Auch dieses Mal ist der Jury die Entscheidung schwer gefallen, alle nominierten Ausstellungen waren wirklich hervorragend. Stephan Diederich und Yilmaz Dziewior haben sich am Ende der Diskussion durchgesetzt, weil ihre monografische Schau einfach makellos war: Forschungsleistung, Inszenierung, bis hin zum Katalog.“



Beide Preisträger gehören zum Team des Museums Ludwig. Der Kunsthistoriker Yilmaz Dziewior ist dort seit 2015 Direktor, Kurator Stephan Diederich ist verantwortlich für die Sammlung der Kunst des 20. Jahrhunderts. Ihre prämierte Ausstellung zeigte von November 2017 bis März die wichtigsten Werke James Rosenquists, der im Frühjahr 2017 verstorben ist. Die Kuratoren hatten die Arbeiten des US-amerikanischen Pop Art-Künstlers in einen kulturellen, sozialen und politischen Kontext gesetzt, da diese Dimensionen wichtig für die Bildfindung Rosenquists waren. Zudem wurden bisher noch nicht veröffentlichte Archivmaterialien präsentiert, die Rosenquist als Quellen für seine Kunst nutzte, etwa Collagen oder Anzeigen aus Life-Magazinen.

Dirk Luckow, Intendant der Hamburger Deichtorhallen und Mitglied des Preisgremiums, hielt die Laudatio auf die Preisträger und ihre Ausstellung. Darin betonte er: „Die Jury fand, dass die James Rosenquist-Schau ein Zeichen gesetzt hat, dass das klassische Ausstellungsformat der Retrospektive eben nicht tot ist. Eine Retrospektive macht eine künstlerische Entwicklung von den Anfängen bis zur Reife nachvollziehbar und dringt zum Kern einer künstlerischen Entwicklung vor – das ist bei dieser Ausstellung vorbildhaft geglückt.“ Zur Jury gehörten zudem Nina Zimmer vom Kunstmuseum Bern, Thomas Köhler von der Berlinischen Galerie, Stefan Koldehoff vom Deutschlandfunk und Tim Sommer. Sie mussten sich zwischen zwölf Kuratorenteams entscheiden. Die Preisverleihung fand in den Räumen des Kölner Auktionshauses Van Ham statt, das die Auszeichnung unterstützt.


20.04.2018

Quelle: Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching

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Januarius Zick, Alexander der Große und die Familie des Darius, um 1780/90

Januarius Zick, Alexander der Große und die Familie des Darius, um 1780/90

Zwei Zick-Bilder für Koblenz

Das Mittelrhein-Museum Koblenz darf sich über die Neuerwerbung der Gemälde „Alexander der Große und die Familie des Darius“ und „Die Enthaltsamkeit des Scipio“ von Januarius Zick freuen. Den Ankauf unterstützte neben der Kulturstiftung der Länder auch die Ernst von Siemens Kunststiftung, die Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur und der Verein der Freunde des Mittelrhein-Museums. Damit kann das Museum, das über den weltweit größten Zick-Bestand verfügt, nun auch Werke der späten Schaffensphase zeigen. Die zwei Gemälde waren wohl Teil der Ausstattung des Kurfürstlichen Schlosses in Koblenz, das unter Erzbischof Kurfürst Clemens Wenzeslaus ab 1777 erbaut wurde.



Januarius Zick war seit 1760 kurtrierischer Hofmaler und zählte zu seinen Aufträgen auch Decken- und Wandmalereien für kurfürstliche Schlösser. Die zwei allegorischen Gemälde der griechischen und römischen Antike von 1780/90 sollten das vorbildliche Handeln eines Herrschers demonstrieren. So zeigt der Griechenkönig Alexander seinen Großmut beim Besuch der Familie des besiegten Perserkönigs Darius, da dessen Mutter ihn mit seinem Freund Hephaistion verwechselte und jenem die größere Ehre zuteil werden ließ. Die Besorgnis um die Folgen des Fehlverhaltens der Alten ist insbesondere in den schreckgeweiteten Augen der Frau zu erkennen. Das zweite Gemälde thematisiert die Hochherzigkeit des römischen Feldherrn Scipio, der für die Eroberung einer Stadt ein schönes junges Mädchen erhalten sollte. Scipio aber gibt die Frau ihrem Bräutigam zurück, schenkt dem Paar das angebotene Lösegeld und führt sogar die Hände der Brautleute zusammen. Der Trierer Kurfürst ließ sich von diesen Ideen der Aufklärung leiten, baute ähnlich großzügig das Schulwesen aus und schuf gemeinnützige Einrichtungen. Die Französische Revolution beendete dieses Tun des Kurfürsten, der letztlich 1794 aufgrund der politischen Entwicklungen selbst fliehen musste.

Bei der Vorbereitung des Ankaufs aus der Bremer Galerie Neuse lag ein Verdacht für einen verfolgungsbedingten Entzug vor. Diese zwei Gemälde von Zick und ein weiteres waren in den 1920er Jahren in der Sammlung des Koblenzer Fabrikanten Willy Mayer-Alberti verzeichnet. Aufgrund der Politik der Nationalsozialisten war die jüdische Familie im Herbst 1938 gezwungen, ihre Fabrik und weitere Besitztümer zu verkaufen, und emigrierte 1939 nach England. Im November 1938 versteigerte das Auktionshaus Lempertz in Köln, die von einer Person „M.“ eingelieferten zwei Gemälde von Januarius Zick für 3.000 Reichsmark. Forschungen ergaben weder Hinweise auf die Identität des Einlieferers, noch auf die des Käufers. Des Weiteren ist unklar, ob diese Auktion ein Zwangsverkauf der Familie Mayer-Alberti war. Auch nach dem Kontakt zu den Nachfahren der Fabrikantenfamilie fanden sich keine Hinweise, die den Raubkunst-Verdacht bestätigten. Das Mittelrhein-Museum Koblenz will mit einer Tafel an die ehemaligen Eigentümer erinnern.


20.04.2018

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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Joseph Beuys

Joseph Beuys 1982 in der Ausstellung „Zeitgeist“ im Berliner Martin-Gropius-Bau

Joseph Beuys bei Ropac in London

Die Galerie Thaddaeus Ropac wartet am neuen Standort in London mit einer Schau zu Joseph Beuys auf und konnte dafür den Kurator Norman Rosenthal gewinnen. Ihm gelingt es, wichtige Werke des Künstlers seit mehr als zehn Jahren in Großbritannien zu vereinen, darunter auch Bestandteile der „Hirschdenkmäler“. Diese werden erstmals seit ihrer Entstehung 1982 wieder zusammengeführt und in London präsentiert. Die Retrospektive umfasst Werke aus den Jahren 1947 bis 1985 mit bedeutenden Skulpturen und zuvor nur selten ausgestellten Arbeiten. Die Galerie will damit verdeutlichen, „welche klar definierten Ideen und welche eigenwillige Ikonografie bereits von Beginn an Beuys’ Laufbahn prägten“. Mit der Schau gab Thaddaeus Ropac zudem bekannt, dass seine Galerie von nun an die Verwaltung von Beuys’ Nachlasses übernimmt und seine Erben vertritt. Ropac, der bei Beuys Anfang der 1980er Jahre ein Praktikum absolvierte, dankte für das ihm geschenkte Vertrauen. Es sei ein großes Privileg und eine Ehre.



Norman Rosenthal arbeitete mehrfach mit Joseph Beuys zusammen und war 1982 ein Kurator der legendären Berliner Ausstellung „Zeitgeist“, für die Beuys die „Hirschdenkmäler“ schuf. Dafür hatte der Kunst-Schamane einen Lehmhügel errichtet, um den er Dinge aus seinem Düsseldorfer Atelier, etwa Werkbänke und Werkzeuge, arrangierte. Die Hirschdenkmäler vereinen mehrere seiner Anliegen. So „verbinden sie seinen Gedanken der Sozialen Plastik mit der wirkmächtigen Symbolik von Tieren und der Versöhnung widerstreitender Kräfte. Der in der deutschen Volkskunst allgegenwärtige Hirsch erhält in Beuys’ Werk die Bedeutung eines spirituellen Wesens, eines ‚Begleiters der Seele’ nach der keltischen Mythologie und des gekreuzigten Christus. Der Hirsch ist herkömmlicherweise ein Symbol für männliche Virilität. Durch das alljährliche Abstoßen des Geweihs, das die zyklische Fruchtbarkeit der Natur spiegelt, wird er jedoch mit einem weiblichen Aspekt verbunden“, so Rosenthal.

Tiere stellten für Beuys die „Inkarnation der Seele oder der erdhaften Form spiritueller Wesen“ dar, die „Zugang zu anderen Welten“ hatten. So nutzte der Künstler etwa den Hasen in mehreren Skulpturen, wie dem „Coniglio“ von 1984 oder dem „Hasenstein“ von 1982. Auf grob behauenen Basaltstelen hatte Joseph Beuys dabei goldene Hasen gesprüht. Seine „Tierfrau“ von 1949 ist in einem Guss von 1984 zu sehen und verdeutlicht die ursprüngliche Verbindung zwischen Mensch und Tier. Der relikthafte Charakter ist vielen seiner Arbeiten eigen und soll eine gewisse Primitivität verströmen, wie in den um 1949 geschaffenen „Kreuzen“. Die Vereinigung christlicher und heidnischer Symbolik, etwa in der Verschmelzung des Dornenkranzes von Christus mit Sonnenstrahlen, ist ein weiteres Merkmal für das Œuvre von Joseph Beuys.

Die Ausstellung „Joseph Beuys: Utopia at the Stag Monuments“ läuft bis zum 16. Juni. Die Galerie Ropac ist dienstags bis samstags von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Galerie Thaddaeus Ropac – Ely House
37 Dover Street
GB-London W1S 4NJ

Telefon: +44 (0)20 – 3813 8400


19.04.2018

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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News vom 20.04.2018

Art-Kuratorenpreis für Yilmaz Dziewior und Stephan Diederich

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Zwei Zick-Bilder für Koblenz

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