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Hendrik Nicolaas Werkman, Hot Printing, 1935/36

Hendrik Nicolaas Werkman, Hot Printing, 1935/36

Heiße Drucke von Hendrik Nicolaas Werkman in Schwerin

Noch bis zum kommenden Sonntag zeigt das Staatliche Museum Schwerin eine Ausstellung zum druckgrafischen Schaffen von Hendrik Nicolaas Werkman. Der Ausstellungstitel „Hot Printing“ ist einer Grafikserie des Niederländers aus den 1930er Jahren entlehnt. Als Drucker und Typograf kreierte Werkman die bunten abstrakten Blätter aus einer begrenzten Anzahl von Basisformen, die er immer wieder variierte. Bei diesen siebzehn unikaten Drucken ließ er sich vom „Hot Jazz“ und seinem starken Rhythmus inspirieren. Daher wählte er die Überschrift „Hot Printing“, was die strukturelle Ähnlichkeit zu dieser Musikform andeuten sollte. Vergleichbar geht Werkman in seiner ebenfalls aus kleinen Schabloben 1925 farbenfroh zusammengesetzten „Fassade“, bei der „Komposition mit dem Buchstaben O“ von 1927/28 oder bei der „Musikalische Impression 1“ von 1937 vor.



Für seine avantgardistischen Arbeiten gab Hendrik Nicolaas Werkman ab 1923 sein eigenes Magazin „The Next Call“ heraus, das er an Freunde und Bekannte verschickte. Auch hier arbeitete er frei und souverän mit den druckenden Elementen, die er flach auf die Presse legte und mit unterschiedlich dicken Schichten von Farbe bestrich. Beim Drucken entstanden unregelmäßige Abzüge, so dass keine Ausgabe der anderen glich. Die menschliche Figur fand erst spät, etwa ab dem Jahr 1940, Eingang in sein grafisches Œuvre. Von einem befreundeten Theologen erhielt Hendrik Nicolaas Werkman 1941 Martin Bubers Buch „Die Legende des Baalschem“, woraufhin er in den folgenden zwei Jahren die beiden jeweils zehnteiligen Mappen „Chassidische Legenden“ schuf. Daraus präsentiert Kurator Dirk Blübaum die Abzüge „Der Weg zurück“ und die „Die erzwungene Rückkehr“, in denen eine dunkle menschliche Gestalt durch farbenreiche Landschaften streift.

Hendrik Nicolaas Werkman, geboren 1882 in Leens im Nordosten der Niederlande, bekam 1900 eine erste Anstellung in einer Druckerei. Ohne künstlerische Absichten wurde er hier zum Typografen und Drucker ausgebildet. 1908 machte er sich in Groningen mit einer eigenen Druckerei selbständig. 1917 begann er mit seinen ersten künstlerischen Versuchen, zuerst noch klassischen Techniken Radierung, Holzschnitt und Lithografie. Der Hochdruck, mit dem er zum Protagonisten der experimentellen Druckgrafik werden sollte, spielte damals noch keine Rolle. Angeregt durch die damaligen Avantgarde-Strömungen in Groningen, schloss Werkman sich der Künstlergruppe „De Ploeg“ an und schuf seine neuartigen Arbeiten. Als Typograf entdeckte er dabei die künstlerisch-ästhetische Kraft von Lettern, Zahlen und Blindmaterial und erfüllte sie in seinen freien Kompositionen mit neuem visuellem Leben. Am 10. April 1945 – fünf Tage vor der Befreiung der Stadt Groningen – wurde er von den deutschen Besatzern erschossen, weil er in Verdacht geraten war, illegale Pamphlete gegen die Nazis gedruckt zu haben.

Die Ausstellung „Hot Printing. Hendrik Nicolaas Werkman (1882-1945)“ ist noch bis zum 24. Februar zu sehen. Das Staatliche Museum Schwerin hat dienstags bis sonntags von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 8,50 Euro, ermäßigt 6,50 Euro. Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren ist er kostenlos.

Staatliches Museum Schwerin
Alter Garten 3
D-19055 Schwerin

Telefon: +49 (0)385 – 588 47 222
Telefax: +49 (0)385 – 588 47 009


20.02.2019

Quelle: Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching

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in der Ausstellung „Lotte Laserstein. Von Angesicht zu Angesicht“

in der Ausstellung „Lotte Laserstein. Von Angesicht zu Angesicht“

Lotte Laserstein begeistert das Publikum in Frankfurt

Bereits mehr als 100.000 Menschen haben die Schau „Lotte Laserstein. Von Angesicht zu Angesicht“ im Frankfurter Städel gesehen. Dabei gehört die 1898 in Ostpreußen geborene Malerin nicht zu den Fixsternen der Kunst der Moderne. Doch das Interesse an der umfangreichen Einzelausstellung, der ersten in Deutschland außerhalb ihres Wirkungsortes Berlin, sei seit der Eröffnung ungebrochen, teilte das Museum mit. „Dass die Ausstellung schon mehr als 100.000 Besucherinnen und Besucher begeistert hat, erfüllt mich persönlich mit großer Freude und bestärkt mich in meiner programmatischen Ausrichtung. Das Œuvre von Lotte Laserstein ist nicht nur eine der großen Wiederentdeckungen der letzten Jahre. Es ist auch ein Beispiel dafür, wie lohnend es ist, den Kanon der Kunstgeschichte immer wieder neu zu hinterfragen. Es ist mein Anliegen, unserem Publikum auch zukünftig weitere unbekannte oder bislang wenig beachtete künstlerische Positionen vorzustellen, und dabei den Fokus verstärkt auch auf Künstlerinnen zu legen“, freute sich Städel-Direktor Philipp Demandt.



Lotte Laserstein, die erst 2003 in einer Retrospektive des Ephraim-Palais’ in Berlin wieder für eine breitere Öffentlichkeit lebendig wurde, gehört zur „Verschollenen Generation“. Die Jüdin, die in der Weimarer Republik eine weithin beachtete Karriere mit einem realistischen figurativen Werk an den Tag legte, war 1937 zur Emigration gezwungen, lebte fortan in Schweden und starb dort hochbetagt mit 94 Jahren. Ihr Œuvre zeichnet sich vor allem durch sensibel und eindringlich gestaltete Porträts aus. Die Frankfurter Schau baut auf den Sammlungsbeständen des Städel Museums auf, das mit den Gemälden „Russisches Mädchen mit Puderdose“ von 1928 und „Junge mit Kasper-Puppe (Wolfgang Karger)“ von 1933 in den vergangenen Jahren wichtige Arbeiten der Künstlerin erwerben konnte. Die Kuratoren Alexander Eiling und Elena Schroll stellen Lasersteins künstlerische Entwicklung dabei anhand von rund 40 Gemälden und Zeichnungen vor. Der Fokus liegt auf ihren Arbeiten der 1920er und 1930er Jahre, die den Glanzpunkt ihres Schaffens markieren.

Die Ausstellung „Lotte Laserstein. Von Angesicht zu Angesicht“ ist bis zum 17. März zu sehen. Das Städel Museum hat täglich außer montags von 10 bis 18 Uhr, donnerstags und freitags bis 21 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt dienstags bis freitags 14 Euro, anderntags 16 Euro, ermäßigt 12 Euro bzw. 14 Euro. Zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen.

Städel Museum
Schaumainkai 63
D-60596 Frankfurt am Main

Telefon: +49 (0)69 – 60 50 98 0
Telefax: +49 (0)69 – 60 50 98 111


20.02.2019

Quelle: Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching

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Manuel Graf, Tears of Lohan, 2019

Manuel Graf, Tears of Lohan, 2019

Manuel Graf im Kunstverein Hannover

Dem 1978 im badischen Bühl geborenen Künstler Manuel Graf widmet der Kunstverein Hannover derzeit eine große Einzelausstellung. Zu sehen ist eine Auswahl überwiegend jüngst entstandener Werke, darunter die den Ausstellungstitel bildende Installation „GodboX“ aus diesem Jahr. Mit multimedialem Aufwand hinterfragt Graf in seinen kaleidoskopartigen Arbeiten die Grundlagen menschlicher Existenz, kulturgeschichtliche und religiöse Paradigma in verschiedenen Raum- und Zeitebenen. „Die Gegenüberstellung von Realem und Virtuellem erweitert sich in seinem Werk auch um die Frage, ob die neuen technischen Errungenschaften unserer Gesellschaft die erhoffte Utopie ermöglichen oder stattdessen ein dystopisches Szenario entstehen lassen“, so Kurator Sergey Harutoonian.



Die Ausstellung entstand in Kooperation mit dem Leopold-Hoesch-Museum in Düren, wo sie teilweise im vergangenen Sommer zu sehen war. Für die Station in Hannover hat Manuel Graf, der sein Kunststudium zwischen 1999 und 2005 an der Kunstakademie Düsseldorf absolvierte und bislang unter anderem 2008 mit dem „ars viva“-Preis und 2014 mit dem Förderpreis des Nam June Paik Award ausgezeichnet wurde, neue Werke geschaffen und den inhaltlichen Fokus erweitert. So verknüpft er in seiner Filminstallation „Santería“ von 2019 die kulturellen, historischen und technologischen Codices unterschiedlicher Territorien von Orient und Okzident und der Glaubensrichtungen Christentum, Islam und Judentum zu einer Exkursion über die Architektur von Gotteshäusern und die titelgebende synkretistische Religion.

Die Ausstellung „Manuel Graf. GodboX“ läuft bis zum 14. April. Geöffnet ist Dienstag bis Samstag von 12 bis 19 Uhr, Sonn- und Feiertag ab 11 Uhr. Der Eintritt beträgt 6 Euro, ermäßigt 4 Euro.

Kunstverein Hannover
Sophienstraße 2
D-30159 Hannover

Telefon: +49 (0)511 – 16 99 278 12
Telefax: +49 (0)511 – 16 99 278 278


20.02.2019

Quelle: Kunstmarkt.com/Johannes Sander

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News vom 20.02.2019

Heiße Drucke von Hendrik Nicolaas Werkman in Schwerin

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