Die Kunst, online zu lesen.

Home


Magazin

News


Marktberichte


Ausstellungen


Journal


Portraits


Top Event


Netzkunst





Kunst kaufen
Werben

Translation EnglishFrench

Auktionsanzeige

Am 26.09.2015 45. Kunstauktion-Bildende Kunst des 17.-21.Jahrhunderts

© Schmidt Kunstauktionen Dresden

Newsmailer Eintrag

Bestellen Sie bitte hier:


Suchen mit Google

Google
WWW
kunstmarkt.com

in der Ausstellung „Anton Henning – Midnight in Paris“

in der Ausstellung „Anton Henning – Midnight in Paris“

Anton Henning in Friedrichshafen

Das Zeppelin Museum in Friedrichshafen befasst sich in zwei Ausstellungen mit der Kunst der Klassischen Moderne. Neben den Fotografien von Ré Soupault legt Anton Henning in seiner Schau seine Interpretation der Avantgarde im Paris der 1920er Jahre dar. Seine Skulpturen, Gemälde und Objekte verschmelzen über drei Räume hinweg zu einer Art Gesamtinstallation. Henning setzt sich mit dem Künstler- und Werkbegriff der Avantgarde auseinander. Er untersucht die Simultaneität der verschiedenen Stilrichtungen, aber auch das durch zwei Weltkriege und eine Weltwirtschaftskrise gehetzte Leben dieser Zeit – die Flucht der Künstler von einem Zentrum zum nächsten: Berlin, Zürich, Paris, New York.



Anton Henning, Jahrgang 1964, übernimmt Woody Allens Filmtitel „Midnight in Paris“ für die Friedrichshafener Werkschau. Wie der amerikanische Regisseur lädt auch er den Besucher zu einer Zeitreise ein und verlieh den Räumen Bezeichnungen wie „Antonym“. Das erste Zimmer ist in Dunkelheit getaucht, wobei die dramatische Lichtführung die Gemälde in Szene setzt. Zentral ist ein Triptychon, auf dem sich zahlreiche Hinweise auf die politischen Veränderungen im 20. Jahrhundert, auf Diktatur, Krieg, Tod und Vernichtung finden lassen. Ein Porträt mit Hitlerbart und Seitenscheitelfrisur blickt aus dem linken Flügel heraus, eine abstrakte Gestalt sitzt lesend auf dem Freischwinger, und die Sense scheint den Tod dieser Figur anzudeuten. Im mittleren Interieur ist die abstrakte Figur bereits zur Strecke gebracht: eine Schlange, Metapher des Sündenfalls, kriecht in ihre Öffnung, auf dem Bild an der Wand ist ein Kreuz zu sehen, die gespiegelte Kerze und die beiden Kristallkugeln künden vom heranrollenden Unheil. Im dritten Teil des Triptychons ist der Spuk vorbei, wie es der Totenschädel auf dem Stuhl zu signalisieren scheint.

Im nächsten Zimmer wächst die Lichtstärke an. Der Akt ist hier das Thema, der Gegenstand einer künstlerischen Auseinandersetzung der Avantgarde war, da ihn zum Beispiel die Futuristen ablehnten. Frech löst Anton Henning hier einen weiblichen Rückenakt in ornamentale Kreismotive auf. Sein ironisches Augenzwinkern zu den vielen Stilen der Zeit verdeutlicht der letzte hell erleuchtete Raum. Der Künstler hat sein Ziel erreicht, viele Meisterwerke hängen an den Wänden. Die Malweise der Kubisten interpretiert Henning neu, indem er die fragmentierten Bildfiguren oder abstrakte Themen mit knalligen Farben malt. Leuchtende Komplementärkontraste lassen die Bilder dieses Interieurs intensiver wirken. Mit einem Teppichboden ausgelegt und mit abstrakten Skulpturen bestückt, soll sich der Besucher hier wie im Salon des berühmten Kunsthändlers und Sammlers Alfred Flechtheim, im Pariser Salon von Gertrude Stein oder in einer Ausstellung des Berliner Galeristen Bruno Cassirer fühlen.

Die Ausstellung „Anton Henning – Midnight in Paris“ läuft bis zum 10. Januar 2016. Das Zeppelin Museum hat täglich von 9 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 8 Euro, ermäßigt 7, 4 oder 3 Euro. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

Zeppelin Museum Friedrichshafen
Seestraße 22
D-88045 Friedrichshafen

Telefon: +49 (0)7541 – 380 10
Telefax: +49 (0)7541 – 380 181


29.07.2015

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

Drucken

zurück zur Übersicht


Empfehlen Sie den Artikel weiter:
an


Herkules mit dem Nemeischen Löwen, Niederlande, um 1620

Herkules mit dem Nemeischen Löwen, Niederlande, um 1620

Bayerns Löwen in der Residenz Ansbach

Aktuell ist in der Ansbacher Residenz die Wanderausstellung „Gut gebrüllt – Löwen aus Bayerns Schlössern und Burgen“ zu sehen. Mit ihr präsentiert die Bayerische Schlösserverwaltung die vielfältige Rolle des Löwen als Symbol- und Wappentier Bayerns. Jahrhunderte lang stand er für Altbayern und bildete im 19. Jahrhundert nach den Gebietserweiterungen im Zuge der Säkularisation eine Alternative zum preußischen Adler. Außerdem symbolisiert er Mut, Stäke, Würde und Autorität.



Die Löwen aus verschiedenen Regionen Bayerns, aus unterschiedlichen Zeiten und Materialien erzählen eigene Geschichten zu ihrer Bedeutung, Herkunft und Funktion. Von Löwen an bronzebeschlagenen Möbeln und prunkvollen Kaminen, an wertvollen Tischaufsätzen oder kuriosen Salzschalen bis hin zum fürstlichen Tafelgeschirr mit Löwendekor, Türklinken mit Tierköpfen und Buchmalereien ist vieles in der Schau vertreten.

Themenschwerpunkte sind der Löwe als Hüter des Hauses, seine heraldische Herkunft als pfälzischer Löwe, sein Ruf als König der Tiere und seine reale Präsenz in den Mengarien der Renaissance als Tier der Könige. In das bayerische Wappen hielt er Einzug, als die Wittelsbacher fern von Altbayern 1214 Pfalzgrafen bei Rhein wurden. Von da an änderte sich das Wappen häufig. In Schlössern und Burgen sind verschiedene Ausführungen noch heute zu entdecken. Sie erinnern an zentrale Etappen der bayerischen Geschichte.

Die Ausstellung „Gut gebrüllt – Löwen aus Bayerns Schlössern und Burgen“ ist bis zum 13. September zu sehen. Die Residenz Ansbach hat dienstags bis sonntags von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 2 Euro. Begleitend zur Ausstellung erscheint eine Publikation, die für 10 Euro erhältlich ist. Nach Ansbach zieht die Wanderausstellung nach Aschaffenburg in das Schloss Johannisburg.

Residenz Ansbach
Promenade 27
D-91522 Ansbach

Telefon: +49 (0)981 – 95 38 39 0
Telefax: +49 (0)981 – 95 38 39 40


29.07.2015

Quelle: Kunstmarkt.com/Maren Janka Hopp

Drucken

zurück zur Übersicht


Empfehlen Sie den Artikel weiter:
an


Volker Saul und andere Künstler in Düren

Unter der Überschrift „Colour, Space & Paper“ hat das Leopold-Hoesch-Museum in Düren Arbeiten von mehreren Künstlern zusammengefasst. So befindet sich der 1955 geborene Volker Saul mit seiner Ausstellung „Shapes – Work in Progress“ in guter Begleitung. Neben seinen Arbeiten auf Papier und Wandmalereien sind auch Werke von Ulrich Rückriem und Jorinde Voigt zu sehen. Ihnen allen ist die Auseinandersetzung mit Papier gemein. Ebenfalls zugegen sind Kunstwerke aus der Hand Martin Gerwers‘, Heijo Hangens und des ehemaligen ZERO-Mitglieds Hans Salentin.



Die Volker Saul gewidmete Schau gewährt Einblick in sein umfangreiches Werk. Er setzt sich vorwiegend mit der Zeichnung, Papier- und Metallschnitten und Wandmalereien auseinander. Er beschäftigt sich mit Zeichen, Assoziationen und den sich daraus ergebenden Irritationen. So könnte das abstrakte Filmstill von 2015 der Schatten einiger Pflanzen sein oder eine abstrakte Gestalt, die gefaltet scheint, wobei sich ein Band über ihr schlängelt. Einen lauten Farbknall bieten die sonnengelben Formen auf blauem Grund an einer Wandmalerei des Museums. Ob es sich hier um unterschiedliche Objekte handelt oder derselbe Gegenstand in unterschiedlichen Formen und Winkeln zu sehen ist, bleibt unklar.

Der 76jährige Bildhauer Ulrich Rückriem gewann den mit 5.000 Euro dotierten Kunstpreis des Kreises Düren für sein Lebenswerk. Ihn bindet unter anderem seine Ausbildung zum Steinmetz an den Ort. Im Rahmen von „Colour, Space & Paper“ präsentiert er sieben Arbeiten auf Papier. Seine jüngere Kollegin Jorinde Voigt erhielt den mit 5.000 Euro ausgezeichneten Dahlmann Preis. Voigt, Jahrgang 1977, sucht in ihren großformatigen Zeichnungen auf Papier naturwissenschaftliche und kulturelle Phänomene sichtbar zu machen. Aus Linien und Text entwickelt die Künstlerin eine codierte Schreibweise, mit der sie komplexe Phänomene wie philosophische Texte, Musik oder Organismen visuell schematisiert.

Der 1963 im Münsterland geborene Martin Gerwers setzt sich in seinen Exponaten mit dem Thema Farbe, Form und Raum auseinander. Ausgehend vom Papier faltet und formt er übergroße abstrakte Skulpturen, die er farblich fasst, etwa das 2015 entstandene „Listen“. Heißt Gerwers Schau „Motions“, läuft die Präsentation einiger Siebdrucke von Heijo Hangen unter dem Titel „Ein Blatt für Gisela“. Diese sind Teil der kürzlich an das Museum überlassenen Stiftung von 430 Blättern des 1927 geborenen Konstruktivisten. Den Abschluss bilden die Arbeiten zu Hans Salentin mit der Überschrift „Papier als Experiment“. Vor sechs Jahren verstarb der gebürtige Dürener im Alter von 84 Jahren. Der Bildhauer, Zeichner und Collage-Künstler wurde ab den 1960er Jahren als Mitglied der ZERO-Gruppe bekannt. Neben seiner Arbeit mit Papier in unterschiedlichen Verfahren bewegte er sich auch in seinen Collagen und Zeichnungen zwischen dem Abstrakten und Figurativen, wie er auch die experimentellen Möglichkeiten des Mediums auslotete.

Die Ausstellungen zu „Colour, Space & Paper“ laufen bis zum 22. November. Das Leopold-Hoesch-Museum & Papiermuseum Düren hat dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr geöffnet, donnerstags zusätzlich bis 19 Uhr. Der Eintritt beträgt 6 Euro, ermäßigt 3 Euro.

Leopold-Hoesch-Museum
Hoeschplatz 1
D-52349 Düren

Telefon: +49 (0)2421 – 25 25 61
Telefax: +49 (0)2421 – 25 25 60


29.07.2015

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

Drucken

zurück zur Übersicht


Empfehlen Sie den Artikel weiter:
an








News vom 29.07.2015

Anton Henning in Friedrichshafen

Anton Henning in Friedrichshafen

Bayerns Löwen in der Residenz Ansbach

Bayerns Löwen in der Residenz Ansbach

Volker Saul und andere Künstler in Düren

 zur Monatsübersicht



Anzeigen

Marktspiegel

News

Vorbericht Auktion KUNST & ANTIQUITÄTEN und 50 MEISTERWERKE (17.-19. September 2015) Vorbesichtigung: 9.-15. September Mo-Fr. 10-19.00 Uhr Sa, So 10-17.00 Uhr
Hargesheimer Kunstauktionen Düsseldorf





Copyright © '99-'2015
Kunstmarkt Media
Alle Rechte vorbehalten


Impressum





Zum Seitenanfang Magazin

 Amazon export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce  Amazon ebay rakuten yatego meinpaket export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce