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Veronica Ryan

Der Turner Prize 2022 geht an Veronica Ryan

Turner Prize für Veronica Ryan

Gestern Abend hat Veronica Ryan in Liverpool den renommierten Turner Prize 2022 empfangen. Die 1956 auf der Karibik-Insel Montserrat geborene Bildhauerin konnte sich gegen ihre Mitnominierten Heather Phillipson, Ingrid Pollard und Sin Wai Kin durchsetzen und erhält nun ein Preisgeld von 25.000 Pfund. Laut Jury sprach für Ryan, dass sie auf eine sehr persönliche und poetische Art die Sprache des Skulpturalen erweitert habe. In ihrer jüngsten Arbeiten, die von verwandten Themen wie Vertreibung, Heilung und Verlust durchdrungen sind, kombiniere sie gefundene, meist vernachlässigte Objekte und handwerklich hergestellte Materialien. Die Jury lobte zudem die spürbare Weiterentwicklung in ihrer Verwendung von Raum, Farbe und Maßstab sowohl im Ausstellungsraum als auch auf öffentlichen Plätzen.



Veronica Ryan, die als kleines Kind mit ihren Eltern nach London zog, studierte ab 1975 an verschiedenen Universitäten in England, darunter an der Bath Academy of Art und der Slade School of Fine Art. Für ihre Kunstwerke nutzt sie eine breite Palette an Materialien, darunter Bronze, Gips, Marmor, Textilien und bereits vorhandene Gegenstände, und befasst sich mit Fragen der Geschichte, der Herkunft und der Psychologie der Menschen, des weltweiten kulturellen Austausches und Handels sowie der Umweltzerstörung. Oft verändert sie Größenverhältnisse und arbeitet mit einem Negativ- und Positivraum, um Bilder für Verdrängung, Fragmentierung und Entfremdung zu finden. Ryans jüngste Skulpturen befassen sich mit den Implikationen der Corona-Pandemie und dem 2018 aufgedeckten Windrush-Skandal um seit Jahrzehnten in Großbritannien ohne gültige Aufenthaltspapiere lebende Einwanderer aus früheren britischen Kolonien in der Karibik. Dafür hat Veronica Ryan in der Tate Liverpool einen gelben Ausstellungsraum geschaffen und ihn mit Objekten gefüllt, die sie aus mit Tee gebeizten und gefärbten Stoffe oder neonfarbenen, gehäkelten Angelschnurbeutel mit einer Vielzahl von Samen, Nüssen, Obstkernen und Häuten produziert hat.

Der Turner Prize ist eine der wichtigsten Auszeichnungen für zeitgenössische Kunst in Großbritannien. Er wurde 1984 als Hommage an den britischen Maler William Turner ins Leben gerufen und wird seitdem international beachtet. Neben dem Preisgeld von 25.000 Pfund für Veronica Ryan erhalten auch die übrigen Finalistinnen jeweils 10.000 Pfund. Zu den bisherigen Geehrten zählen renommierte Künstler und Künstlerinnen wie Malcolm Morley, Gilbert & George, Damien Hirst, Rachel Whiteread, Wolfgang Tillmans, Anish Kapoor, Gillian Wearing, Richard Wright, Martin Boyce, Elizabeth Price, Laure Prouvost, Lubaina Himid und im vergangenen Jahr Array Collective aus Belfast. Die Tate Liverpool präsentiert die Arbeiten der vier Nominierten noch bis zum 19. März 2023.


08.12.2022

Quelle: Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching

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Lovis Corinth, Selbstbildnis mit Gattin, 1904

Lovis Corinth, Selbstbildnis mit Gattin, 1904

Kiel rückt Corinths grafisches Werk ins Zentrum

Lovis Corinth wird als großer Maler des deutschen Impressionismus wahrgenommen. Dabei hat er auch ein umfangreiches druckgrafisches und zeichnerisches Œuvre hinterlassen, dem sich nun die Kunsthalle zu Kiel verschrieben hat. „Lovis Corinth – Die Grafik“ lautet der Titel ihrer konzentrierten Schau, die grundlegende Einsichten in die Relevanz dieser künstlerischen Gattungen bei Corinth vermittelt. Aus dem beachtlichen hauseigenen Korpus von 128 Grafiken des Künstlers hat die Kuratorin Annette Weisner rund 50 Drucke, Handzeichnungen und Blätter aus Skizzenbüchern aus. Chronologisch sowie nach Corinths breit angelegtem Themeninteresse gegliedert, beinhaltet die Schau Porträts, Aktdarstellungen, mythologische und biblische Motive ebenso wie Landschaften oder literarische Vorlagen.



Zu den Highlights zählen Blätter aus dem Pariser Skizzenbuch, das Lovis Corinth ab 1884 während seiner Zeit an der Pariser Académie Julian im Rahmen seiner klassisch-akademischen Schulung im Geist des 19. Jahrhunderts anlegte. Die Aktstudien nach lebenden Modellen demonstrieren nicht nur die Arbeitsweise, sondern bilden auch Grundlage für die weitere Entfaltung in der Historienmalerei. Seine Skizzen bestechen durch eine frische Interpretationsweise mit großen schwungvollen Linien. Um den schnellen Eindruck festhalten zu können, wandte sich Corinth mit Vorliebe der spontan in die Platte gearbeiteten Kaltnadelradierung zu, die seinem impressionistischen Duktus entgegen kam. Auch ein weiteres Alleinstellungsmerkmal basiert auf dieser Bewandtnis: Er schuf kraftvolle Arbeiten, die schon im expressionistischen Duktus verortet sind. Nicht zuletzt daher gilt Corinth als wichtige Brückenfigur zur Moderne.

Seit 1918 hielt sich der 1858 im ostpreußischen Tapiau geborene Maler oft in seinem Refugium am Walchensee auf. Hier schöpfte er aus dem Motivvorrat der herrlichen Alpenlandschaft. Darüber hinaus widmete er sich wie nur sehr wenige Künstler dem Ehe- und Familienleben. Bestes Zeugnis dafür stellt die Grafikserie „Bei den Corinthern“ dar, eine Art Tagebuch aus dem Jahr 1919. Neben den persönlich-dokumentarisch angelegten Skizzen arbeitete er auch immer wieder an Selbstporträts. Lovis Corinth starb während einer Reise am 15. Juni 1925 im niederländischen Badeort Zandvoort.

Die Ausstellung „Lovis Corinth – Die Grafik“ läuft bis zum 23. April 2023. Die Kunsthalle zu Kiel hat dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr, mittwochs bis 20 Uhr geöffnet. Geschlossen bleibt an Heiligabend, Silvester und Neujahr. Der Eintritt beträgt 7 Euro, ermäßigt 4 Euro; für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren ist er kostenlos.

Kunsthalle zu Kiel
Düsternbrooker Weg 1
D-24105 Kiel
Telefon: +49 (0)431 – 880 57 56


08.12.2022

Quelle: Kunstmarkt.com/Hans-Peter Schwanke

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Andrzej Steinbach, Jana Euler und Silvia Martes

Die Günther-Peill-Stiftung zeichnet Andrzej Steinbach, Jana Euler und Silvia Martes aus

Preis der Günther-Peill-Stiftung für Jana Euler

Der mit 20.000 Euro dotierte Preis der Günther-Peill-Stiftung geht in diesem Jahr an die Künstlerin Jana Euler. Außerdem vergab die Stiftung zwei zweijährige Förderstipendien von je 18.000 Euro an Silvia Martes und Andrzej Steinbach. Die am Leopold-Hoesch-Museum in Düren ansässige Stiftung würdigt alle drei Kunstschaffenden zudem mit einer Gruppenausstellung im Herbst 2024. Jana Euler wurde für ihre innovativen malerischen und installativen Arbeiten ausgezeichnet, die das Verhältnis von Objekt und Raum ausloten. Auf humorvolle Weise stelle sie dabei das Gefüge des Kunstbetriebs sowie die Konventionen der Malerei genauso in Frage wie das Kunstverständnis ihres eigenen persönlichen Umfelds. Jana Euler, Jahrgang 1982, stammt aus Friedberg in Hessen. Sie lebt und arbeitet in Brüssel und Frankfurt am Main, wo sie an der Städelschule studierte. Außerdem war sie an der Glasgow School of Art tätig. Euler hatte institutionelle Einzelausstellungen im Artists Space, New York, dem Stedelijk Museum Amsterdam sowie dem Bonner Kunstverein und der Kunsthalle Zürich. Zudem waren ihre Arbeiten in Gruppenausstellungen auf der Biennale di Venezia, im KW – Institute for Contemporary Art und dem Museum Brandhorst in München zu sehen.



Die 1985 in Eindhoven geborene Silvia Martes entwirft Videokunst, die mit den Grenzen von Zeit, Raum und Körpern spielen. In einer Synthese aus Fiktion und Realität erschafft sie, nicht ohne Tragik und Witz, eine künstlerische Parallelwelt. Martes war bereits in Ausstellungen des Stedelijk Museums in Amsterdam sowie des Edith-Ruß-Hauses für Medienkunst in Oldenburg zu sehen. Andrzej Steinbachs künstlerische Praxis umfasst unterschiedliche Medien wie Fotografie, Sound- und Videoarbeiten sowie Skulptur. Im Zentrum stehen dabei immer wieder die Mechaniken und Bedeutungen von Kunst und ihrer Produktion. Der 1983 geborene Pole Steinbach lebt und arbeitet in Berlin. 2017 machte er seinen Abschluss als Meisterschüler bei Heidi Specker an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig. Er war bereits auf Ausstellungen des New Yorker Museum of Modern Art sowie der Bundeskunsthalle in Bonn vertreten.

Die Günther-Peill-Stiftung wurde von Carola Peill 1986 zu Ehren ihres Mannes Günther Peill gegründet, um junge Kunstschaffende zu fördern und diese zu Ausstellungen nach Düren zu bringen. Seit 1987 vergibt die Günther-Peill-Stiftung zweijährige Stipendien und seit 1996 den Peill-Preis. Es ist der Stiftung ein besonderes Anliegen, sowohl anerkannte als auch junge zeitgenössische Positionen zu unterstützen und zu würdigen. Preisträger*innen der Günther-Peill-Stiftung waren beispielsweise Thomas Schütte, Rosemarie Trockel, Peter Fischli und David Weiss, Jimmie Durham, Tamara Grcic, Gregor Schneider, Alice Creischer und zuletzt Kerstin Brätsch.


07.12.2022

Quelle: Kunstmarkt.com/Maximilian Nalbach

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