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Klemens Brosch, Das Krokodil auf der Mondscheibe, um 1912

Klemens Brosch, Das Krokodil auf der Mondscheibe, um 1912

Linz widmet sich Klemens Brosch

Der früh verstorbene Künstler Klemens Brosch steht von heute an im Mittelpunkt zweier Ausstellungen in Linz. Dabei nehmen die Landesgalerie Linz und das Nordico Stadtmuseum vor allem den Zeichner in den Blick. In ihrer Schau „Klemens Brosch: Kunst und Sucht des Zeichengenies“ stellen sie Zeichnungen, Grafiken, Aquarelle und Gemälde des gebürtigen Linzers vor, der in nur 16 Schaffensjahren ein Vermächtnis von mehr als 1000 Werken hinterließ. Die Landesgalerie Linz gibt dabei einen Einblick in den künstlerischen Kosmos des Zeichners. Studienblätter, die durch ihren Detailreichtum bestechen, bilden den Auftakt, gefolgt von virtuosen Landschaftsaquarellen und beeindruckenden Aus- und Einblicken in die Natur. Symbolistische Bildwelten und fantastische Visionen stehen neben erschütternden Dokumenten des Ersten Weltkrieges. Zudem haben die Kuratorinnen Gabriele Spindler und Monika Oberchristl grafische Werke von Francisco de Goya, Max Klinger und Rembrandt ausgewählt, die die kunsthistorischen Einflüsse auf die Arbeit von Klemens Brosch exemplarisch verdeutlichen.



Im Nordico kümmert sich Elisabeth Nowak-Thaller um die Biografie und die Linz-Bezüge des Künstlers und hat dazu neben Kunstwerken auch Fotografien, Briefe und historische Dokumente zusammengetragen. Schon in der Schule und später an der Wiener Akademie galt der 1894 geborene Brosch als genialer Zeichner. Mit Präzision und im Schaffensrausch beschäftigte er sich mit dem Symbolhaften und dem Unheimlichen, mit dem Zauber und der Vergänglichkeit der Natur. Seine Bildthemen wirken dämonisch und hintergründig, seine magischen Landschaften scheinen versteinert und verlassen. Durch seine akribische Strichführung und seinen manischen Zeichenduktus wurde er zu einem Vorreiter der Neuen Sachlichkeit.

Als Klemens Brosch im Ersten Weltkrieg nach Galizien ins Feld ziehen muss, bringt er sein Entsetzen über die Gräuel in anklagenden Kriegsdokumentationen zu Papier. Bereits 1914 wird dem kränklichen Grafiker vom Militärarzt Morphium verordnet. Immer stärker verfällt Brosch dem Suchtgift, dem übersteigerten Pathos und der Bildvision. Leben und Schaffen bis zu seinem tragischen Selbstmord am Linzer Pöstlingberg im Jahr 1926 sind von Todessehnsucht und zerstörerischen Untergangsvisionen beherrscht, die sich auch in seinen künstlerischen Arbeiten von fantastischen, vielfach bedrohlichen Traumwelten äußern.

Die Ausstellung „Klemens Brosch: Kunst und Sucht des Zeichengenies“ läuft vom 30. September bis zum 8. Januar 2017. Die Landesgalerie hat täglich außer montags von 9 bis 18 Uhr, donnerstags zusätzlich bis 21 Uhr und am Wochenende von 10 bis 17 Uhr geöffnet, das Nordico täglich außer montags von 10 bis 18 Uhr, donnerstags zusätzlich bis 21 Uhr. Der Eintritt beträgt jeweils 6,50 Euro, ermäßigt 4,50 Euro. Der Katalog aus dem Anton Pustet Verlag kostet 34 Euro.

Landesgalerie Linz
Museumstraße 14
A-4010 Linz
Telefon: +43 (0)732 – 7720 522 00

Nordico Stadtmuseum
Dametzstraße 23
A-4020 Linz
Telefon: + 43 (0)732 – 70 70 19 01


30.09.2016

Quelle: Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching

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Vincent van Gogh, Strand von Schevenigen, 1882

Vincent van Gogh, Strand von Schevenigen, 1882

Gestohlene van Gogh-Gemälde in Italien aufgetaut

Zwei gestohlene Gemälde Vincent van Goghs sind nach 14 Jahren in Italien wieder aufgetaucht. Die italienische Polizei habe die beiden Frühwerke des Niederländers bei einer Großrazzia gegen das organisierte Verbrechen in Castellammare di Stabia bei Neapel sichergestellt, teilte das Van Gogh Museum heute mit. In dem Amsterdamer Museum wurden der „Strand von Schevenigen“ von 1882 und die „Gläubigen bei der reformierte Kirche von Nuenen“ von 1884/85 im Dezember 2002 geraubt. Zwar konnten zwei Männer gefasst und 2005 zu Haftstrafen verurteilt werden, doch von den Kunstwerken fehlte bisher jede Spur. Wann die Bilder aus der „Braunen Periode“ van Goghs wieder nach Amsterdam zurückkehren, ist noch unklar, da die polizeilichen Untersuchungen noch nicht abgeschlossen sind.



Museumsdirektor Axel Rüger zeigte sich glücklich über den Fahndungserfolg und bedankte sich bei den italienischen Behörden. „Auf diesen Moment haben wir 14 Jahre lang gewartet“, so Rüger. Ein Experte habe die Echtheit der Gemälde bestätigt, und entgegen den Erwartungen seien sie in einem relativ guten Zustand. Die Rahmen der Bilder seien entfernt, und der „Strand von Schevenigen“ weise in der unteren linken Ecke Farbabplatzungen auf. Neben dem finanziellen Wert im einstelligen Millionenbereich haben die beiden Werke für Rüger vor allem eine kunsthistorische Bedeutung. So sei das Seestück das einzige Gemälde in der Museumssammlung aus Vincent van Goghs Haager Periode von 1881 bis 1883. Bei den Kirchgängern stehen biografische Bezüge im Vordergrund. Sie gelten als Geschenk des Malers an seine Eltern; denn sein Vater war ab 1882 Pfarrer der Gemeinde. Nach dessen Tod im Jahr 1885 habe van Gogh die trauernden Personen im Vordergrund hinzugefügt, so Rüger.


30.09.2016

Quelle: Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching

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Herwig Turk mit Paulo Pereira, agent lc, 2007

Herwig Turk mit Paulo Pereira, agent lc, 2007

Herwig Turk in Klagenfurt

Das Museum Moderner Kunst Kärnten in Klagenfurt widmet Herwig Turk eine umfassende Werkschau. Der 1964 in St. Veit an der Glan geborene Österreicher verbindet in seinem Werk Kunst mit Technologie und Wissenschaft. Der Ausstellungstitel „Landschaft = Labor“ verweist auf das High-Tech-Labor als vielschichtigen Bedeutungsträger, der auch den Begriff der Landschaft aufnimmt. Diese werde, laut Christine Wetzlinger-Grundnig, Museumsdirektorin und Kuratorin der Schau, zwischen politischer Determinierung und industrieller Instrumentalisierung wiederum zum Versuchslabor. Turks Arbeiten, die unter anderem im Berliner Labor für mediale Künste, dem Österreichischen Museum für angewandte Kunst in Wien und dem Fotomuseum in Winterthur zu sehen waren, werden in Klagenfurt im Kontext mit internationalen Künstlern präsentiert, die ähnliche Strategien verfolgen und sich im künstlerisch-wissenschaftlichen Diskurs bewegen.



Die Schau zu Herwig Turk, der sieben Jahre lang bis 1990 an der Universität für angewandte Kunst in Wien bei Peter Weibel und Christian Reder studierte, untersucht das Leben im Labor. In der Videoinstallation „Hands on“ von 2014 sind die Arme des Laboranden mit typischen weißen Stoffärmeln bedeckt, und die Hände mit Einweghandschuhen vor einem weiß gekachelten Hintergrund zu sehen. Im 2011 erstellten Dokumentprint „landscape 05“ bilden die elektronischen Mikroskope, die Schränke und mit bunten beschrifteten Zetteln versehenen kleinen Behältnissen über drei Wandregale eine Art Laborpanorama. Turk, der von 2003 bis 2010 mit Paulo Pereira, Mediziner an der portugiesischen Universität von Coimbra, zusammenarbeitete, behandelte in diesem interdisziplinären Forschungsprojekt „theblindspot.org“ die Wahrnehmung.

Bei den Landschaften wendet sich der Künstler den zivilisatorischen Zusammenhängen und kolonialen Nutzungsmodalitäten zu. In seinen Bildern und Objektwelten bezieht er sich auf tradierte Darstellungs- und Repräsentationsmuster, die diese Stereotype ebenso hinterfragen. Auch das Portrait erfährt bei Turk eine Neuinterpretation wie in „agent lc“ von 2007. Dort dient ein elektronisches Mikroskop als Motiv, dessen zwei verkabelte und bewegliche Linsen auf die weißen Kacheln zu blicken scheinen. Im 2014 entstandenen Foto „lucin cutoff“ präsentiert Turk die 19 Kilometer lange Bahnstrecke auf dem gleichnamigen Damm, die den Great Salt Lake in Utah ähnlich einer Narbe durchtrennt. Diese dunkle Naht zieht sich über den steinigen Vordergrund diagonal in die Tiefe des Bildes, das in großer Entfernung mit verblauten Hügeln das andere Ufer vermuten lässt.

Die Ausstellung „Herwig Turk. Landschaft = Labor“ läuft vom 29. September bis zum 8. Januar 2017. Das Museum Moderner Kunst Kärnten hat täglich außer montags von 10 bis 18 Uhr, am Donnerstag zusätzlich bis 20 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 5 Euro, ermäßigt 2,50 Euro. Begleitend zur Schau erscheint ein Katalog für 28 Euro.

Museum Moderner Kunst Kärnten
Burggasse 8
A-9020 Klagenfurt

Telefon: +43 (0)50 – 536 16 252
Telefax: +43 (0)50 – 536 16 250


29.09.2016

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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