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125 Jahre Otto Dix

„Also bin ich eben ein Wirklichkeitsmensch. Alles muss ich sehen.“ Diese Worte des umstrittenen, unbequemen, eigenen, aber doch berühmten Malers Otto Dix dienen als Titel einer großen Überblicksschau zum 125. Geburtstag im Zeppelin Museum in Friedrichshafen. Geboren am 2. Dezember 1891 im heutigen Geraer Stadtteil Untermhaus, prägten zahlreiche Extremsituationen seinen Lebensweg. Zwei aktiv erlebte Weltkriege, Diffamierung als entarteter Künstler, entfernte Wohnsitzwechsel von Dresden an den westlichen Bodensee 1933 sowie nach 1945 das binomische Leben in zwei Systemen in Hemmenhofen und bei seiner „Zweitfamilie“ in Dresden lösten sicherlich auch die große stilistisch-technische Vielfalt seines Œuvres aus. Nach impressionistischen wie expressionistischen Phasen folgte Dix Strömungen des Kubismus, Dadaismus, der Neuen Sachlichkeit und wieder des Expressionismus, verbunden mit Wechseln von der Alla-Prima-Malerei zur altmeisterlichen Lasurmalerei nach 1933 und ab 1944 wiederum die Umkehr.



Thematisch allerdings ließ Otto Dix Kontinuität walten. Im Zentrum stand immer der Mensch, verbunden mit Sozialkritik und messerscharfen Milieustudien. Im Gegensatz zu den bisherigen, meist auf Einzelaspekte und künstlerische Brüche konzentrierten Ausstellungen nimmt die Friedrichshafener Präsentation die gesamte technische, stilistische und motivische Entwicklung in den Blick. Dazu wird erstmals der komplette hauseigene Fundus aus 21 Gemälden, 110 Zeichnungen und 275 Grafiken ausgestellt. Er zählt zu den größten öffentlichen Dix-Beständen weltweit. Über 60 Schaffensjahre umfassend, von 1908 bis zu kurz vor Dix’ Tod am 25. Juli 1969 entstandenen Bildern stellt die Schau einen künstlerischen Reichtum vor.

Zu den Hauptwerken gehören beispielsweise die Erstfassung der imposanten „Versuchung des Heiligen Antonius“ von 1937 oder der Zyklus „Der Krieg“ aus dem Jahr 1924. Höhepunkt unter den „Recto-Verso-Bildern“ dürfte wohl „Der Drucker Max John (Arbeitsloser)“ von 1920 sein, auf dessen Rückseite eine Parklandschaft aus dem Jahr 1912 zu sehen ist. Bis vor kurzen noch galt der großformatige „Blumenstrauß“ von 1923 als verschollen. Zu den Akten, Porträts und religiösen Sujets treten farbintensive Stadt- und Landschaftsbilder aus dem bisher weniger beachteten Spätwerk, wie etwa die 1955 gemalte „Herbstlandschaft am Bodensee“. Nach dem Zweiten Weltkrieg blieb Otto Dix ein Außenseiter. Die abstrakte bundesdeutsche Nachkriegskunst lehnte er ebenso ab wie den sozialistischen Realismus in der DDR. Er male immer das, was er sah. Die schlichte Realität war sein Maßstab, weder das exorbitant Schöne noch das explizit Hässliche.

Die Ausstellung „Otto Dix – Alles muss ich sehen“ läuft vom 2. Dezember bis zum 17. April 2017. Das Zeppelin Museum täglich außer montags von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 9 Euro, ermäßigt 5 Euro.

Zeppelin Museum Friedrichshafen
Seestraße 22
D-88045 Friedrichshafen

Telefon: +49 (0)7541 – 380 10
Telefax: +49 (0)7541 – 380 181


02.12.2016

Quelle: Kunstmarkt.com/Hans-Peter Schwanke

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Ousmane Sow gestorben

Ousmane Sow ist tot. Der Senegalese starb am 1. Dezember in Dakar mit 81 Jahren. Sow war vor allem für seine afrikanischen Kriegerskulpturen bekannt, wie die muskulösen und überlebensgroßen Gestalten der „Nuba“, die er zwischen 1984 und 1987 schuf, wie auch die Serie „Der Massai“ von 1989 oder „Der Zulu“ von 1990. In allen Werken des Senegalesen steht neben der monumentalen menschlichen Erscheinung vor allem die Würdigung des Freiheits- und Unabhängigkeitskampfes der schwarzen Völker im Zentrum.



Ousmane Sow wurde am 10. Oktober 1935 in der senegalesischen Hauptstadt Dakar geboren. Nach dem Tod seines Vaters zog er 1956 nach Paris, hatte Kontakte zu Schülern der École des Beaux-Arts und absolvierte unter anderem eine Ausbildung zum Krankenpfleger und Physiotherapeuten. Nachdem der Senegal 1960 seine Unabhängigkeit erhielt, kehrte er 1961 in seine Heimat zurück. Sowohl im Senegal wie auch in Frankreich arbeitet Sow in seiner medizinischen Praxis gleichzeitig auch als Künstler. Es waren Leni Riefenstahls und George Rodgers Fotoserien der den in den Nuba-Bergen lebenden Menschen im Sudan, die Sow dazu bewegten, sich gänzlich als Autodidakt der Bildhauerei zuzuwenden.

Es sind die heroischen afrikanischen Krieger, die Ousmane Sow seit den 1980er Jahren schuf und ihm zum internationalen Erfolg verhalfen. Waren „Die Nuba“ 1988 erstmals im „Centre Culturel Français“ in Dakar zu sehen, präsentierte sie Sow 1992 auf der Documenta in Kassel. Es folgten weitere internationale Ausstellungen im Musée des Beaux-Arts in Ottawa und dem Whitney Museum in New York sowie seine Teilnahme an der Biennale in Venedig 1995. Mit den „Massai“ wandte sich Sow den Viehzüchtern und Kriegern Ostafrikas zu. In den 1990er Jahren verlagerte sich sein Interesse auf die westafrikanischen Fulben. Hier schuf der Bildhauer Szenen aus dem früheren alltäglichen Leben des Volksstammes, das nur noch in Fotografien überliefert ist. Allgemein vermeidet Sow in seinen Arbeiten Symbole der Gegenwart.

Arbeitete er zunächst mit einfachen alltäglichen Materialien aus Baumwolle, Abfall, Eisen oder Beton, begann Ousmane Sow Ende der 1990er Jahre mit Bronze zu experimentieren. Einige seiner früheren Arbeiten, so den herkulischen Kämpfer, die Mutter mit Kind oder die nackte Tänzerin, ließ er in dem Material nachgießen. 2002 entstanden die Statue „Victor Hugo“ und Bildnisse von „Nelson Mandela“ und „Charles de Gaulle“ innerhalb der Serie „Merci“. Den Helden der Unabhängigkeitsbewegung in Tahiti, Toussaint Louverture, und damit das Ende des Sklavenhandels ehrte Ousmane Sow mit seiner Gruppe „Toussaint Louverture und die alte Sklavin“, die seit 2014 im Museum of African Art in Washington und seit 2015 auch in La Rochelle steht.

Ousmane Sow war der erste schwarze Künstler, der in die Académie des Beaux-Arts in Paris aufgenommen wurde. Zudem erhielt er den Rang eines Kommandeurs in der französischen Ehrenlegion und des Ordre national du Lion du Sénégal, der höchsten Auszeichnung des Landes.


02.12.2016

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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Staatsgalerie in der Würzburger Residenz

Die neu gestaltete Staatsgalerie in der Würzburger Residenz

Staatsgalerie in der Würzburger Residenz eröffnet wieder

Ab dem Wochenende steht die Zweiggalerie der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen in der Würzburger Residenz wieder für die Besucher offen. Bei der Renovierung haben die Räume im Nordflügel nun eine neue Seidenbespannung erhalten, zudem wurde die Präsentation modernisiert. Passend zum Bildprogramm des Barockbaus konzentriert sich die Auswahl der Gemälde auf venezianische Malerei vom 16. bis zum 18. Jahrhundert. Zu sehen sind Werke von Jacopo Amigoni, Leandro und Francesco Bassano, Antonio Bellucci, Federico Bencovich, Luca Carlevarijs, Giambettino Cignaroli, Giovanni Battista Piazetta, Joseph Heintz d.J. und Giovanni Battista Tiepolo sowie dessen Sohn Giovanni Domenico. Der Venezianer Giovanni Battista Tiepolo schuf zwischen 1751 und 1753 zuerst die Deckenbilder im Kaisersaal der Residenz und im Anschluss das weltberühmte Fresko im Treppenhaus.



Die neue Präsentation ist ein Zeugnis des transalpinen Kulturaustausches zwischen Deutschland und Italien. Der Anfang des 17. Jahrhunderts in Augsburg geborene Maler Joseph Heintz d.J. hielt sich ab 1625 bis zu seinem Tod 1678 in Venedig auf. Um 1648 schuf er das Gemälde „Wettstreit auf dem Ponte dei Pugni“. Es dokumentiert ein Schauspiel, das auf der sogenannten „Brücke der Fäuste“ bis 1705 stattfand. Hier trafen sich die Parteien zweier verfeindeter Stadtviertel, um Feindseligkeiten in Form einer körperlichen Auseinandersetzung auszutragen. Heintz illustriert dieses Szenario in einer dicht gedrängten Figurenstaffage, die das chaotische, bizarre Moment herausstellt. Den umgekehrten Weg der Alpenüberquerung schlug der 1696 in Venedig geborene Giovanni Battista Tiepolo ein. 1750 ging er mit seinen beiden Söhnen Lorenzo und Giovanni Domenico nach Würzburg. Während seiner Arbeit an den Fresken in der Würzburger Residenz vollendete Tiepolo mit Hilfe der Söhne auch einige Leinwandbilder. Aus dem Besitz des Fürstbischofs stammt ein Gemäldepaar mit Szenen aus Torquato Tassos Heldenepos „Gerusalemme liberata“. In dieser Erzählung will der christliche Ritter Rinaldo Jerusalem befreien, wird aber von der heidnischen Zauberin Armida entführt. Tiepolo malt die Gartenszene der Verführung und die anschließende Rettung Rinaldos durch seine Gefährten in seinen charakteristischen leuchtenden Pastelltönen.

Die Neupräsentation der Zweiggalerie der Staatsgemäldesammlung kann ab dem 2. Dezember täglich von 10 bis 16:30 Uhr besichtigt werden. Der reguläre Eintritt in die Würzburger Residenz beträgt 7,50 Euro und ermäßigt 6,50 Euro.

Residenz Würzburg
Residenzplatz
D-97070 Würzburg


01.12.2016

Quelle: Kunstmarkt.com/Sebastian Schmitt

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News vom 02.12.2016

125 Jahre Otto Dix

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