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Brandung bei Knokke, 1895 / Max Schlichting

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Rainer Werner Fassbinder mit Kameramann Michael Ballhaus

Rainer Werner Fassbinder mit Kameramann Michael Ballhaus

Bonner Bundeskunsthalle erkundet Rainer Werner Fassbinder

Das Werk eines so vielseitigen Film-, Fernseh- und Theaterstars wie Rainer Werner Fassbinder zu präsentieren, gestaltet sich als ein herausforderndes Unterfangen. Der Bundeskunsthalle ist es aber gelungen, durch geschickte Verknüpfung von Zeitgeist, intermedialen Exponaten und einem abwechslungsreichen Parcours unter dem Titel „Methode Rainer Werner Fassbinder“ die essentiellen Grundlagen im Werk des filmischen Allrounders erkennbar werden zu lassen. Mehr als 850 Exponate demonstrieren in Bonn nun seine Produktivität: 45 Kurz-, Kino- und TV-Filme hat Fassbinder produziert, teils war er zugleich Regisseur und Darsteller. Hinzu kommen 14 selbst verfasste Theaterstücke, vier Hörspiele, 37 Drehbücher.



Das Schaffen des am 31. Mai 1945 in Bad Wörishofen geborenen Sohnes eines Arztes und einer Übersetzerin ist nur vor dem Hintergrund einer konfliktreichen Kindheit, des unsteten Lebenswandels sowie des gesellschaftlichen Systems der Bundesrepublik Deutschland zu verstehen. Daher hat die Kuratorin Susanne Kleine als Rückgrat der Schau eine opulente umlaufende „Timline“ inszeniert, in der Fassbinders Biografie mit allgemeinen gesellschaftspolitischen Entwicklungen verschmilzt. Davor breiten sich Produktionsakten, Arbeits- und Standfotos, Korrespondenzen, Plakate, Werbematerialien, Kritiken, wissenschaftliche Publikationen und private Objekte des rastlos schaffenden Berserkers aus. In Boxen werden Filmausschnitte und Musikstücke präsentiert. Fassbinder starb an Herzversagen am 10. Juni 1982 in seiner Münchener Wohnung im Alter von erst 37 Jahren.

Der Autodidakt, der nie eine Filmhochschule besucht hatte – er wurde stets abgelehnt, reflektiert die widersprüchlichen 1960er und 1970er Jahre, speziell deren gesellschaftliche Zerrissenheit zwischen Verdrängungsmodus und Rebellion. Rainer Werner Fassbinder schuf quasi ein Porträt der Gesellschaft, aber kein glänzendes. Er zeigte kritisch und direkt Mussstände auf, thematisierte die Aufarbeitung der NS-Diktatur, Generationenkonflikte, Stellung und Macht der Frau, Ausbeutung von Gefühlen, Genderfragen und Bisexualität in einer ungeschönten Weise zwischen Melodram, Historie und Politik. Eine statische Kamera und lange Einstellungen unterstützten die formelhafte Sprache als Anspielung auf starre soziale Normen. Oft werden Spiegel eingesetzt, um die Brüchigkeit und eigene Existenz zu visualisieren. Aus dem Repertoire menschlich-psychologischer Extremsituationen wie Angst, Hysterie, Zorn, Scham, Verzweiflung schöpfte er bei seinen Filmen. Mit vielen Produktionen schrieb er Filmgeschichte, darunter „Fontane Effi Briest“, „Die Ehe der Maria Braun“, „Lili Marleen“ oder „Lola“.

Die Ausstellung „Methode Rainer Werner Fassbinder. Eine Retrospektive“ ist bis zum 6. März 2022 zu sehen. Die Bundeskunsthalle hat täglich außer montags von 10 bis 19 Uhr, dienstags und mittwochs bis 21 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 10 Euro, ermäßigt 6,50 Euro. Zur Ausstellung ist ein umfangreicher Katalog zum Museumspreis von 34 Euro erschienen.

Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland
Helmut-Kohl-Allee 4
D-53113 Bonn

Telefon: +49 (0)228 – 91 71 200
Telefax: +49 (0)228 – 91 71 244


20.09.2021

Quelle: Kunstmarkt.com/Hans-Peter Schwanke

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Gerhard-Marcks-Haus in Bremen

Das Gerhard-Marcks-Haus in Bremen wird 50

50 Jahre Gerhard-Marcks-Haus

Das Gerhard-Marcks-Haus feiert in diesem Jahr sein 50jähriges Jubiläum. Zunächst war die Bremer Institution als Museum für den bekannten namensgebenden Bildhauer geplant, doch bald weitete man den Fokus aus und widmete sich ab den 1980er Jahren der gesamten modernen und zeitgenössischen Bildhauerkunst. So gesellte sich zum Nachlass von Gerhard Marcks auch das Œuvre von Waldemar Grzimek und Gerhart Schreiter, Sonderausstellungen beschäftigten sich etwa mit dem Schaffen von Marino Marini, Ernst Barlach oder Alberto Giacometti. „Was wir können ist Wissenschaft und gute Ausstellungen machen. Wir wollen die Besucher durch das überzeugen, was sie selbst sehen, und nicht dadurch, dass wir ihnen erzählen, was sie sehen sollen. Heute haben wir einen gesellschaftlichen Auftrag zu erfüllen, jeder ist bei uns willkommen“, fasst Arie Hartog seine Arbeit als Direktor des Gerhard-Marcks-Hauses zusammen.



Die Basis für die Gründung des Bremer Museum am 18. September 1971 legte Gerhard Marcks selbst und rief die Gerhard-Marcks-Stiftung ins Leben. Mit rund 500 Plastiken, 2.000 Grafiken und 14.000 Handzeichnungen bildet das Schaffen des Autodidakten und von August Gaul und Georg Kolbe geförderten Bildhauers den Grundstock des Museumsbestandes. Nach Lehrtätigkeiten am Staatlichen Bauhaus in Weimar, der Staatlichen Kunstgewerbeschule auf Burg Giebichenstein in Halle an der Saale und – unterbrochen von der Entlassung durch die Nationalsozialisten – an der Landeskunstschule Hamburg arbeitete der Bildhauer ab 1950 in Köln. Zunächst sollte dem Publikum durch die nach ihm benannte Institution die Möglichkeit gegeben werden, sich explizit einem modernen Künstler zu öffnen. Die Bürger waren mit Marcks’ Œuvre durch seine „Bremer Stadtmusikanten“ vor dem Rathaus und seinen „Rufer“ für Radio Bremen bereits vertraut. Bald nach der Eröffnung wurde die Idee, moderne Plastik zugänglich und verstehbar zu machen, erweitert und zeitgenössische Künstler vorgestellt. Bis zum 24. Oktober ist beispielsweise die Ausstellung „Bildhauerei! Was sonst?“ des 1959 geborenen Niederländers Ruud Kuijer zu sehen. In der Spezialisierung auf skulpturale Arbeiten bildet das Gerhard-Marcks-Haus eine Ergänzung zur Museumslandschaft der Hansestadt an der Weser.


20.09.2021

Quelle: Kunstmarkt.com/Amanda Bischoff

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Ronald Paris

Ronald Paris ist gestorben

Trauer um Ronald Paris

Ronald Paris ist tot. Der Brandenburger Maler und Grafiker starb am vergangenen Freitag im Alter von 88 Jahren in seinem Haus in Rangsdorf südlich von Berlin. Paris war insbesondere für seine Wandbilder, wie dem Epochenbild „Unser die Welt, trotz alledem“ im Berliner Palast der Republik von 1975/76 oder „Triumph des Todes, Triumph des Lebens“ in den Uckermärkischen Bühnen Schwedt, bekannt. Der Künstler setzte sich in seinen Werken kritisch mit gesellschaftlichen Ereignissen auseinander, zuletzt mit der Flüchtlingsbewegung im Mittelmeer. Außerdem verewigte der 1933 in Sondershausen geborene Thüringer bedeutende Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens in eindringlichen Porträts, darunter die Schauspielerin Inge Keller, den Liedermacher Wolf Biermann, den Sänger Ernst Busch, den Komponisten Hanns Eisler oder den Regisseur Heiner Müller. Aber auch mit Stillleben oder Landschaften hat sich Paris beschäftigt.



Seine ausdrucksstarken Gemälde in kräftigen Farben sowie Kohle- und Aquarellarbeiten auf Papier zeugen von einem dynamischen, auf Konturen basierenden Zeichenstil, der vom Expressionismus der Brücke-Maler und des Blauen Reiters sowie von der Formensprache Max Beckmanns inspiriert ist. Gekonnt brachte Ronald Paris Realität und Imagination zusammen, indem er zeitgenössische gesellschaftliche Umbrüche wie den Mauerfall mit Figurenpersonal aus Dramen und Mythologie verhandelte. So treten unter anderem Prometheus, Kassandra und Ikarus, aber auch Shakespeares König Lear in seinen teils collagenartigen Werken auf, von denen manche auf Grund der großen Zahl an Protagonisten und verschachtelten Perspektiven erst auf den zweiten Blick entschlüsselt werden können. Neben seiner Faszination für das Theater hat auch die Liebe zur Natur in Form von Reisebildern Eingang in Paris’ Schaffen gefunden, beispielsweise in der Darstellung der Lichtstimmung in der toskanischen Bucht von Baratti aus dem Jahr 2005.

Nachdem er eine Lehre als Kunstglaser und Glasmaler in Weimar und eine Ausbildung als Restaurator am Schlossmuseum Gotha absolviert hatte, studierte Ronald Paris Wandmalerei an der Hochschule für bildende und angewandte Kunst in Berlin-Weißensee. Zwischen 1993 und 1999 hatte der Maler eine Professur an der Kunsthochschule Halle an der Saale auf Burg Giebichenstein inne. Aus Anlass seines 80. Geburtstags wurde er 2013 für sein Lebenswerk von Matthias Platzeck mit dem Ehrenpreis des Brandenburger Ministerpräsidenten ausgezeichnet. Dieser würdigte Ronald Paris als bedeutenden Künstler der DDR und der Gegenwart. „Die Kunst von Paris war verknüpft mit gesellschaftlichen Fragen, die in seinen Werken wahrhaftig wurden“, so Platzeck. „Betroffen sein und betroffen machen, das war sein Anspruch.“


20.09.2021

Quelle: Kunstmarkt.com/Amanda Bischoff

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