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Sauwetter am Stachus mit Nornenbrunnen im winterlichen München / Otto Pippel

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Ohne Titel - Chromatische Konstellation, 2015 / Heinz Mack

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Olafur Eliasson, Life, 2021

Olafur Eliasson, Life, 2021

Olafur Eliasson flutet die Fondation Beyeler für alle

In der Fondation Beyeler in Riehen bei Basel hat Olafur Eliasson wieder eine seiner spektakulären Inszenierungen eingerichtet und für „Life“ die Museumsräume mit einem künstlichen grünen Teich geflutet, der eine Fülle von Wasserpflanzen beherbergt. Mit Einverständnis des Direktors Sam Keller und des Museumsarchitekten Renzo Piano ließ der dänisch-isländische Künstler einen Großteil der Fenster und Türen entfernen, sodass nun eine große Wasserlandschaft die Innenräume des Gebäudes mit dem Teich des Gartens verbindet. „Mit Life arbeite ich aktiv daran, einen Raum der Koexistenz zwischen allen zu schaffen, die Teil der Ausstellung sind, und jenen, die von ihr angesprochen werden – der Kunstinstitution, meinem Kunstwerk, den Besuchenden, anderen Wesen, die daran teilhaben, den Bäumen und anderen Pflanzen im Park, der Stadtlandschaft, die das Museum umgibt und darüber hinaus. Indem wir gemeinsam die Welt erforschen, die wir miteinander teilen, können wir sie, so hoffe ich, für alle Spezies lebenswert machen“, erklärt Eliasson seine Intention.



Olafur Eliasson ließ sich bei seinen Ideen von der Anthropologin Natasha Myers inspirieren. Da wir nur dank der Existenz von Pflanzen auf der Erde leben können, ruft Myers dazu auf, das aktuelle „Anthropozän“ in ein „Planthropozän“ umzuwandeln, indem wir uns „vegetalisieren“, also für das Potenzial der Beziehungen zwischen Pflanze und Mensch sensibilisieren. Neben den Menschen lädt Eliasson auch die Flora und Fauna ein, die Ausstellungsräume zu besuchen und mit dem Wasser zu interagieren. Mit verschiedenen optischen Filtern ausgestattete Kameras sind knapp über der Wasseroberfläche oder in den Bäumen installiert und ahmen unter anderem mit Wärme- oder Kaleidoskopaufnahmen die Wahrnehmungsapparate anderer Spezies nach. Deren Bilder können über einen Mehrkanal-Livestream Tag und Nacht abgerufen werden, um Formen nicht menschlicher Zeitwahrnehmung zu vermitteln.

Die Ausstellung ist Tag und Nacht zugänglich. Holzstege geben verschiedene Routen vor, auf denen sich den Besuchern und Besucherinnen immer wieder Durchblicke und Gelegenheiten zum Innenhalten und Nachspüren bieten. Begleitet von den Umgebungsgeräuschen der Insekten, des Verkehrs oder der Menschen sowie den Gerüchen der Pflanzen und des Wassers wird der Betrachter bei seiner Erkundung der Installation selbst ein Teil des Kunstwerks. Neben den genannten Einflüssen tragen auch Licht und Dunkelheit dazu bei, den sich wandelnden Kosmos immer wieder neu erlebbar zu machen. Durch den ungiftigen Farbstoff Uranin erscheint das Wasser bei Tageslicht hellgrün und fluoresziert bei Nacht. Für die Ausstellung „Life“ arbeitete Olafur Eliasson mit dem Landschaftsarchitekten Günther Vogt, der Biologin Anna Wirz-Justice sowie der Kognitionswissenschaftlerin und Dichterin Pireeni Sundaralingam zusammen.

Die Ausstellung „Life“ von Olafur Eliasson hat keinen festen Start- oder Endpunkt, sondern wird im Juli nach und nach abgebaut. Sie ist als sich wandelndes Ökosystem ein Selbstläufer. Die Schau ist zu jeder Tages- und Nachtzeit zugänglich, Tickets sind zwischen 9 und 21 Uhr im Internet oder bis 18 Uhr, mittwochs bis 20 Uhr an der Museumskasse verfügbar. Der Eintritt beträgt regulär 25 Schweizer Franken, ermäßigt 20 Schweizer Franken. Für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene bis 25 Jahren ist er kostenlos. Begleitet wird „Life“ von einer digitalen Plattform, die zusätzliche mit der Ausstellung verflochtene Ideen, Inspirationen und Informationen bereithält.

Fondation Beyeler
Baselstraße 101
CH-4125 Riehen

Telefon: +41 (0)61 – 645 97 00
Telefax: +41 (0)61 – 645 97 19


Infos: life.fondationbeyeler.ch


16.04.2021

Quelle: Kunstmarkt.com/Amanda Bischoff

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Ulrich Schumacher

Der Kunsthistoriker und Museumsdirektor Ulrich Schumacher ist tot

Ulrich Schumacher verstorben

Ulrich Schumacher ist am gestrigen Donnerstag nach langer schwerer Krankheit im Alter von 79 Jahren in seiner Heimatstadt Hagen verstorben. Durch die Stiftung des künstlerischen Nachlasses seines Vaters Emil Schumachers an die Stadt Hagen bereicherte der Kunsthistoriker die Sammlungen des Osthaus Museums und legte den Grundstein für die die Einrichtung des Emil Schumacher Museums, das er bis zu seinem Tod als Stiftungsvorstand leitete. Das Haus würdigte in seinem Nachruf die gewissenhafte Pflege des künstlerischen Nachlasses und die selbstlose Aufopferung Schumachers für das Werk seines Vaters. Er habe es vermocht „Familie und Freunde immer wieder im Zeichen der Kunst zusammenzuführen“.



Geboren am 3. September 1941 in Hagen, studierte Ulrich Schumacher Kunstgeschichte unter anderem bei Max Imdahl an der Ruhr-Universität Bochum, das er 1972 mit der Promotion abschloss. Anschließend sichtete und katalogisierte der Kunsthistoriker die bedeutende Schenkung des Sammlerehepaares Margrit und Bernhard Sprengel an die Stadt Hannover, die den Kernbestand des dortigen Sprengel Museums ausmacht. 1976 kam Schumacher als Museumsdirektor nach Bottrop und prägte dort als Gründungsdirektor ab 1983 das Josef Albers Museum, das er während zwei Jahrzehnten als Ausstellungsraum international renommierter zeitgenössischer Positionen gestaltete. 2003 ging Ulrich Schumacher frühzeitig in Pension, um sich dem Aufbau des Emil Schumacher Museums in Hagen zu widmen, das 2009 eröffnet wurde.


16.04.2021

Quelle: Kunstmarkt.com/Amanda Bischoff

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Grace Weaver, lust for lite, 2015

Grace Weaver, lust for lite, 2015

Auszeit im Kunstmuseum Ravensburg

Das Kunstmuseum Ravensburg fragt mit der Ausstellung „Auszeit“ nach den Momenten der Ruhe in einer zusehends beschleunigten Gesellschaft. Kuratorin Kristina Groß versammelt dazu Werke der 1910er Jahre bis in die Gegenwart. Angefangen mit Arbeiten der expressionistischen Künstlergruppe „Brücke“ wirft die Schau einen Blick auf idyllische Orte der Auszeit und der Flucht vor dem Alltag. Die Darstellungen der Ausflüge in die Natur zu Beginn des 20. Jahrhunderts, wie das Nacktbaden an den Moritzburger Teichen, zeugen sowohl von der erholsamen Pause, als auch von der kompromisslosen künstlerischen Entfaltung und dem Entwurf einer utopischen Gegenwelt zur fortschrittsorientierten, reglementierten Gesellschaft im Wilhelminismus. Eine Auszeit im Freien veranschaulichen auch die Fotografien von Barbara Klemm, die das Picknicken in verschiedenen Kulturkreisen in den Mittelpunkt rücken.



Anfang des 20. Jahrhunderts entfalteten sich aufkeimende Freiheiten neben dem Aufbruch in die Natur vor allem im Nachtleben der Großstädte. Hier fand etwa Otto Dix seine Bildmotive. In seinen Bildern hielt er nicht nur die Not der nach dem Krieg verarmten Menschen, sondern auch die aufgeheizte Stimmung auf den Straßen und in den Bordellen fest. Dass das pulsierende Nachtleben zweifelsohne zu den vielfältigen Ausdrucksformen einer Auszeit gehört, lässt sich auch an Mark Leckeys legendärem Video „Fiorucci Made Me Hardcore“ aus gefundenem Filmmaterial von 1999 nachvollziehen, einer Hommage an die britische Clubkultur seit den 1970er Jahren.

Die heutzutage übliche Einteilung in Frei- und Arbeitszeit verdeutlicht, dass der Begriff Freizeit als eine Form der Auszeit untrennbar an den Begriff Arbeitszeit gebunden ist. Ausgehend von der Maxime „Ne travaillez jamais“ („Arbeitet nie“) der Mitglieder der Situationistischen Internationale, einer antikapitalistischen und antibürgerlichen Bewegung linksorientierter Intellektueller und Künstler, thematisieren zahlreiche Werke der 1960er und 1970er Jahre die Auszeit als eine Art Gegenpol zum Konzept der Arbeit. 1969 legten sich John Lennon und Yoko Ono unter dem Motto „Bed-Ins for Peace“ vor den Kameralinsen der Weltpresse ins Bett und demonstrierten, wie sich das Liegenbleiben zur Geste des Protests wandeln kann. Auch wenn die Schau vor der Corona-Pandemie konzipiert wurde, gehen Künstler auf diese erzwungene „Auszeit“ ein, etwa wenn Dan Perjovschi das temporäre Einfrieren des öffentlichen Lebens mit seinen zeichnerischen Interventionen pointiert kommentiert.

Die Ausstellung „Auszeit. Von Pausen und Momenten des Aufbruchs“ läuft vom 17. April voraussichtlich bis zum 11. Juli. Das Kunstmuseum Ravensburg hat mittwochs bis sonntags von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Dienstags öffnet es erst um 14 Uhr und mittwochs schließt es um 19 Uhr. Der Eintritt kostet 7 Euro, ermäßigt 5 Euro. Ein telefonisch gebuchtes Zeitticket ist obligatorisch. Begleitend zur Schau erscheint ein Katalog.

Kunstmuseum Ravensburg
Burgstraße 9
D-88212 Ravensburg

Telefon: +49 (0)751 – 82 810


15.04.2021

Quelle: Kunstmarkt.com/Maximilian Nalbach

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