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Stilleben mit Äpfeln in weißer Schale mit blauem Glas, 1925 / Otto  Modersohn

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Ohne Titel, 2012 / Heinz Mack

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Robert Venturi

Robert Venturi 2008 in Rom

Robert Venturi gestorben

Robert Venturi ist tot. Der US-amerikanische Architekt starb am 18. September im Alter von 93 Jahren in Philadelphia. Er galt als einer der einflussreichsten Vertreter der Postmoderne. Venturi wurde 1925 in Philadelphia geboren. Ab 1944 studierte er an der Universität Princeton Architektur und schloss drei Jahre später sein Studium mit summa cum laude ab. Seine erste Auszeichnung war ein Stipendium für Rom im Jahr 1954. Dort studierte er schließlich weitere zwei Jahre. 1960 gründete Venturi sein eigenes Büro. Der Architekt und Theoretiker unterrichtete an der Yale School of Architecture und an der Harvard University Graduate School of Design. 1991 wurde er mit dem renommierten Pritzker-Preis geehrt.



Seine Bauwerke zeichnen sich durch die Verwendung historischer Zitate der Architekturgeschichte aus. So weist der zwischen 1985 und 1991 errichtet Anbau der National Gallery in London Pilastergliederungen auf. Das Spektrum seiner Bauwerke reicht von Wohnhäusern, Museen bis hin zu Verwaltungs- und Hotelgebäuden. 1991 baute er das Seattle Art Museum mit postmodernen Bogen- und Dekorelementen, 1999 für Toulouse das Regionalparlament. Zudem verfasste Robert Venturi 1964 mit „Complexity and Contradiction in Architecture“ ein grundlegendes Werk über postmoderne Architektur, das in zwölf Sprachen übersetzt wurde.


20.09.2018

Quelle: Kunstmarkt.com/Robert Seegert

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Elisabeth Voigt, Der kleine Trommler, 1926

Elisabeth Voigt, Der kleine Trommler, 1926

Kunst und Revolution in Altenburg

Das Lindenau-Museum in Altenburg eröffnet heute die Ausstellung „Kunst und Revolution“ und widmet sich darin den zwei historischen Zäsuren der Revolutionen von 1918 und 1968. Die Schau ergründet das Potenzial der Kunst in den damaligen Epochen und fragt, wo dieses heute geblieben ist. Präsentiert werden über 80 Kunstwerke aus den Bereichen Malerei, Skulptur, Collage, Grafik, Fotografie, Film und Plakat von Künstler wie Gerhard Altenbourg, Otto Dix, Petra Flemming, Otto Griebel, Käthe Kollwitz, Sigmar Polke, Klaus Hähner-Springmühl, Klaus Staeck und Elisabeth Voigt.



Der Titel der Ausstellung erinnert an die gleichnamige Aktion, die 1968 an der Wiener Universität stattfand und vom Wiener Aktionismus geleitet wurde. Gleichzeitig ist er eine Hommage an den berühmten Ausspruch von Joseph Beuys „Die einzige revolutionäre Kraft ist die Kunst“. Die Phasen um 1918 und 1968 waren Zeiten gesellschaftlichen und politischen Umbruchs. Daneben stellten sie sich als die fruchtbarsten der jüngeren deutschen Kunstgeschichte heraus, so Kurator Benjamin Rux. Die traumatisierten Künstler, die den Ersten Weltkrieg überlebt hatten, schlossen sich zu revolutionären Vereinigungen zusammen. Ihre Kunst stellte sich gegen den Militarismus, Nationalismus und den Kapitalismus. So illustrierte Conrad Felixmüller 1920 in seinem Holzschnitt eine Gruppe, deren Anführer eine Fahne mit der Aufschrift „Es lebe die Weltrevolution“ trägt.

Ähnlich umstürzlerisch aktiv waren die Künstler ab 1968. Befeuert vom Vietnamkrieg und dem „Muff von tausend Jahren“ regten sich neue Proteste. Diese richteten sich gegen Krieg, Repression, die Elterngeneration und deren Denkschranken. Die Zeichnung „Demonstration“ von Volker Stelzmann aus dem Jahr 1973 veranschaulicht eben diese mit drastischen Mitteln in zwei Bildebenen: Eine vermummte Gestalt erschießt einen Radfahrer, während die Demonstranten von Polizisten niedergeknüppelt werden. Die Künstler suchten neue Ausdrucksmittel wie Happenings, Performances und politische Aktionskunst. Sie schufen mit ihrer Kunst eine rettende Insel, auf der Utopien formuliert werden konnten oder revolutionäre Diskurse geführt wurden. Eine raumgreifende Wandinstallation präsentiert Peter Weiss’ „Ästhetik des Widerstandes“, eines der gewichtigsten deutschsprachigen Werke der 1970er und 1980er Jahre. Außer Acht gelassen wird dabei nicht die Aktualität der Kunst in Bezug auf heutige Krisen. Julian Röder konfrontiert beispielsweise den Besucher mit seiner 2011 entstandenen Fotoserie „World of Warfare“.

Die Ausstellung „Die einzig revolutionäre Kraft. Kunst und Revolution 1918 und 1968“ läuft vom 20. September bis zum 13. Januar 2019. Das Lindenau-Museum hat werktags außer montags von 12 bis 18 Uhr, am Wochenende und an Feiertagen von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 6 Euro, ermäßigt 4 Euro. Für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre ist er frei.

Lindenau-Museum Altenburg
Gabelenzstraße 5
D-04600 Altenburg

Telefon: +49 (0)3447 – 89 55 3
Telefax: +49 (0)3447 – 89 55 44


20.09.2018

Quelle: Kunstmarkt.com/Robert Seegert

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Geta Bratescu, Zensiertes Selbstporträt, 1978

Geta Bratescu, Zensiertes Selbstporträt, 1978

Geta Bratescu gestorben

Geta Bratescu ist tot. Die rumänische Konzeptkünstlerin starb gestern im Alter von 92 Jahren in Bukarest. Lange Zeit nahm sie die Kunstwelt nicht wahr, erst im hohen Alter gelang ihr 2013 mit der Teilnahme an der Biennale in Venedig der internationale Durchbruch. Bratescu wurde 1926 in der Stadt Ploiesti nördlich von Bukarest geboren. Sie erkannte schon früh ihre Neigung zur Kunst und begann nach dem Krieg das Malereistudium bei Camil Ressu an der Universität Bukarest. Es folgte später das Studium der Literatur und Philosophie. Doch die Kommunisten verweigerten ihr den Abschluss. Schließlich erhielt die Grafikerin, Fotografin und Textilkünstlerin 1971 ihr Diplom am Institut der Schönen Künste in Bukarest. Ab dieser Zeit wurde Geta Bratescu in Rumänien wahrgenommen und mit einigen nationalen Auszeichnungen geehrt. Bereits 1970 zeichnete die rumänischen Kunstzeitschrift „Arta“ die Künstlerin aus. 1993 folgten der Ion-Andreescu-Preis der Rumänischen Akademie und ein Jahr später der Ambiente-Preis des Verbandes Bildender Künstler. Der Höhepunkt ihrer Karriere bildete die Vergabe der Ehrendoktorwürde der Nationalen Universität der Künste Bukarest im Jahr 2008. Die Hamburger Kunsthalle widmete Bratescu vor zwei Jahren eine Retrospektive. 2017 nahm sie an erneut an der Biennale in Venedig sowie an der Documenta 14 teil.



Ihre Werke bestechen durch neue Form- und Sinnzusammenhänge. Häufig kontextualisierte sie ihr eigenes Atelier und verwob Stoffe aus der Weltliteratur – seien es antike Mythen oder Werke von Kafka und Brecht – zu textilen Kunstwerken. So fertigte sie allegorische Wandteppiche zum Thema der Medea. Ihre Kunst vereint Abstraktes und Gegenständliches. Dabei nutzte sie unterschiedliche Medien. Sie zeichnete, modellierte, filmte und fotografierte. 1983 illustrierte Bratescu unter anderem Goethes Faust. Die Linie findet sich in vielen ihrer Werke und ist oft Ausdruck des bewegten Lebens der Künstlerin. Mittels Aktionskunst, die sie filmisch festhalten ließ, löste sie die Linie von der Fläche und erweiterte sie zu einem räumlichen Konstrukt. Beispielsweise drehte Bratescu den Künstlerfilm „Hände und Atelier“ 1973 zusammen mit dem ebenfalls rumänischen Konzeptkünstler Ion Grigorescu. In den 1990er Jahren folgten dann „Earthcake“ und „Cocktail automatic“. In den Filmen machte sie die körperliche Bewegung der Linie erfahrbar. Wie Bratescu selbst 2017 sagte, sei das Zeichnen ein Gefühl von Freiheit, denn sie würde zeichnen, als könne sie durch den Raum fliegen.


20.09.2018

Quelle: Kunstmarkt.com/Robert Seegert

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News vom 20.09.2018

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