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Passage II. Hommage à Watteau / Doris Ziegler

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Faschingsakademiefest in München, 1954 / Julius Hüther

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© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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Lenbachs Tochter Gabriele in Spanischer Hoftracht, 1901 / Franz von Lenbach

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© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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Jugendstil-Kaffee-Set und -Tablett von Kayserzinn, um 1900 /

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Monira Al Qadiri, OR-BIT IV, 2016/18

Monira Al Qadiri, OR-BIT IV, 2016/18

Fellbacher Triennale-Preis für Monira Al Qadiri

Der Preis der 15. Triennale für Kleinplastik in Fellbach geht an Monira Al Qadiri. Die in Berlin lebende kuwaitische Künstlerin darf sich nun über ein Preisgeld von 5.000 Euro freuen. Triennale-Kuratorin Elke aus dem Moore lobte die 1983 im Senegal geborene Al Qadiri: „Sie beeindruckt mit ihren poetisch-kritischen künstlerischen Arbeiten. Al Qadiri, die mit verschiedenen Medien arbeitet, kommt in ihrem Werk immer wieder auf die Skulptur zurück. Den präzisen Formen ihrer Skulpturen gehen oft lange Recherchen voraus.“



Monira Al Qadiri ist mit drei Arbeiten Fellbach vertreten, die Ergebnisse ihrer Forschungen über das historische und kulturelle Erbe des Perlenhandels in der Golfregion und die massiven sozialen und wirtschaftlichen Veränderungen sind. Denn der Perlenhandel wurde durch die Ölförderung abgelöst, die nun ebenfalls vor dem Aus steht. In „Holy Quarter“ liegen schwarze, aus Gas geformte Erdölperlen verstreut vor der Projektion eines Filmes. Al Qadiri bezieht sich in dieser Arbeit auf die weltweit größte Wüstenregion Empty Quarter zwischen Saudi-Arabien, Oman, Jemen und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Die Wüste ist einer der ältesten unberührten Lebensräume und gilt für Menschen als Ort der Seinserfahrung.

Ihre mehrteilige Skulptur „Spectrum“ hat Al Qadiri den Köpfen von Ölbohrern nachempfunden und verbindet zum Teil auch persönliche Erinnerungen an die Geschichte des Perlentauchens im Golf und die Prozesse, die mit der Ölindustrie die Region erfasst haben. „OR-BIT IV“, eine schwebende, sich drehende perlmuttfarbige Skulptur, ist ebenfalls von einem Bohrkopf inspiriert, erinnert aber auch an den Turm zu Babel und den oft zerstörerischen Wunsch nach Wachstum, Reichtum und Macht.

Monira Al Qadiri wurde 2010 an der Universität der Künste Tokio in Inter-Medienkunst zum Thema Ästhetik der Traurigkeit im Nahen Osten promoviert. Ihre Forschung konzentrierte sich dabei auf Poesie, Musik, Kunst und rituelle Praktiken. In ihren Performances, Skulpturen und Videoarbeiten setzt sich Al Qadiri mit spekulativen Zukunftsentwürfen auseinander und untersucht unkonventionelle Genderidentitäten, deren mögliche Weiterentwicklungen sowie das Erbe der Korruption.

Mit dem erstmals vergebenen, mit 2.500 Euro dotierten Nachwuchspreis der Fellbacher Triennale wurde Stephané Edith Conradie bedacht. Die 1990 in Namibia geborene Künstlerin, die in Kapstadt lebt und arbeitet, erhält die Auszeichnung für ihre beiden aus zahllosen kleinen Alltags- und Kitschgegenständen arrangierten Skulpturen „Sleepwa I“ und „Sleepwa II“, zu Deutsch „Ochsenkarren“. In der Begründung heißt es: „Mit großer Intensität thematisieren die Assemblagen die innerafrikanischen Migrationen. Die Skulpturen berühren in der poetischen Anordnung der einzelnen Objekte, die von der Erfahrung von Flucht erzählen und vom Wunsch, sich auf einem Stück Land niederzulassen, das man sein Eigen nennen kann.“ Die Preisverleihung an die beiden Künstlerinnen findet am 1. Oktober im Rahmen der Triennale-Schlussfeier in der Alten Kelter in Fellbach statt.


Infos: www.triennale.de


09.08.2022

Quelle: Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching

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Oliver Kossack

In den kommenden fünf Jahren wird Oliver Kossack die HfBK Dresden leiten

Oliver Kossack wird neuer Rektor der HfBK Dresden

Die Hochschule für Bildende Kunst (HfBK) in Dresden wird ab Oktober von Oliver Kossack geführt. Dies hat die Wahl des Erweiterten Senats der Kunsthochschule in einem mehrstufigen Verfahren entschieden. Kossack tritt damit die Nachfolge von Matthias Flügge an, der die HfBK nach zehn Jahren verlässt. „Mit Kossack wird eine Persönlichkeit neuer Rektor der HfBK Dresden, der über Gestaltungswillen, Dynamik und kreatives Potenzial verfügt. Zugleich kann er auf seine umfassenden Erfahrungen in der Entwicklung künstlerischer Hochschulen zurückgreifen. Auch für die weitere internationale Profilierung der HfBK Dresden ist er ein großer Gewinn“, lobte Fritz Straub, Vorsitzender des Hochschulrates, und hob an Kossack den internationalen Hintergrund, die große Hochschulerfahrung und das strategische Vermögen hervor, um die zeitgemäße und vitale Entwicklung der HfBK in den nächsten fünf Jahren voranzutreiben.



Oliver Kossack, 1967 in Tel Aviv geboren, wuchs international in seiner Geburtsstadt, dem australischen Canberra und dem indonesischen Jakarta auf. Ab 1986 studierte er zunächst an der Université de Caen, gefolgt von einem Studium der Germanistik und Romanistik an der University of St. Andrews in Schottland, das er 1991 abschloss. Dann zog er nach Leipzig, wo er an der Hochschule für Grafik und Buchkunst (HGB) bis 1998 eine künstlerische Ausbildung aufnahm. Hierauf war er an der HGB als Assistent tätig, 2005 unterrichtete er als Gastprofessor an der Hochschule der Bildenden Künste Saar und kehrte 2006 an die HGB zurück. 2010 berief ihn die HGB als Professor im Bereich Malerei und Grafik. Kossack bringt neben Lehrerfahrung auch Verwaltungswissen mit, da er unterschiedliche Funktionen in der akademischen Selbstverwaltung begleitete; so war er von 2011 bis 2017 Prorektor an der HGB. Ferner war er Mitglied in mehreren Jurys und ist Mitglied des Sächsischen Kultursenates.

Die HfBK Dresden bildet seit 2019 gemeinsam mit den Kunsthochschulen in Budapest, Riga und Rom die die Europäische Hochschulallianz „EU4ART“ und gehört damit zu den insgesamt 41 Europäischen Universitäten, die strategisch in Lehre, Studium, künstlerischer Praxis und Forschung zusammenarbeiten. Neben zahlreichen Neuberufungen und baulichen Entwicklungsvorhaben will sich Oliver Kossack in den kommenden fünf Jahren verstärkt den Themen Nachhaltigkeit, Diversität und Inklusion widmen, „um an der Hochschule hervorragende und zukunftsweisende Rahmenbedingungen in Studium, Lehre, künstlerischer Praxis und Forschung zu bieten“.


09.08.2022

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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Teresa Burga, Untitled (La Equilibrista), 2020

Teresa Burga, Untitled (La Equilibrista), 2020

Teresa Burga in der Bremer Weserburg

Nach dem Tod Teresa Burgas in Februar 2021 veranstaltet die Weserburg nun die erste museale Präsentation der Peruanerin in Deutschland. Dabei konzentriert sich das Bremer Museum auf Zeichnungen der Wegbereiterin von Pop Art und Konzeptkunst in Lateinamerika, vorwiegend aus der späten Schaffensphase ab 2013, und kombiniert sie mit einer raumgreifenden Installation aus den 1960er Jahren. Erstmals zu sehen ist auch Burgas letzte Zeichnungsserie aus dem Jahren 2019 bis 2021. Teresa Burga sollte erst im hohen Alter die Anerkennung erhalten, die ihr Werk verdient, so die Kuratoren Janneke de Vries und Helena López Camacho. Dies sei auf die politischen Umstände in Peru zurückzuführen. So litt das Land lange Zeit unter einer Militärdiktatur und schweren ökonomischen Krisen, so dass die Künstlerin von der lokalen wie von der internationalen Kunstszene weitgehend isoliert blieb.



Burga thematisiert in ihren bunten, auf den ersten Blick naiv wirkenden Blättern die Unsichtbarkeit der Frau oder benachteiligte Bevölkerungsgruppen. In leuchtendem Kolorit und mit breitem Lächeln hielt sie 2020 etwa den Bauer aus der Provinz Cuzco mit „Campesino Cusqueno 8“ fest, die Anonymität der Frau im betont grafisch gehandhabten und an Werbung angelehnten Linolschnitt „Imagenès I (Realizaciòn)“ von 1967. Die Frau im Profil mit roter Badekappe bleibt ohne Gesichtszüge, Augen und Mund sind unsichtbar, die Person in der Anonymität verhaftet. In ihren Blättern sind immer wieder Leute aus ihrer näheren Umgebung zu sehen, Menschen in folkloristischer Kleidung, Frauen im häuslichen und familiären Kontext, aber auch Proteste im öffentlichen Raum, Hausfassaden oder Alltagsgegenstände. Burga wählte bewusst diese naive Malweise, um die Wertigkeit von Kunstwerken und Autorschaft zu hinterfragen, etwa indem sie Kinderzeichnungen nach Zeitungsvorlagen nachempfand und beides, Kopie und Original, präsentierte.

Teresa Burga, geboren 1935 in Iquitos, brach ihr Architekturstudium ab, um Malerei an der Universität in Lima zu studieren. Nach ihrem Abschluss 1965 begleitete sie ihren Vater nach Paris, der als Militärattaché fungierte. Sie reiste durch Europa, lernte Französisch und studierte an der Académie de la Grande Chaumière in Paris. 1968, im Jahr des Militärputsches in Peru, erhielt sie das Fulbright Stipendium und konnte an die School of the Art Institute nach Chicago gehen, wo Andy Warhol und Robert Rauschenberg zu ihren Lehrern zählten. 1972 kehrte Burga in das von der Militärjunta beherrschte Peru zurück. Sie arbeitete als Angestellte, um ihr Leben zu finanzieren, und schuf ihre Kunstwerke nebenbei. Ihr Werk umfasst sowohl Gemälde und Environments, die der Pop Art zuzuordnen sind, als auch konzeptuelle Zeichnungen und Objekte sowie kybernetische Installationen. Seit den 1960er Jahren thematisierte sie die gesellschaftlichen Verhältnisse, die den roten Faden in ihrem Œuvre bilden. Teresa Burga wollte nicht nur komplexe gesellschaftliche Strukturen sichtbar machen, sondern auch die Chance eines jeden Einzelnen zu selbstbestimmtem Handeln.

Die Ausstellung „Teresa Burga. Die Seiltänzerin“ läuft bis zum 6. November. Die Weserburg hat täglich außer montags von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 9 Euro, ermäßigt 5 Euro. Die Schau ist eine Kooperation zwischen dem Museum Weserburg und dem spanischen Museo de Arte Contemporáneo de Castilla y León.

Weserburg – Museum für moderne Kunst
Teerhof 20
D-28199 Bremen
Telefon: +49 (0)421 – 59 83 90


09.08.2022

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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News vom 09.08.2022

Fellbacher Triennale-Preis für Monira Al Qadiri

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Oliver Kossack wird neuer Rektor der HfBK Dresden

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Teresa Burga in der Bremer Weserburg

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