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Luke Willis Thompson, Autoportrait, 2017

Luke Willis Thompson, Autoportrait, 2017

Deutsche Börse Photography Prize für Luke Willis Thompson

Der Deutsche Börse Photography Foundation Prize 2018 wurde gestern Abend in London an Luke Willis Thompson überreicht. Die renommierte und mit 30.000 Pfund dotierte Auszeichnung erhielt er für seine Videoarbeit „Autoportrait“ von 2016/17. „Wir gratulieren Luke Willis Thompson“, sagte die Direktorin der Stiftung Anne-Marie Beckmann. „Mit seiner leisen filmischen Studie ‚Autoportrait’ leistet er einen bedeutenden Beitrag zur zeitgenössischen Fotografie. ‚Autoportrait’ setzt sich mit der höchstrelevantesten Thematik von Selbstdarstellung und Recht am eigenen Bild in unserer heutigen komplexen Medienwelt auseinander.“ Neben Luke Willis Thompson waren Mathieu Asselin, Rafal Milach und Batia Suter für den Fotopreis nominiert.



Im Juli 2016 wurde Philando Castile, der Freund von Diamond Reynolds, bei einer Verkehrskontrolle in Minnesota erschossen. Die junge Afro-Amerikanerin saß währenddessen direkt neben ihm im Auto. Unmittelbar nach dem Schuss startete Reynolds einen Livestream auf Facebook, um das Ereignis mit der Öffentlichkeit zu teilen. Das Video verbreitete sich um die ganze Welt und wurde über sechs Millionen Mal angeklickt. Das Resultat der Zusammenarbeit von Reynolds und Thompson ist nun ein Gegenentwurf zum Bild der im Schock der Situation gefangenen Person. Im Stil von Andy Warhols „Screen Tests“ zeigt er die junge Frau in Schwarz-Weiß, ruhig, gefasst, stark, aber gleichzeitig voll Trauer, gemischt mit Wut und Verzweiflung.

Luke Willis Thompson wurde 1988 in Neuseeland geboren. Seine Ausbildung erhielt er an der Elam School of Fine Arts University in Auckland und der Städelschule in Frankfurt am Main. Seine Arbeiten wurden bereits in Ausstellungen im Rahmen der São Paulo Biennale, der Montréal Biennale, der Asia Pacific Triennial in Queensland und der New Museum Triennial in New York ausgestellt. Thompson ist 2014 mit dem Walters’ Prize ausgezeichnet worden und steht auf der diesjährigen Shortlist für den Turner Prize.


18.05.2018

Quelle: Kunstmarkt.com/Maria Schabel

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Roman Ondák, Signature, 2014

Roman Ondák, Signature, 2014

Roman Ondák in Regensburg

Das Kunstforum Ostdeutsche Galerie in Regensburg eröffnet heute die Ausstellung „Roman Ondák. Based on True Events“. Die vom Künstler eigens für die Donaustadt konzipierte Schau mit 17 Arbeiten aus allen Werkphasen begleitet die Verleihung des Lovis Corinth-Preises 2018 an den slowakischen Künstler, darunter mit einigen bisher noch nicht gezeigten Installationen. Dazu zählt „Signature“ von 2014, mit der Ondák den 200 Quadratmeter große Hauptraum bespielt. Sie besteht aus den 50 einzelnen Teilen einer Schreibmaschine seines Großvaters, die jeweils auf einem unterschiedlichen Träger aus Holz, Platten oder Gestellen aufgebracht und über die ganze Fläche verteilt sind. Roman Ondák ist für seine oft auch interaktive Konzeptkunst bekannt, ebenso dafür, dass er seine Werke weiterentwickelt. Auf der Documenta 13 präsentierte er „Observations“. Dafür schnitt er aus einem alten Buch Fotografien aus, die er mit ihren Unterschriften jeweils einzeln gerahmt gegenüberstellte. In Regensburg zeigt er nun mit „New Observations“ eine Fortsetzung nach demselben Muster, die sich schwerpunktmäßig mit menschlichem Verhalten und zwischenmenschlicher Kommunikation auseinandersetzt.



Roman Ondák wurde 1966 in Zilina im Nordwesten der Slowakei geboren. Studiert hat er von 1988 bis 1994 Malerei und Grafik an der Akademie der Bildenden Künste in Bratislava. Ondák erhielt zahlreiche internationale Einzelausstellungen, unter anderem 2006 in der Tate Modern in London, 2007 in der Pinakothek der Moderne in München, 2011 bei Modern Art in Oxford, 2012 im Guggenheim Museum in Berlin und im Musée d’Art Moderne de la Ville de Paris, 2013 im Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofia in Madrid, 2015 im Times Museum in Guangzhou sowie 2017 im Kunsten Museum of Modern Art in Aalborg. Außerdem war er seit 1999 regelmäßiger Gast der Biennale in Venedig und 2013 auf der Biennale in Moskau vertreten. Auch das war ein entscheidender Punkt in der Begründung der Jury für die jetzige Auszeichnung: „Roman Ondák ist einer der profundesten Konzeptkünstler unserer Zeit. Ausgehend von sehr persönlichen Eindrücken – Objekten wie Erlebnissen – schafft er Arbeiten, die universell verständlich und leicht zugänglich sind. Seine Werke sind klug und stecken voller Anspielungen, doch kommen sie niemals elitär daher. Ondáks Kunst wird international geschätzt und verstanden. Sie schlägt Brücken zwischen Menschen und ist darin einem humanistischen Ideal verpflichtet, das zeitlos und denkbar aktuell ist.“

Die Ausstellung „Roman Ondák. Based on True Events“ läuft vom 19. Mai bis zum 9. September. Das Kunstforum Ostdeutsche Galerie hat dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr geöffnet, donnerstags zusätzlich bis 20 Uhr. Der Eintritt beträgt 6 Euro, ermäßigt 4 Euro. Zur Ausstellung erscheint das Künstlerbuch „New Observations“ aus dem Kölner Verlag der Buchhandlung Walther König.

Kunstforum Ostdeutsche Galerie
Dr.-Johann-Maier-Straße 5
D-93049 Regensburg

Telefon: +49 (0)941 – 297 14 0
Telefax: +49 (0)941 – 297 14 33


18.05.2018

Quelle: Kunstmarkt.com/Maria Schabel

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Galerist Georg Kargl verstorben

Der Wiener Galerist Georg Kargl ist am vergangen Dienstag nach langer schwerer Krankheit verstorben. Seit 1998 war „Georg Kargl Fine Arts“ ein Vorreiter für die Kunstszene im Wiener Schleifmühlviertel. Stationiert in einer ehemaligen Druckerei präsentierte er ein breites Programm mit Künstlern wie Raymond Pettibon, Rosemarie Trockel, Clegg & Guttmann, Markus Muntean und Adi Rosenblum, Nicole Wermers, Andreas Fogarasi, Marijke van Warmerdam und anderen. Auch seine Frau, die Künstlerin Inés Lombardi, stellte ihre Werke regelmäßig bei Kargl aus. Hans-Ulrich Obrist, Direktor der Londoner Serpentine Gallery, zählte 2005 Kargls Galerie „zu den wichtigsten für aktuelle Kunst in Europa“. Regemäßig nahm an bedeutenden internationalen Kunstmessen wie der Art Basel teil und stellte dort auf der „Art Unlimited“, dem für große exklusive Projekte reservierten Teil der Kunstmesse, aus.



Georg Kargl brachte wichtige Impulse in die zeitgenössische Kunst. Mit dem Projekt „Freizone Dorotheergasse“ zeigte er 1989 erstmals in Wien, dass sich Kunst durch eine Symbiose mit dem öffentlichen Raum neue Kanäle und Botschaften erschließen kann. Doch trotz seines Erfolges begann der stets offenherzige und direkte Kargl, seine eigene Rolle in der Welt der Kunst und die Mechanismen des Kunstmarktes zu hinterfragen. Er kritisierte die Gewinnorientierung, die regelrechte Hetzjagd von Schau zu Schau und von Messe zu Messe. Kunst war für ihn kein Konsumgut. Galerien sollten, wie Kargl es selbst ausdrückte, eine Plattform für „Information, Diskussion und Entwicklung von Utopien“ sein. Dieser darin ausgedrückte Respekt und sein Gespür für die Kunst, die über bloßes verkäuferisches Talent hinausgingen, spiegelten sich einerseits in den von ihm zusammengestellten Gruppenausstellungen, andererseits in seinem letzten großen Projekt, der „Gesellschaft für projektive Ästhetik“. In seiner Galerie sollten Entschleunigung, Reduzierung, Konzentration, Dialog, nicht Terminkalender und Umsatz regieren.

Georg Kargl wurde 1955 in Wien geboren. Mit Blick auf eine Karriere im elterlichen Baubetrieb absolvierte er zunächst eine Ausbildung zum Maurer und Zimmermann. Es folgte dann aber doch ein Studium an der Hochschule für angewandte Kunst. Da das Geld nicht reichte, brach er dieses ab und handelte mit Antiquitäten. In den 1980er Jahren gründete Kargl gemeinsam mit Christian Meyer die Galerie „Metropol“ in der Dorotheergasse. Der Schwerpunkt lag damals noch auf „Wien um 1900“. Der „Jugendstil“ verkaufte sich gut, und es gelang, eine Filiale in New York zu unterhalten. 1998 endete die Zusammenarbeit mit Meyer. In seiner eigenen Galerie widmete sich Georg Kargl mehr und mehr der zeitgenössischen Kunst. Die Vernetzung von Kunst und Umwelt blieb ihm dabei ein Anliegen. Seit 2006 ergänzte das ehemalige Ladenlokal „Permanent“ die Räumlichkeiten. Über einen längeren Zeitraum zeigte die Galerie dort installative Arbeiten. Durch die großflächige Verglasung wurden der Ausstellungsraum dabei zum Schaufenster und die Kunstwerke so zu einem Teil des öffentlichen Lebens.


18.05.2018

Quelle: Kunstmarkt.com/Maria Schabel

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