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Portraits

Colnaghi, die älteste kommerzielle Galerie der Welt, feiert in diesem Jahr ihr 250jähriges Bestehen. Pünktlich zur TEFAF erscheint die Festschrift „Colnaghi – The History“: ein Lehrstück in Sachen Kunsthandel

Drehscheibe für Botticelli, Rembrandt und Carracci

Ausstellung „Im Licht Italiens“, Colnaghi, London 2007

Als Konrad O. Bernheimer im Jahr 2002 gemeinsam mit der Zeichnungsspezialistin Katrin Bellinger die legendäre Londoner Galerie „Colnaghi“ übernahm, ahnte er wohl nicht, dass hin und wieder damit auch ein Identitätswandel vonstatten geht. Wenn der Münchner Altmeisterspezialist in den USA agiert, wird er nicht als ...mehr

09.03.2010

In den 70er und 80er Jahren hatte sich die Münchner Galerie Rüdiger Schöttle zu einer Drehscheibe für konzeptuelle und konkrete Kunst entwickelt – in diesem Jahr begeht sie ihr 40jähriges Bestehen. Ein Gespräch mit dem Galeristen.

Kunst – Modelle des Denkens

Rüdiger Schöttle mit „The Collector“ von Goshka Macuga

In schwarz-rot-goldenen Buchstaben ist ein Spruch auf die Wand appliziert: „Wunderbares Deutschland“. Eine Etage tiefer die Sentenz „Cold War“, das „O“ hebt sich dabei von der einfarbigen Schrift wie ein aus einer aufgeblasenen Fotomontage herausgeschnittener Buchstabe ab. Schöpfer dieser Rauminstallation, in der Firmenlogos, Zitate und ehemalige Ausstellungstitel zu einem neuen räumlichen und ideellen Kontext komponiert sind, ist der amerikanische Künstler John Knight. Dass der Münchner Galerist Rüdiger Schöttle gerade in seinem Jubiläumsjahr wieder eine Rauminstallation von John Knight gezeigt hat, der mit seinen reklametafelgroßen Schriftzügen und textualen Kompositionen nichts anderes macht, als sich dem konventionellen ästhetischen Regelwerk zu entziehen und den Warenwert der Kunst zu konterkarieren, muss ein programmatischer Akt sein. ...mehr

Egbert von Maltzahn – vom Chef des Nymphenburger Porzellans zum Galeristen

Tief im Süden...

Es ist momentan ein unendlicher Kreislauf – je mehr Galerien entstehen, umso ausufernder die Messen, je ausufernder die Messen, desto mehr Galerien treten auf den Plan. Der Markt für zeitgenössische Kunst aber – so scheint es – hat immer noch Kapazitäten, ist noch nicht gesättigt. So sieht es auch Egbert von Maltzahn, der im Herbst letzen Jahres im Münchner Südwesten in der Nähe der Großmarkthalle, einem sich gerade etablierenden Kreativviertel mit Studios, Ateliers und Agenturen, seine Galerie „von maltzahn fine arts“ eröffnete. Das Programm steht fest: zeitgenössische Malerei, Arbeiten auf Papier, Videokunst. Sein Ziel: nicht mit den aufgeheizten Namen jonglieren, sondern Künstler, deren Qualitäten vielleicht vom Markt noch gar nicht entdeckt wurden, langfristig und exklusiv international zu positionieren. ...mehr

Die Galerie Philipp March Contemporary Art

Konzeptionell von etabliert bis jung

Sabine Pfeiffer, Timeo Danaos et dona ferentes, 2002

Die heute etablierte Stuttgarter Galerie Brigitte March startete vor 25 Jahren. Die auf konzeptionelle Kunst und neue Medien konzentrierte Galerie vertritt unter anderem die drei international renommierten Künstler Timm Ulrichs, Lawrence Weiner und Les Levine. Vor zehn Jahren stieg Philipp March als Partner in die Galerie der Mutter Brigitte March ein. Als Ableger der Galerie betreibt er seit 1997 „Philipp March Contemporary Art“, welche ihren Schwerpunkt bei junger, zeitgenössischer Kunst in den Gebieten Malerei, Fotografie, Skulptur und Video hat. ...mehr

Jubiläum der Galerie Nothelfer in Berlin

30 Jahre kunstbesessen

Georg Nothelfer

Der Berliner Galerist Georg Nothelfer hat geschafft, was nicht viele vermochten: Seine Galerie hat auf dem turbulenten und sich schnell wandelnden Kunstmarkt überlebt und das erfolgreich. Der Kunsthändler, der von sich behauptet, bis heute noch nicht zu wissen, wie man jemanden ein Bild verkauft, kann in diesem Jahr auf eine 30 Jahre lange, ereignisreiche Firmengeschichte zurückblicken. ...mehr

111 Jahre Auktionshaus Michael Zeller

Zukunft als Dienstleistungsunternehmen

Vorbesichtigung bei Zeller in den 1970er Jahren

Das Auktionshaus Michael Zeller gehört zu den traditionellen Familienunternehmen der malerischen Bodenseestadt Lindau. Auf 111 Jahre Firmengeschichte kann es heuer zurückblicken. 1893 wurde es vom Großvater des heutigen Inhabers, Joseph Zeller, gegründet. Mit einem Programm, das aus der Bodenseeregion erwächst, aber auch überregionale Aspekte aufgreift, ...mehr

Flimmern und Rauschen Ade: Die private „Julia Stoschek Collection“ in Düsseldorf zeigt auf 2.500 Quadratmetern hochmoderner Ausstellungsfläche Schlüsselwerke der internationalen Video- und Medienkunst

Ein Haus für die Videokunst

Videokunst gilt als schwer vermittelbar. Zu groß ist oft der technische Aufwand, um sie angemessen präsentieren zu können. Zu viel Zeit, Geduld und Stehvermögen fordert sie von den oft eiligen Schrittes durch Großausstellungen wie Biennale oder Documenta hetzenden Besuchern. Kurzum: Gegen schnell konsumierbare Medien wie ...mehr

Die Turiner Sammlerin Patrizia Sandretto Re Rebaudengo

Weibliche Kunstpower in der Autostadt

Sie ist stets elegant gekleidet, bekannt für ihre großzügige Gastfreundschaft, ihre absolute Neugier auf Kunst und Künstler, ihre Beharrlichkeit und Durchsetzungskraft und ihren Sinn für stimmige Inszenierungen. Die norditalienische Kunstsammlerin mit dem klangvollen Namen Patrizia Sandretto Re Rebaudengo feiert jetzt das zehnjährige Jubiläum ihrer Kollektion mit einer auf drei Orte verteilten Ausstellung. Der engagierten Italienerin ist es gelungen, in ihrer Heimatstadt das Interesse für zeitgenössische Kunst zu wecken und eine ganze Region mit Gegenwartskunst aufzumischen. Aber auch die internationale Kunstwelt blickt immer wieder nach Turin. ...mehr

Porträt des Kunstsammlers Rik Reinking

Die Sammlung als Plattform

Eine bescheidene Zweizimmerwohnung im Hamburger Stadtteil Winterhude, ein Treppenhaus mit Altbaucharme, der Blick vom Balkon geht auf grüne Baumkronen und ein schmuckloses Apartmentgebäude gegenüber. Hier wohnt der aus dem niedersächsischen Oldenburg stammende Kunstsammler Rik Reinking. 29 Jahre ist er alt, ein so genannter Jungsammler, der mit 16 Jahren seine erste Horst Janssen-Grafik vom Taschengeld kaufte und der seine Schätze in Museen und Ausstellungen von Leipzig über Kiel bis hin nach Istanbul verleiht. Rik Reinking hat es verstanden, durch intensives Schauen an den richtigen Orten, durch mutigen, frühen Kauf auch unbekannter Namen und eine gute Vernetzung im engmaschigen Kunstbetrieb eine beachtliche Sammlung überwiegend zeitgenössischer Kunst aufzubauen. „Mir geht es nicht um den Moment des Besitzens, sondern ich verstehe die Sammlung als eine Plattform“, betont der gelernte Jurist und Kunsthistoriker, der lieber mit Künstlerfreunden schnell eine Pizza isst, als mit Galeristen und Sammlerkollegen zum Gala-Dinner zu gehen. Vernissagen meidet er wie der Teufel das Weihwasser: „Wenn die anderen kommen, bin ich schon wieder weg.“ ...mehr

Einblicke in die Kunstsammlung eines Deutschen Energieversorgers

Dialoge mit der Kunst bei E.ON

Tony Cragg, Cystern, 1999

Sammlungen großer Unternehmen genießen manchmal einen mittelmäßigen Ruf. Der großzügige Einsatz ihres Ertrages für populäre Kunst wird oft mit plakativ in Szene gesetzten Werken in Verbindung gebracht, die ohne Bezug zum Ort stehen. Mit den Arbeiten meist weltberühmter Künstler ist oft die Aufgabe verbunden, in Präsenz und Signalwirkung auf eindeutige Effekte aus zu sein. Doch das, was gerade „trendy“ ist, wird man in der Kollektion des Düsseldorfer E.ON-Konzerns nicht finden. Abseits aller Aufgeregtheiten im Leistungssport des Kunstbetriebes wurde unter maßgeblicher Anteilnahme der jeweiligen Vorstandvorsitzenden unabhängig und unbeeinflusst von irgendwelchen Dritten eine höchst spannende Auswahl getroffen, in der man populäre Modekünstler der „Kunstschickimicki“ wie Christo, Warhol oder Haring vergeblich sucht. ...mehr

Die weltweit wichtigsten Kunstsammler

Die Superreichen und die Kunst

Wenn das Sommerloch auch den Kunstmarkt umfasst und die Galerien, Kunsthändler und Auktionshäuser nach einer umtriebigen Frühjahrsaison in die verdiente Ruhepause eilen, greift auch die Presse auf bewährte Themen zurück. Rechtzeitig für ihre im Juli und August erscheinende Doppelnummer befragt die New Yorker Zeitschrift „Art News“ Händler, Auktionatoren, Sammler, Museumsdirektoren, Kuratoren und Artconsultants aus 22 verschiedenen Ländern, um die Liste der aktivsten privaten Kunstsammler der Welt zusammen zu stellen. Und der Run auf ihr summer issue gibt den Machern der Kunstzeitschrift recht. Die 13. Veröffentlichung der Liste mit den 200 bedeutendsten Sammler im Gefilde der Superreichen war in den einschlägigen Buchhandlungen schnell vergriffen und nur noch direkt aus New York zu beziehen. Es lockt auch hier das Fluidum des Geldes und der Macht. ...mehr

Das Neue Museum ist nach seiner Wiedereröffnung im Oktober die am meisten frequentierte Attraktion unter den Berliner Ausstellungshäusern

Opulentes Schatzhaus mit Wunden der Zeit

Beterfigur des Königs Amenemhet III., Ägypten, um 1850 v. Chr.

Überlange Schlangen vor dem Ticketcontainer und flanierende Besucherströme stehen als sichtbarster Ausdruck für Berlins neues Glanzstück. Mit der Wiedereröffnung des Neuen Museums sind nun erstmals seit 70 Jahren alle fünf Ausstellungshäuser der Museumsinsel wieder zugänglich. Ein bedeutender, wenn nicht der bedeutendste Schritt zur Tilgung aller ...mehr

18.02.2010

Nach dem Ruhr Museum öffnet nun mit dem Museum Folkwang der zweite Museumsneubau in Essen seine Tore und setzt zum europäischen Kulturhauptstadtjahr Ruhr.2010 einen weiteren markanten Glanzpunkt

Taghell, elegant, schnörkellos

Neubau Museum Folkwang – Freitreppe zum Eingangshof

An einem Augusttag des Jahres 2006 erreichte den in London weilenden Direktor des Essener Museums Folkwang ein Anruf des Vorsitzenden der Krupp-Stiftung, Berthold Beitz. „Es könnte in Ihrem Interesse liegen, wenn Sie sich morgen in meinem Büro einfinden“, hieß es bündig. Tags darauf offenbarte der damals 93jährige Beitz dem Museumsdirektor Hartwig Fischer im Beisein des Essener Oberbürgermeisters: „Das Kuratorium der Krupp-Stiftung hat einstimmig beschlossen, den kompletten Neubau des Museums Folkwang bis zu einem Betrag von 55 Millionen Euro alleine zu finanzieren. So, und jetzt gehen wir vor die Presse“. So sehen Sternstunden in der Museumswelt aus. ...mehr

Das Düsseldorfer Hetjens-Museum feiert seinen einhundertsten Geburtstag

Keramische Welt- und Zeitreisen

Gottfried Wagener, Asahiyaki Löwenmaske, Japan 1887–1896

Laurenz Heinrich Hetjens hatte es gut. Nachdem der 1830 in Düsseldorf geborene Sattler 1866 die um 14 Jahre ältere Aachener Industriellenwitwe Maria Catharina Regnier geehelicht hatte, konnte er seiner Leidenschaft frönen und sich als Privatier dem Sammeln von Steingut widmen. Er trug rund 700 Arbeiten zusammen und baute damit schon zu Lebzeiten die größte und umfangreichste Steinzeug-Spezialsammlung Deutschlands auf. Seine Vorliebe galt dem rheinischen Steinzeug der Gotik, der Renaissance und des Barock. Hetjens erwarb bedeutende Stücke im Kunsthandel und nahm selbst an Ausgrabungen teil. Da er sich zudem autodidaktisch ein umfassendes Fachwissen aneignete, galt er auf dem Gebiet des Steinzeugs schnell als einer der wenigen Experten im Deutschen Reich. Dies wurde dem Nichtakademiker Hetjens genauso geneidet wie seine finanziellen Möglichkeiten zum Aufbau der Sammlung. Die Nichtbeachtung durch manch andere Wissenschaftler kränkte ihn. Dennoch wurde sein Rat zur keramischen Kunst europaweit eingeholt bis hin zum preußischen Kaiser. ...mehr

Europas Kulturhauptstadt „Metropole Ruhr“ startet mit der Neueröffnung ihres „Ruhr Museums“

Update in der Kohlenwäsche

Ruhr Museum

Wer kennt es nicht, das grandiose Ensemble der Essener Zeche Zollverein. Einen Tag bevor hier am vergangenen Samstag das Europäische Kulturhauptstadtjahr mit rund 100.000 Besuchern offiziell startete, öffnete an selber Stelle die neu konzipierte Dauerausstellung des Ruhrlandmuseums ihre Tore. Zehn Jahre hat es gedauert, das nunmehr unter dem Namen „Ruhr Museum“ firmierende Institut in neuer zeitgemäßer Stiftungsstruktur in einem adäquaten Domizil zu errichten. Nach 106 Jahren des Vagabundierens hat die 1904 als städtische Institution gründete Einrichtung nun ein kongeniales Domizil in der ehemaligen Kohlenwäsche auf Zollverein gefunden. Doch keine Angst: Von einer Romantisierung des Kohlenpotts kann keine Rede sein. ...mehr

Hagen setzt weiteren Impuls mit der Eröffnung eines neuen Museumsquartiers

Erster Prolog der Kulturhauptstadt Ruhr

Blick auf das Osthaus Museum mit dem neuen Foyer des Kunstquartiers Hagen

Glückliche Fügungen bilden oft die Grundlage probater Lösungen. So geschah es auch im westfälischen Hagen. Seit genau ein Dutzend Jahren war man bestrebt, dem Werkschaffen Emil Schumachers ein separates Museum zu widmen. Der 1912 ebendort geborene und 1999 auf Ibiza verstorbene Künstler gehört zu den maßgeblichen Vertretern abstrakter Malerei in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts. Sohn Ulrich Schumacher überführte seine große Kollektion väterlicher Werke in eine Stiftung. Dann endlich erklärte sich auch das Land Nordrhein-Westfalen bereit, den namhaften Betrag von 13,5 Millionen Euro aufzubringen, mehr als die Hälfte der gesamten Kosten von 26,2 Millionen Euro für einen Museumsneu- und umbau in Hagen. Am vergangenen Wochenende wurde er nun als erster neuer Leuchtturm der Kulturhauptstadt Ruhr 2010 eröffnet. ...mehr

Seit 155 Jahren liefert WMF Design- und Kunstobjekte und birgt einen Schatz

Paradiestür als Entree in ein traditionsreiches Geschmacksgütereldorado

Nachbildung der Paradiestür von Lorenzo Ghiberti

Kein geringerer als Michelangelo Buonarroti soll mal geäußert haben: „Die Schönheit dieser Tür macht sie würdig, Pforte zum Paradies zu sein.“ Damit gemeint ist das Ostportal des romanischen Baptisteriums auf den Domvorplatz von Florenz, das seitdem als „Paradiestür“ bezeichnet wird. Entworfen und ausgeführt wurde es ...mehr

Zum 100. Geburtstag von Marcel Breuer

Die Zukunft bauen

Marcel Breuer und A. & E. Roth, Dolderthal Apartments in Zürich, 1934

Mit der Gründung des Bauhauses im Jahre 1919 durch Walter Gropius begann die Idee Gestalt anzunehmen, die Trennung von Kunst und Produktion aufzuheben und Gegenstände und Räume für eine künftige humanere Gesellschaft zu schaffen. Dabei sollte das Handwerk als Grundlage allen künstlerischen Schaffens dienen und alle Künste in idealer Einheit verbinden. Es entstand Deutschlands berühmteste Kunst- und Designeinrichtung der Klassischen Moderne, die eine Reihe der herausragendsten Architekten und Künstler seiner Zeit zusammenführte und weltweit das Verständnis von Architektur und Design beeinflusste. ...mehr

Zum 100. Geburtstag von Arne Jacobsen

Wie aus dem Ei ein Schwan wird

Arne Jacobsen, Egg-Chair, 1958

Dänemark ehrt in diesem Jahr einen seiner bekanntesten Architekten und Designer des 20. Jahrhunderts. 100 Jahre alt wäre er 2002 geworden, der Mann, der die dänische Architektur und das dänische Design revolutionierte und weltweit bekannt machte - Arne Jacobsen. Am Werk dieses Multitalents kommt niemand vorbei. Angefangen bei Architektur und Möbeln über Lampen und Geschirr bis hin zum Besteck entwarf er alles, was die Sinne erfreut. ...mehr

Designerportrait Otl Aicher

Ein Meister der klaren Form

Er zählte zu den erfolgreichsten und international renommiertesten deutschen Gestaltern. Auf ihn gehen die Piktogramme jeder Sportveranstaltung und -sendung ebenso zurück wie der Lufthansa-Schriftzug oder die Corporate Identity von BMW und Braun. Die Rede ist von Otl Aicher, der am 13. Mai 1922 in Ulm-Söflingen geboren nach Kriegsende für kurze Zeit Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste in München studierte. Aber bereits 1948 zog es ihn in seine Heimatstadt zurück, wo er ein eigenes grafisches Atelier eröffnete. Zusammen mit seiner späteren Frau Inge Scholl sowie dem Schweizer Maler und Designer Max Bill gründete Aicher 1953 die Hochschule für Gestaltung in Ulm. ...mehr

Mit seinen Bugholzstühlen revolutionierte Michael Thonet die Möbelherstellung

Gebogen und zerlegt in die ganze Welt verschickt

„Noch nie wurde Eleganteres und Besseres in der Konzeption, Exakteres in der Ausführung und Gebrauchstüchtigeres geschaffen“, lobte der Designer und Architekt Le Corbusier einst den bis heute über eine Million Mal verkauften Thonet-Stuhl Nr. 14, der als Inbegriff des Bugholzstuhls und als Prototyp moderner Massenmöbel gilt. ...mehr

Der Kunstverein der Region Heinsberg

Zeitgenössische Kunst auf dem Bauernhof

Birgit Huebner, portraithaus

Wenn man sich nicht von dem Gedanken irritieren läßt, man müsse sich auf diesem asphaltierten Feldweg nordwestlich von Heinsberg längst hoffnungslos verfahren haben, dann kann man am Ende der Straße als Freund zeitgenössischer Kunst eine kleine Offenbarung erleben. Die fern der Kunstzentren des Rheinlandes gelegenen ...mehr

Kunstverein Hannover

Was ist Kunst?

Glänzend und rund, dann auch wieder flach an der Wand, mit Kanten und Ecken, vom Boden in den Raum ragend, real oder abgebildet, mal ganz nah und dann auch wieder in weiter Entfernung, aber immer farbig: So präsentieren sich die Objekte und deren Oberflächen im Kunstverein Hannover. Und um die Oberflächen, die Hüllen, die Haut der Dinge geht es zur Zeit im Kunstverein. „Close Up – Zur Inszenierung von Nahsicht und Oberflächen“, so der Titel der Ausstellung stellt die Frage in den Mittelpunkt, was wird wie und warum ins Bild gerückt und welche Funktion spielt dabei die Oberfläche. ...mehr

Der Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen in Düsseldorf

Kunst aus NRW und mehr

Die Düsseldorfer sind stolz auf ihre historische „Kunstachse“. Zu den ältesten Institutionen dieser Kulturmeile gehören der Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen und die Kunstakademie, deren Geschichten eng miteinander verbunden sind. ...mehr

Paul Bonatz’ Erstlingswerk, die Sektkellerei Henkell in Wiesbaden, wird 100 Jahre alt

Edle Hallen auf Henkellsfeld

Paul Bonatz, Sektkellerei Henkell in Wiesbaden-Biebrich, 1907-1909

Der Architekt Paul Bonatz gehört in die erste Reihe maßgeblicher deutscher Baumeister des frühen 20sten Jahrhunderts. Lange wurde dies von Rezensenten und Museumsleuten ignoriert. Erst der geplante Abriss von Flügeln des Stuttgarter Hauptbahnhofes, seinem wohl bekanntesten Bauwerk aus den Jahren 1914 bis 1928, führte ihn ...mehr

Michael Conrads

Brodelnde Dekorativität

Michael Conrads, The Big Raushole, 2009

Auf Michael Conrads Gemälden verdichten sich unterschiedliche Elemente zu einem vom Betrachter nur schwer zu durchdringenden geometrischen System aus Rauten, Dreiecken, Treppenstrukturen, vertikal emporragenden, rechteckigen Blöcken, Ebenen und Streifenmustern. Gestische Momente wiederum, etwa in Form vertikal herablaufender Farbschlieren, konterkarieren das sorgfältig Konstruierte. Es sind Blicke ins Innere sich langsam auflösender Ordnungssysteme. Conrads gelingt es, durch illusionistische Malverfahren eine Tiefe des dargestellten Raumes entstehen zu lassen, die seine Bilder fast zu dreidimensionalen Körpern formt. Lässt sich der Betrachter erst einmal aufs Schauen und Hindurchschauen ein, so entdeckt er immer wieder neue Bildebenen, ein Davor und Dahinter, sich auftürmende Quader und tief nach unten stürzende, schluchtartige Zonen. Kaum etwas an diesen labyrinthischen Bildern ist bloße Oberfläche, alles ist offenbar in Bewegung und durchdringt sich bis hinab in dunkle, schlammige und geheimnisvolle Abgründe. ...mehr

Julius Shulman ist gestorben

Fotograf der amerikanischen Moderne

„Shulman, endlich mal ein Foto von einem, der verstanden hat, was ich aussagen will“ – der begeisterte Ausruf Frank Lloyd Wrights galt einem, der in der Architekturfotografie alles erreicht hat. Jetzt starb der legendäre kalifornische Fotograf Julius Shulman, der mit seinen Bildern weltweit die Vorstellung vom amerikanischen Modernismus prägte, im Alter von 98 Jahren. ...mehr

Kunst als Kommentar zur Zeit: Die Hamburger Konzeptkünstlerin und Komponistin Hanne Darboven ist am 9. März 2009 im Alter von 67 Jahren verstorben

Die Dompteurin der Zahlenreihen ist tot

Ihr Werk ist sperrig und faszinierend zugleich. Hanne Darboven, eine der bedeutendsten internationalen Gegenwartskünstlerinnen, ist, wie die Düsseldorfer Galerie Konrad Fischer jetzt bestätigte, am vergangenen Montagabend im Alter von 67 Jahren nach langer schwerer Krankheit in ihrem Haus in Hamburg-Harburg verstorben. 1941 wurde Hanne Darboven als mittlere von drei Töchtern einer bekannten Hamburger Unternehmerfamilie geboren. Aufgewachsen ist sie im südlich der Elbe gelegenen Stadtteil Rönneburg. Zunächst wollte sie Pianistin werden. Sie entschied sich dann aber doch für die Bildende Kunst. ...mehr

Ins rechte Licht getaucht: Der Lichtkünstler Mischa Kuball setzt mit seiner Installation „Pacemaker“ starke Akzente auf dem Gelände der Stadtwerke Düsseldorf

Ein Herzschrittmacher fürs Arbeiterviertel

Mischa Kuball, Ehemaliger Kühlturm, nachempfunden durch acht Scheinwerfer in oktagonaler Anordnung, sowie der Turm der Müllverbrennungsanlage in pulsierendem Rhythmus

Fabriken, Schrottplätze, Autowerkstätten – so richtig schick ist Düsseldorf woanders. Der zentrumsnahe Stadtteil Flingern-Süd galt lange Zeit als benachteiligt. Hier wohnten einfache Leute, Arbeiter und kleine Angestellte. Sie arbeiteten in kleinen Manufakturen und Fabriken oder bei den Stadtwerken. Nach und nach aber entwickelt sich der Stadtteil zum bevorzugten Quartier von Studenten, jungen Familien und Künstlern. Mitten drin steht auch die 2001 vom Architekten Christoph Ingenhoven neu errichtete Zentrale der Düsseldorfer Stadtwerke. Ein moderner und transparenter Glaskasten an einer viel befahrenen Straße. Der Clou des Neubaus: Er ist geschickt mit dem Altbaubestand, insbesondere der imposanten Turbinenhalle, verzahnt. Den Stadtwerken in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt scheint es gut zu gehen. Trotzdem: So abgehoben wie die bundesweit tätigen großen Energiekonzerne geben sich die vergleichsweise kleinen Stadtwerke nicht. Das kommunale Unternehmen fühlt sich seit jeher dem Stadtteil, in dem es ansässig ist, verbunden. ...mehr







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Neu in Nürnberg: Renaissance. Barock. Aufklärung

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