
EINZELAUSSTELLUNGEN (AUSWAHL)
1987
Galerie Edith Wahlandt, Stuttgart
1989
„Impulse 13“ Galerie Löhrl, Mönchengladbach
1991
„BASEWORK“, Gottfried-Hagen-Foundation, Köln
1995
„TV-shop“, Flachbau, Hammer Straße, Düsseldorf
1997
TZR-Galerie, Bochum
1999
Galerie Wolfram Bach (mit Anne Sievert)
2003
„visions", Projektzone kunst-raum, Essen, Rüttenscheider Straße
GRUPPENAUSSTELLUNGEN (AUSWAHL)
1990
„Bilder vom Neuen Deutschland”, Kunsthalle Düsseldorf
als Mitglied der Gruppe „A.T.W.-Around The World“
90/91
„Past-Present-Future“-Projekt als Mitglied der Gruppe
„A.T.W.-Around The World“ in Kanada, New York, Rio de Janeiro,
Montevideo und Marl
1992
„MAKROVILLE“, Kunstpalast Ehrenhof, Düsseldorf
1993
„10 Jahre Impulse“, Galerie Löhrl, Mönchengladbach
1994
„AUF EIGENE GEFAHR“, Kunstgriffe in 21 Bonner Privathäusern“,
Werkstadt Bonn
1996
50. Bergische Kunstausstellung, Solingen, Klingenmuseum
1998
„GLATT“, Galerie Wolfram Bach
1999
53. Bergische Kunstausstellung, Solingen, Museum Baden
99/00
„GLATT nochmal“ Galerie Wolfram Bach
2000
ÖTV-Bildungsstätte Kochelsee
2002
„Mal Sehen“ Galerie Wolfram Bach
2002
The Blue Square, Ausstellungsprojekt in der Essener Innenstadt, courtesy kunst-raum
2003
Artist of the year, kunst-raum Essen, Rüttenscheider Straße
2004
ANSICHT AUSSICHT EINSICHT - Positionen junger Fotografie, kunst-raum, Essen
VIDEOPRODUKTIONEN
1999
„MUDDY KITCHEN“, fünf Karussellfahrten mit Musik, 15 Minuten,
2001
„All Tag Orange“, ein Spaziergang, 60 Minuten
2002
„SKIPPER“, der springende Bass, sechs Tanz-Szenen, 10 Minuten
2002
„FEB 4 - four episodes in february“ Video mit Soundtrack, 17 Minuten
2003
trivial tsa - 6 sonic scenes, video mit Soundtrack, 9 Minuten, 30 Sekungen
PERFORMANCES
1999
„AB’Z“ mit Thorsten Ebeling (Hemdenbügeln, Video, Geräusch-Samples, E-Upright-Bass) 120 Minuten
2000
„PWP“ Progessional Workshop in Practice mit Thorsten Ebeling (Nähmaschine,Piccolo-E-Bass)
Dauer: 70 Minuten
2001
„Friction Bleu“ (E-Bass, diverse Effekte, Diaprojektion; Utensil-Kriterium: Farbe Blau) Solo, 120 Minuten
2002
„All Tag Orange“ (Aufführung des gleichnamigen Videos mit Live-Noise; E-Gitarre, diverse
Sound-Effekte; Utensil-Kriterium: Farbe Orange) Solo, Dauer: 60 Minuten
2002
„Friciton Bleu“ Blue-Square-Special (E-Bass, Effekte, Video-Animation) Dauer: 15 Minuten
2002
„Ruby Random“ Blue-Square-Special (E-Gitarre, Effekte, Loops, Video) Dauer: 10 Minuten
2003
trivial-tsa-performances an verschiedenen plätzen im öffentlichen raum
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Jörg Steinmann, der eigentlich als Bildhauer bei David Rabinovitsch ausgebildet worden ist, verfolgt das Thema der Raumbildung heute ganz im Medium Fotografie. Im großen Panorama zeigt Steinmann eine nächtliche Aufnahme einer beleuchteten Straßenbahn. Die Bewegung des Bildgegenstands betont Steinmann durch die digitale Bearbeitung, indem er ein am Computer generiertes Raster über die ganze Darstellung gelegt hat.
Ich habe Lokomotiven immer leidenschaftlich geliebt. Sie sind für mich lebendige Wesen, und ich verehre sie wie andere Leute Frauen oder Pferde.
Arthur Honegger
Solang ich mich erinnere, spielen Fahrzeuge in meinem Leben eine entscheidende Rolle. In der Straßenbahn erfüllt sich für mich eine Symbiose aus bewegten und unbewegten Zuständen. Die Schienen, in der Straße versenkt, sind Basis und Spur der immer wiederkehrenden Fährte, auf die sich die Bahn begibt. Ein Fahrzeug ist mir Werkzeug und Medium zur räumlichen Orientierung. Ob als Chauffeur oder als Passagier – fahrend fasse ich Vertrauen zu meiner Umgebung. Mit einem Fahrzeug verbunden ist die Thematisierung von Distanz. Fahrzeuge überbrücken Entfernungen. Jede Fahrt ist ein Ereignis auf der imaginären Spur des Fahrtwegs. Jede Entfernung hat ihre Qualität. In der Stadt finden sich Bewegungsereignisse in hoher Konzentration. Die Simultanität der Bewegungen treibt mich zur Entscheidung – ich benutze ein Fahrzeug und beziehe Position.
Die Straßenbahn übersteigt die Dimension des Individuums. Straßenbahngleise sind die große Konstante im urbanen Raum. Dies ändert sich bei der Durchfahrt einer Bahnlinie. Der Auftritt einer Tram beansprucht volle Aufmerksamkeit. Einen Augenblick lang prägt sie die Konstellation von Bewegung, Tempo, Licht und Farbigkeit im Straßenbild.
Distanz und Simultanität sind in meinen Arbeiten thematisiert. Sie bestimmen meine Wahrnehmung und bilden einen Teil meiner Existenz. Mit größerer Entfernung wird die Wahrnehmung diffuser, die Perspektive komprimiert und die Ereignisse verdichten sich.
Zu meinem Handwerkszeug gehören verschiedene Reproduktionstechniken, die Aufrasterung von Abbildungen bzw. deren Unschärfung. Jedes Bild durchläuft eine Reihe von Bearbeitungsgängen und löst sich allmählich von aller Detailschärfe – die Szene kondensiert. Distanz ist hergestellt.
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