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Azra Charbonnier zeichnet ein lebendiges Lebensbild des Berliner Architekten Eduard Knoblauch und analysiert seine Bauten vor allem anhand des wiederaufgetauchten Planmaterials 
„Verschollen“ seien seine Zeichnungen mit Ausnahme der Monatskonkurrenzen im Berliner Architektenverein, seine Bauten „bis auf die in ihren reichen orientalischen Formen untypische Synagoge“ zerstört. So musste Eva Börsch-Supan 1977 in ihrem monumentalen Band über die Berliner Architektur zwischen 1840 und 1870 resümieren, als sie auf ...mehr  |
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 Der neue Bestandskatalog „Deutsche Zeichnungen vom Mittelalter bis zum Barock“ der Graphische Sammlung der Staatsgalerie Stuttgart 
Einen Zuschreibungserdrutsch wie unlängst die Autoren Frank Zöllner, Christoph Thoenes und Thomas Pöpper mit ihrem Michelangelo-Werk, in dem die Zahl der eigenhändigen Zeichnungen des italienischen Genies von 900 auf etwa 200 reduziert wurden, hat und wird der Stuttgarter Bestandkatalog nicht auslösen. Dennoch finden sich auch in dem Band „Deutsche Zeichnungen vom Mittelalter bis zum Barock“, der die 1009 Zeichnungen der Graphischen Sammlung der Staatsgalerie Stuttgart aus der Zeit um 1500 bis zum Jahr 1700 – die Zeichnung des 18ten Jahrhunderts ist kunsthistorisch eine anderes Kapitel – aus deutschsprachigen Ländern erfasst und zum Teil erstmals publiziert, kritische Revisionen. So gelten die Zeichnungen Hans Baldung Griens, die schon der sogenannte „Großen Sammelband“ des Königlichen Kupferstichkabinetts enthielt, aus der die Institution hervorging, heute nicht mehr als eigenhändige Werke des alten Meisters, sondern als Arbeiten aus seiner Werkstatt. ...mehr  |
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 Ein Aufsatzband des Landesamtes für Denkmalpflege Hessen würdigt das Schaffen des Architekten Philipp Hoffmann 
Noch bis zum heutigen Tage erfreut sich die Architektur des 19ten Jahrhunderts allgemein keiner besonderen Beliebtheit. Das Verdikt, das die Kunstgeschichte und Kunstkritik der Frühmoderne über den sogenannten Historismus verhängte, wirkt bis heute nach: Neugotische Kirchen wurden bis in jüngste Zeit ausgeräumt, ihrer einheitlichen Ausstattung beraubt oder ganz vernichtet, in westdeutschen Metropolen wie Frankfurt kämpft man immer noch, in ostdeutschen Städten schon wieder gegen den großflächigen Abbruch prachtvoller Gründerzeitfassaden, und Bahnhöfe werden beharrlich nicht als Aushängeschilder und Einfallstore in alle größeren Städte ernstgenommen: Es lassen sich beinah an einer Hand die wenigen Beispiele abzählen, in denen die Integrität der einheitlichen, bis in die Einzelheiten durchdachten und liebevoll gestalteten Ausstattung, die diesem Anspruch in hoher Fertigungsqualität und aufwändigen Materialien Rechnung trug, noch nicht dem blinden Modernisierungs- und Einheitswahn der Deutschen Bahn AG zum Opfer gefallen ist. ...mehr  |
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 In ihrer Kunstmarktanalyse „Hype“ erklärt Piroschka Dossi die Mechanismen eines florierenden Gewerbes 
Seit dem Zweiten Weltkrieg ist noch niemals soviel Geld in den Kunstmarkt geflossen wie in den letzen zehn Jahren. Nicht nur, dass neues Geld aus dem Börsengeschäft und aus der IT-Branche herübergeschwappt ist, auch die russische Oligarchie mischt kräftig mit, und das Wirtschaftswunder in China hat eine potente Klientel hervorgebracht, die von westlichen Galeristen seit einigen Jahren heiß umworben wird. Der nächste Marktplatz mit new money heißt wohl Indien. Was dieses Übermaß an Liquidität für den Markt bedeutet, hat man nach jeder bedeutenden Auktion registrieren können. Rekordzuschläge für Pablo Picasso, für Mark Rothko, für Andrea Mantegna; Höchstpreise für Gerhard Richter, Jean-Michel Basquiat, Damien Hirst. Selbst ein Albin Egger-Lienz, dessen Bedeutung im Grunde auf Österreich begrenzt ist, reicht an die Milliongrenze heran. ...mehr  |
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 „Was ist gute Kunst?“ fragt eine Interviewsammlung aus dem Hatje Cantz Verlag 
Rekordpreise für die klassische Moderne und die Gegenwartskunst, Artinvestment und der Einstieg von Fondmanagern in die Kunstszene – die Tatsache, dass die Kunst zur finanziellen Manövriermasse geworden ist, der Kunstmarkt ein Medienspektakel, wirft die Frage auf, wie viel von allem ist blendende Show, wie viel davon wird Bestand haben. „Was ist gute Kunst?“ lautet denn auch eine von dem Galeristen und Kunstberater Wolfram Völcker herausgegebene Text- und Interviewsammlung. Was sind die Kriterien, mit denen Sammler und Museumsleute Kunst bewerten? Zwölf Museumskuratoren antworten in der Publikation aus dem Hatje Cantz Verlag. Jede Ansicht ist anders, aber jeder für sich hat Recht. ...mehr  |
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