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Faschingsakademiefest in München, 1954 / Julius Hüther

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Lenbachs Tochter Gabriele in Spanischer Hoftracht, 1901 / Franz von Lenbach

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© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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Jugendstil-Kaffee-Set und -Tablett von Kayserzinn, um 1900 /

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Heinz Mack, Ohne Titel (N 9471), 2021 / Heinz Mack

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Barlach, Ernst

geboren am 2. Januar 1870 in Wedel in Holstein, gestorben am 24. Oktober 1938 in Rostock
Deutscher, expressionistischer Bildhauer

Ernst Barlach studierte vom 21. bis 26. Lebensjahr Bildhauerei an der Königlichen Akademie der bildenden Künste in Dresden. Seinen ersten Studienaufenthalt von 1895 bis 1896 verbrachte er in Paris. Nach seiner Rückkehr lebte er in Friedrichroda in Thüringen. 1897 bis 1899 studierte er wieder in Paris und ging anschließend nach Hamburg, wo er das Giebelrelief am Altonaer Rathaus gestaltete. Bis er 1905 nach Berlin übersiedelte arbeitete Barlach sechs Jahre als Bildhauer und Lehrer. Im Alter von 36 Jahren unternahm er eine Russlandreise, die entscheidenden Einfluß auf sein künstlerisches Schaffen hatte und Auslöser für einen Neubeginn war.

Auf der Ausstellung der Berliner Sezession machte Barlach Bekanntschaft mit dem Kunsthändler Cassirer, der Barlachs Arbeiten gegen eine jährliche Zahlung übernahm. Auf einer Italienreise lernte er Künstler verschiedener Genres kennen und siedelte 1910 nach Güstrow in Mecklenburg über. Sein erstes Drama „Der tote Tag“ entstand im Jahre 1912. Mit Theodor Däubler unternahm er 1913 eine Reise nach Mecklenburg und arbeitete an den „Güstower Fragmenten“ sowie an dem Roman „Seespeck“. 1914 bis 1917 war Barlach Landsturmsoldat. Zu dieser Zeit entstanden auch sozialkritische Holzschnitte über die Not des Krieges sowie das Drama „Der arme Vater“.

1919 wurde Barlach Mitglied der Preußischen Akademie der Künste in Berlin. Ein Jahr später verfasste er sein bekanntestes Drama „Die echte Sedemunds“ und er schuf das „Denkmal für die Gefallenen“ an der Kieler Nikolaikirche sowie die „Schmerzensmutter“. Barlachs Stil zeigt expressiv die Gesten und den Gesichtsausdruck im Schmerz, wobei die Umrisse seiner Figuren aber geschlossen bleiben. Die kubisch gegliederten Körper sind mit glatter Oberfläche ausgearbeitet.

1922 entstanden die Lithografien „Die Ausgestoßenen“ und die Holzschnitte „Die Wandlungen Gottes“. Zu dieser Zeit lernte er das Ehepaar Bernhard und Marga Böhmer kennen. 1927 erschien Barlachs Autobiografie „Ein Selbsterzähltes Leben“. Im Museum of Modern Art zeigte Barlach im Alter von 61 Jahren seine Skulpturen. Die Zeit von 1933 bis 38 erwies sich für den Künstler als besonders hart, da die Nationalsozialisten sein Werk als „entartet“ erklärten und viele seiner Skulpturen aus Museen und Kirchen entfernten. Barlach starb am 24. Oktober 1938 im Alter von 68 Jahren in einer Privatklinik in Rostock.

C.B.


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Ernst Barlach, Kniender auf aufgebrochenem Grund, 1912/13
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Ernst Barlach, Der Spaziergänger, 1912
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Ernst Barlach, Der Blinde und der Lahme, 1919
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Ernst Barlach, Die lesenden Mönche I (Unterweisung), 1921
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Ernst Barlach, Bildnis Tilla Durieux, 1912
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Ernst Barlach, Kopf des Güstrower Ehrenmals, 1927
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Ernst Barlach, Henkelvase mit Masken XI, um 1905/06
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