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Ensor, James

Geboren am 13. April 1860 in Ostende, gestorben am 19. November 1949 in Ostende
Belgischer Maler, Radierer und Schriftsteller

Von von 1873 bis 1875 besuchte James Ensor das Collège Notre Dame. Seine Eltern ließen Ensor bei den Aquarellisten Dubar und van Knyck Unterricht nehmen. 1877 ging Ensor an die Akademie in Brüssel, wo Alexandre Robert, Joseph Stallaert und Jan van Severdonck zu seinen Lehrern zählten. Während seiner Studienzeit befreundete er sich mit Crespin, Charlet, Duyck und Fernand Khnopff.

1880 kam er wieder nach Ostende zurück, wo er sich im Hause seiner Eltern ein Studio einrichtete und viele Porträts und Interieurs malte, die sich vor allem durch ihre schwache Beleuchtung auszeichnen. Diese „dunkle Periode“ dauerte bis 1886. 1881 trat Ensor dem Brüsseler Kunstverein „La Chrysalide“ bei, wo er zum ersten Mal an einer Ausstellung teilnahm und auf positive Resonanz stieß. 1882 schloß er sich der Vereinigung „L’ Essor“ an. 1883 war er einer der Künstler, die sich in der von Octave Maus gegründeten Gruppierung „Les XX“ zusammenschlossen. Innerhalb der Gruppe war Ensor einer der kühnsten und extremsten Künstler, so dass seine Werke nicht immer auf Beifall stießen und er einmal sogar nur knapp dem Ausschluss entging.

Ab 1886 wurde Ensor auch als Radierer und Stecher tätig. Seine rund 115 qualitätsvollen Bildtafeln machen einen großen Teil seines Gesamtwerkes aus. 1887 beginnt eine äußerst produktive Schaffensphase, in der seine Werke durch starke Helligkeit und impressionistische Malweise gekennzeichnet sind. Als Beispiel mag sein berühmtes Bild „der Einzug Christi in Brüssel“ von 1888 dienen. Zwar stieß auch dieses Bild auf Ablehnung, aber es brachte ihm auch Zuspruch, vor allem junger Schriftsteller wie Verhaeren, Maeterlinck und Demolder, ein. Ensors „helle Periode“ dauerte bis ungefähr 1900. Danach verringerte sich seine Produktion. 1920 fand seine erste Retrospektive statt, welche die allgemeine Anerkennung seiner Werke und seinen künstlerischen Erfolg einläutete. Weitere Ausstellungen und Monographien folgten. 1921 komponierte Ensor das Ballett „La Gamme d’Amour“ und machte Entwürfe für das zugehörige Bühnenbild und die Kostüme. 1926 fand seine erste Ausstellung in Paris statt. 1929 wurde Ensor von König Albert I. geadelt. 1948 wurde die Gesellschaft „Les Amis de James Ensor“ gegründet und das Musée Ensor in seinem letzten Wohnhaus in Ostende eingerichtet. Ensor starb 1949 in Ostende.

Zu Ensors bevorzugten Themen gehören Landschaften, Marinen, Stadtansichten, Interieurs, Porträts, Stilleben, vor allem aber auch satirische, fantastische oder makabre Szenen, die er oft im expressionistischen Stil ausführte, wie zum Beispiel „Skelette kämpfen um einen Gehängten“ von 1891 oder „Gefährliche Köche“ von 1896. Häufig tauchen auch Masken als Motive in seinen Bildern auf, wie in „“Masken gegenüber dem Tod“ von 1888 oder dem „Selbstbildnis mit Masken“ von 1899. Sein Werk bot vielen Künstlern Inspiration. So beeindruckten Emil Nolde Ensors Farben und Kompositionen und auch das Maskenmotiv fand Eingang in Noldes Schaffen. Die Surrealisten bevorzugten Ensor aufgrund seiner makabren Phantasie und oft befremdenden Motive.


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