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Kym IV, 1999 / K. O. (Karl Otto) Götz

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Im Park von Schloss Mainberg bei Schweinfurt, 1874  / Hans Thoma

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Ingres, Jean-Auguste-Dominique

Geboren am 29. August 1780 in Montauban, gestorben am 14. Januar 1867 in Paris
Französischer Maler und Graphiker, Vertreter des Klassizismus

Schon als Zwölfjähriger ging Jean-Auguste-Dominique Ingres an die Königliche Akademie der Künste in Toulouse. Dort lernte er bei Joseph Roques, einem Freund Jacques Louis Davids, dem Bildhauer Vigan und dem Landschaftsmaler Jean Briant. Bereits 1793 gewann Ingres Preise in Zeichenwettbewerben, 1795 und 1796 zweimal erste Preise im Zeichnen nach Akten. Obwohl er von Kindheit an auch musikalisch sehr talentiert war, und er mit der Geige als Solist in Orchestern spielte, stand für ihn die Laufbahn eines Malers nie in Frage.

1796 ging er nach Paris und studierte im Atelier von J. L. David. 1801 gewann er mit seinem Bild „Achill empfängt vor seinem Zelt die Abgesandten Agamemnons“ den 1. Rompreis der École des Beaux Arts. Da das Stipendium nicht ausgezahlt werden konnte, verschob sich Ingres Italienfahrt um fünf Jahre.

In der Zeit um 1802 machte er Bekanntschaft mit dem Bildhauer Lorenzo Bartolini, der ähnliche Ziele wie er verfolgte. Beide strebten nach einer Belebung des Klassizismus durch ein genaues Studium Natur. Dieses Streben manifestierte sich, wie auch seine Neigung zur Antike, in den Portraits der Jahre bis 1806, die für einen 25-jährigen bereits eine erstaunliche Meisterschaft aufweisen.

Seine Jahre in Rom ab 1806 waren geprägt durch zahlreiche Studien von Altmeistern, wie Raffael, Hans Holbein und Tizian. Als 1811 sein Rom-Stipendium auslief und er 1813 die Landsmännin Madeleine Chapelle geheiratet hatte, geriet er in finanzielle Schwierigkeiten. Mit Portraitzeichnungen, die er für nur wenig Geld verkaufen konnte, musste er sich über Wasser halten.

1819 stellte er, nach Paris zurückgekehrt, seine „Grande Odalisque“ im Salon aus. Mit diesem hochqualitativen Bild war ihm jedoch kein Erfolg beschieden. Erst nach vierjährigen Aufenthalt in Florenz erlangte Ingres öffentliche Anerkennung in Paris. Sein in den florentiner Jahren gefertigtes Gemälde, „Das Gelübde Ludwigs XIII“, wurde zum Aushängeschild der klassischen Tradition im Pariser Salon von 1824. Ingres war zum Gegenspieler der mit Éugene Delacroix aufkommenden Romantiker geworden. In kürzester Zeit wurde Ingres berühmt. Er erhielt eine Mitgliedschaft in der Ehrenlegion und in der Akademie.

Nachdem 1834 sein Werk „Symphorian“ von seinen eigentlichen Widersachern, den Romantikern gelobt und gleichzeitig von seinen klassizistischen Freunden abgelehnt wurde, zog es ihn erneut nach Rom. Hier erhielt Ingres den Sitz der französischen Akademie von seinem Vorgänger Horace Vernet.

Da Ingres stark mit organisatorischen Aufgaben beschäftigt war, fertigte er in den folgenden 8 Jahren nur zwei Bilder an. 1842 kehrte er nach Paris zurück, und heiratete 1852, drei Jahre nach dem Tod seiner ersten Frau, erneut. Gegen Ende seines Lebens erführ Ingres nochmals hohe Ehrungen. Er wurde zum Großoffizier der Ehrenlegion und zum Senator ernannt.

Nach seinem Tod im Jahr 1867 vermachte der Künstler 4.000 seiner Skizzen und einige seiner Gemälde an seine Heimatstadt Montauban. Das Museum wurde schon 1869 eröffnet und ist noch heute eine einzigartige Ingres-Sammlung.

A.S.


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Jean-Auguste-Dominique Ingres, Drei Studien für die
 Gestalt der Stratonike, um 1834/40
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Jean-Auguste-Dominique Ingres, Etude pour Angélique, vor 1819
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Jean-Auguste-Dominique Ingres, Portrait de la Comtesse
 d’Haussonville, 1842
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Luigi Calamatta, Portrait von Luigi Calamatta, 1828
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Jean-Auguste-Dominique Ingres, Bildnis der Lady Jane
 Montagu in ganzer Figur auf einer Liege
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Jean-Auguste-Dominique Ingres, Ferdinand Philippe
 d’Orléans, Duc de Chartres, 1844
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Jean-Auguste-Dominique Ingres, Porträt von Prinz Lucien Murat, 1814
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Jean-Auguste-Dominique Ingres, Porträt von Prinz Achille Murat, 1814
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