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Preisbild: Andreas Schelfhout - Meister der holländischen Winterlandschaft - Teil 3

Die Schüler des Malers und Fälschungen



Schelfhouts Preisentwicklung ist eine „Bilderbuchkarriere“. Seine Schüler haben davon bislang aber noch nicht profitiert. Ausgenommen Johan Barthold Jongkind, dessen Arbeiten schon in den 1990er Jahren in Preislagen zwischen 200.000 Gulden für romantische und über 300.000 Gulden für frühimpressionistische Gemälde gehandelt wurden.


Claude Monet soll einmal über den ehemaligen Schelfhout-Schüler gesagt haben, er sei ein „wahrer Meister“ gewesen, dem er die „Schulung seines Auges“ schulde. Die Grundlagen seines Handwerks, das schnelle Aquarellzeichnen nach der Natur, lernte Jongkind in der Werkstatt Schelfhouts. Später war er mit seinem Skizzenbuch unterwegs. Seine Ölgemälde jedoch führte er anhand der Aufzeichnungen nur im Atelier aus. Endscheidend für die Entwicklung frühimpressionistischer Malweise war die Begegnung mit Jean-Baptiste Isabey in Den Haag: Ihm folgte Jongkind nach Paris und an die Küsten Frankreichs. Die frühen Gemälde der 1840er Jahre zeigen eine glatte, golden schimmernde Malweise der traditionellen holländischen Schule. In den 1860er Jahren werden die Farben heller und der Pinselstrich freier. Der Handel bewertet diese impressionistischen Werke entsprechend: Die „Maas in Dordrecht“ von 1868, ein mit 57 x 80 Zentimeter großes Format, war jüngst für 1,6 Millionen Francs bei Brame & Lorenceau in Paris im Angebot.

Preiswerter sind die Bilder von Charles Henri Joseph Leickert. Im gehobenen fünfstelligen Bereich sind seine Werke zu haben. Leickert löste sich wie Jongkind aus dem engen Schelfhout-Kreis, verfügte aber wie sein Lehrer über eine wunderbar stimmungsvolle Lichtführung. In seinem Spätwerk wiederholte er sich jedoch oft. Anders sein Kollege Wijnand Nuyen, der durch seinen frühen Tod kein Spätwerk hinterlassen hat. Beeinflusst von der französischen und englischen Romantik entwickelte er eine dramatische Bildregie, eine hellere Palette und perfektionierte die Lichtführung. Der Kunsthandel scheint diesen Lieblingsschüler und Schwiegersohn Schelfhouts bisher ein wenig übersehen zu haben. Preislich bewegt er sich zur Zeit noch im unteren fünfstelligen Bereich. Die Galerie Rech, die sich auf die Düsseldorfer Malerschule, Klever Romantik und das Niederländische 19. Jahrhundert spezialisiert hat, brachte auf die Düsseldorfer Art Antique 2000 ein interessantes Nuyen-Gemälde, eine kleine „Flußlandschaft“ zum Preis von 24.500 Mark.

Die Werkstatt-Schüler

Die Laanstra-Studie verzeichnet übrigens insgesamt über dreißig weitere Schüler, deren Arbeiten in der jüngeren Vergangenheit wiederholt auf dem internationalen Markt aufgetaucht und zum Teil in niederländischen Museen zu finden sind. Die bekanntesten unter ihnen sind Jan Willem van Borselen, Antonie Braakman, Frans Breuhaus de Groot, Johannes Joseph Destrée, Johannes Adrianus van der Drift, Pierre Louis Dubourq, Joseph Gerard Hans, Johannes Franciscus Hoppenbrouwers, Raden Sarief Bustaman Saleh Ben Jaggia, Nicolaas Johannes Roosenboom, Margaretha Roosenboom, Jan Bedijs Tom, Johann Gijsbert Vogel und Willem Troost. Wie sich die Preise der direkten Schelfhout-Schüler entwickeln werden, wird die Zukunft zeigen. Wenn das Frühlingserwachen das gesamte frühe 19. Jahrhundert erfassen sollte, werden auch die Schelfhout-Schüler davon in bedeutendem Maße profitieren. Wenn eine Bilderbuch-Karriere nur ihrem Lehrer beschieden bleiben soll, werden sie je nach Größe und Qualität auch weiterhin für 20.000 bis 30.000 Mark zu haben sein.

Das „Liber Veritatis“

Natürlich tauchen auf dem Markt auch unsignierte „Schelfhouts“ auf. Vorsicht: Schelfhout hat fast alle seine Arbeiten signiert. Vor einigen Jahren ist im Kunsthandel das sogenannte „Liber Veritatis“ von Andreas Schelfhout entdeckt worden, ein illustriertes Skizzenbuch, in dem der Künstler neben Handskizzen des jeweiligen Motivs seine Käufer und Preise vermerkte. Leider berichtet das Skizzenbuch nur über den Zeitraum von 1825 bis 1828. Man nimmt an, dass diese Werkstattdokumentation schon zu seiner Zeit die Funktion hatte, Fälschern zuvorzukommen, die die beliebten Landschaften kopierten. Unzureichend zuschreibbare Schelfhout-Werke werden daher mit niedrigen Taxen im unteren fünfstelligen Bereich belegt.



23.02.2001

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Verena Voigt

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