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Analyse

Die höchsten Zuschläge bei deutschen Auktionen

Liebermann auf den vorderen Plätzen



Dass die Klassiker der Moderne auf den Auktionen in Deutschland die höchsten Notierungen davon tragen, ist nichts neues. Dass aber gleich zwei Gemälde von Max Liebermann im ersten Halbjahr 2000 Platz 1 und 2 belegen, zeugt von der Beliebtheit der impressionistischen Werke des Berliner Künstlers.



Anteil an diesem Erfolg haben die Villa Grisebach in Berlin, die im Mai bei einer Taxe von 600.000 Mark einen Zuschlag von 2,3 Millionen Mark für den „Tennisplatz in Noordwijk“ einfuhr, und das Kölner Haus Lempertz, das mit dem „Rosengarten in Wannsee“ 1,6 Millionen Mark erzielte. Geschätzt war das 1928 entstandene Ölgemälde auf 350.000 Mark.

Und ein weiterer Liebermann zog in die Hitliste mit ein: auf Platz 12 positionierte sich mit einem Zuschlag von 380.000 Mark das Bild „Biergarten – Restaurationsgarten“, das bei Grisebach für 350.000 bis 400.000 Mark angeboten wurde. Den gleichen Erlös konnte bei Schloss Ahlden Frederick Arthur Bridgmans „Odaliske und Dienerin“ erzielen. Taxiert war die orientalische Genreszene aus dem 19. Jahrhundert auf 68.000 Mark. Schloss Ahlden bot in der selben Auktion im Mai 2000 weitere elf Arbeiten an, die – hervorgerufen durch die Kolonialherrschaft europäischer Staaten - Landschaft und Leben im Vorderen Orient zum Thema haben. Auf Platz 20 konnte sich mit einem Zuschlag von 245.000 Mark gegen seine Bewertung von 140.000 Mark das Gemälde „Sultan und Haremsdame“ von Antonio Maria Fabrés y Costa positionieren.

Grisebach und Lempertz teilen sich auch die beiden Spitzenplätze, wenn es darum geht, wer die meisten von den 20 teuersten Gemälden verkauft hat. Hier führt die Villa Grisebach mit neuen Stück – das entspricht zusammen 4,93 Millionen Mark - und Lempertz mit sieben und einem Gesamtzuschlag von 5,58 Millionen Mark. Dass Lempertz den Berliner Auktionator bei der Summe der Zuschläge überholt, liegt in den vorderen Rängen begründet, die Lempertz belegt: Neben dem Liebermann auf Platz 2 folgt auf Platz 3 mit 1,3 Millionen Mark Canalettos Venedigvedute „Blick auf die Rialtobrücke von Süden“, auf Platz 5 „Die Anbetung der Könige“ von Pieter Breughel d.J. mit 950.000 Mark und Ludwig Richters „Die Überfahrt über die Elbe am Schreckenstein“ mit 690.000 Mark auf Platz 8. Die Villa Grisebach meldet sich erst wieder auf Platz 10 mit Heinrich Campendonks expressionistischem Werk „Der Angler“ und einem Zuschlag von 440.000 Mark zurück.

Die übrigen Auktionshäuser sind nur mit einem Kunstwerk vertreten. Allein Hauswedell & Nolte aus Hamburg konnte neben Schloß Ahlden mit zwei Werken in die Topliste aufsteigen: Platz 4 erreichte Alexej von Jawlenskys „Kopf Blau-Braun“. Taxiert auf 750.000 Mark sicherte sich der amerikanische Handel das stilisierte Portrait für 1,1 Millionen Mark. Und für die Skulptur „Lesende Mönche III“ von Ernst Barlach – die einzige plastische Arbeit bei den Spitzenpreisen - konnte das Hamburger Haus 280.000 Mark verbuchen und positionierte sie damit auf Platz 16, gleichauf mit Max Pechsteins spätem Werk „Stürmische See Abends“ von 1953 bei Grisebach.

Ein Comeback feierten die Altmeister. Außer Canalettos Venedigansicht und Breughels „Anbetung der Könige“ belegte ein weiteres Gemälde von Pieter Breughel d.J. Platz 6: „Die sieben Werke der Barmherzigkeit“ konnten bei Van Ham aus Köln mit 830.000 Mark ihre Erwartungen von 400.000 Mark mehr als verdoppeln. Auch das 19. Jahrhundert spielte mit dem vom englischen Handel übernommenen Richter, den beiden orientalischen Szenen und dann auch mit Théodore Rousseaus „Sonnenuntergang über Paris“, das bei Spik in Berlin die Erwartung von 120.000 Mark mit einem Zuschlag von 570.000 Mark übertraf, eine wichtige Rolle.

Auch die höchste Steigerung fiel in den Bereich des 19. Jahrhunderts. Der unbekannte und früh verstorbene Deutschrömer Franz Horny, der von Ludwig Richter und Joseph Anton Koch geschätzt wurde, zeichnete mit grauer Feder in seinen letzten Lebensjahren einen Baum in der Umgebung von Olevano, seinem Sterbeort. Die frische Studie begeisterte bei Bassenge etliche Bieter, dass sie die Taxe von 12.000 Mark auf das 22fache hochtrieben und 270.000 Mark in Berlin zurückließen. Trotzdem blieb mit 17 von insgesamt 25 Kunstwerken die Klassische Moderne zahlenmäßig unangefochten in der Liste der Top-Zwanzig.



03.04.2001

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching

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