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Analyse

Trotz rasant angestiegenen Online-Verkäufen muss der Kunstmarkt im Corona-Jahr 2020 einen herben Umsatzrückgang verkraften. Das zeigt der neue Art Market Report der Art Basel und der UBS

Der Kunstmarkt ächzt unter der Corona-Pandemie



Der Kunstmarkt in besseren Zeiten: Volle Messehallen auf der Art Basel im Jahr 2019

Der Kunstmarkt in besseren Zeiten: Volle Messehallen auf der Art Basel im Jahr 2019

Die globale Pandemie hat auch im internationalen Kunstmarkt deutliche Spuren hinterlassen. Zwar konnte der gewachsene Onlinehandel mit Kunst und Antiquitäten einiges abfangen, aber eben nicht alles, wie der nun veröffentlichte Branchenreport der Art Basel und der Schweizer Großbank UBS schonungslos offenlegt. Demnach brach der weltweite Umsatz von 64,3 auf 50,1 Milliarden US-Dollar (41,9 Milliarden EUR) ein, was einen Rückgang von 22 Prozent zum Vorjahr darstellt. Gegenüber den Ergebnissen von 2018 bedeutet dies sogar ein Minus von rund 27 Prozent. Diese trostlosen Zahlen haben einen simplen Grund, es wird weniger Kunst gekauft. Der Report schätzt die Summe der weltweit realisierten Verkäufe auf 31,4 Millionen, der niedrigste Wert seit der Finanzkrise 2009. In seiner Einschätzung folgt der Art Market Report den bisher veröffentlichen Studien auf europäischer und deutscher Ebene, die gleichfalls massive Verluste für den Kunstmarkt seit der Corona-Pandemie konstatiert haben.


Die USA bleiben auch im Corona-Jahr 2020 der umsatzstärkste Handelsplatz für Kunst. Rund 42 Prozent der Verkäufe werden jenseits des Atlantiks abgewickelt. Jeweils 20 Prozent der Marktanteile entfallen auf Großbritannien und China; zu dem asiatischen Land zählt Clare McAndrew, die Macherin des Reports, auch Hongkong und Taiwan. Zwar musste der USA-Markt einen Rückgang von 24 Prozent hinnehmen, mit einem Umsatz von 21,3 Milliarden US-Dollar blieb er jedoch rund 76 Prozent über dem historischen Tiefpunkt von 2009. Der chinesische Markt hielt sich vergleichsweise gut und sank nur um 12 Prozent, was jedoch das dritte Jahr mit Abwärtstrend in Folge bedeutet. Auf dem Gebiet der öffentlichen Auktionen überholte Asien erstmals die USA mit einem Marktanteil von 36 Prozent. Der traditionsreiche Handelsplatz Großbritannien verzeichnete mit 9,9 Milliarden US-Dollar den niedrigsten Umsatz seit zehn Jahren. Die Folgen des Brexit wird erst der kommende Report abbilden können.

Der Onlinehandel boomt

Der Kunsthandel im Internet setzte 2020 zu einem Höhenflug an. Mit 12,4 Milliarden US-Dollar verdoppelte er seinen Umsatz gegenüber dem Vorjahr. Wurden 2019 noch rund 9 Prozent des Gesamtumsatzes der Branche im Onlinehandel generiert, stieg dieser Wert nun auf 25 Prozent. Im Bereich der bildenden Kunst wurden rund 22 Prozent der Verkäufe online abgewickelt, was ebenfalls eine Verdopplung zum letzten Jahr darstellt. Soziale Netzwerke spielten dabei eine wichtige Rolle. Rund ein Drittel der Sammler verwendete im Vorjahr Instagram für seine Einkäufe, so die Branchenbeobachter. Werke mit einem Preis von über einer Million US-Dollar machten aber nur 6 Prozent der gesamten Online-Verkäufe aus. Die hochpreisigen Werke werden also nach wie vor abseits des Internets gehandelt.

Unter den befragten Sammlern mit einem Millionen-Vermögen gaben rund 49 Prozent an, Kunst im Internet gekauft zu haben. Allerdings taten 66 Prozent von ihnen dies nur ungerne und bevorzugen weiterhin den physischen Kontakt mit ihren Galeristen. Knapp 22 Prozent überzeugte jedoch das Online-Angebot vieler Händler und sie würden auch weiterhin virtuelle Transaktionen tätigen. Viele Veranstalter werden mit großem Interesse folgende Zahlen wahrgenommen haben: Stolze 90 Prozent der vermögenden Sammler besuchten im Pandemiejahr einen Online Viewing Room einer Kunstmesse oder Galerie. 72 Prozent von ihnen gaben außerdem an, dass sie es begrüßen würden, wenn die online ausgestellten Werke direkt mit einem Preis ausgezeichnet wären.

Kunstmessen, Händler und Auktionshäuser

Von 365 angesetzten Kunstmessen konnten im vergangenen Jahr weltweit nur 37 Prozent stattfinden. Dort, wo es möglich war, griffen die Sammler dennoch zu. 41 Prozent der Befragten kauften 2020 auf einer Kunstmesse ein. Etwas mehr, rund 45 Prozent, griffen in einem Online Viewing Room einer Messe zu. Nicht zuletzt aufgrund der gestrichenen Messen haben zahlreiche Galerien Sorge um ihre Existenz. Einsparungen bei den Betriebskosten sicherten dennoch einigen Händlern ihre Rentabilität: 28 Prozent von ihnen waren sogar profitabler als 2019 und 18 Prozent hielten ihren Nettogewinn auf einem stabilen Niveau. Die Prioritäten der Händler haben sich im Jahr 2020 deutlich verschoben. Sie konzentrierten sich auf bestehende Kunden, den Online-Verkauf und die Suche nach Möglichkeiten zur Kostensenkung. Die Größe des durchschnittlichen Kundenstammes schrumpfte 2020 auf 55 Einzelkunden gegenüber 64 im Jahr 2019.

Auktionen von Kunst und Antiquitäten setzten im vergangenen Jahr insgesamt rund 17,6 Milliarden US-Dollar um, 30 Prozent weniger als 2019. Die „Private Sales“ von Auktionshäusern wurden konservativ auf rund 3,2 Milliarden US-Dollar geschätzt. Weltweit spielt sich auch hier nach wie vor das Geschehen vor allem in Nordamerika, Europa und Asien ab, wo insgesamt 81 Prozent der Auktionen stattfinden. Im Jahr 2020 war der größte Sektor auf dem Auktionsmarkt die Nachkriegs- und Gegenwartskunst mit 55 Prozent, die zusammen mit der modernen Kunst etwas mehr als 81 Prozent des Umsatzes ausmachte. Die Verkäufe im Bereich der Impressionisten und Postimpressionisten, die vor 30 Jahren die dominierende Kategorie waren, verzeichneten mit einem Minus von 50 Prozent den größten Wertrückgang im Vergleich zum Vorjahr. Der Report weiß jedoch auch Positives zu vermelden. So gaben zwei Drittel der Befragten an, dass ihr Interesse am Sammeln während der Pandemie gestiegen sei. Mehr als die Hälfte plant noch dieses Jahr weitere Käufe. Zustande kommen diese Zahlen unter anderem durch eine Umfrage unter rund 2.600 Sammlern aus Nordamerika, Europa und Asien.

Kontakt:

Messe Basel

Messeplatz

CH-4021 Basel

Telefax:+41 (061) 686 26 86

Telefon:+41 (061) 686 20 20

E-Mail: info@artbasel.com



21.03.2021

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Maximilian Nalbach

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