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Richter führt den Capital-Kunstkompass an

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Gerhard Richter

Gerhard Richter

Die zwei von der amerikanischen Pop Art beeinflussten Künstler Sigmar Polke und Gerhard Richter teilen sich seit Jahren die vorderen Plätze des Capital-Kunstkompasses. Sigmar Polke, der Alltagsmotive in sich überlagernden Punkterastern zu Bildern zusammenfügt, hatte seit 1999 den ersten Platz im Kunstmarkt- und Öffentlichkeitsrankings inne. Diesen Rang hat ihm in diesem Jahr Gerhard Richter mit acht Einzelausstellungen in den letzten zwölf Monaten abgelaufen. Richter legt seinen Arbeiten Fotografien zugrunde, die er verschwommen realistisch zu Gemälden transformiert, oder paraphrasiert Werke der Kunstgeschichte und erschien bereits 1970 auf Platz 57 der Künstlerlistung. Er definiert seine Position selbst so: „Ich mag alles, was keinen Stil hat - Wörterbücher, Fotos, die Natur, mich und meine Bilder“.



Hatte Bruce Nauman von 1992 bis 1998 den ersten Platz inne, so behauptet er sich seither auf dem dritten Platz. Als erste Künstlerin folgt seit 1999 Rosemarie Trockel mit ihren gesellschaftliche Rollenmuster der Frau thematisierenden Arbeiten auf Platz vier. Auch die 93jährige Grande Dame der Bildhauerzunft Louise Bourgeois findet sich in diesem Jahr auf Platz fünf wieder. Stilmix und Natursimulation hat sich der 37jährige Däne Olafur Eliasson auf die Fahne geschrieben. Die von Betrachter Interaktion erfordernden Installationen brachten Eliasson mittlerweile auf Platz 16.

Leicht eingängige Medienkunst mit großem Unterhaltungswert liegt im Kunstkompass an vorderer Front: So erklomm Matthew Barney mit der Ästhetik von B-Movies in seinen Filmen und Installationen Platz 23 – im Vorjahr noch Platz 28. Auch der sexualisierende Pop-Porno-Trash von Paul McCarthy ist um ganze 10 Plätze auf Rang 30 nach vorne gewandert. Erstmalig erscheint der Maler Neo Rauch auf der Liste der „100 Größten“ und verbesserte sich von Rang 105 auf 89. Von dem Leipziger Galeristen Gerd Harry Lybke aufgebaut, zeigte nun die Wiener Albertina die Arbeiten des Vorreiters der jungen Malerei aus dem Osten.

Seit 1968 wird diese Bestenliste der Künstler ermittelt. Initiator war der studierte Kunsthistoriker Willi Bongard, der sich als Wirtschaftredakteur bei der „Zeit“ betätigt hatte. Grundlage für das Ranking bildet seit 1970 ein System, das sich aus „Ruhmespunkten“ für Einzelausstellungen in 180 renommierten Museen, Beteiligung an Gruppenausstellungen und Rezensionen in Fachliteratur zusammensetzt. Außen vor bleiben hierbei Formen von Qualität wie der intellektuelle Anspruch der Kunstschaffenden und die Ästhetik. Nicht zufällig wird im Buchtitel der Kunstkompass Listen bis 2001 Joseph Beuys mit seinem „Kunst = Kapital“ zitiert. Ausschließlich die Nachfrage regelt den Stellenwert in der Hitliste der einzelnen Künstler. Kritik an diesem System übte bereits der Künstler Heinz Mack: „Künstler pflegen sich unter Umständen vernichtend zu kritisieren, wissen aber um die Verletzlichkeit der künstlerischen Existenz und vermeiden die tödliche Konsequenz des Urteils; Menschlichkeit ist hier kein leeres Wort.“

Übernommen wurde die Leitung des Kunstkompasses nach dem Tod Bongrads 1985 von dessen Frau Linde Rohr-Bongard. Standen in den 1970er Jahren die amerikanischen Pop-Künstler an erster Stelle, so sind es mittlerweile ihre europäischen Pendants. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass seit 1992 um der Bewegung innerhalb der Liste willen eine „Extra- Liste“ der „Unsterblichen“ verstorbenen Künstler existiert. Diese führen in diesem Jahr Andy Warhol, Joseph Beuys und Martin Kippenberger an. Neben den „Olympiern“ der Kunstöffentlichkeit wird auch eine Liste der „Newcomer“ der 13.500 erfassten Künstler publiziert. Künstler mit großem Unterhaltungswert oder narrativ gestalteten Leinwänden wie Santiago Serra, Jeppe Hein, Jake & Dinos Chapman, Peter Doig, Jonathan Meese scheinen demnächst in der Bestenliste auftreten zu können. Daneben sind aber auch wieder Frank Stella oder Richard Long mit den Plätzen 107 und 108 auf dem Vormarsch, wohingegen an der Spitze Sol LeWitt gerade Punkte eingebüßt hat und nun auf Platz 28 rangiert.



27.12.2004

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Sabine Boehl

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Sol LeWitt, Stars, 1993

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Gerhard Richter, Wolken (Stimmung), 1970

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Louise Bourgeois, Nature Study, 1984

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Matthew Barney, Orchidella aus Cremaster 1, 1995

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Olafur Eliasson, Sonne statt Regen, 2003

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Neo Rauch, Weiche, 1999

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Sigmar Polke, Ohne Titel, 1994

Sigmar Polke, Ohne Titel, 1994

Taxe: 150.000 - 200.000 EUR

Losnummer: 1692




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