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Das international besetzte Galerienhaus Lindenstraße 34/35 hat das Zeug, zu einem der neuen Kraftzentren der Berliner Galerienszene zu werden

Gemeinsam unter einem Dach



Wenn sich der Berliner Kunsttross auf Vernissagetour begibt, hat er neuerdings eine wichtige Adresse mehr auf dem Programm. Und die liegt in Kreuzberg, unweit des Jüdischen Museums. In Laufnähe zu den Galerienzentren in der Zimmer- und der Kochstraße ziehen jetzt nach und nach acht Galerien in das frisch renovierte Galerienhaus Lindenstraße 34/35. Galerist Claes Nordenhake erwarb den stattlichen Bau von 1912 bereits vor vier Jahren zusammen mit einem schwedischen Sammler. Das Haus blickt auf eine wechselvolle Geschichte zurück – hier befanden sich einst das Kaufhaus Merkur, das Lufthansa Hauptquartier und in den 1990er Jahren eine Unterkunft für Asylbewerber. Die Berliner Architekten Gonzalez & Haase haben es jetzt galeriengerecht umgebaut.



Gleich im Erdgeschoss hat die Düsseldorfer Blue Chip-Galerie Konrad Fischer ihre Berliner Dependance eröffnet. Das Parterre bot sich an, denn die Düsseldorfer wollen auch großformatige Skulpturen zeigen. Den Anfang machte der amerikanische Minimalist Carl Andre, Mitte November eröffnete eine Schau des jungen Berliners Wolfgang Plöger. „Wir erwarten uns hier im Galerienhaus Synergieeffekte“, sagt Daniel Marzona, der Berliner Direktor. Gemeinsame Eröffnungen zumindest zum Saisonbeginn im Herbst sind im Haus angedacht. In Berlin sollen einige junge Positionen gezeigt werden, man will aber auch den Markt für Hochpreisiges testen. Eine junge Position ist jetzt aktuell Wolfgang Plöger, Jahrgang 1971. Plögers erste Einzelausstellung bei Fischer dreht sich um die Erforschung von anwesenden und abwesenden Gegenständen. In seinen formal eher reduzierten Buchserien, Installationen und Filmarbeiten geht es um die Überprüfung von Wahrnehmung. Die Ausstellung mit dem Titel „I did not know anybody was there“, die noch bis zum 5. Januar 2008 zu sehen ist, setzt ambitioniert auf Inhalte, nicht primär auf Marktgängigkeit. Erst einmal ein Wagnis, allerdings mit doppeltem Boden. „Nach zwei Jahren wird Bilanz gezogen“, so Marzona. Vom Auftakt im Galerienhaus zeigt sich Marzona begeistert: „Ich habe das Gefühl, das könnte optimal sein, wenn das so weitergeht. Die Galerien profitieren hier alle davon.“

Auch Gregor Podnar aus Ljubljana ist eingezogen. Der 37jährige betrieb in Slowenien zunächst einen unabhängigen Ausstellungsraum, bevor er sich kommerzialisierte. „Wir haben schon lange damit geliebäugelt, in eine größere Stadt zu ziehen“, so Podnar, der ganz auf Künstler aus Osteuropa und Skandinavien setzt. Zur Zeit gibt die Gruppenausstellung „Like to like“ einen ersten Einblick in das Galerieprogramm. Der zweite Teil der Schau wird Anfang Dezember eröffnet. „Auch inhaltlich bin ich einigen Galerien hier im Haus verbunden“, sagt Podnar, der einen konzeptuellen Ansatz bei seinen Künstlern schätzt.

Aus der Nachbarschaft in der Zimmerstraße ist Volker Diehl ins Galerienhaus gezogen. „Die Galerie ist stetig gewachsen“, sagt Diehl, der jetzt auf 400 Quadratmetern residiert. Er hat sich seine Räume vom Berliner Architekten Thomas Kröger einrichten lassen mit einem großzügigen Besprechungsraum, einer ansehnlichen Bibliothek und einer drehbaren Wand zum Büro. Entstanden ist eine ungewöhnliche Mischung aus coolem White Cube und behaglicher Naturholzgemütlichkeit. „Ich freue mich, weil ich ein bisschen was Besonderes gebaut habe“, sagt Diehl.

Die alten Räume in der Zimmerstraße behält er zusätzlich als „Volker Diehl Projects“. „Es gab eine gigantische Entwicklung hier in der Gegend“, erzählt Diehl. Noch vor sieben Jahren hätte es viel Leerstand, kaum Durchgangsverkehr und wenig Gastronomie gegeben. „Nur Max Hetzler war hier.“ Das hat sich gründlich geändert. Die Nähe zu den Kollegen sieht er entspannt: „Wir haben keine Probleme mit Konkurrenz“, sagt er. „Wir suchen die Nähe, aber es ist nicht so, dass wir verheiratet sind.“ Bis Ende November stellte er den chinesischen Maler Ling Jian vor, seit Dezember sind die großformatigen „Palastbilder“ des Fotokünstlers Thomas Florschuetz, Jahrgang 1957, zu sehen – eine künstlerische Annäherung an den sogenannten Rückbau des einstigen DDR-Vorzeigegebäudes (bis 12. Januar 2008).

Außerdem eingezogen ist die bisher als Kritikerin tätige Polin Monika Branicka. In ihrer „Galerie Magazin“ wird sie junge polnische Kunst zeigen. Anfang November eröffnete sie mit einer Ausstellung von Robert Kusmirowski, Jahrgang 1974, der ein täuschend echtes Computerlaboratorium im Stil der 1960er Jahre in die Galerieräume eingebaut hat (bis 31. Dezember 2007). Mit von der Partie ist auch der Editeur Niels Borch Jensen, der seine Räume in der Naunynstraße aufgibt. Seit dem 16. November zeigt Jensen sechs Künstler der Galerie, darunter Tacita Dean und Carsten Höller.

Neu in Berlin sind auch die Dresdner Gebrüder Lehmann, die auf eingeführte Namen wie Eberhard Havekost oder Slawomir Elsner setzen. Am 30. November startete der Galeriebetrieb in Berlin mit der Vernissage der Gruppenausstellung „Wild West“. Unter anderen beteiligt sind Jim Lambie, Mary Redmond, Jack Pierson, Joep van Liefland und Olaf Holzapfel, die sich Begriff und den vielfältigen Vorstellungen vom Wilden Westen nähern. Eine Berliner Dependance wagt auch der Norweger Arve Opdahl aus Stavanger. Er bringt junge Landsleute mit nach Berlin – zur Zeit zeigt er monochrome Malerei von Dag Erik Elgin (bis 8. Dezember 2007). Erwähnt sei schließlich noch der Hausherr Claes Nordenhake selbst, der bis Ende November Fotografien des Südtirolers Walter Niedermayr in einer Soloschau präsentierte. Nun sind bis Ende Januar 2008 Arbeiten des konzeptuell arbeitenden New Yorker Installationskünstlers Spencer Finch, Jahrgang 1960, zu sehen.

Galerie Volker Diehl
Lindenstraße 35
D-10969 Berlin
Telefon: +49 (0)30 – 2248 7922

Konrad Fischer Galerie Berlin
Lindenstraße 34-35
D-10969 Berlin
Telefon: +49 (0)30 – 5059 6820

Niels Borch Jensen
Lindenstraße 34
D-10969 Berlin
Telefon: +49 (0)30 – 6150 7448

Galerie Magazin
Lindenstraße 35
D-10969 Berlin
Telefon: +49 (0)30 – 6110 7375

Galerie Gebr. Lehmann
Lindenstraße 35
D-10969 Berlin

Galerie Nordenhake
Lindenstraße 34
D-10969 Berlin
Telefon: +49 (0)30 – 206 14 83

Galerie Opdahl
Lindenstraße 35
D-10969 Berlin
Telefon: +49 (0)30 – 259 389 31

Galerie Gregor Podnar
Lindenstraße 34
D-10969 Berlin

Kontakt:

Zak Branicka

Lindenstraße 35

DE-10969 Berlin

Telefon:+49 (030) 611 073 75



04.12.2007

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Nicole Büsing & Heiko Klaas

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