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Max Ernsts Collageroman „Die weiße Woche“ seit langem wieder zu sehen

1936 waren sie in Madrid vollständig zum letzen Mal zu bewundern – die Originale für den Collageroman „Une semaine de bonté“ von Max Ernst. Seitdem hielt sie die Isidore Ducasse Foundation in New York unter Verschluss. Die Albertina in Wien stellt ab heute nun die 182 Originalcollagen dieser absurd-fantasievollen Bildgeschichte, ergänzt um zwei unveröffentlichte Collagen und Dokumentationsmaterial zur Entstehung der Blätter vor. Max Ernst fertigte sie 1933 in einem dreiwöchigen Urlaub in Italien an. Sie dienten als Druckvorlage für den surrealistischen Bilderroman, der in fünf Büchern im Lauf des Jahres 1934 in Paris erschien. Ernst griff dabei auf Bildmaterial französischer Trivialliteratur vom Ende des 19ten Jahrhunderts zurück, deren Inhalt vielfach Eifersucht, Mord und Totschlag war. Diese „Groschenromane“ waren häufig mit banalen Holzstichen illustriert. Daraus schuf Max Ernst ein Panoptikum menschlicher Wahnvorstellungen und Triebstrukturen, das sich an die Radierfolgen „Los Caprichos“ von Francisco de Goya oder „Ein Handschuh“ von Max Klinger anschloss, und vertraute ganz auf die Kraft der Bilder. Denn auf einen erläuternden Text oder Titel verzichtete er.

Der Titel des Collageromans „Une semaine de bonté ou les sept éléments capitaux“ spielt auf eine Institution der Dritten Republik in Frankreich an: Die Bevölkerung sollte durch die „Woche der Güte“ zur moralischen Besserung angehalten werden. Gesellschaftliche Wunschvorstellung und Realität klaffen hier wie dort jedoch auseinander. Macht, Gewalt und Katastrophen beherrschen das Geschehen in den Collagen. In den Strudel der künstlerischen Visionen mischen sich auch mythologische Anspielungen, Traumsequenzen und poetische Möglichkeitswelten. Im modifizierten deutschen Titel des Romans „Die weiße Woche. Ein Bilderbuch von Güte, Liebe und Menschlichkeit“, den Max Ernst der gedruckten deutschen Erstausgabe von 1963 gab, kommt der religiöse Bezug deutlicher zum Vorschein. Bezeichnet er doch die Woche nach Ostern. Als Gliederungssystem der Roman-Woche dienen die sieben Elemente Schlamm, Wasser, Feuer, Blut, das Schwarze, die Sicht und das Unbekannte, die auf eine pervertierte Schöpfungswoche anspielen.

Die Ausstellung „Max Ernst – Une semaine de bonté. Die weiße Woche. Ein Bilderbuch von Güte, Liebe und Menschlichkeit“ läuft vom 20. Februar bis zum 27. April. Die Albertina hat täglich von 10 bis 18 Uhr, mittwochs zusätzlich bis 21 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 9,50 Euro, reduziert 8 bzw. 7 Euro. Der Katalog kostet 22 Euro.

Albertina
Albertinaplatz 1
A-1010 Wien

Telefon: +43 (0)1 – 534 830
Telefax: +43 (0)1 – 534 834 30

Quelle: Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching

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Veranstaltung vom:


20.02.2008, Max Ernst: Une semaine de bonté - Ein surrealistischer Roman

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Albertina

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Labyrinth und Irritation

Künstler:


Max Ernst








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