Meuser in der Kunsthalle Düsseldorf  |  | Meuser, Deutsche Bundesbahn, 1996 | |
Die Kunsthalle Düsseldorf eröffnet heute Abend eine erste Einzelausstellung über den 1947 in Essen geborenen Künstler Meuser. Hinter diesem Namen verbirgt sich nicht nur eine Firma, die mit Stahl und Eisen arbeitet, sondern auch das Pseudonym eines Mannes, der ebenfalls vornehmlich mit diesen Materialien schöpferisch tätig ist. Seine mitunter tonnenschweren Skulpturen zeichnen sich dennoch durch eine spielerische Leichtigkeit, ja mitunter eine augenzwinkernde Funktionalität aus, wenn sie regalbrettartig an der Wand hängen oder sich gut auch als Stele für Visitenkarten eignen. Schrottplätze dienen ihm als Inspirationsquelle, Fundstücke werden verarbeitet zu Materialassemblagen, die irgendwo zwischen Konstruktivismus, Konkreter Kunst, Abstrakter Malerei und Minimal Art ondulieren und sich auf diese Weise sogar leicht ironisch den hehren Kunstbegriffen nähern.
Die Ausstellung in der Kunsthalle Düsseldorf versammelt erstmalig in diesem Umfang Werke von den 1970er Jahren bis heute und zeigt neben der Kontinuität in Meusers Arbeiten auch die facettenreichen Variationen der Formen auf. In enger Zusammenarbeit mit dem Künstler werden die mehr als 60 großformatigen Skulpturen, Wandobjekte und Zeichnungen von den späten 1970er Jahren bis heute in Bezug auf die architektonischen Gegebenheiten der Ausstellungsräume präsentiert. Meuser studierte von 1968 bis 1975 an der Kunstakademie Düsseldorf bei Joseph Beuys und Erwin Heerich. Rainer Giese, Imi Knoebel, Martin Kippenberger und Blinky Palermo gehörten hier zu seinen Kommilitonen. 1992 nahm er an der Documenta IX teil, seit demselben Jahr lehrt er als Professor an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe.
Die Ausstellung „Meuser. Die Frau reitet und das Pferd geht zu Fuß“ läuft vom 10. Mai bis zum 20. Juli. Geöffnet hat die Kunsthalle Düsseldorf täglich außer montags von 12 bis 19 Uhr, sonn- und feiertags von 11 bis 18 Uhr. Der Eintritt beträgt 5,50 Euro, ermäßigt 3,50 Euro. Der deutsch-englische Katalog kostet 29,80 Euro.
Kunsthalle Düsseldorf
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