Carl Malchin auf Schloss Ludwigslust  |  | Carl Malchin, Wassermühle und Kirche zu Mühlen-Eichsen, 1872 | |
Er gehört zu den bekanntesten Künstlern des alten Mecklenburg, Carl Malchin, der 1838 in Kröpelin bei Bad Doberan an der Ostsee zur Welt kam. Da der ausgebildete Landvermesser 1879 einen Vertrag als Restaurator an den Großherzoglichen Kunstsammlungen und 1882 eine Festanstellung als Galeriekonservator des neuen Großherzoglichen Museums erhielt, besitzt dessen Nachfolgeinstitut, das heutige Staatliche Museum Schwerin, einen umfangreichen Bestand an Gemälden und Zeichnungen Malchins. Daraus speist sich nun eine Ausstellung in Schloss Ludwigslust, die Carl Malchin mit rund 40 Gemälden und Naturstudien als Landschaftsmaler in Erinnerung ruft. Geografischer Schwerpunkt sind dabei Motive von der mecklenburgischen Ostseeküste sowie von Schwerin und Umgebung.
Dem Besucher begegnet Malchin hier als Wegbereiter der Freilichtmalerei in Mecklenburg. Bereits um 1870 schuf er Landschaftsstudien – ein Novum in der damaligen regionalen Kunst. Auf seinen ausgedehnten Streifzügen durch Mecklenburg skizzierte er seine Eindrücke in Ölfarbe auf Deckeln von Zigarrenkisten, die er dann im Atelier zu Gemälden ausformulierte. In seinen oft unspektakulären Naturausschnitten kristallisierte er Merkmale der Landschaft heraus und widmete sich den Stimmungen der Natur. Malchins Werke zeigen die mecklenburgische Landschaft, Städte, Dörfer, Bauwerke und den Wandel der Jahreszeiten in der Natur mit ihren monatstypischen Tätigkeiten. Als einer der ersten Maler entdeckte er die Landschaft um Ahrenshoop, rund zehn Jahre bevor sich in dem Ort auf dem Darß 1892 eine Künstlerkolonie gründete.
Die Ausstellung „Carl Malchin. Ein Maler aus Mecklenburg“ ist bis zum 28. September zu sehen. Geöffnet ist Täglich von 10 bis 18 Uhr. Der Eintritt beträgt 5 Euro, ermäßigt 3 Euro.
Schloss Ludwigslust
Schlossfreiheit 1
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