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„junger westen“ feiert 60sten Geburtstag

Die Künstlergruppe „junger westen“

Recklinghausen ist heute nicht gerade ein Zentrum der zeitgenössischen Kunst. Das war vor 60 Jahren anders. Hier gründeten Gustav Deppe, Ernst Hermanns, Emil Schumacher, Heinrich Siepmann, Hans Werdehausen und Thomas Grochowiak 1948 die Gruppe „junger westen“, eine der ersten bedeutenden Künstlerzusammenschlusse nach dem Zweiten Weltkrieg. Die betonte Auseinandersetzung mit seinen regionalen Wurzeln unterschied den „jungen westen“ von anderen Vereinigungen. „Diese Künstler“, schrieb Museumsdirektor Franz Große-Perdekamp, der durch seine Ausstellungstätigkeit die Gründung der Gruppe erst ermöglicht hatte, „nehmen das Lebensgefühl des Industrieraums in ihr schöpferisches Tun herein, um in Gestaltungen, die nicht anschaulich begriffen werden können, dieses moderne Lebensgefühl künstlerisch zum Ausdruck zu bringen. Die Abstraktion wird dabei ein unumgängliches Mittel.“ Das Spektrum des bildnerischen Ausdrucks in der Künstlergruppe reichte von den Industrielandschaften Gustav Deppes, dem lyrischen Konstruktivismus von Heinrich Siepmann bis zu den informellen Malereien von Thomas Grochowiak, Hans Werdehausen und Emil Schumacher.

Den 60sten Jahrestag der Gründung nimmt nun die Kunsthalle Recklinghausen zum Anlass für eine Ausstellung. In rund 80 Werken dokumentiert sie die wichtige Stellung des „jungen westens“ in der deutschen Kunst nach 1945. Denn trotz der regionalen Ausrichtung blickten die Künstler von Anfang an über das Revier an Rhein und Ruhr hinaus. So stellte etwa auch der von der Stadt Recklinghausen im Gründungsjahr 1948 gestiftete Kunstpreis „junger westen“ den künstlerischen Austausch in den Mittelpunkt und ließ die Kunsthalle Recklinghausen zu einem Fokus der zeitgenössischen Kunst in Deutschland werden. Die Kunsthalle präsentiert die Mitglieder der Gruppe mit größeren Werkzyklen, erweitert um jene Künstlerfreunde, die man immer wieder zu den Gruppenausstellungen einlud: Hubert Berke, Willi Deutzmann, HAP Grieshaber, Hans Kaiser, Emil Kiess, Georg Meistermann, Marie-Louise von Rogister, Hann Trier und Fritz Winter.

Die Ausstellung „Im Zeichen der Abstraktion – Die Künstlergruppe ‚junger westen’ 1948-1962“ ist bis zum 28. September zu sehen. Geöffnet ist täglich außer montags zwischen 11 und 18 Uhr. Der Eintritt beträgt 1,50 Euro, ermäßigt 0,75 Euro.

Kunsthalle Recklinghausen
Große-Perdekamp-Straße 25-27
D-45657 Recklinghausen

Telefon: +49 (0)2361 – 50 19 35
Telefax: +49 (0)2361 – 50 19 32

Quelle: Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching

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Veranstaltung vom:


03.08.2008, Im Zeichen der Abstraktion – Die Künstlergruppe ‚junger westen’ 1948-1962

Bei:


Kunsthalle Recklinghausen

Bericht:


Aufbruch auf regionalem Fundament

Variabilder:

Die Künstlergruppe „junger westen“
Die Künstlergruppe „junger westen“

Künstler:

Gustav Deppe

Künstler:


Ernst Hermanns

Künstler:

Heinrich Siepmann

Künstler:

Hans Werdehausen

Künstler:

Thomas Grochowiak








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