Museum Goch zeigt den Südafrikaner David Koloane Der 70. Geburtstag David Koloanes ist für das Museum Goch am Niederrhein Anlass zu einer Ausstellung mit bisher meist unveröffentlichten Werken des südafrikanischen Künstlers. Sie umfasst rund fünfzig Arbeiten auf Papier aus den Jahren 1999 bis 2006. Die großformatigen Blätter setzen sich vor allem mit dem Leben in der Großstadt und mit dem gesellschaftlichen Wandel in Südafrika auseinander. Das Museum Goch zeigt Stadtansichten von Johannesburg, Blicke in Straßenfluchten oder einige der berühmten Bilder der streunenden Hunde.
David Koloane, 1938 geboren, verbrachte Kindheit und Jugend im Township. Als Kind der Apartheid wurde er von Albert Luthuli, dem Präsident des ANC und Friedensnobelpreisträger geprägt. So erkannte Koloane bereits in den fünfziger Jahren die Bedeutung des gemeinsamen Kampfes der schwarzen Bevölkerung gegen das Apartheidregime. Der Künstler studierte von 1974 bis 1977 bei Bill Ainslie an der Johannesburg Art Foundation. In London betrieb er kunsthistorische und museologische Studien. 1977 gründete er die erste Galerie für schwarze Künstler im Land und 1991 mit Freunden die Bag Factory, ein Atelierhaus in Johannesburg, das bis heute eines der wichtigsten Zentren der jungen Kunstszene ist. Heute ist Koloane nicht nur als Künstler sondern auch als Kurator und Mentor für die junge Kunstszene seines Landes engagiert. 1998 erhielt er den höchsten niederländischen Orden, den Prince Klauss Fund Award. 2006 stellte ihn die ABA Gallery New York aus.
Die Ausstellung „David Koloane. Arbeiten auf Papier“ ist bis 26. Oktober zu sehen. Geöffnet ist das Museum Goch dienstags bis freitags von 10 bis 17 Uhr, samstags und sonntags von 11 bis 17 Uhr. Der Katalog mit 64 Seiten erscheint im Kerber Verlag Bielefeld und kostet voraussichtlich 18 Euro.
Museum Goch
Kastellstraße 9
D-47574 Goch
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