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Kym IV, 1999 / K. O. (Karl Otto) Götz

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Im Park von Schloss Mainberg bei Schweinfurt, 1874  / Hans Thoma

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Aktuellzum Archiv:Auktions-Vorbericht

Bei Zezschwitz leuchtet’s

Münchens Lampenladen



Gio Ponti, Deckenlampe, 1950

Gio Ponti, Deckenlampe, 1950

Lampen – was andere Häuser in ihren Design- oder Variaauktionen so mitführen, stellt der Münchner Spezialist von Zezschwitz zu einer eigenen Sonderveranstaltung mit fast 300 Losnummern zusammen, die am 19. September auf interessierte Käufer warten. Das Angebot aus den letzten 200 Jahren reicht von einem Krokodil, das einen Reisenden mit Bädeker verschlingt – in Wahrheit ein echt wienerisch-humoristischer Kerzenleuchter um 1900 für 450 Euro –, bis hin zum Abguss eines Tierschädels. Auch hier trügt der Schein, Bernhard Lehner hat vor einem Jahr dieses ästhetische Kleinod aus einer Bogensäge, einem alten, handgeschmiedeten Lampenständer und anderen Fundstücken zu einer etwas okkultistischen Designerlampe zusammengeschmiedet, als wäre er Jean Tinguely (Taxe 3.900 EUR). Dazwischen liegen echte Knüller mit preislich zum Teil hohen Ansprüchen im gehobenen fünfstelligen Bereich. Eine mit stilisierten Libellen geschmückte Deckenlampe der Kunstgewerbeschule Wien, entworfen in der Klasse Koloman Mosers und produziert bei Lötz Witwe in Klostermühle, verlangt zum Beispiel 25.000 Euro, zwei ebenfalls um 1901 von Eduard Hueck in Lüdenscheid hergestellte Kerzenleuchter Joseph Maria Olbrichs mit Volutendekor sind mit 10.000 Euro bewertet.


Hohe Erwartungen knüpfen sich ferner an Henry van de Veldes elegante Petroleumwandlampe, die 1899 bereits auf der Münchner Secessions-Ausstellung zu sehen war. 48.000 Euro wollen gezahlt sein. Auf französischer Seite beeindrucken Louis Majorelle mit einer Tischlampe auf verschlungenem und gedrehtem Pflanzenstängel (Taxe 25.000 EUR) und eine schwungvolle sowie wegen ihrer Ganzvergoldung effektvollen Tischlampe mit einer Darstellung der berühmten Schleiertänzerin Loïe Fuller um 1900 aus der Werkstatt des François-Raoul Larche (Taxe 15.000 EUR). Majorelle arbeitete auch mit der Glasfabrik Daum Frères zusammen, herausgekommen sind Tischlampen in strenger Ebenmäßigkeit mit drei Pralinenleuchten von 1904 (Taxe 19.000 EUR) oder heiterer Unsymmetrie wie bei „Monnaie-du-pape“ von etwa 1903 (Taxe 25.000 EUR). Britisches Arts & Crafts ist etwa durch Archibald Knox und seinen zweiarmigen Kerzenleuchter mit pfanzlich stiliseirtem und durchbrochen gearbeitetem Schaft um 1904 vertreten (Taxe 2.800 EUR).

Es folgen rund achtzig Art Déco-Lampen, darunter Hugo Beckers bronzenes Wandleuchtenpaar „Adam und Eva“ von 1922 (Taxe 6.800 EUR) oder sieben von stilisierten Antilopen getragene Leuchten an einer Deckenkrone Artur Helbigs aus dem Jahr 1923 (Taxe 3.600 EUR). Ludwig Vierthaler stellt eine Tischlampe für 2.800 Euro zur Verfügung, deren große runde Kungelleuchte von einem jungen knienden Renaissancemann auf der Schulter getragen wird. Die preislichen Höhepunkte bilden hier wiederum zwei Tischlampen von Daum Frères in Nancy, jetzt in eher schlichten Pilzformen mit farblosen Gläsern, auf die stilisierte florale Dekore gepresst sind (Taxen 14.500 und 17.000 EUR). Noch von den üppigen Formen des Jugendstil beeinflusst erscheint dagegen der Kronleuchter von Georges Dunaime und Verreries Schneider aus der Mitte der 1920er Jahre (Taxe 12.500 EUR). Josef Zottis schlichte Kugelleuchte, geschaffen um 1930 für die Neugestaltung des Wiener Kaffeehauses von Adolf Loos, weist in ihrer Funktionalität vielleicht am weitesten in die Zukunft (Taxe 6.500 EUR).

„Frühes Design“ sind die Arbeiten von Poul Henningsen, Christian Dell sowie Hin Bredendieck und Sigfried Giedion aus den 1920ern und frühen 1930ern überschrieben. Bis zu 9.000 Euro sollen die mit modernen Materialien wie Aluminium arbeitenden und betont sachlichen Stücke kosten. Dagegen brach sich in den 1950er Jahren bald ein „New Look“ Bahn, angeführt vor allem von Italien. Alleskönner Gio Ponti zeugt mit einer achtarmigen Deckenlampe in quietschebunten Farben für die neue Bewegung (Taxe 9.000 EUR), Gino Sarfatti tut es mit dem ungewöhnlichen Standmotiv seiner Stehlampe um 1952 (Taxe 4.800 EUR). Die reiche Murano-Produktion repräsentiert Ludovico Diaz de Santillana mit einem Paar strenger, fast liturgischer Stehlampen „Grata“ von 1970 (Taxe 5.500 EUR). Die letzten Jahrzehnte vertreten Ettore Sottsass’ vergnügte Tischlampe „Ashoka“ um 1981 (Taxe 5.800 EUR), Borek Sipeks „Luigi I“ von circa 1989 in Form verschlungener, bunter Blütenstängel (Taxe 3.000 EUR) und Franz Wests die Schwerkraft überwindende Eisengliederkette mit Glühbirne oben auf für 4.800 Euro.

Die Auktion beginnt am 19. September um 18 Uhr. Die Vorbesichtigung findet vom 13. bis zum 18. September regulär von 11 bis 19 Uhr, samstags und sonntags von 11 bis 16 Uhr, und dienstags von 11 bis 22 Uhr statt. Der Katalog ist im Internet unter www.von-zezschwitz.de abrufbar.

Kontakt:

Von Zezschwitz - Kunst und Design

Friedrichstraße 1a

DE-80801 München

Telefon:+49 (089) 330 366 46

Telefax:+49 (089) 330 366 47

E-Mail: info@von-zezschwitz.de



11.09.2008

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Johannes Sander

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Loïe Fuller tanzt wieder

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Borek Sipek, Deckenlampe „Luigi I“, um 1989
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Franz West,
 Stehlampe, 1989
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Bernhard
 Lehner, Stehlampe, 2007
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Archibald Knox, Kerzenleuchter, um 1904
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Henry van de Velde, Wandlampe für Petroleum, 1899
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Ettore Sottsass, Tischlampe „Ashoka“, um 1981

Ettore Sottsass, Tischlampe „Ashoka“, um 1981

Taxe: 3.500,- EURO

Zuschlag: 2.500,- EURO

Losnummer: 249

Georges Dunaime und Verreries Schneider, Kronleuchter, um 1925

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Taxe: 12.500,- EURO

Zuschlag: 7.500,- EURO

Losnummer: 138

Deckenlampe, Kunstgewerbeschule Wien, Klasse Koloman Moser, um 1901

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Taxe: 25.000,- EURO

Losnummer: 21

Hugo Becker, Paar Wandleuchter „Adam“ und „Eva“, 1922

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Taxe: 6.800,- EURO

Losnummer: 82

Artur Helbig, Leuchterkrone, 1923

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Taxe: 3.600,- EURO

Zuschlag: 3.000,- EURO

Losnummer: 88

Kerzenleuchter, Wien, um 1900

Kerzenleuchter, Wien, um 1900

Taxe: 450,- EURO

Zuschlag: 1.100,- EURO

Losnummer: 5

Otto Jarl, Tischlampe, um 1925

Otto Jarl, Tischlampe, um 1925

Taxe: 1.400,- EURO

Zuschlag: 1.200,- EURO

Losnummer: 112

Louis Majorelle, Tischlampe, um 1900

Louis Majorelle, Tischlampe, um 1900

Taxe: 25.000,- EURO

Losnummer: 72

Franz West, Stehlampe, 1989

Franz West, Stehlampe, 1989

Taxe: 3.500,- EURO

Zuschlag: 2.700,- EURO

Losnummer: 283

Ludwig Vierthaler, Tischlampe, um 1922

Ludwig Vierthaler, Tischlampe, um 1922

Taxe: 2.800,- EURO

Losnummer: 91

Borek Sipek, Deckenlampe „Luigi I“, um 1989

Borek Sipek, Deckenlampe „Luigi I“, um 1989

Taxe: 3.000,- EURO

Losnummer: 273

François-Raoul Larche, Tischlampe „Loïe Fuller“, um 1900

François-Raoul Larche, Tischlampe „Loïe Fuller“, um 1900

Taxe: 15.000,- EURO

Zuschlag: 30.000,- EURO

Losnummer: 73

Archibald Knox, Kerzenleuchter, um 1904

Archibald Knox, Kerzenleuchter, um 1904

Taxe: 2.800,- EURO

Losnummer: 58




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