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Otten Kunstraum in Hohenems eröffnet

Ilja Tschaschnik, Suprematistische Komposition, 1921/22

Der Textilunternehmer und Kunstsammler Wilhelm Otten hat am vergangenen Samstag sein eigenes Museum eröffnet. Mit der Ausstellung „Russische Avantgarde. Wurzeln der Sammlung Otten“ ging der „Otten Kunstraum“ in Hohenems in Vorarlberg an den Start. Seine Sammlung gegenstandsloser Kunst wurzelt in der Russischen Avantgarde und umfasst bislang 300 Werke der Konstruktiven und Konkreten Kunst sowie des Minimalismus. Ausgehend von der Auseinandersetzung mit Textilien, beruflichen Reisen nach Moskau und dem persönlichen Kontakt zu Alexander Konstantinow und Gottfried Honegger begann Wilhelm Otten in den 1990er Jahren mit dem Aufbau einer Sammlung gegenstandsfreier Kunst. Sie soll nun in wechselnden Präsentationen der Öffentlichkeit in der vom Vorarlberger Architekten Arno Bereiter umgebauten Ausstellungshalle zugänglich gemacht werden.

Den Anfang machen nun 40 Werke und Werkgruppen von 26 Kunstschaffenden, die das Fundament der Sammlung Otten bilden. Von den russischen Pionieren wie Kasimir Malewitsch, Ljubow Popowa, Nicolaij Suetin, Ilja Tschaschnik, Ivan Alekseevich Kudryashev, Lasar Chidekel und Alexander Rodtschenko spannt sich der Bogen hin zu aktuellen Positionen von Walery Orlow, Wladimir Nikolajewitsch Nemuchin oder Eduard Steinberg. Russischer Suprematismus und Konstruktivismus wurzeln in dem Bestreben, die Welt zu verändern und eine universelle Kunst für alle, fern von Individualismus und Subjektivität, zu schaffen. Dafür wählten die Avantgardekünstler oft die Gegenstandslosigkeit als allgemein verständliche Bildsprache. Mit ihrer Kunst untersuchten sie die ihr innewohnenden Fragen nach Farbe und Material sowie ihren Anteil am Leben der Menschen. Die Aktualität der gegenstandslosen Malerei in Russland nehmen zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler wieder auf. Ein Hauptvertreter ist der 1953 in Moskau geborene Alexander Konstantinow, der seine Arbeiten in langwierigen handschriftlichen Prozessen auf Papier entstehen lässt. Akribisch setzt er Linien nebeneinander und erzeugt Rhythmen durch minimale Verschiebungen.

Die Ausstellung „Russische Avantgarde. Wurzeln der Sammlung Otten“ ist bis zum 5. Februar 2009 zu sehen. Der Otten Kunstraum hat donnerstags von 16 bis 20 Uhr sowie nach Vereinbarung geöffnet. Der Eintritt beträgt 7 Euro.

Otten Kunstraum
Schwefelbadstraße 2
A-6845 Hohenems

Telefon: +43 (0)5576 – 90 400
Telefax: +43 (0)5576 – 70 42 00

Quelle: Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching

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Veranstaltung vom:


04.10.2008, Russische Avantgarde. Wurzeln der Sammlung Otten

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Otten Kunstraum

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Ilja Tschaschnik, Suprematistische Komposition, 1921/22
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