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Stilleben mit Äpfeln in weißer Schale mit blauem Glas, 1925 / Otto  Modersohn

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Ohne Titel, 2012 / Heinz Mack

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Aktuellzum Archiv:Auktions-Vorbericht

Alte und Neuere Meister bei Ketterer in Hamburg

Wieder ein Adriaen van Utrecht mit dabei



Adriaen van Utrecht, Stillleben mit Hasen und Vögeln, 1649

Adriaen van Utrecht, Stillleben mit Hasen und Vögeln, 1649

Traditionell in der norddeutschen Metropole Hamburg lässt die Ketterer seine Auktionen mit Alten und Neueren Meistern stattfinden, die vor allem breitere Käuferschichten anspricht und dementsprechend mit preisgünstigerer Ware auftritt: Fast 400 Werke listet der Katalog dazu die Sondersparten „Norddeutsche Meister“ und „Maritime Kunst“. Letztere wartet wieder mit einer Handvoll zwar schöner, aber meist aus wenig prominenter Hand entsprungener Seebilder auf, so mit Abraham Hulks Segler auf stürmischer See (Taxe 10.000 bis 12.000 EUR) und einem romantisch vom Abendlicht umspielten Fischkutter auf der Elbe von Friedrich Kallmorgen um 1912 (Taxe 4.000 bis 5.000 EUR). Schon einmal angetreten war Theodor Wilhelm Schäkels Stillleben mit Fischen im Hamburger Hafen, das jetzt für 3.500 bis 4.000 Euro einen Abnehmer sucht. Es sollte allmählich einen finden, denn als qualitätvolles Werk der Neuen Sachlichkeit hat das Gemälde durchaus seinen Wert.


Alte Meister

Nachdem es schon zweimal geklappt hat, versucht man es noch ein weiteres Mal: Adriaen van Utrecht bescherte dem Auktionshaus in der jüngsten Vergangenheit einige der höchsten Altmeisterzuschläge. So ist auch das Stillleben mit Hasen und Vögeln aus dem Jahr 1649, das Schleswig-Holsteinscher Adelsbesitz jetzt nach rund 150 Jahren auf den Markt wirft, ein typisches Werk des Antwerpener Meisters, besitzt aber nicht ganz die malerische Verve der anderen Gemälde und auch nicht deren perfekten Erhaltungszustand. Drum ist der Preis mit 50.000 bis 60.000 Euro ein wenig niedriger angesetzt. Eine Landschaft Claes Molenaers aus der Zeit um 1650/55 kommt dem Betrachter auch recht bekannt vor. In der Tat hat der Haarlemer dieses Motiv mehrmals ausgeschlachtet (Taxe 10.000 bis 15.000 EUR). 1690 während eines Seesturms ertrunken ist Hendrick Verschuring. Das wäre seiner Gesellschaft nach der Hasenjagd in den Bergen Italiens, wie er sie um 1670 gemalt hat, nicht passiert (Taxe 15.000 bis 18.000 EUR). Gut bezahlt sind immer die Arbeiten Claude Joseph Vernets. Die südliche Ideallandschaft, die Ketterer um 1753 datiert und für 28.000 bis 35.000 Euro anbietet, kann dem Franzosen allerdings lediglich zugeschrieben werden. Sie war früher Teil der Sammlung Borghese in Rom.

Dem Florentiner Spätrenaissancemaler Cristofano Allori wird eine Darstellung des jugendlichen Johannes mit den Attributen von Lamm und Wasserschale ebenfalls nur zugewiesen (Taxe 10.000 bis 15.000 EUR). In Diensten des Augsburger Fürstbischofs Sigismund von Pfalz-Neuburg stand der 1668 in Brüssel geborene Carl Wilhelm de Hamilton. Auch an seinem Waldbodenstillleben mit Distel, Schmetterling und Nachtfalter wird der hohe Herr wohl seine Freude gehabt haben, gilt Hamilton doch geradezu als „Waldbodenspezialist“ (Taxe 12.000 bis 15.000 EUR). Während Cornelis de Vos der Susanna Cock in einem Bildnis aus den 1620er Jahren individuelle Züge verleiht (Taxe 8.000 bis 12.000 EUR), stellt Christian Wilhelm Ernst Dietrich eine Dame im Pelzmantel aus den 1740er Jahren als Symbol für das Alter vor (Taxe 6.000 bis 8.000 EUR).

Für die Grafiken zeigt sich in erster Linie Rembrandt zuständig. Seine Kaltnadelradierung „Christus heilt die Kranken“, besser bekannt unter dem Titel „Hundertguldenblatt“, aus der Zeit um 1648, rangiert ob der guten Druckqualität bei 30.000 bis 40.000 Euro, 10.000 Euro mehr sollten es für den Blick auf Amsterdam um 1640 sein. Adriaen van Ostade ergänzt mit der Radierung „Das Frühstück“ in bäuerlicher Stube von 1640 (Taxe 2.500 bis 3.000 EUR), und Esaias van de Velde mit seinem Blatt zweier winziger Mönche auf einem Weg vor einem ruinösen Turm (Taxe 1.200 bis 1.500 EUR). Unter den Zeichnern ist vor allem Johann Leonhard Zentner mit zwei Harzer Naturspektakel in Tuschfeder aus dem Jahr 1786 hervorzuheben (Taxen je 2.000 bis 3.000 EUR). Noch dem Rokoko ist die idyllische spätsommerliche Ernteszene zugehörig, die Jean-Baptiste-Marie Pierre in einer Rötelzeichnung niederlegte (Taxe 2.200 bis 2.800 EUR). Louis Marin Bonnet steuert aus dieser Epoche die malerische Farbradierung in Crayon-Manier „Tête de Flore“ von 1769 nach einem Pastell François Bouchers bei (Taxe 5.000 bis 7.000 EUR).

Neuere Meister

Toplos der Neueren Meister ist ein altmeisterlich perfektes Blumen- und Früchtestillleben des 1764 geborenen Flamen Jan Frans van Dael aus dem Jahr 1814, als er bereits längst in Paris arriviert war. Damals teuer bezahlt, wird für vorliegendes Bild auch jetzt der nicht geringe Preis von 60.000 bis 80.000 Euro erwartet. Ähnlichen Charakter tragen die wässrig hingetupfte Ölskizze „Une tour au loin. Effet du soir“ von Camille Corot und Carl Spitzwegs lagernde Karrner in einer Feldlandschaft: Es sind Spätwerke der beiden Meister aus den frühen 1870er Jahren, in der raschen Malweise eher als Skizzen zu beurteilen und mit 40.000 bis 70.000 Euro auch etwa gleich teuer. Spitzweg versucht es darüber hinaus mit einem Schwabenmädel am Gartenzaun ebenfalls in bozzettoartiger Ausführung (Taxe 35.000 bis 45.000 EUR) sowie mehreren kleinen Zeichnungen für bis zu 4.000 Euro.

Manche Entdeckungen warten auf innovative, mitunter mutige Sammler. Luis Álvarez Catalás kleines Ölbild „El paseo del cardenal“ von 1894 etwa, eine liebenswürdige Genreszene vor römischer Kulisse mit dem Petersdom im Hintergrund (Taxe 24.000 bis 30.000 EUR). Oder Gustave Léonhard de Jonghes Dame am Klavier mit Kakadu um 1870, ebenfalls sehr genrehaft und vielleicht sogar etwas zuviel an Sentiment, aber keineswegs ohne schöpferischen Reiz (Taxe 18.000 bis 24.000 EUR). Auf deutscher Seite beeindruckt der Genremaler Hugo Kauffmann mit einer nicht ganz heiteren Stimmung „In der Stube“ von 1872 (Taxe 18.000 bis 24.000 EUR). Paul Friedrich Meyerheim ließ sich wiederum vom italienischen Flair inspirieren, so in einem italienischen Städtchen von einer Straßenmalerin, die vor den Augen der Neugierigen ein Aquarell zu Papier bringt (Taxe 20.000 bis 25.000 EUR). Auch Carl Timoleon von Neff, geboren 1805 in Estland, absolvierte in seinem Leben mehrere Italienaufenthalte. Die äußerst präzise und kompositorisch sehr überlegte Darstellung einer jungen Mutter mit ihrem keck den Betrachter ins Visier nehmenden Knaben entstand 1843 in Rom. Später brachte es Neff zum Hofmaler der Zaren und Konservator der Eremitage in St. Petersburg (Taxe 50.000 bis 70.000 EUR).

Es stehen reichlich Landschaften bereit, sogar erstaunliche günstige wie ein vollwertiges, impressionistisch angehauchtes Ölgemälde Carl Jutz’ d.J. mit einem Mühlteich um 1900/10 für nur 1.400 bis 1.600 Euro oder eine großformatige, etwa gleichzeitig entstandene Abbildung des Simssees von Richard Kaiser für nur 1.000 bis 1.500 Euro. Mit 10.000 bis 15.000 Euro muss dagegen Friedrich Prellers d.J. Blick auf die Wartburg im Herbstmorgen 1890 bezahlt werden. Heinrich Bürkel war ebenfalls in Italien und hielt in sanftem Licht die Berglandschaft bei Civitella um 1830/32 fest, diesmal ganz ohne Menschen und genrehafte Zutat (Taxe 7.000 bis 8.000 EUR). Carl Dahl verewigte seine rheinische Landschaft 1856 noch in der Distanziertheit der Klassizisten (Taxe 8.000 bis 10.000 EUR).

Manche Arbeit auf Papier überzeugt, etwa Friedrich Salathés Bleistiftzeichnung einer Felslandschaft am Rigi (Taxe 3.000 bis 4.000 EUR), Johann Georg von Dillis’ bewaldete Hügellandschaft mit drei Personen in schwarzer Feder (Taxe 1.500 bis 2.000 EUR), Eduard Agricolas Blick in ein Tal bei Corpo di Cava von 1844 (Taxe 800 EUR) oder Johann Jakob Genslers biedermeierliches Aquarell einer Straßenszene in Klosterneuburg bei Wien von 1837 (Taxe 1.800 bis 2.000 EUR), und vor allem wegen der niedrigen Schätzung von 800 Euro zwölf Bleistiftzeichnungen mit Landschaften und Figuren von Carl Ernst Morgenstern, die er laut Widmungsinschrift zu einem Büchlein zusammenfassen wollte.

Kairo in der Ferne liegend mit Kamelreitern im schattigen Vordergrund von Max Schmidt aus dem Jahr 1849 gibt es für 7.000 bis 8.000 Euro. Eher ein Münchner Original ist Edward Theodore Compton, vielleicht hat sein imposantes Gletscherplateau aus dem Jahr 1906 im kalten Nordeuropa aber tatsächlich mehr Chancen (7.000 bis 9.000 EUR). Weitere Naturwiedergaben hat schließlich das Anhängsel der „Norddeutschen Maler“ zu bieten, darunter Ernst Eitners Blick auf die Elbe von etwa 1910/20 (Taxe 3.000 bis 4.000 EUR), einen Herbst im Feld von Fritz Mackensen (Taxe 5.000 bis 7.000 EUR) sowie die „Mondnacht III (Seehausen)“ seines Worpsweder Kollegen Fritz Overbeck aus dem Jahr 1900 (Taxe 10.000 bis 15.000 EUR). Hugo Vogel feiert schließlich ein freudiges Fest mit seinem fast abstrakten „Feuerwerk am Uhlenhorster Fährhaus“ von 1909 (Taxe 4.000 bis 4.500 EUR).

Die Auktion beginnt am 25. Oktober um 11 Uhr. Die Besichtung der Arbeiten findet noch bis zum 22. Oktober täglich von 11 bis 17 Uhr statt. Der Katalog ist im Internet unter www.ketterkunst.de einsehbar.

Kontakt:

Ketterer Kunst

Holstenwall 5

DE-20355 Hamburg

Telefon:+49 (040) 374 96 10

Telefax:+49 (040) 374 96 166

E-Mail: infohamburg@kettererkunst.de



22.10.2008

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Johannes Sander

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25.10.2008, Alte und Neuere Meister - Maritime Kunst - Norddeutsche Maler

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Max Schmidt, Kairo in der Ferne liegend, im Vordergrund Kamelreiter, 1849
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Carl Spitzweg, Lagernde Karrner (Rast der Streuner), um 1870-75
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Johann Georg von Dillis, Bewaldete Hügellandschaft mit drei Personen, um 1800

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Heinrich Bürkel, Italienische Berglandschaft bei Civitella, wohl um 1831

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Johann Leonhard Zentner, Wasserfall der Bode im Harz, 1786

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Paul Friedrich Meyerheim, Aquarellistin in italienischem Städtchen, 1883

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Rembrandt, Ansicht von Amsterdam, um 1640

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Gustave Léonhard de Jonghe, Dame am Klavier mit Kakadu, um 1870

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Jean-Baptiste Camille Corot, Une tour au loin. Effet du soir, 1870-74

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Carl Wilhelm de Hamilton, Waldbodenstillleben mit Distel, Schmetterling und Nachtfalter, wohl 1. Hälfte 18. Jahrhundert

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