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Friedrich Wilhelm Kraemer im Düsseldorfer Haus der Architekten

Bauten der 1960er und 1970er Jahre sind heute akut bedroht, vermitteln die brutal anmutende Kühle ausstrahlenden Schachteln doch einen überwiegend negativen Impetus. Modelle hoher baulicher Verdichtungen in komplexen Großstrukturen wie Verwaltungs-, Universitäts- oder Klinikkomplexen sowie Großsiedlungen an Ortsrändern werden heute mit Argwohn betrachtet. Doch die als Symbole der Macht und Wissenskraft, des geistig-merkantilen Potentials verstandenen und an amerikanischen Metropolen orientierten Hochhausscheiben mit Curtain-Wall-Fassaden spiegeln das Bild einer Epoche, das zumindest dokumentiert werden sollte. Prägend dafür erweisen sich die Vertreter der Braunschweiger Schule, neben Dieter Oesterlen vor allem der Architekt Friedrich Wilhelm Kraemer. Geboren am 10. Mai 1907 in Halberstadt, studierte er in Braunschweig und Wien Architektur. In die selbständige Tätigkeit als freier Architekt startete er 1935 mit dem Projekt von vornehmlich am Traditionellen orientierten Einfamilienhäusern. Zwischen 1946 und 1973 lehrte Kraemer Gebäudelehre und Entwerfen an der Technischen Universität Braunschweig. Nebenbei betrieb er nach amerikanischem Standard ab 1960 zusammen mit Ernst Sievers und Günther Pfennig das bis zu 170 Mitarbeiter starke Architekturbüro KPS, ab 1975 KSP. Am 18. April 1990 verstarb der hochgebildete, kunstbeflissene Architekt in Köln, wo er nach seiner Emeritierung lebte.

Zu den bekanntesten Projekten Kraemers zählt der 1960 bis 1964 realisierte Komplex der Düsseldorfer Stadtsparkasse. Mit der Kombination aus einem vorgegebene historische Fluchtlinien markierenden Flachbau und einer kompakten Hochhausscheibe samt Streifenoptik aus Glas- und Leichtmetallglasfronten spiegelt die funktionale Ästhetik geradezu idealtypisch Zeitgeist und Werkschaffen Kraemers wider. Zu seinen zahlreichen Werken im Bereich des Verwaltungsbaus, darunter allein fünf Banken in Düsseldorf, gehören ferner die BP-Verwaltung in Hamburg 1968 bis 1971, Verwaltungsbauten der Duna-Versicherungen in Münster und Essen 1957 bis 1963, das Forum mit Auditorium Maximum und Bibliothek der TU Braunschweig 1958 bis 1971, die 1963 vollendete markante Betonschalenarchitektur der Jahrhunderthalle zu Frankfurt-Höchst und das Ensemble des Nordwestdeutschen Rundfunks in Hannover zwischen 1948 und 1963. Eines seiner markantesten Vorhaben ist zudem die 1981 abgeschlossene Umgestaltung der Herzog August Bibliothek in Wolfenbüttel. Neben Transparenz und Leichtigkeit war die Auseinandersetzung mit der Historie ein Kennzeichen der von Kraemer vertretenen Braunschweiger Schule.

Eine in der Trägerschaft der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen und des Museums für Architektur und Ingenieurkunst (M:AI) zum 100. Geburtstag des Architekten erarbeitete Ausstellung im Haus der Architekten in Düsseldorf stellt in verdichteter Form die Mehrzahl der 165 in aufwendiger Archivarbeit recherchierten Baumaßnahmen Kraemers anhand von Plänen, Fotografien, Dokumenten vor, die ein umfassendes Bild vom Oeuvre eines der wichtigsten deutschen Nachkriegsarchitekten vermitteln. Gegliedert in zwölf Sektoren wie Kulturbauten, Schul- und Bildungsbauten, Büro- und Geschäftshäuser, Bauen im Bestand oder Städtebauliche Projekte verdeutlichen sie durchgängig die bestechende minimalistische Präsenz und Klarheit, die die Kunst jener Epoche auszeichnet.

Die Ausstellung „Gesetz und Freiheit. Der Architekt Friedrich Wilhelm Kraemer (1907-1990)“ ist noch bis zum 25. November im Haus der Architekten Düsseldorf zu besichtigen. Geöffnet ist montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr Der Eintritt ist frei. Zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen, der an der Kasse 28 Euro kostet.

Haus der Architekten
Zollhof 1
D-40221 Düsseldorf

Telefon: +49 (0)211 – 49 67 0
Telefax: +49 (0)211 – 49 67 95

Quelle: Kunstmarkt.com/Hans-Peter Schwanke

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