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Ohne Titel - Chromatische Konstellation, 2015 / Heinz Mack

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Noch eine Herbstauktion im Schloss Ahlden

Wir Kinder aus Russland



Johann Friedrich Eberlein, Chinesenpaar als Räuchergefäß, um 1735

Johann Friedrich Eberlein, Chinesenpaar als Räuchergefäß, um 1735

Das niedersächsische Schloss Ahlden kann es sich leisten, nur anderthalb Monate nach einer recht erfolgreichen Herbstauktion schon wieder eine Versteigerung auszurichten, die der ersten an Anspruch kaum nachsteht. Höhepunkt der 2300 Losnummern aus Kunst und Kunsthandwerk am 5. und 6. Dezember ist wieder einmal das Meißner Porzellan. 85.000 Euro verlangt ein Chinesenpaar samt Papagei und Affe der Zeit um 1735, die vorderhand lediglich dekorativen Zwecken dienen, sich aber bei näherem Hinsehen als Räuchergefäße entpuppen. Entworfen hat sie Johann Friedrich Eberlein. Johann Joachim Kändler ist also diesmal auf den zweiten Platz verwiesen, von ihm stammen drei Tierensembles aus der Mitte des 18ten Jahrhunderts: Rothirsch und Hirschkuh (Taxe 18.500 EUR), ein Schwanenpaar mit zwei Jungen (Taxe 24.000 EUR) sowie eine Ziege mit Ziegenbock für 14.500 Euro. Außerdem kreierte der Meißner Chefdesigner um 1745 eine feine Zierpendule, in deren feinem Bronzegerüst ein edler Kavalier seiner Dame eine Blüte überreicht (Taxe 14.500 EUR).


Eine Teekanne mit chinoisem Dekor von Johann Gregorius Höroldt um 1725 aus dem Besitz des Kurfürsten August II. von Sachsen (Taxe 18.500 EUR) und eine seltene Trembleuse aus Böttger-Porzellan, die 1717/18 in Goldmalerei dekoriert wurde (Taxe 24.000 EUR), ergänzen die reiche Meißner Offerte. Einzige nennenswerte Leistungen aus späterer Zeit sind eine Meißner Deckelvase des Jugendstil, die Julius oder Rudolf Hentschel mit lieblichen Elfen vor stilisierten Buschwindröschen bemalen ließen (Taxe 9.500 EUR), sowie eine Sèvres-Vase aus dem Jahr 1881 mit feinen Malereien von Taxile Maximin Doat in Pâte-sur-pâte-Technik (Taxe 8.500 EUR). Das Silber kommt über 9.500 Euro für ein Ensemble Londoner Zucker- und Teedosen aus dem Besitz der Familie Loxam um 1758/59 diesmal nicht hinaus. Zu diesem Preis sind ferner eine zeitgleiche floral dekorierte Kaffeekanne des Hamburger Meisters Jacob Barthels und aus der Renaissancezeit um 1620 ein Nürnberger Buckelpokal zu haben, für den Georg Preusensin oder Jobst Planck als Schöpfer in Frage kommen. Die Spätzeit des Zunftwesens feiert eine Nürnberger Schleifkanne der Weber von Johann Christoph Normann Ende des 18ten Jahrhunderts (Taxe 3.800 EUR).

Die Alten Meister der Malerei konzentrieren sich im Schloss Ahlden auf Landschaften und Portraits. Für letztere steht im 18ten Jahrhunderts Antoine Pesne, aus dessen Werkstatt ein repräsentatives Bildnis des späteren Generalfeldmarschalls und Kronprinzenerziehers Christian Wilhelm von Kalkstein hervorging (Taxe 9.500 EUR). Die Landschaft vertreten zwei getragene Arkadienfantasien vielleicht von Wilhelm von Bemmel, deren identische Maße auf ein Pendantverhältnis schließen lassen (Taxen je 9.500 EUR). Spielende Kinder ergehen sich in einer Scheune auf einem Gemälde Frans Ryckhals’. Sie scheint nicht zu stören, dass an einem Balken nebenan ein geschlachtetes Schwein hängt, das indes für den niederländischen Künstler die eigentliche Attraktion war (Taxe 16.500 EUR). Von einem Maler aus dem Umfeld Hendrik van Balens stammt eine feine Paradiesszene mit Adam und Eva vor dem Baum der Erkenntnis. Die Schlange windet sich gerade herab und ein Elefant trabt ruhig auf das erste Menschenpaar zu (Taxe 12.500 EUR).

Eines der schönsten Gemälde der Meister des 19ten Jahrhunderts ist Carl Georg Hasenpflugs „Klostergang bei untergehender Sonne“ aus dem Jahr 1843. Neben der präzisen Darstellung der halb ruinösen Mittelalterarchitektur beeindruckt die effektvolle Lichtführung, die Romantik des Bildes unterstreicht der sanfte Schnee, der in den Hof gefallen ist (Taxe 12.500 EUR). Ansonsten gibt es viel Genre: Hugo Kauffmanns „Bauernstube, Sonnenschein, Bursch und Mädel“ von 1891 (Taxe 24.000 EUR), Felix Schlesingers Lesestunde eines alten Mannes mit seinen Enkeln (Taxe 19.500 EUR) sowie Max Michaels „Häusliche Andacht/Das Tischgebet“ aus dem Jahr 1869 für 8.500 Euro. Landschaften senden vor allem ausländische Künstler, etwa der Norweger Frits Thaulow zwei Herbstimpressionen an kleinen Flüssen, die leise durch die Dörfer plätschern (Taxen 28.500 und 34.000 EUR), oder Carl Rasmussen, der 1870 an einer Grönland-Expedition teilnahm und vermutlich davon eine fast fotografisch getreue Fahrt der Inuit in kleinen Segelbooten und Kajaks mitbrachte. Auf der Rückfahrt von der zweiten Reise 1893 ertrank der Däne im Atlantik (Taxe 16.500 EUR). Christian Friedrich Gille empfindet eine Klosterruine mit Bäumen im Abendlicht dagegen noch romantisch (Taxe 4.800 EUR).

Schloss Ahlden gehört außerdem zu den wichtigsten deutschen Anbietern russischer Kunst. Zu haben sind diesmal für 22.000 Euro eine herbstliche Landschaft Alexander Evgenevich Iacovleffs von 1930, eine winterliche Flusslandschaft im Abendlicht von Julius Sergius Klever für 27.000 Euro und mehrere Gemälde Nikolai Bogdanov-Belskys, die während des Zweiten Weltkriegs von einem deutschen Sammler in den Westen gerettet wurden und das einzige Mal 1953 in Moers ausgestellt waren. Der Künstler widmete sich mit Vorliebe dem Kinderleben, ließ etwa eine Horde nackter Knaben „Nach dem Bade“ auf sich zustürmen (Taxe 35.000 EUR), beobachtete eine Kindergruppe unter blühenden Apfelbäumen beim Nachmittagsimbiss (Taxe 45.000 EUR) oder ließ zwei „Reitende Knaben“ auf ihrem Pferd durch einen Fluss waten (Taxe 28.000 EUR).

Schließlich wartet noch die Möbelabteilung mit feinen Kommoden aus aller Herren Länder auf: Der Pariser Meister Jean Demoulin ist dabei mit einem hübschen Transition-Stück mit Blumen und erlegtem Wild (Taxe 12.000 EUR), aus Stockholm kommen zwei kraftvolle Rokokostück Johann Hindrich Remmers’ d.Ä. (Taxe 6.800 EUR) und Jonas Wahlbecks (Taxe 8.500 EUR). Wenn schon kein Künstlername, so verbindet sich doch wenigstens das illustre westfälische Geschlecht der Freifrau Spies von Büllesheim als Besitzerin mit einer südwestdeutschen Kommode der Zeit um 1760 (Taxe 16.500 EUR). Absolutes Prunkstück ist aber das Werk eines Berliners: Heinrich Wilhelm Spindler, Hofschreiner unter Friedrich dem Großen und mitverantwortlich für die Ausstattung der Schlösser in Sanssouci und Potsdam, fertigte um 1770 eine Kommode im klassizistisch beruhigten Louis XVI-Stil mit wertvollen floralen und figuralen Intarsien. 125.000 Euro möchte das Auktionshaus für dieses herausragende Stück sehen, zu dem sich ein Gegenstück im Besitz des Stadtmuseums Berlin befindet.

Die Auktion beginnt am 5. Dezember um 13 Uhr und wird am 6. Dezember um 9:30 Uhr fortgeführt. Die Vorbesichtigung ist noch bis zum 3. Dezember täglich von 13 bis 18 Uhr möglich, der Katalog im Internet unter www.schloss-ahlden.de abrufbar.

Kontakt:

Kunstauktionshaus Schloss Ahlden

Große Straße 1

DE-29693 Ahlden

Telefon:+49 (05164) 80 100

Telefax:+49 (05164) 522

E-Mail: auctions@schloss-ahlden.de



03.12.2008

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Johannes Sander

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05.12.2008, Internationale Gemälde, Möbel, Kunst und Antiquitäten

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Hendrik van Balen Umkreis, Adam und Eva im Paradies
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 mit rastenden Hirten im Abendlicht
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Frits Thaulow, Flusslandschaft mit kleiner Stadt im Herbst, 1890er Jahre
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Frans Ryckhals, Scheuneninterieur mit Stillleben und spielenden Kanben, um 1639/40

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Taxe: 18.500,- EURO

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Carl Georg Hasenpflug, Der Klostergang bei untergehender Sonne, 1843

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Losnummer: 1406

Heinrich Wilhelm Spindler, Kommode, Berlin um 1770

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Taxe: 125.000,- EURO

Zuschlag: 100.000,- EURO

Losnummer: 1825

Wilhelm von Bemmel zugeschrieben, Große arkadische Landschaft mit Rastenden

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Antoine Pesne Werkstatt, Bildnis des späteren Generalfeldmarschalls Christian Wilhelm von Kalkstein

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Taxe: 9.500,- EURO

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 Porzellanmanufaktur Sèvres, Taxile Maximin Doat, Vase, 1881

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Hugo Kauffmann, Bauernstube, Sonnenschein, Bursch und Mädel, 1891

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