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Schenkung für das Max Ernst Museum in Brühl

Das Max Ernst Museum erhält eine wertvolle Schenkung. Eine nordrhein-westfälische Privatsammlung überlässt dem Kunstinstitut in Brühl das Gemälde „Arizona desert after rain“ aus dem Jahr 1948 von Max Ernst. Während seiner amerikanischen Exilzeit zog der Surrealist zusammen mit der Künstlerin Dorothea Tanning 1946 von der Metropole New York nach Sedona in Arizona. Im November 1948 erhielt Max Ernst die amerikanische Staatsbürgerschaft. In diese Zeit ist das Gemälde „Arizona desert after rain“ zu datieren, welches im März 1949 den Umschlag der Zeitschrift „Town & Country“ zierte. Das Bild entstand mittels indirekter Abklatschtechnik, auch Décalcomanie genannt. Es zeigt eine visionäre Wüstenlandschaft, in der nach einem vom Titel suggerierten Regenschauer Kakteen und Pflanzen hervorsprießen.

Über 30 Jahren befand sich „Arizona desert after rain“ in der nordrhein-westfälischen Sammlung. Ab dem kommenden Freitag wird es in der ständigen Ausstellung des Max Ernst Museums zu sehen sein. Das Bild reflektiert die kärgliche Landschaft und die Einsamkeit der Umgebung von Sedona, wo sich das Künstlerpaar in der Nähe der Reservate der Hopi- und Zuni-Indianer zunächst eine einfache Holzhütte, später dann ein Steinhaus errichtet hatten. Am gleißend gelben Himmel ist zentral ein linsenförmiges Gestirn eingetragen. Sein orangefarbener Ton akzentuiert die unwirtliche, sengende Hitze der Wüste. Im farblichen Kontrast dazu wird das Gemälde am oberen und unteren Rand durch blaue Streifen eingefasst. So betont Max Ernst die Künstlichkeit des illusionistischen Bildes. Darüber hinaus macht er damit auf das Prozessuale der Naturvorgänge, auf den Wechsel von Gewitter und Glut, von Tag und Nacht aufmerksam.

Das Museum hat dienstags bis sonntags von 11 bis 18 Uhr, am ersten Donnerstag im Monat zusätzlich bis 21 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 5 Euro, ermäßigt 3 Euro.

Max Ernst Museum Brühl
Max-Ernst-Allee 1
D-50321 Brühl

Telefon: +49 (0)2232 – 579 31 10
Telefax: +49 (0)2232 – 579 31 30

Quelle: Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching

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