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Zwei unterschiedliche Methoden der malerischen Selbstverortung in der Natur: Das Palais für aktuelle Kunst in Glückstadt zeigt Einzelausstellungen von Nina Kluth und Ulrik Møller

Die Landschaft möglicherweise



Ein Kraftwerk, aus dessen mächtigem Kühlturm gewaltige Dampfwolken quellen. Ein Fährschiff, das sich bei schwerer See mühsam durch die Wellen pflügt. Einsame Strände und menschenleere Dorfstraßen im Nieselregen. Auf den fotorealistischen Gemälden des in Berlin lebenden dänischen Malers Ulrik Møller, Jahrgang 1962, begegnet zumindest der norddeutsche Betrachter seiner täglichen Umwelt. Zu sehen sind flache Landschaften, das Meer, dörfliche und industrielle Architekturen, großstädtische Plätze und immer wieder Schiffe. Menschen kommen nicht vor, nur das, was sie an Spuren hinterlassen haben. Ulrik Møller, der seine Motive in erster Linie auf Fünen, der mit fast einer halben Million Einwohnern drittgrößten dänischen Insel, findet, idealisiert die Landschaft nicht. Er zeigt sie so, wie sich in Zeiten industrialisierter Landwirtschaft, moderner Transportmittel und nahezu flächendeckender Zersiedelung fast überall in Zentraleuropa darstellt.


Møllers melancholische Bilder sind zur Zeit in der Ausstellung „Landschaften“ im Palais für aktuelle Kunst in Glückstadt zu sehen. Kultiviert, parzelliert und bis auf den letzten Quadratmeter verplant sind diese Orte, die sich Møller auf Fünen nach und nach malend einverleibt. Um Kategorien wie Schönheit oder Hässlichkeit, Idylle oder Unwirtlichkeit geht es ihm dabei allerdings nicht. Auch wenn seine Bilder auf den ersten Blick an die sorgsam registrierenden Industrieaufnahmen des Düsseldorfer Fotografenpaars Bernd und Hilla Becher erinnern und tatsächlich oft auf Fotografien basieren: Møller ist kein Dokumentarist. Vielmehr bewegen ihn existenzielle menschliche Befindlichkeiten, Zustände von Einsamkeit, Isoliertheit und Schwermut. Vielleicht sind seine grau verhangenen Felder, Wiesen und Meeresstrände einfach nur der Versuch, das, was Heimat ist und wie sie einem abhanden kommen kann, malerisch zu erforschen.

Eindrücke aus ihrer unmittelbaren Umgebung setzt auch die in Hamburg ausgebildete und jetzt in Berlin lebende Malerin Nina Kluth, Jahrgang 1974, in virtuose Malerei um – jedoch ganz anders als Møller. Ihr ist die zweite Einzelausstellung „Grüne, gelbe und braune Blätter“ im Palais für aktuelle Kunst gewidmet. Auch wenn Bildtitel wie „Wallstraße 1“ offenbar ganz konkrete Orte bezeichnen: Auf Nina Kluths auf den ersten Blick rein abstrakt wirkenden, oft großformatigen Gemälden entdeckt der Betrachter dann bei genauerem Hinsehen architektonische Strukturen oder die schemenhaften Umrisse von Autos oder Fahrbahnmarkierungen.

Eigentlich aber bestehen Kluths Gemälde aus transparenten Farbschlaufen, pastosen Tupfen und verschlungenen Schlieren, inspiriert von der organischen Farbpalette der zivilisatorisch gemaßregelten, städtischen Pflanzenwelt zwischen Blühen und Vergehen, Grünstreifen und Asphalt. Letztendlich aber geht es auch Nina Kluth weniger um ganz bestimmte Orte und deren malerische Bestimmung, sondern vielmehr darum, das Medium Malerei immer wieder neu zu befragen und seine Möglichkeiten auf ganz subjektive Art und Weise produktiv auszutesten.

Die Ausstellung „Ulrik Møller – Landschaften“ ist bis zum 29. März zu sehen, „Nina Kluth – Grüne, gelbe und braune Blätter“ bis zum 5. April. Das Palais für aktuelle Kunst ist donnerstags bis sonntags von 13 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 3 Euro. Verschiedene Kataloge der beiden Künstler sind in der Ausstellung erhältlich. Am 27. März findet um 19:30 Uhr ein Künstlergespräch mit Nina Kluth statt.

Kontakt:

Palais für aktuelle Kunst

Am Hafen 46

DE-25348 Glückstadt

Telefon:+49 (04124) 60 47 76

Telefax:+49 (04124) 60 47 78

E-Mail: info@pak-glueckstadt.de



11.03.2009

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Nicole Büsing & Heiko Klaas

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Bei:


Palais für aktuelle Kunst - Kunstverein Glückstadt

Künstler:

Nina Kluth

Künstler:

Ulrik Møller










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