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Aktuellzum Archiv:Auktions-Nachbericht

Gute Ergebnisse bei Bolland & Marotz in Bremen

Teurer Buddha



Pierre-Auguste Renoir, Stadtmauer in Spanien, um 1892

Pierre-Auguste Renoir, Stadtmauer in Spanien, um 1892

Pierre-Auguste Renoirs Impression an einer sonnigen Stadtmauer in Spanien blieb das wertvollste Gemälde auf der großen Frühjahrsauktion von Bolland & Marotz am 3. und 4. April in Bremen. Das um 1892 während eines Aufenthalts auf der iberischen Halbinsel entstandene Gemälde voller Stimmungsreiz konnte seine Taxe von 150.000 Euro zwar nicht ganz erfüllen, landete aber auch mit 130.000 Euro noch unangefochten auf Platz eins und schaffte als einziges Los einen sechsstelligen Preis. Dass die Versteigerung von Kunst und Antiquitäten auch sonst eine runde Sache war, belegt nicht nur die losbezogene Zuschlagsquote von gut 56 Prozent inklusive der Vorbehalte. In den Einzelergebnissen konnte das Auktionshaus ebenfalls einige schöne Erfolge vermelden.


Die Alten Meister hatten in Wolfgang Heimbach ihren Star. Obwohl der um 1613 geborene Friese gegenüber seinen niederländischen oder italienischen Zeitgenossen deutlich abfällt, hatte er doch ein bedeutendes Künstlerleben mit Aufenthalten an mehreren Fürstenhöfen und zählt heute zu den wichtigsten Künstlern seiner Heimat. Dieser Status schlug sich in 25.000 Euro für seine Darstellung der Taufe Christi nieder, 1679 geschaffen und damit später als alle anderen bisher bekannten Bilder des Meisters (Taxe 17.000 EUR). Jakob Hofmann, ein Maler der späten Renaissance in Schwäbisch Hall, schlug mit seiner Darstellung Christi am Ölberg 3.600 Euro los (Taxe 1.500 EUR).

Im 19ten Jahrhundert glänzten einige spätromantische Landschaftsmaler, darunter Johannes Bartholomäus Duntze etwa mit seinem Eisvergnügen vor einer Wassermühle aus dem Jahr 1865 für 13.000 Euro (Taxe 10.000 EUR) und Charles-Émile Jacques rastende Schäferin mit Herde für 8.000 Euro (Taxe 6.500 EUR). Die eine Generation jüngeren deutschen Impressionisten hatten in Paul Hoeniger einen würdigen Vertreter. Sämtliche seiner sechs Offerten wurden verkauft, allesamt über den Taxen, für bis 7.000 Euro, die sein Blick auf den alten Alexanderplatz in Berlin erzielte (Taxe 4.000 EUR), und 6.000 Euro, die eine elegante Dame am Ufer der Seine aus dem Jahr 1898 abstaubte (Taxe 3.200 EUR).

Eines seiner französischen Vorbilder könnte Albert Lebourg gewesen sein, dessen rasche Malweise die jetzt 14.000 Euro teure Landschaft „Le Pont Neuf“ aus dem Jahr 1888 eindrucksvoll demonstriert (Taxe 8.500 EUR). Gute 20.000 Euro gab es auch für die gefällige Salonmalerei einer venezianischen Gondelstation des Spaniers Arcadio Mas y Fondevilla (Taxe 18.000 EUR). Zu den älteren Schmuckstücken gehörte Johann Baptist Lampis d.J. ovales Bildnis des Generals Johann Reichsgraf von Klenau, der für 10.000 Euro eine neue Bekanntschaft einging (Taxe 6.000 EUR). Die im 19ten Jahrhundert eher nachrangige Stilllebenmalerei führte ein weitgehend unbekannter französischer Maler namens Jules Trager an. Sein reicher Aufbau von Früchten, Blumen und Kräutern aus der ersten Jahrhunderthälfte bewegt sich ganz in den altmeisterlichen Traditionen. 10.000 Euro waren der Lohn (Taxe 6.000 EUR).

Ähnlich erfolgreich setzte das 20ste Jahrhundert fort. Zwei beinah fotografisch präzise Winteransichten Karl Hauptmanns und Franz Heckers waren wurden mit 5.000 Euro und 6.500 Euro gut bezahlt (Taxe 650 und 4.500 EUR). Das späte Gartenbild „Le Jardin du Moulin blanc“ des französischen Fauvisten Charles Camoin aus der Zeit um 1963 kletterte von 7.000 Euro durch französisches Gebot auf 13.000 Euro, ein Memento Mori des Österreichers Karl Plattner von 1964 wurde von 14.000 Euro durch Italiener auf 17.000 Euro gehoben. Zu den wenigen bedauerlichen Rückgängen zählten zwei Aktbilder Carl Christoph Hartigs von 1912 und aus den 1920er Jahren (Taxen 7.000 und 4.500 EUR).

Die kleine Abteilung Bremer, Worpsweder und Oldenburger Künstler kürte einmal mehr Otto Modersohn zu ihrem König. Immerhin vier größere Gemälde stammten von ihm, nur eines blieb unveräußert. Allerdings erfüllten der „Strauß mit Anemonen“ von etwa 1930 und sein dämmeriger „Herbstabend im Moor“ mit 10.000 Euro und 25.000 Euro die Erwartungen jeweils nicht ganz. Auch 3.000 Euro für Hans am Endes Ölbild „Landschaft mit Bockmühle“ von etwa 1890, 6.000 Euro für Carl Vinnens Sturmbild vor dem Morsumkliff und 2.000 Euro für Bernhard Hoetgers Bronzeplastik „Japanische Tänzerin“ aus dem Jahr 1923 lagen etwas unterhalb der Schätzpreise. Bei letzterer Figur muss es sogar noch der Nachverkauf richten. Für Grafiken Paula Modersohn-Beckers können die Preise dagegen schon mal in die Höhe schießen. So verdoppelte sich der Wert ihrer Aquatintaradierung „Die Frau mit der Gans“ von 1902 auf 3.000 Euro, ebenso wie eine neoimpressionistische Birkenallee Udo Peters’ auf 4.500 Euro.

Kunsthandwerk

Das Kunsthandwerk weckte im Vorfeld keine allzu großen Erwartungen, da es an exzeptionellen Stücken weitgehend fehlte. Manche Kuriosität wurde honoriert wie ein vermutlich aus dem frühen 18ten Jahrhundert stammendes norddeutsches Mangelbrett mit reichen Schnitzereien für 5.000 Euro (Taxe 1.100 EUR) oder die hölzerne und bemalte Galionsfigur eines englischen Schiffes um 1850 mit 3.000 Euro (Taxe 4.000 EUR). 3.500 Euro kostete eine Berliner Kratervase mit schönen Vergoldungen im spätklassizistischen Stil um 1830 (Taxe 1.400 EUR), eine Blütentasse mit Untertasse aus der selben Manufaktur um 1817/23 kletterte von 220 Euro auf stattliche 3.900 Euro. Bei den Fayencen setzte sich ein klassizistisches Paar Potpourrideckelvasen aus der französischen Manufacture de Sceaux unter der Leitung von Richard Glot für 1.500 Euro ab (Taxe 1.300 EUR). Teuerstes Möbelstück war mit taxgerechten 10.000 Euro ein Tabernakelaufsatzsekretär norddeutscher Provenienz des 18ten Jahrhunderts.

3.500 Euro und 3.900 Euro errangen zwei Marienfiguren aus Frankreich und England des frühen 16ten und mittleren 14ten Jahrhunderts (Taxen 3.800 und 3.300 EUR). Begehrter waren allerdings die jüngeren Stücke, allen voran die Marmorstatue eines unbekleideten Mädchens von Naum Lvovich Aronson, eines lettisch-amerikanischen Bildhauers, der wohl nicht zuletzt aus diesem Grund 25.000 Euro erhielt (Taxe 4.000 EUR). Auch Emil Cauers d.J. verkleinerte Wiedergabe seiner schon von Kaiser Wilhelm II. hochgeschätzten „Wasserschöpferin“ wurde auf 6.000 Euro hochgehandelt (Taxe 2.800 EUR), ebenso wie die moderne Bronzeplastik „Mädchen mit Milchtopf“ des oberbayerischen Bildhauers Hans Wimmer aus dem Jahr 1947 von 550 Euro auf 3.000 Euro. Überraschungssieger war allerdings eine kleine Buddhastatue aus der Asiatikaabteilung. Auf 500 Euro angesetzt, schoss die Bronzefigur aus China durch Gebote aus Fernost schließlich auf 45.000 Euro. Wohl zurecht hatten die anwesenden Asiaten darin ein Kunstwerk aus dem 17. Jahrhundert ausgemacht.

Die Ergebnisse verstehen sich als Zuschlag ohne das Aufgeld.

Kontakt:

Bolland & Marotz - Auktionshaus Bremen

Fedelhören 19

DE-28203 Bremen

Telefon:+49 (0421) 32 82 82

Telefax:+49 (0421) 32 85 43

E-Mail: info@bolland-marotz.de



12.04.2009

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Johannes Sander

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Veranstaltung vom:


03.04.2009, Kunst und Antiquitäten

Bei:


Bolland & Marotz

Bericht:


Einsame Spitze

Kunstwerk:

Paul Hoeniger, Elegante Dame am Ufer der Seine, 1898
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Kunstwerk:

Paul Hoeniger, Der alte Alexanderplatz in Berlin
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Johannes Bartholomäus Duntze, Eisvergnügen vor der Wassermühle, 1865
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Kunstwerk:

Wolfgang Heimbach, Taufe Christi, 1679
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Paula Modersohn-Becker, Die Frau mit der Gans, 1902
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Hans am Ende, Landschaft mit Bockmühle, um 1890
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Karl Plattner, Memento mori, 1964

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Taxe: 14.000,- EURO

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Losnummer: 1010

Paul Hoeniger, Der alte Alexanderplatz in Berlin

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Taxe: 4.000,- EURO

Zuschlag: 7.000,- EURO

Losnummer: 645

Hans am Ende, Landschaft mit Bockmühle, um 1890

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Taxe: 3.300,- EURO

Zuschlag: 3.000,- EURO

Losnummer: 498

Charles Camoin, Le Jardin du Moulin blanc, um 1963

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Taxe: 7.000,- EURO

Zuschlag: 13.000,- EURO

Losnummer: 969

Tabernakel-Aufsatzsekretär, Norddeutschland 18. Jahrhundert

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Taxe: 10.000,- EURO

Zuschlag: 10.000,- EURO

Losnummer: 1081

Wolfgang Heimbach, Taufe Christi, 1679

Wolfgang Heimbach, Taufe Christi, 1679

Taxe: 17.000,- EURO

Zuschlag: 26.000,- EURO

Losnummer: 587

Johann Baptist Lampi d.J., Johann Reichsgraf von Klenau, Freyherr von Jannowitz, 59 Jahre alt, 1814

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Taxe: 6.000,- EURO

Zuschlag: 10.000,- EURO

Losnummer: 674

Paul Hoeniger, Elegante Dame am Ufer der Seine, 1898

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Taxe: 3.200,- EURO

Zuschlag: 6.000,- EURO

Losnummer: 646

Charles-Émile Jacque, Rastende Schäferin mit Herde

Charles-Émile Jacque, Rastende Schäferin mit Herde

Taxe: 6.500,- EURO

Zuschlag: 8.000,- EURO

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Jules Trager, Stillleben mit Blumen und Früchten, um 1830/50

Jules Trager, Stillleben mit Blumen und Früchten, um 1830/50

Taxe: 6.000,- EURO

Zuschlag: 10.000,- EURO

Losnummer: 731

Johannes Bartholomäus Duntze, Eisvergnügen vor der Wassermühle, 1865

Johannes Bartholomäus Duntze, Eisvergnügen vor der Wassermühle, 1865

Taxe: 10.000,- EURO

Zuschlag: 13.000,- EURO

Losnummer: 627

Albert Lebourg, Le Pont Neuf, 1888

Albert Lebourg, Le Pont Neuf, 1888

Taxe: 8.500,- EURO

Zuschlag: 14.000,- EURO

Losnummer: 677

Paula Modersohn-Becker, Die Frau mit der Gans, 1902

Paula Modersohn-Becker, Die Frau mit der Gans, 1902

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Losnummer: 523




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