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Aktuellzum Archiv:Auktions-Vorbericht

Alte Kunst und Antiquitäten bei Neumeister in München

Aller guten Gemälde sind drei



Marten van Valckenborch I, Flusslandschaft mit Schafherde und Flucht nach Ägypten, 1610

Marten van Valckenborch I, Flusslandschaft mit Schafherde und Flucht nach Ägypten, 1610

Drei ausgezeichnete Gemälde stehen im Mittelpunkt von Neumeisters kommender Auktion „Alte Kunst“. Eines davon stellen die Alten Meister: Marten van Valckenborch malte 1610 noch einmal eine großformatige Flusslandschaft mit einem weiten Ausblick auf Hügel und Täler über eine reiche Staffage hinweg. Irgendwo zwischen den ameisenkleinen Figuren, die über Brücken wuseln, an Herden kochen und vor einer Burg umherreiten, soll sich auch eine Darstellung der Flucht nach Ägypten befinden. Netterweise hat der Maler auch sein damaliges Alter angegeben: „Aet. 75“. Nach Expertenmeinung soll es sein letztes Gemälde gewesen sein, denn zwei Jahre darauf ist er bereits gestorben. Jedenfalls ist es sicher eines seiner bedeutendsten Spätwerke, in denen Valckenborch versucht, mit den Moden der jüngeren Konkurrenz Schritt zu halten. Mit 150.000 Euro hat Neumeister es bewertet.


Gemälde

Die beiden anderen Gemälde, die Neumeister am 24. Juni in München mit sechsstelligen Schätzpreisen bedacht hat, stellt das 19te Jahrhundert. Adolf Hoeffler wurde 1825 in Frankfurt geboren, starb dort 1898 und malte zudem zahlreiche Ansichten seiner damals noch schönen Heimatstadt. 1872 etwa richtete er den Blick vom Mühlberg im Südosten aus auf die Stadt. Klein ragt der gerade ausgebaute Dom über die Landschaft, auch die berühmte Paulskirche ist zu sehen. 100.000 Euro soll diese Stadt- und Landschaftsvedute kosten, ebenso viel wie eine brillante Schilderung seines Düsseldorfer Kollegen und Zeitgenossen Eduard Wilhelm Pose. Dieser weilte während der 1840er Jahre längere Zeit in Italien und brachte von dort eine Impression am Golf von Neapel mit. Im Gegensatz zu vielen seiner deutschrömischen Kollegen nahm er aber nicht primär die meerglänzende Bucht mit dem Vulkan in den Blick, sondern stellte eine große Baumgruppe in den Vordergrund, die an die Werke Jacob van Ruisdaels erinnert. Neben den vielen Geofaktoren beeindruckt auch die stechend klare Malweise.

Unter den Alten Meister verdienen ferner zwei Stillleben eine Hervorhebung: Pieter de Rings Arrangement mit Früchten und Austern und der Datierung 1650 schließt sich an die breite Tradition dieses Genres seiner Zeit an (Taxe 28.000 EUR), Pieter Faes’ Blumenstrauß mit Tulpen und Narzissen nimmt sie gut 150 Jahre später wieder auf und glättet sich klassizistisch (Taxe 12.000 EUR). Dem Umkreis des Pieter Coecke van Aelst im zweiten Viertel des 16ten Jahrhunderts wird ein gut erhaltener Flügelaltar zugewiesen, der in seiner Mitte den weisen Balthasar mit einem Gefäß vor Maria und dem Christuskind kniend zeigt, während auf den Seitenflügel seine Genossen Melchior und Kaspar ein Stifterehepaar unter ihren Schutz nehmen. Die Flügelaußenseiten präsentieren en grisaille die heiligen Ludwig und vermutlich Augustinus (Taxe 45.000 EUR). Bei den Neueren Meistern ist vor allem eine ägyptische Straßenszene Ludwig Deutschs von 1912 zu nennen (Taxe 78.000 EUR), außerdem ein Bauernhof mit Vieh von Heinrich Bürkel (Taxe 12.000 EUR) und eine „Rast am Ufer eines Gebirgssees“ von Maximilian Haushofer aus dem Jahr 1854 (Taxe 15.000 EUR).

Skulpturen

Sehen lassen kann sich auch das Angebot an Skulpturen vor allem der Spätgotik. Dem in Passau wirkenden Bildhauer Jörg Gartner wird eine schöne Anna Selbdritt zugeschrieben, die sich der Größe nach zu schließen wohl einst als Relief auf einem Altar befunden hat (Taxe 28.000 EUR). Dass die fränkische Kunst auch vor Tilman Riemenschneider schon qualitätvolle Werke hervorbringen konnte, beweist eine gefasste Madonna von stattlicher Größe um 1480 (Taxe 45.000 EUR). Näher ist dem aus dem Harz zugewanderten Meister schon eine Figur des heiligen Wenzel, die denn auch rund zwei Jahrzehnte später datiert wird (Taxe 34.000 EUR). Eine heilige Barbara mit ihrem Attribut des Turmes wird nach Schlesien lokalisiert: Ein ähnliches Exemplar befindet sich im Kunstmuseum Breslau (Taxe 12.000 EUR).

Die Kleinplastik wird von niederländischer Bildschnitzern beherrscht, so in Form eines zweiflügligen Reisealtars des frühen 15ten Jahrhunderts mit der Anbetung der Könige und der Grablegung Jesu (Taxe 45.000 EUR) und einer rund hundert Jahre jüngeren Figurengruppe in Reliefform, deren Szene offenbar mit einem Randereignis der Christuspassion in Zusammenhang steht (Taxe 40.000 EUR). Nach Süddeutschland verweist der Stil einer Apostelgruppe des ausgehenden 15ten Jahrhunderts (Taxe 30.000 EUR).

Im Barock häufen sich die bekannten Namen. Georg Adam Reuß, tätig zwischen 1740 und 1762 in Bamberg, wird für einen rund anderthalb Meter hohen Hausaltar in Anspruch genommen, dessen prächtige Rokokorahmung die farbige Darstellung der Dreifaltigkeit birgt (Taxe 22.000 EUR). Reuss’ Chef war zeitweise der berühmte Gartenausstatter Ferdinand Tietz, aus dessen Werkstatt wohl zwei götterartige Bozzetti stammen. Möglicherweise dienten sie als Vorlagen für Skulpturen bischöflichen Palais in Trier (Taxe 17.000 EUR). Johann Peter Wagner könnte gegen 1760 die fast lebensgroße Figur eines Chronos geschnitzt haben, vermutet jedenfalls das Auktionshaus. Virtuos gearbeitet ist die klassizistisch beruhigte Skulptur allemal (Taxe 12.000 EUR). Für die flämische Kunst steht ein sitzendes Paar mit lachenden Gesichtern und Masken. Am Sockel der beiden Terrakottaskulpturen befindet sich die Signatur Joseph Willems’ (Taxe 25.000 EUR).

Kunsthandwerk

Die stärksten Stücke des Kunsthandwerks stellt diesmal das Silber bereit. Es sind vor allem die Deckelhumpen und -becher des Barock: Ein mit figürlichen Szenen geschmücktes Exemplar des Danziger Meisters Christian Pichgiel um 1690 für 20.000 Euro, ein auf drei Kugelfüßen ruhender Becher des Augsburgers Adolf Gaap etwa der gleichen Zeit, dessen von Akantusranken umrahmte Medaillons drei Allegorien der Kontinente Europa, Asien und Amerika zeigen (Taxe 40.000 EUR), und die um 1740/50 entstandene Arbeit eines unbekannten Moskauer Meisters (Taxe 12.000 EUR). Ferner gibt es eine innen vergoldete Ecuelle, die Johann Ludwig Schoap wiederum aus Augsburg um 1717/21 zugeordnet werden kann (Taxe 5.800 EUR), und einen klassizistischen Samowar von Johann Gottlieb Kohlheim aus Berlin aus dem späten 18ten Jahrhundert (Taxe 20.000 EUR). Später kommen noch ein großer süddeutscher Deckenleuchter aus Messing des 17ten Jahrhunderts mit Doppeladler (Taxe 28.000 EUR) und neun chinesische Tapeten für ein Gartenzimmer von etwa 1800/10 hinzu (Taxe 14.000 EUR).

Die Auktion beginnt am 24. Juni um 9:30 Uhr. Die Besichtigung der Objekte ist bis zum 22. Juni täglich von 9 bis 17:30 Uhr, samstags und sonntags von 11 bis 17 Uhr möglich.

Kontakt:

Neumeister Münchener Kunstauktionshaus

Barer Straße 37

DE-80799 München

Telefax:+49 (089) 23 17 10 55

Telefon:+49 (089) 231 71 00

E-Mail: auctions@neumeister.com



18.06.2009

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Johannes Sander

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Veranstaltung vom:


24.06.2009, Alte Kunst - Varia

Bei:


Neumeister Münchener Kunstauktionshaus GmbH & Co. KG

Bericht:


Er saß, sah und sann

Kunstwerk:

Pieter Coecke van Aelst Umkreis, Anbetung der Könige, 2. Viertel 16. Jahrhundert
Pieter Coecke van Aelst Umkreis, Anbetung der Könige, 2. Viertel 16. Jahrhundert

Kunstwerk:

Charles Vetter, Serenade anlässlich des 90.
 Geburtstages des Prinzregenten Luitpold von Bayern, 1911
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Kunstwerk:

Albert
 Stagura, Hochmoor, 1941
Albert Stagura, Hochmoor, 1941

Kunstwerk:

Franz
 Roubaud, Schwarzmeerküste
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Kunstwerk:

Georg Macco, In der Moschee des Sultan Kalaun (Cairo), 1928
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Kunstwerk:

Johann
 Lorenz Kreul, Mädchenbildnis
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Eduard Wilhelm Pose, Am Golf von Neapel

Eduard Wilhelm Pose, Am Golf von Neapel

Taxe: 100.000,- EURO

Losnummer: 747

Wolfgang Kilian, Augusta Vindelicorum Augspurg, 1626

Wolfgang Kilian, Augusta Vindelicorum Augspurg, 1626

Taxe: 2.000,- EURO

Losnummer: 509

Alessandro Castelli, Rom – Blick auf den Vestatempel, 1835

Alessandro Castelli, Rom – Blick auf den Vestatempel, 1835

Taxe: 1.800,- EURO

Zuschlag: 1.800,- EURO

Losnummer: 521

Heinrich Bürkel, Bauernhof mit Vieh

Heinrich Bürkel, Bauernhof mit Vieh

Taxe: 12.000,- EURO

Zuschlag: 6.000,- EURO

Losnummer: 634

Pieter Coecke van Aelst d.Ä., Pieter Coecke van Aelst Umkreis, Anbetung der Könige, 2. Viertel 16. Jahrhundert

Pieter Coecke van Aelst d.Ä., Pieter Coecke van Aelst Umkreis, Anbetung der Könige, 2. Viertel 16. Jahrhundert

Taxe: 45.000,- EURO

Losnummer: 579

Eugen Kampf, Stadt am Fluss

Eugen Kampf, Stadt am Fluss

Taxe: 1.500,- EURO

Losnummer: 700

Deckenkrone, Süddeutschland (Nürnberg?), 17. Jahrhundert

Deckenkrone, Süddeutschland (Nürnberg?), 17. Jahrhundert

Taxe: 28.000,- EURO

Losnummer: 468

Doppelflügeliger Reisealtar, Flandern, um 1400/20

Doppelflügeliger Reisealtar, Flandern, um 1400/20

Taxe: 45.000,- EURO

Losnummer: 323

Christian Pichgiel I, Christian Pichgiel, Deckelhumpen, Danzig um 1690

Christian Pichgiel I, Christian Pichgiel, Deckelhumpen, Danzig um 1690

Taxe: 20.000,- EURO

Losnummer: 48

Maria mit Kind, Franken, um 1480

Maria mit Kind, Franken, um 1480

Taxe: 45.000,- EURO

Zuschlag: 28.000,- EURO

Losnummer: 272

Georg Macco, In der Moschee des Sultan Kalaun (Cairo), 1928

Georg Macco, In der Moschee des Sultan Kalaun (Cairo), 1928

Taxe: 600,- EURO

Zuschlag: 800,- EURO

Losnummer: 538

Ludwig Deutsch, Ägyptische Straßenszene, 1912

Ludwig Deutsch, Ägyptische Straßenszene, 1912

Taxe: 78.000,- EURO

Zuschlag: 88.000,- EURO

Losnummer: 647




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