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Aktuellzum Archiv:Auktions-Nachbericht

Mit der Versteigerung des Inventars aus dem aufgelösten Antiquitätengeschäft D & S Antiques in Wien hat das Kinsky eine gute Bilanz gezogen

Fünf Meter auf Delphinen



Uhr mit Orgelwerk, Ende 18. Jahrhundert

Uhr mit Orgelwerk, Ende 18. Jahrhundert

Eine annähernd hundertprozentige Zuschlagsquote ist der Traum jedes Auktionshauses. Im Kinsky Wien ist genau dies Mitte Mai passiert. Niedrige Schätzpreise, die manchem Bieter trotz intensiver Steigerung immer noch ein wahres Schnäppchen erlaubte, haben es möglich gemacht, dass mit Ausnahme einiger Vorbehaltszuschläge alle Objekte eine neue Heimat fanden. Anlass der Versteigerung war die Auflösung des 1979 gegründeten Wiener Antiquitätengeschäfts D & S Antiques, und Anlass für die Einlieferung im Kinsky die Tatsache, dass Brigitte Kolhammer-Duschek und Kristian P. Scheed einst selbst Gründungsmitglieder und Anteilseigner an diesem Auktionshaus waren. Was nun nicht von der Nachfolgefirma „Lilly’s Art exclusive antiques“ übernommen wurde, kam am 14. Mai unter den Hammer uns spülte brutto gut 1,57 Millionen Euro in die Kassen. Mit der Beendigung dieses Unternehmens wird die Branche vor allem um einen Uhrenspezialisten ärmer. Und vertrauend auf die Expertisen des Fachpersonals, zeigten sich die Bieter genau auf diesem Sektor am regesten.


Höhepunkt war mit einem Ergebnis von 30.000 Euro erwartungsgemäß eine frühklassizistische Kaminuhr mit Orgelwerk aus dem späten 18ten Jahrhundert (Taxe 30.000 EUR), gefolgt von einer Empire-Uhr aus dem ersten Viertel des 19ten Jahrhunderts mit vergoldetem Bronzeaufbau aus Karyatidhermen mit Füllhörnern für 22.000 Euro (Taxe 10.000 EUR). Fast zurückhaltend wurden dagegen die Bilderuhren bedacht. Die Arbeiten C. L. Hoffmeisters mit Ansichten von „Scheiner’s Kaffehaus mit der Weilburg bey Baden“ um 1825 oder dem „Koblenz mit Ehrenbreitstein und Pfaffendorf am Rhein“ gegen 1835 wurden mit 14.500 und 13.000 Euro kaum über die Schätzpreise hinausgehoben. Die vorgesehenen 25.000 Euro gab es für eine Wiener Bilderuhr um 1870 mit Titel und Thema „Die Lottoziehung“.

Noch höhere Preise erbrachten die Möbel von Barock bis frühes 19tes Jahrhundert. 30.000 Euro musste ein Bieter für einen großen Wiener oder böhmischen Tabernakelsekretär der Zeit um 1720/30 mit reichen ornamentalen Silberzinneinlagen hinblättern (Taxe 18.000 EUR), ein etwas jüngerer Hallenschrank österreichischer Herkunft mit den figürlich marketierten Allegorien von Kraft und Stärke kletterte von 25.000 Euro auf 36.000 Euro. Auf 14.000 Euro konnte sich der Wert eines klassizistischen Verwandlungstisches um 1800, der als Konsoltisch an der Wand oder als Spieltisch in der Mitte steht, fast verfünffachen. Den gleichen Preis errang ein mahagonifurnierter Empire-Tisch auf vier Delphinbeinen, der sich auf fast fünf Meter ausziehen lässt (Taxe 10.000 EUR).

Erwartungsgemäß sehr niedrig waren die Miniaturgouachen des Wiener Biedermeiermalers Balthasar Wigand taxiert. So steigerte sich seine Ansicht der Schlacht bei Aspern, in der Erzherzog Carl 1809 einen Sieg gegen Napoleon errang, von 5.000 Euro auf 20.000 Euro, 8.500 Euro erreichte seine „Rückkehr vom Simmeringer Wettrennen über den Rennweg“ (Taxe 2.000 EUR). Doch blieben die Preise bei den Gemälden trotzdem recht moderat. Günstig für den Käufer darf etwa der Zuschlag bei 10.000 Euro für Rudolf von Alts voll ausgearbeitetes Aquarell von Schloss Oberwaltersdorf 1851 genannt werden (Taxe 7.000 EUR). Auch bei Theodor von Hörmann werden schon einmal mehr bezahlt als die 8.500 Euro für seinen Arkadenhof in Friesach (Taxe 5.000 EUR). Ignaz Raffalt kam mit einer idyllischen Mittagsruhe einfacher Landleute von 1851 auf 6.500 Euro (Taxe 4.000 EUR), Ernst Graner mit seinem mächtigen Adlerturm vom Wiener Stephansdom aus dem Jahr 1925 auf 7.500 Euro (Taxe 2.500 EUR). Die vorgesehenen 45.000 Euro traf der Endbieter auf Albin Egger-Lienz’ Frühwerk „Der listige Gnom“ aus dem Jahr 1889.

Etwas hitziger wurden die Gefechte schließlich noch um einige Produkte der sogenannten klassischen Moderne. Josef Stoitzners klare Landschaften sind häufig begehrt, auch wenn sie einmal so kühl, fast trist sind wie sein „Winter am Fluss“, der jetzt auf 17.000 Euro kam (Taxe 5.000 EUR). Ein weiblicher Akt mit Sonnenblumen von Karl Truppe aus dem Jahr 1943 musste sich wohl ob einer gewissen Gefälligkeit schon mit 9.500 Euro begnügen (Taxe 7.000 EUR). Und 13.000 Euro hießen schließlich das Ergebnis für Ernst Hubers strahlenden Sonnenblumenstrauß mit weiteren Blüten, dessen grüne Vase mit dem undefinierbaren Hintergrund verschmilzt und dabei einer fauvistisch anmutende Flächigkeit erzeugt (Taxe 5.000 EUR).

Die Ergebnisse verstehen sich als Zuschlag ohne das Aufgeld.

Kontakt:

im Kinsky - Kunst Auktionen GmbH

Freyung 4

AT-1010 Wien

Telefax:+43 (01) 532 42 00-9

Telefon:+43 (01) 532 42 00

E-Mail: office@imkinsky.com



23.06.2009

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Johannes Sander

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Veranstaltung vom:


14.05.2009, Aus Zeit - Geschäftsauflösung von D & S Antiques

Bei:


im Kinsky - Kunst Auktionen

Bericht:


Kuriositäten aus dem Uhrenkabinett

Kunstwerk:

Albin Egger-Lienz, Der listige Gnom, 1889
Albin Egger-Lienz, Der listige Gnom, 1889

Kunstwerk:

C. L. Hoffmeister, Bilderuhr „Schreiner’s Kaffeehaus mit er
 Weilburg bey Baden“, Wien um 1825
C. L. Hoffmeister, Bilderuhr „Schreiner’s Kaffeehaus mit er Weilburg bey Baden“, Wien um 1825

Kunstwerk:

Tabernakelschrank, Wien oder Böhmen, um 1720/30
Tabernakelschrank, Wien oder Böhmen, um 1720/30

Kunstwerk:

Uhr
 mit Orgelwerk, Ende 18. Jahrhundert
Uhr mit Orgelwerk, Ende 18. Jahrhundert

Kunstwerk:

Balthasar Wigand, Die Schlacht bei Aspern – Erzherzog Carl besiegt Napoleon, 1809
Balthasar Wigand, Die Schlacht bei Aspern – Erzherzog Carl besiegt Napoleon, 1809

Kunstwerk:

Ignaz
 Raffalt, Mittagsruhe, 1851
Ignaz Raffalt, Mittagsruhe, 1851







C. L. Hoffmeister, Bilderuhr „Koblenz mit Ehrenbreitstein und Pfaffendorf am Rhein“, Wien um 1835

C. L. Hoffmeister, Bilderuhr „Koblenz mit Ehrenbreitstein und Pfaffendorf am Rhein“, Wien um 1835

Taxe: 10.000,- EURO

Zuschlag: 13.000,- EURO

Losnummer: 124

Tabernakelschrank, Wien oder Böhmen, um 1720/30

Tabernakelschrank, Wien oder Böhmen, um 1720/30

Taxe: 18.000,- EURO

Zuschlag: 30.000,- EURO

Losnummer: 6

Hallenschrank, Oberösterreich, um 1730/40

Hallenschrank, Oberösterreich, um 1730/40

Taxe: 25.000,- EURO

Zuschlag: 36.000,- EURO

Losnummer: 18

Ignaz Raffalt, Mittagsruhe, 1851

Ignaz Raffalt, Mittagsruhe, 1851

Taxe: 4.000,- EURO

Zuschlag: 6.500,- EURO

Losnummer: 230

Albin Egger-Lienz, Der listige Gnom, 1889

Albin Egger-Lienz, Der listige Gnom, 1889

Taxe: 45.000,- EURO

Zuschlag: 45.000,- EURO

Losnummer: 249

C. L. Hoffmeister, Bilderuhr „Schreiner’s Kaffeehaus mit er Weilburg bey Baden“, Wien um 1825

C. L. Hoffmeister, Bilderuhr „Schreiner’s Kaffeehaus mit er Weilburg bey Baden“, Wien um 1825

Taxe: 15.000,- EURO

Zuschlag: 14.500,- EURO

Losnummer: 95

Rudolf von Alt, Schloss Oberwaltersdorf, 1851

Rudolf von Alt, Schloss Oberwaltersdorf, 1851

Taxe: 7.000,- EURO

Zuschlag: 10.000,- EURO

Losnummer: 235

Theodor von Hörmann, Arkadenhof in Friesach, 1878

Theodor von Hörmann, Arkadenhof in Friesach, 1878

Taxe: 5.000,- EURO

Zuschlag: 8.500,- EURO

Losnummer: 225

Balthasar Wigand, Die Schlacht bei Aspern – Erzherzog Carl besiegt Napoleon, 1809

Balthasar Wigand, Die Schlacht bei Aspern – Erzherzog Carl besiegt Napoleon, 1809

Taxe: 5.000,- EURO

Zuschlag: 20.000,- EURO

Losnummer: 208

Bilderuhr „Die Lottoziehung“, Wien, um 1870

Bilderuhr „Die Lottoziehung“, Wien, um 1870

Taxe: 25.000,- EURO

Zuschlag: 25.000,- EURO

Losnummer: 125




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