Bernd Küster wird Museumschef in Kassel  |  | Bernd Küster – neuer Direktor der Museumslandschaft Hessen Kassel | |
Bernd Küster heißt der neue Direktor der Museumslandschaft Hessen Kassel. Der bisherige Leiter des Landesmuseums für Kunst und Kulturgeschichte in Oldenburg wird sein Amt zum 1. August antreten. Das gab heute die hessische Kunstministerin Eva Kühne-Hörmann in Kassel bekannt. Küster folgt dem Interimsdirektor Ernst Wegener nach, der die Geschäfte seit dem Weggang Michael Eissenhauer als Generaldirektor zu den Staatlichen Museen zu Berlin im Oktober 2008 wahrnahm. Bei der Pressekonferenz auf Schloss Wilhelmshöhe lobte Kühne-Hörmann den 56jährigen Kunsthistoriker: „Ich bin sicher, dass Prof. Küster der richtige Mann am richtigen Ort ist, um die weitreichenden konzeptionellen Veränderungen und umfangreichen Baumaßnahmen zu steuern, die mit der Neuordnung der Museumslandschaft verbunden sind.“
Bernd Küster, der in Bodenwerder im Weserbergland zur Welt kam, studierte nach dem Abitur in Holzminden Kunstgeschichte, Literaturwissenschaft und Philosophie an der Philipps-Universität in Marburg, wo er auch promoviert wurde. Nach beruflichen Stationen unter anderem in Marburg, Osterholz und Bremen war er von 1991 bis 1999 Leiter der Kunsthalle Wilhelmshaven. Danach wurde er zum Direktor des Landesmuseums für Kunst und Kulturgeschichte im niedersächsischen Oldenburg berufen. Seit 2002 hat er einen Lehrauftrag im Fachbereich Kunst/Kunstpädagogik an der Universität Osnabrück inne; 2003 wurde er dort zum Honorarprofessor ernannt.
Die Museumslandschaft Hessen Kassel umfasst ein einmaliges Ensemble von acht kunst- und kulturgeschichtlichen Sammlungen an fünf Museumsstandorten und Museumsschlösser mit historischen Parkanlagen in Kassel und Calden-Wilhelmsthal. Hier investiert das Land Hessen investiert derzeit 200 Millionen Euro. Etwa 20 Bauprojekte – vorwiegend Sanierungen im denkmalgeschützten Bestand, aber auch Neubauvorhaben – sind bereits fest im Landeshaushalt verankert. Mit der Umgestaltung und Neupositionierung will sich Bernd Küster nun im Detail vertraut und eigene Ideen dazu beitragen. Vor allem will er die Sammlungen sinnvoll miteinander vernetzten und einen „Primat der Vermittlung“ herstellen. Es gelte, die Kultur vor allem bei jungen Besuchern publik und vertraut zu machen. |